Value-Brief anfordern
Seite 9 von 10 ErsteErste ... 78910 LetzteLetzte
Ergebnis 81 bis 90 von 100

Thema: Harley Davidson - Was haltet Ihr von dem Wert?

  1. #81
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    30.05.2001
    Beiträge
    180

    Standard

    tabakunternehmen und mineralölindustrie (zumindest teils hinter dem feigenblatt steuererhöhungen) imho.

    Die Mineralölindustrie ist hart umkämpft, hier sind bestimmt keine Preiserhöhungen über der Inflationsrate möglich. Die Steuererhöhungen sind real, kein Feigenblatt. Es ist so, daß Preiserhöhungen meist mit Steuererhöhungen zusammenfallen, weil sich das dem Verbraucher besser erklären läßt. Aber die Preise können dort nicht stärker als die Basiskosten (z. B. Ölpreis, Kosten für Raffinierung, Kosten die für die Einhaltung der Umweltstandards anfallen) steigen.

    Auch im Versicherungsmarkt herrscht fast perfekter Wettbewerb. Hier steigen allenfalls über einen begrenzten Zeitraum die Preise stärker als die Inflation und anschließend fallen sie 5 Jahre lang, bis die Versicherungen wieder merken, daß sie keinen Gewinn mehr machen.

    Auch die Autoindustrie kann die Preise nicht über der Inflationsrate erhöhen. Daß der Golf V viel teurer ist als der Golf I, liegt neben der Inflationsrate daran, daß es ein viel besseres Auto geworden ist. Zum Beispiel ist der Golf V 4,20m lang, während der Golf I nur 3,70m hatte. Wenn Du einigermaßen Äpfel mit Apfeln vergleichen möchtest, müßtest Du den Golf I mit einem Lupo oder einem Polo vergleichen, wobei auch letztere qualitativ deutlich besser sind als der Golf I.

    Andreas

  2. #82
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    30.05.2001
    Beiträge
    180

    Standard

    Ich habe den Golf mal etwas recherchiert:

    Länge Polo: 3,90m
    Länge Lupo: 3,53m
    Länge Golf I: 3,70m

    Der Golf I lag also genau zwischen dem heutigen Polo und Lupo.

    Preis Basismodell Polo: 11000 EUR
    Preis Basismodell Lupo: 9995 EUR
    Mittelwert: 10500 EUR

    Der Golf I kam 1974 auf den Markt. Ich schätze, daß in diesen 29 Jahren die Inflationsrate im Durchschnitt bei 4% lag. Damit wären die Preise seit 1974 um Faktor 3,12 gestiegen. Die 10500 EUR in heutigen Preisen entsprechen damit 3365 EUR (bzw. 6582 DM) in Preisen von 1974. 1974 hatten wir nach meinen Recherchen 11% MwSt., heute haben wir 16%. Damit wäre Verkaufspreis mit der damaligen MwSt.
    6582 DM / 1,16 * 1,11 = 6298 DM. Soviel hätte also eine Mischung aus Polo und Lupo im Jahr 1974 (mit dem MwSt.-Satz von 1974) gekostet.

    Zum Vergleich: Der Golf I kostete bei seiner Markteinführung im Jahr 1974 7995 DM. Und dieser Preis beinhaltete viele Ausstattungen nicht, die die heutigen Polo und Lupo serienmäßig haben, wie z. B. Intervallscheibenwischer, heizbare Heckscheibe, Rückfahrscheinwerfer, el. Scheibenwaschanlage (er hatte eine Fußpumpe), Automatikgurte, Kopfstützen vorn, Halogenscheinwerfer, Stahlgürtelreifen, Wärmeschutzverglasung, Katalysator. Er hatte auch keine verzinkte Karosserie, wodurch er schnell rostete, usw.

    Die Preise von VW sind seit 1974 also tatsächlich etwas langsamer als die Inflation gestiegen.

    Andreas

  3. #83
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    02.03.2002
    Beiträge
    5

    Standard

    Hallo Dieter,

    also die Formel ist in folgendem Zusammenhang zu verstehen...

    Bsp.

    Kosten +4%
    Preise *+6%

    -> +2% auf der Gewinnseite

    Bei einer Gewinnmarge von 14.5% steigen die Gewinne um 29%.
    Das ganze Beispiel stammt aus P.Lynch "Der Börse einen Schritt voraus" S.279 3.Auflage

    Zum Thema "Dauer des Wachstums" hatte ich angeführt, daß einige Bereiche auf der Welt noch erst HDI Produkte kennenlernen werden. Ferner ist HDI nicht erst seit zwei Tagen in dem Business, d.h. das Wachstum dauert schon eine ordentliche Zeit an. Ferner haben wir aktuell ein Unit Wachstum von 10%. Solche Dinge ändern sich nicht so schnell, wie ein Ergebniswachstum basierend auf Kostensenkungen. Letzendlich kann man keine genaue Prognose geben wie lange das Wachstum anhält, aber solange es Menschen gibt die HDI Produkte nutzen und den Traum von Freiheit etc. mit diesem Produkt verbinden, solange wird HDI wohl auch wachsen.
    Abschliessend halte ich den Vergleich von HDI mit Massenproduzenten wie VW etc. für völlig daneben gegriffen, da HDI eher im Premium Segment agiert und einen wirklichen Markennamen besitzt. Solches kann ich nicht von VW sagen. *

    Gruss, Lancent.

