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Thema: Bijou Brigitte

  1. #121
    Erfahrener Valueist
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    Hallo dev2

    Willkommen im Club. Ich habe mir bereits am 14.05.2007 ein paar erste Stücke Bijou zu 140 Euro ins Depot gelegt. Der Kurs liegt ja heute ähnlich hoch.

    >> Eigenkapital ist genug vorhanden und vom Gewinn wird ein Großteil ausgeschüttet - schade neue Läden währen besser!

    Ich war mal viele Jahre in H&M investiert. Aus dieser Erfahrung meine ich, dass ein Extremwachstum via neue Lädeneröffnungen nicht möglich ist, auch wenn das Geld dafür vorhanden ist. Andere Länder andere Sitten. Neue Länder müssen erst ausgetestet werden. Da muss man auch mal mit einer blutigen Nase rechnen. Siehe H&M in den ersten Jahren in den USA. Ist einmal ein Land gefunden, kommt die Standortfrage. Richtige Region (Florida ist vielleicht ganz anders drauf als z.B. Carlifonien) ? Größe der Stadt ? Richtiges Ladenlokal, usw. Das dauert seine Zeit. Irgendwann ist ein Land vollständig erschlossen / penetriert. Es macht nun mal keinen Sinn, in Kleinkleckersdorf einen Laden zu eröffnen. Folglich muss / soll der überschüssige Cash ausgeschüttet werden. Das halte ich auf jeden Fall für sinnvoller als das Geld in sinnlose Aquisitionen zu verschwenden. Ein Aktienrückkauf macht bei BB auch aufgrund der "niedrigen" Marktkap. und der wenigen umlaufenden Stücke auch nicht so viel Sinn. BB macht das einzig richtige. Nämlich hohe Dividenden ausschütten, ohne die Substanz des Unternehmen zu gefährden. Mittlerweile ist H&M auch so schlau geworden und hortet nicht mehr so viel Cash wie in der Vergangenheit.

    >> Eigenkapitalrendite zwischen 7,5 (95 & 96) bis über 45%!

    BB konnte gerade in den letzten Jahren die Preise für Modeschmuck stark steigern und hat auf gleicher Verkaufsfläche viel höhere Mengen abgesetzt. Deshalb sind auch die sog. same-store-sales so stark gestiegen. Das ist/war ein Zeichen eigener innerer Stärke (gute Kollektionen, etc.) aber auch schlafender / nicht vorhandener Konkurrenz. Diese Umwelt/externe Situation hat BB gut ausgenutzt. Deshalb hat BB so tolle ERK, Wachstumsraten, etc. Mittlerweile haben aber auch H&M und andere große Modeketten den Modeschmuck für sich entdeckt. Man benötigt nicht viel Platz dafür. Und gutes Geld kann man dort auch noch verdienen (siehe BB). Folglich hat BB nun eine ganz andere Konkurrenzsituation. Daher halte ich eine EKR > 40% für die Zukunft nicht mehr für realistisch. In meinen Berechnungen habe ich die durchschnittliche EKR (10J-Durchschnitt) auf 30% gedeckelt. Sollte BB das langfristig erreichen/halten, dann ist das immer noch ein Superwert.

    >> Wenn ich davon ausgehe das BB im nächsten Jahr nur das selbe verdient, dann habe ich eine Einstiegsrendite von gut 7%.

    dito. Ich bin sogar trotz sinkender same-store-sales von einem leicht steigenden Gewinn auf 85 Mio € ausgegangen (Einstiegrendite 7,3%)

    Deine angenommenen Gewinnwachstumsraten von 15% p.a. oder sogar 20% p.a. sind mir persönlich eine Hausnummer zu hoch. Ich bin eher der konservative Typ. Hier sind meine Berechnungsmodelle:
    - EKR-Modell: 30% EKR, 54% Ausschüttung, KGV: 10, Einstandsrendite: 12,4%
    - GpA-KGV-Modell: 10% Wachstum, KGV=10, Einstandsrendite: 10,8%
    - 3 stufiges DCF-Modell: 10/9/8/4%, 8% Zins, 95% Sicherheitsmarge

