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Thema: gm: etwas für "contraint investors"?

  1. #1
    Erfahrener Valueist
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    mich würde einmal eure spontan einschätzung auf basis des value-fundus zu gm interessieren.

    gm wird als übernahmekandidat gehandelt. der marktanteil ist von ehemals > 50 % auf rund ein drittel gesunken.
    gm hat einige starke marken als kastanien im feuer. das ist aus meiner erfahrung nach wie vor in den köpfen der amerikaner verankert.

    wie nachhaltig die remanenz aus langer tradition/ gewohnheit anhält, vermag ich nicht einzuschätzen.

    richtig ist, gm hat junk bond status.

    kurzum wie ist eure spontane meinung zu dieser gewaltig abgestürzten amerikanischen ikone?

    eine schöne zeit euch allen.
    lomoeel

  2. #2
    Erfahrener Valueist
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    Hallo, zusammen,

    ich stehe der Automobilindustrie generell skeptisch gegenüber. Hier herrscht ein gnadenloser Preiskampf, der keine auskömmlichen Margen zuläßt. Das ist auch mit ein Grund für GM's Absturz. Als einzige Ausnahmen sehe ich Porsche und mit Abstrichen noch Toyota.

    Ich kann mir z.Zt. auch nicht vorstellen, wer GM kaufen soll. Ford ist selbst fast pleite, Chrysler ist gerade wieder durch. Bei den Europäern kann ich mir keinen vorstellen, der "mal eben" so 13,6 Milliarden Dollar auf den Tisch legt, um ein marodes Unternehmen mit all seinen Problemen in einer hartumkämpften Industrie zu kaufen.

    Bleiben noch drei Möglichkeiten:
    1) Ein Unternehmen aus Asien steigt ein, um Zugang zum US-Markt zu bekommen
    2) Jemand kauft GM, um an de profitable Finanztochter zu kommen
    3) Der Staat rettet GM, weil ein so großer Arbeitgeber und altes Unternehmen nicht pleite gehen "darf".

    Nummer 3) wäre noch am wahrscheinlichsten und eine Turn-Around-Spekulation. Aber die nächste Präsidentenwahl ist erst 2008/9.

    Das alles ist irgendwo spekulativ und hat nach meiner Auffassung nichts mit irgendwelchen Value-Ansätzen zu tun.

    Gruß,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  3. #3
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    Einen Fall hast du vergessen.
    4) Das Unternehmen wird aufgelöst

    Ich habe mich mit solch einem Fall noch nicht näher beschäftigt, aber ist es dann nicht so, dass das, was am Ende übrig bleibt, den Aktionären ausbezahlt wird? War das nicht eine der Grundideen von Ben Graham? Wenn das mehr wäre, als du durch den Kauf der Aktie bezahlt hast, dann hat man einen Gewinn gemacht und es würde wieder unter das Thema Value-Investment fallen. Kennt sich jemand in diesem Bereich aus?

  4. #4
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    richtig ben,

    die gmac- beteiligung (verkauf wird aktuell in erwägung gezogen) wird mit etwa 15 mia $ bewertet. das ist deutlich mehr als der gesamte gm- börsenwert.

    ohne detaillierte betrachtung ist wohl davon auszugehen, dass der rest einen positiven enterprise value hat.
    lomoeel

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