  4. #84
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    30.05.2001
    Beiträge
    180

    Standard

    Hallo Lancent,

    mein Beispiel mit VW war eine Antwort auf Lomoeels Einwand. Auch ein Premiumhersteller kann aber die Preise bei weitem nicht so deutlich über der Inflationsrate steigern, wie Du annimmst. Zum Beispiel hat HDI lt. Valueline seine EBIT-Marge von 13,2% im Jahr 1993 auf 23,3% im Jahr 2002 gesteigert. Das sind 10 Prozentpunkte innerhalb von 9 Jahren, also etwa 1 Prozentpunkt pro Jahr. Dabei ist mit Sicherheit ein großer Teil dieses Prozentpunkts nicht auf Preissteigerungen zurückzuführen, sondern auf Kostenvorteile, die durch die höheren Stückzahlen entstehen (der Umsatz hat sich in derselben Zeit mehr als verdreifacht), also Rationalisierungseffekte. Ein Verdienst der Marke ist es allerdings, daß die durch Rationalisierung hervorgerufenen Kostensenkungen einbehalten werden können und nicht an die Kunden weitergegeben werden müssen.

    Wie ich in einem Posting weiter unten sagte, ist heute der inflationsbereinigte Preis von Coca Cola nicht höher als um 1920. Ich fand das schon sehr bemerkenswert. Und Coca Cola ist nun wirklich eine herausragende Marke.

    Andreas

  5. #85
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    02.03.2002
    Beiträge
    5

    Pfeil

    Hallo Andreas,

    Ich möchte mich recht herzlich für deine konstruktiven Beiträge bedanken. Vielleicht kannst du mir ja helfen und mir folgende Aussage erklären:

    "Through the first six months of this year, shipments of Harley-Davidson motorcycle units were 146,633, a 12.6 percent increase over last year's 130,209. Harley-Davidson motorcycle revenue was $1.83 billion, a 21.5 percent increase over $1.51 billion in revenue in 2002."

    -> Unit Wachstum 12.6%
    -> Umsatz Wachstum 21.5%

    So ich rede jetzt noch nicht vom Ergebniswachstum, aber mich würde schon interessieren wie soetwas ohne Preissteigerungen abläuft.
    Vielleicht ist es ja eher:

    12,6% Unit Wachstum + 8,9% Preissteigerung = 21,5% Umsatzwachstum

    Also falls mir das jemand erklären kann, dann hätte ich wieder etwas gelernt.

    Gruss, Lancent.


    Ps: Wofür steht "l33" ?

  6. #86
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    18.06.2001
    Ort
    schleswig-holstein
    Beiträge
    179

    Standard

    bin zwar nicht andreas, aber ...

    die erklärung könnte sein, dass höherpreisige modelle überproportional verkauft wurden. dann handelt es sich imho nicht um preiserhöhungen.

    stimme dir zu: danke andreas für deine beiträge.
    lomoeel

  7. #87
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    30.05.2001
    Beiträge
    180

    Standard

    Hallo Lancent,

    das zum Stückzahlwachstum überproportionale Umsatzwachstum kann viele Erklärungen haben. Zum einen natürlich Preiserhöhungen im Rahmen der Inflation, das sollte etwa 2-3% ausmachen. Zum anderen, wie lomoeel schon angemerkt hat, könnte sich der Produktmix hin zu teureren, besser ausgestatteten Modellen verschoben haben. Dies ist auch in bestehenden Modelllinien der Fall, wie ich am Beispiel des VW Golf aufgezeigt habe, denn der Golf V ist vielleicht eher mit einem Passat aus den 70er Jahren vergleichbar. Ähnliches wird es bei HDI wohl auch geben: Das neue Modell einer Linie wird größer, stärker, besser ausgestattet und damit auch teurer als das alte sein.
    Die wahrscheinlichste Erklärung für das überproportionale Wachstum ist aber der schwächere Dollar. Wenn sie in Europa und Japan dieselbe Stückzahl zum selben Preis wie im Vorjahr verkauft haben, hat das - in Dollar umgerechnet - ein Umsatzwachstum von 25% (beim Euro/Dollar) zur Folge.

    Viele Grüße

    Andreas

    PS: Bei l33 ist l der erste Buchstabe meines Nachnamens und 33 zufällig. andreasl war bei GMX bereits vergeben, andreasl1 auch, andreasl2 auch, andreasl3 auch, und dann verlies mich die Geduld und habe nach andreasl3 einfach andreasl33 ausprobiert und das hat geklappt. Heute benutze ich diesen Loginnamen häufig (so auch bei Valueanalyse), weil er selten vergeben ist.