    Ich komme zwar nicht auf die geforderten 15% Einstandsrendite. Aber bei einem Qualitätsunternehmen mit einem so gut skalierbaren Geschäftsmodell und den vielen Vorteilen die BB hat (z.B. Kapitalstruktur, keine Schulden, niedrige Sachinvestitionen, etc.) ist das äußerst schwer. Deshalb muss ich mich wohl aktuell mit ca. 10% Renditeerwartung begnügen. Sollte der Kurs tatsächlich noch mal auf ca. 100 Euro fallen und damit auch alle Bewertungsmodelle im grünen Bereich liegen, dann werde ich wohl massiv nachkaufen.

    Gruß
    diwi

  2. #122
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    Zitat Zitat von diwi Beitrag anzeigen
    ... Andere Länder andere Sitten. Neue Länder müssen erst ausgetestet werden. Da muss man auch mal mit einer blutigen Nase rechnen. ...
    Das BB nicht an jeder Ecke ein Laden will, ist doch offensichtlich! Läden die nicht laufen werden geschlossen. Siehe 2 Postings weiter ...

    Zitat Zitat von diwi Beitrag anzeigen
    Ich komme zwar nicht auf die geforderten 15% Einstandsrendite.
    Hatte ich noch nie! Unentdeckte Wachstumswerte mit einen KGV von weniger als 7 zu finden ist sehr schwierig.

    Ich warte noch die HV ab und wenn es dann weiter Abwärts geht, werde ich wohl einen anderen Wert teilverkaufen um es in BB umzuschichten.

  3. #123
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    Performaxx-Kolumne: Bijou Brigitte: Quo vadis, Bijou?
    Montag 2. Juli 2007, 10:21 Uhr

    Fast fünf Jahre gehörte die Aktie des Modeschmuckfilialisten unserem Langfristdepot an, bevor im Mai 2007 die letzte Teilposition ausgestoppt wurde. Unter Berücksichtigung aller Nach- und Verkäufe konnten Sie dabei eine satte Performance von über 1.200 % einfahren. Dennoch hat die über lange Zeit lupenreine Wachstumsgeschichte des Hamburger Unternehmens in letzter Zeit ein paar Kratzer abbekommen, woraufhin sich der Börsenwert von der Spitze weg fast halbierte.

    Bijou wächst weiter, aber langsamer

    Mit diesem deftigen Kursrücksetzer reagierte die Börse auf die sich verdichtenden Anzeichen eines verlangsamten Wachstumstempos. Nachdem Bijou 2005 noch ein Umsatzplus um 35 % vermelden konnte, sank der Zuwachs 2006 auf 15,4 %. Auch die Ertragssteigerung lag mit 10,3 % deutlich unter dem Vorjahreswert (52, 6 %).

    Als Wachstumsbremse erwies sich dabei insbesondere der flächenbereinigte Umsatz, der 2006 um 0,7 % schrumpfte, während er im Vorjahr noch um stramme 14 % zulegte. Das liegt einerseits sicherlich an der Tatsache, dass sich die Artikelmenge auf einer gegebenen Verkaufsfläche nicht beliebig steigern lässt. Andererseits weist das Unternehmen aber auch auf einen verschärften Wettbewerbsdruck hin, der von anderen Schmuckketten sowie von Trendmodeketten wie H&M (Stockholm: HMB.ST - Nachrichten) , Zara oder Mango ausgehen dürfte.

    Davon unbeirrt hat das Bijou-Management seinen Kurs der Filialexpansion im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent fortgesetzt und das Filialnetz um 119 auf 931 Läden ausgebaut. Expansionsschwerpunkt war abermals das europäische Ausland, auf das mittlerweile 62 % der Filialen und 58 % der Umsätze entfallen. Größte Standorte sind neben Deutschland mit 351 Läden Spanien (255), Italien (94) und die Niederlande (67). Darüber hinaus werden Filialen in Frankreich und Portugal (jeweils 39), Österreich (24), Polen (22), der tschechischen Republik (18), Ungarn (14) und Griechenland (6) betrieben. In all diesen Auslandsmärkten arbeitet Bijou bereits profitabel. Lediglich der Eintritt in den US-Markt ist noch mit Anlaufverlusten verbunden. Die beiden Pilotfilialen in Florida wurden jedoch nach Auskunft des Vorstands "begeistert" angenommen.

    Noch genug weiße Flecken auf der Karte

    Die Eröffnung neuer Läden soll auch in den kommenden Jahren der entscheidende Wachstumstreiber bleiben. Das untermauert schon die letztjährige Erweiterung der Hamburger Konzernzentrale um Vertriebs- und Lagerflächen, die nunmehr auf 1.500 Läden ausgelegt sind. Der Fokus der weiteren Expansion wird zunächst auf Frankreich und Italien liegen. Darüber hinaus soll der Eintritt in den britischen Markt mit zwei Testfilialen im Großraum London erfolgen. Auch in den USA sollen nach dem offenbar erfolgreichen Start weitere Fachgeschäfte ihre Pforten öffnen.

    Bleibt die Frage, ob die Zielvorgabe des Managements, jährlich etwa 100 neue Filialen zu eröffnen, auch auf mittlere Sicht realistisch erscheint. Rein rechnerisch gibt es dafür zumindest noch genug weiße Flecken auf der Landkarte: Folgt man der Unternehmensangabe, wonach sich auf etwa 200.000 Einwohner eine Filiale rechnet, so böten allein die EU und die USA mit ihren rd. 780 Mio. Einwohnern ein überschlägiges Potenzial von 3.900 Läden, also mehr als das 4-fache des aktuellen Filialbestands. Andere aufstrebende Wirtschaftsregionen wie Russland, Südostasien oder Indien sind dabei noch gar nicht einbezogen.

    Allerdings sollte auch berücksichtigt werden, dass Bijou einen Gutteil der naheliegenden, lukrativen Standorte bereits erschlossen hat. Ein zunehmender Teil der künftigen Expansion wird daher mit größeren Unwägbarkeiten verbunden sein, wie beispielsweise einer schärferen Konkurrenzsituation (etwa in den angelsächsischen Ländern), erhöhten logistischen Anforderungen sowie instabileren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen (insb. in den Emerging Markets). Daher wird es in den kommenden Monaten und Jahren entscheidend darauf ankommen, ob es dem Management gelingt, bei der Expansion in weiter entfernte und schwierigere Märkte sowohl das Wachstumstempo als auch das hohe Profitabilitätsniveau beizubehalten.

    Bewertung lässt Spielräume ... nach oben und unten

    Im 1. Quartal 2007 hat sich das Wachstum mit 10 Filialeröffnungen und einem Umsatzplus von 8,5 % zumindest ein Stück weiter verlangsamt. Der flächenbereinigte Umsatz und der Gewinn gingen sogar leicht um 3,3 % bzw. 5,8 % zurück. Für das Gesamtjahr strebt der Vorstand aber weiterhin 80 Neueröffnungen an, so dass ein Umsatz von 385 Mio. Euro und ein steigender Gewinn von 85 Mio. Euro bzw. 10,50 Euro je Aktie realistisch erscheint.

    Damit weist die Bijou-Aktie derzeit ein KGV von 13 auf, was sowohl Luft nach oben als auch unten lässt. Anstelle einer konkreten Prognose wollen wir Ihnen daher anhand drei modellhafter Szenarien aufzeigen, wie sich der Kurs je nach Geschäftsverlauf entwickeln dürfte.

    Gelingt es dem Unternehmen, weiterhin eine jährliche Umsatzsteigerung von etwa 30 Mio. Euro (entspricht ca. 80-100 Neueröffnungen bei flächenbereinigt konstantem Umsatz) sowie eine konstant hohe Nettomarge von ca. 23 % zu erzielen, so hätte die Aktie gemäß unserem Ertragswertmodell Aufwärtspotenzial bis 170 Euro. Das aktuelle Kursniveau hingegen preist ein Szenario ein, in dem beispielsweise die Umsatzsteigerung auf jährlich 20 Mio. Euro (oder 50-60 neue Filialen) und die Nettomarge auf 20 % absinkt. Ein darunter liegendes Wachstum oder gar Umsatz- und Ertragsrückgänge würden folglich weitere Kursverluste rechtfertigen.

    Fazit

    Nehmen Sie bei Bijou Brigitte zunächst eine abwartende Position ein, bis sich der weitere Wachstumspfad des Unternehmens hinreichend konkret abzeichnet. Wer investiert ist, kann die Aktie bei einer Dividendenrendite um 5 % aber ruhig weiter halten, solange sich die fundamentalen Aussichten nicht deutlich eintrüben.

  4. #124
    Erfahrener Valueist
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    Hallo

    die ersten Zahlen zum 1. Halbjahr 2007 sind ganz OK. Nicht wirklich gut, aber auch nicht so schlecht. Der vollständige Halbjahresbericht liegt noch nicht vor und kommt erst Ende August.

    Gruß
    Diwi

    -----

    Bijou Brigitte steigert Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2007 um 6,8 %

    Hamburg, 18. Juli 2007 – Die Hamburger Bijou Brigitte modische Accessoires Aktiengesellschaft hat heute auf ihrer 20. ordentlichen Hauptversammlung im CCH – Congress Centrum Hamburg den Aktionären eine positive Geschäftsentwicklung präsentiert. Im ersten Halbjahr 2007 erhöhte sich der Konzernumsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 154,8 Mio. € um 6,8 % auf 165,4 Mio. €. Flächenbereinigt lag der Konzernumsatz, wie prognostiziert, bei einem leichten Minus von 3,7 %.

    Vorstandsvorsitzender und Firmengründer Friedrich-W. Werner teilte in seiner Rede den Aktionären der Bijou Brigitte modische Accessoires AG mit: „Die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal war sehr unterschiedlich. Bestätigte sich noch im April der negative Umsatztrend deutlich, entwickelt sich das Geschäft seit Juni konstant positiv, so dass im laufenden dritten Quartal mit einem besseren Ergebnis zu rechnen ist.“

    Im ersten Halbjahr 2007 wurden 38 neue Filialen eröffnet. Unter Berücksichtigung von sieben Schließungen hat Bijou Brigitte das Standortnetz zum 30. Juni 2007 auf insgesamt 962 Ladengeschäfte ausgebaut. Der Modeschmuckkonzern wird im Jahr 2007 konzernweit voraussichtlich um 80 Filialen wachsen. Hauptmärkte der Expansion sind die Länder Frankreich und Italien.

    Am 12. Juli 2007 hat Bijou Brigitte den Markteintritt in Großbritannien gestartet. Die erste Testfiliale wurde in einem Einkaufscenter im Großraum London eröffnet, eine zweite folgt Anfang August. Nach einem positiven Verlauf der Pilotphase werden weitere Filialen folgen.

    Für das laufende Gesamtjahr 2007 erwartet der Vorstand für den Bijou Brigitte-Konzern wieder eine Geschäftsentwicklung auf hohem Niveau. „Bijou Brigitte hat in jederlei Hinsicht das Potenzial, weiterhin profitabel zu wachsen und neue Märkte zu erschließen,“ so Vorstandsvorsitzender Friedrich-W. Werner.

    Im Rahmen der mittelfristigen Unternehmensführungsplanung wird der Vorstand verstärkt. Herr Marc Gabriel (40), der bereits langjährig als Prokurist bei Bijou Brigitte beschäftigt ist, wird zum 1. Januar 2008 zum stellvertretenden Mitglied des Vorstands befördert.

  5. #125
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    Standard Günstiger Valuewert

    Hallo allerseits,

    BB scheint momentan sehr attraktiv bewertet zu sein:

    Die Eigenkapitalrenditen liegen seit 2000 beständig über 30%, die Umsatzrendite ist von 12% im Jahr 2000 auf aktuell 23% gestiegen.

    Die Dividendenrendite liegt bei 4,7%, die Gewinnrendite bei günstigen 7%. Von dieser Seite kann man also von einem absoluten Schnäppchen sprechen, selbst wenn die Wachstumsraten der Vergangenheit bei weitem nicht mehr erreicht werden können.

    Warum sind dann die Kurse auf diesen niedrigen Niveau?

    Momentan geht die Angst um, daß die Konkurrenz in das Geschäft der BB eindringt. Diese These scheint gestützt zu werden durch die sinkenden Umsätze bei den bestehenden Geschäften.

    Wenn man sich die Zeitreihen von 2000 bis 2006 ansieht, muss man diese Befürchtung jedoch etwas relativieren. Auch im Jahr 2001 gab es einen "Umsatz- und Gewinneinbruch" je Filiale.

    Dieser Einbruch wurde erst im Jahr 2003 wieder ausgeglichen. Seither sind die Umsätze und Gewinne je Filiale sehr stark angestiegen.

    Die Expansion ins Ausland scheint sehr zielorientiert und bedächtig angegangen zu werden. Hier ist auch die Expansion nach Großbritannien und USA zu nennen, die ein weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum nach sich ziehen könnten.

    Fazit:

    Ich halte BB momentan für ein extrem chancenreiches Investment bei einem Zeithorizont von 5 Jahren. Die Bewertung nach KGV ist sehr günstig, die Bewertung nach KBV ist aufgrund der Eigenkapitalrenditen als durchaus angebracht zu bezeichnen. Eine auskömmliche Sicherheitsmarge kann ich zumindest erkennen :-)

    Die Wachstumschancen überwiegen meiner Ansicht nach die Risiken, die wachsende Konkurrenz ist jedoch nicht zu vernachlässigen.

    Es bleibt abzuwarten, ob BB das "Wal-Märtchen" der Modeschmuckhäuser wird, ich halte es nicht für ausgeschlossen, daß BB durch die sich verstärkende Einkaufsmacht zum Preisführer werden wird. Dies würde zwar zu Lasten der Umsatzrendite gehen, würde jedoch den Burggraben unter Umständen vergrößern.

  6. #126
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    10.01.2008

    Hamburg, 10. Januar 2008 - Der Hamburger Modeschmuckkonzern Bijou Brigitte steigerte im Geschäftsjahr 2007 den Konzernumsatz von 348 Mio. Euro auf 367 Mio. Euro und erzielte damit ein Plus von 5,4 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus der internationalen Expansion um 74 Filialen auf insgesamt 1.005 Ladengeschäfte (Vj. 931 Filialen). Insgesamt eröffnete Bijou Brigitte 85 neue Filialen, 11 Standorte wurden geschlossen. Flächenbereinigt lag der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr bei einem Minus von 3,9 %. Für das Gesamtjahr 2007 rechnet Bijou Brigitte mit einem Konzernergebnis nach Steuern, das leicht unter dem Rekordniveau des Vorjahres liegt. Weitere Details wie das Konzernergebnis und der Dividendenvorschlag werden voraussichtlich in der zweiten März-Hälfte veröffentlicht.

    Rückfragehinweis: Frau Maike Mennecke Bijou Brigitte modische Accessoires AG Tel.: +49(0)40-60609-289 e-mail: ir@bijou-brigitte.com

    Ende der Mitteilung euro adhoc -------------------------------------------------------------------- ------------

    Emittent: Bijou Brigitte modische Accessoires AG Poppenbütteler Bogen 1 D-22399 Hamburg Telefon: +49(0)40-60609-0 FAX: +49(0)40-6026409 Email: ir@bijou-brigitte.com WWW: http://www.bijou-brigitte.com Branche: Einzelhandel ISIN: DE0005229504 Indizes: CDAX Börsen: Freiverkehr: Börse Berlin, Börse Stuttgart, Regulierter Markt: Börse Hamburg, Regulierter Markt/General Standard: Börse Frankfurt Sprache: Deutsch

    ISIN DE0005229504

    AXC0064 2008-01-10/10:28


    Quelle: dpa AFX

  7. #127
    Erfahrener Valueist
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    Hallo

    Es ist doch immer wieder schön, wenn Mr. Market so heftig übertreibt wie bei Bijou.

    Was hat sich im 4. Quartal ggü. dem 3. Quartal geändert. M.E. nicht viel. Der flächenbereinigte Umsatz hat sich noch mal etwas verschlechtert. Von minus 3,7% auf minus 3,9%.
    Der Rest war bereits in Q3 bekannt.

    Aber rechtfertigt das einen Kurssturz von rund 20% in zwei Tagen. Ich meine Nein und habe nachgekauft. Mein Modell habe ich nur geringfügig verändert. Alle Wachstumsannahmen sind geblieben. Nur die Ausgangsbasis für 2007 und 2008 (Gewinn, Cash-Flow, etc.) habe ich aufgrund der kleinen aktuellen Wachstumsdelle gesenkt.

    Hier sind meine Berechnungsmodelle (2008e: GpA: 10,00 Euro, EK je Aktie: 30,86 Euro, Div je Aktie: 6,50 Euro):
    - EKR-Modell: 30% EKR, 54% Ausschüttung, KGV: 10, Einstandsrendite: 17,8%
    - GpA-KGV-Modell: 10% Wachstum, KGV=10, Einstandsrendite: 15,5%
    - 3 stufiges DCF-Modell: 10/9/8/4%, 8% Zins, 207% Sicherheitsmarge

    Gruß
    diwi

  8. #128
    Erfahrener Valueist
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    Hallo

    Die Inhaberfamilie Werner hat am 10.01.2008 und 11.01.2008 auch nach dem Kurssturz ihre Anteile aufgestockt. Ich hatte bei Kaufkursen unter 90 Euro auch schon ein gutes Gefühl. Das bestätigt mich jetzt nur noch mehr.

    11.01.2008
    Roland Werner
    Kauf
    5.500 Stück
    89,75 Euro / je Aktie
    Volumen: 493.625 Euro

    10.01.2008
    Friedrich-Wilhelm Werner
    Kauf
    10.000 Stück
    93,93 Euro
    Volumen: 939.300 Euro

    Gruß
    diwi

  9. #129
    Erfahrener Valueist
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    Hallo

    Insider haben weiter aufgestockt.

    15.01.2008
    Gert Koetke
    Kauf
    800 Stück
    86,99 Euro / je Aktie
    Volumen: 69.592 Euro

    18.01.2008
    Friedrich-Wilhelm Werner
    Kauf
    11.617 Stück
    83,00 Euro
    Volumen: 964.211 Euro

    Gruß
    diwi

  10. #130
    Erfahrener Valueist
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    Ich denke Bijou ist auf diesem Niveau auf jeden Fall nicht uninteressant. Wenn man davon ausgeht, dass Bijou seine Erträge mindestens halten kann, ist es als schuldenfreies Unternehmen mit einem KGV von 10 mindestens fair bewertet. Genaugenommen ist es unter dieser Annahme bereits unterbewertet, weil man quasi eine Call-Option mit dazu ewirbt. Der Wert der Option ist nie kleiner als Null und bei einer hohen Unsicherheit hat es den größten Wert. Das zeigt, dass Bijou schon relativ pessimistisch bewertet wird. Eigentlich ideal, um zu investieren. Ich sehe aber noch davon ab, da ich zum Lager der Pessimisten gehöre. Was mich stört ist z.B. dass Bijou im Grunde keine Marke hat. Wo ich meinen Modeschuck kaufe, ist glaube ich so gut wie beliebig. Zwar sind Markteintrittsbarrieren durchaus vorhanden, aber sie sind m.E. nichts so hoch, als dass es sich nicht lohnen würde, Anstrengungen vorzunehmen, um diese Hürde zu überwinden. Selbst 10% Gewinnmarge ist für einen Einzelhändler schon phönomenal (der Durchschnitt liegt bei 2%), sodass Platz für mehr Wettberber da ist. Dazu kommen noch die erfolgreichen Einzelhändler aus dem Modebereich, die kaum Anstrengungen aufnehmen müssen und aufgrund der hohen Kundenfrequenz bereits aus einem Wettbewerbsvorteil heraus agieren können. Ich glaube nicht, dass die Gewinnmarge von 23% bei Bijou nachhaltig ist. Dagegen steht das Wachstum durch neue Filialen, womit die Erträge langfristig zumindest gehalten werden könnten.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

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