  8. #88
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    30.05.2001
    Beiträge
    180

    Standard

    Aus dem aktuellen 10-Q von HDI:

    Second quarter 2003 net revenue for the Motorcycles segment was $1,218.9 million
    or 21.8% higher than in the same period last year. The 2003 second quarter
    increase in net revenue for the Motorcycles segment was led by a $195.3 million,
    or 25.7% increase in Harley-Davidson motorcycle net revenue. The increase in
    Harley-Davidson motorcycle revenue was driven by a 16.0% increase in
    Harley-Davidson motorcycle unit shipments, but also benefited from wholesale
    price increases, a favorable product mix, a more profitable geographic mix and
    favorable foreign currency exchange rates during the second quarter of 2003.


    During the second quarter of 2003, Harley-Davidson motorcycle unit shipments
    increased to 76,025 units, 10,485 units higher than the same period last year.
    This increase over prior year was driven by the Company's ongoing success with
    its manufacturing strategy and its continued confidence in retail demand for
    Harley-Davidson motorcycles (see discussion of retail data under "Results of
    Operations for Six-months"). Based on the results achieved in the first half of
    2003, the Company has increased its 2003 annual wholesale shipment target to
    290,600 Harley-Davidson units.(1)

    Wholesale price increases for the 100th Anniversary 2003 models provided for
    higher average selling prices on units sold during the second quarter of 2003.

    Harley-Davidson motorcycle product mix was favorable in the second quarter of
    2003 with a higher percentage of shipments consisting of higher priced
    motorcycle models
    , both within and between the Company's motorcycle families.
    Geographic mix had a favorable impact on revenue during the second quarter of
    2003 with approximately 81.4% of the Harley-Davidson unit shipments being
    shipped to U.S. dealers, compared to 80.1% in the second quarter of 2002.
    Shipments to U.S. dealers generally have a higher average selling price per unit
    than international shipments. Finally, foreign currency exchange rates had a
    favorable effect on international revenue primarily as a result of stronger
    European currencies, when compared to the second quarter of 2002.


    Grob gerechnet: Wenn HDI etwa 20% seines Umsatzes außerhalb der USA macht, und der Dollar sich relativ zu den anderen Währungen um durchschnittlich 20% abgeschwächt hat, so steigt der in Dollar umgerechnete Auslandsumsatz um 4 Prozentpunkte. Da das amerikanische Geschäft auch deutlich um etwa 20% gewachsen ist, dürfte der Währungseffekt meiner Schätzung nach 3 Prozentpunkte zum Umsatzwachstum beigetragen haben.

    Andreas

  9. #89
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    01.06.2001
    Ort
    Scherzingen/Schweiz
    Beiträge
    1.029

    Standard

    Hallo,

    Harley-Davidson hat die Frauen im Visier.

    http://www.wiwo.de/pswiwo....ex.html

    Ausserdem gibt es eine Bildergalerie - 100 Jahre Harley-Davidson Motorräder.

    Grüsse
    flippi

  10. #90
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    25.05.2001
    Ort
    Pfaffenhofen a.d. Ilm
    Beiträge
    1.116

    Standard

    Harley-Davidson in Jubiläumsjahr mit Rekordergebnissen

    MILWAUKEE (dpa-AFX) - Der amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson hat zu seinem hundertjährigen Jubiläum im Jahr 2003 Rekordumsätze und -gewinne erzielt. Der Anbieter schwerer Motorräder setzte im vergangenen Jahr mit 4,6 Milliarden Dollar (3,7 Mrd Euro) 13 Prozent mehr um als 2002 und verdiente 760,9 Millionen Dollar, plus 31,1 Prozent. Der Gewinn pro Aktie betrug 2,50 (1,90) Dollar.

    Wie das Unternehmen am Mittwoch in Milwaukee (US-Staat Wisconsin) weiter mitteilte, lieferte es 291.147 (Vorjahr: 263.653) Harley-Davidson-Maschinen aus und 9.974 (10.943) Buell-Motorräder. Die Gesellschaft steigerte ihren Absatz in Europa um 6,7 Prozent auf 25.966 Stück. Im heimischen Markt lieferte Harley Davidson 228.393 Motorräder aus, plus 8,8 Prozent.

    Im Schlussquartal 2003 verdiente der Motorradhersteller 182,4 Millionen Dollar oder 20,9 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Gewinn je Aktie wurde mit 60 (49) Cent ausgewiesen. Damit hat die Gesellschaft die Wall-Street-Erwartungen von 58 Cent je Aktie übertroffen.

    Konzernchef Jeffrey L. Bleustein hat sich für 2007 zum Ziel gesetzt, 400.000 Harley-Davidson-Motorräder zu verkaufen. Für das laufende Jahr strebt die Gesellschaft einen Absatz von 317.000 Harleys

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •