Value-Brief anfordern
Seite 5 von 6 ErsteErste ... 3456 LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 59

Thema: Amgen, AMGN

  1. #41
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.07.2002
    Beiträge
    17

    Standard

    Hallo Dieter,

    ja, es gibt Statistiken über die Häufigkeit der einzelnen Erkrankungen, für Deutschland z. b. beim statistischen Bundesamt. Gibts natürlich auch für andere Länder.

    Aber für die Umsatzerwartung spielen sehr viele Faktoren eine Rolle, die eine realistische Schätzung nur selten zulassen.
    Es dauert ja in der Regel auch sehr lange, bis ein Arzneimittel letztendlich in den Markt kommt, in diesem Zeitraum kann sich viel verändern, z. B. gesundheitspolitisch, konkurrenztechnisch usw.
    Der Preis eines Arzneimittels richtet sich dann u. a. nach den jeweiligen äußeren Gegebenheiten.

    Zu Immunex: Amgen verfährt wie viele andere Pharmafirmen auch, nämlich dass es Firmen oder Produkte zukauft, die in die bisherige "Firmenphilosophie" passen.

    Sehr viele Arzneimittel sind nicht wirkliche Eigenentwicklungen des späteren Vermarkters - oft sind diese Produkte einlizenziert. Lizenzjäger sind ständig auf der Suche nach neuen interessanten Entwicklungen kleinerer Firmen

    Die Vermarktung durch eine Firma, die in einem Indikationsgebiet, z. B. der rheumatoiden Arthritis, bereits Erfahrung hat, verläuft für ein Produkt in der Regel sehr viel erfolgreicher, wie wenn es die kleine unbekannte Firma macht.
    Amgen gilt als kompetent in Sachen Immunologie, die Firma hat die "Connections" zu den Entscheidern in der Klinik, den Zugang zu den Leuten, die die Studien durchführen. Das muss sich eine kleine Firma erst mühsam aufbauen.

    > e dann für $ 16 Mrd. Immunex übernommen, deren Medikament Enbrel heute auf Sicht von 13 Jahren einen diskontierten Gewinn zwischen $ 5 Mrd und $ 7 Mrd abwirft, je nachdem mit welchen Umsätzen und mit welchem Diskontzins ich rechne.

    Enbrel passt zu dem nun neu zugelassenen Kineret von Amgen. M. E. muss in den meisten Ländern erst noch der Boden für diese teuren und auf neuen Mechanismen basierenden Therapieprinzipien bereitet werden.
    Vielleicht will man mit Enbrel den Weg für Kineret ebnen, um eben dort den großen Umsatz zu machen?

    Zu Beginn der Forschungen ist oft überhaupt noch nicht ganz klar, in welche Richtung genau man mit einem Arzneimittel gehen kann. Für manche Arzneimittel ergeben sich im Laufe der Entwicklung sehr vielversprechende weitere Einsatzgebiete, manche, die zunächst sehr vielversprechend erscheinen, verschwinden dann wegen Unverträglichkeiten wieder - alles sehr schwierig und kompliziert.

    Grüße
    Su

  2. #42
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    25.05.2001
    Ort
    Pfaffenhofen a.d. Ilm
    Beiträge
    1.116

    Standard

    Hallo su13,

    <alles sehr schwierig und kompliziert>

    Da gebe ich Dir uneingeschränkt recht. In Anlehnung an Buffett, dürfte ich in Amgen nicht investiert sein und genau genommen muß man das ja auch nicht, solange es Unternehmen gibt deren Geschäftsmodell ich verstehe. Also sowas wie Colgate oder Anheuser Busch. Wenn letztere sagen, wir brauen ein neues Bier, kommt am Ende bestimmt auch und nicht etwas anderes heraus.

    Auch wenn Du Dich sehr gut in der Biotechbranche auskennst, dürfte es Dir doch auch nicht leicht fallen bei diesen Unternehmen den zukünftigen Umsatz und Gewinn zu prognostizieren, weil es einfach zu viele Produktentwicklungsrisiken gibt.

    Wie ist denn da Deine Analgestrategie?

    Gruß
    Dieter

  3. #43
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    25.05.2001
    Ort
    Pfaffenhofen a.d. Ilm
    Beiträge
    1.116

    Standard

    Hallo su13,

    <alles sehr schwierig und kompliziert>

    Da gebe ich Dir uneingeschränkt recht. In Anlehnung an Buffett, dürfte ich in Amgen nicht investiert sein und genau genommen muß man das ja auch nicht, solange es Unternehmen gibt deren Geschäftsmodell ich verstehe. Also sowas wie Colgate oder Anheuser Busch. *Wenn letztere sagen, wir brauen ein neues Bier, kommt am Ende bestimmt auch und nicht etwas anderes heraus.

    Auch wenn Du Dich sehr gut in der Biotechbranche auskennst, dürfte es Dir doch auch nicht leicht fallen bei diesen Unternehmen den zukünftigen Umsatz und Gewinn zu prognostizieren, weil es einfach zu viele Produktentwicklungsrisiken gibt.

    Wie ist denn da Deine Analgestrategie?

    Gruß
    Dieter
    Viele Grüße

    Dieter

  4. #44
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    25.05.2001
    Ort
    Pfaffenhofen a.d. Ilm
    Beiträge
    1.116

    Standard

    Hi su13,

    gerade bekam ich eine neue Amgen news, falls es eine ist.

    Gruß
    Dieter

    Amgen AMGN http://quote.morningstar.com/switch.html?ticker=AMGN got
    another boost Wednesday with the European Commission's approval of
    its two leading drugs, Aranesp and Neulasta, for use in oncology
    settings. This gives the company the right to market Aranesp, already
    approved to treat anemia associated with kidney failure, for the much
    larger population of patients with chemotherapy-induced anemia.
    Neulasta will probably cannibalize sales of its precursor treatment,
    Neupogen, but the better dosing schedule makes the newer version more
    convenient to administer and could expand the total market. Both
    indications were approved in the United States this year; the
    European thumbs-up gives us more confidence in our forecast sales
    growth rates, but won't change our fair value estimate.

  5. #45
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.07.2002
    Beiträge
    17

    Standard

    Hallo Dieter,

    <Auch wenn Du Dich sehr gut in der Biotechbranche auskennst, dürfte es Dir doch auch nicht leicht fallen bei diesen Unternehmen den zukünftigen Umsatz und Gewinn zu prognostizieren, weil es einfach zu viele Produktentwicklungsrisiken gibt.

    Wie ist denn da Deine Analgestrategie?>

    Also ganz einfach: Ich bin blutiger Laie und verstehe auch von vielen Dingen, die auch hier diskutiert werden, gar nix.
    Ich habe einen sehr zeitaufwändigen Beruf und habe viele Jahre lang alle meine Anlagen der Bank überlassen. Vor einiger Zeit habe ich jedoch beschlossen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, dann muss ich mich wenigstens nur über mich selbst ärgern und nicht für hohe Verluste noch hohe Gebühren bezahlen.
    Meine Strategie ist einfach gesagt: Investition in Top-Unternehmen. Welche das sind? Da muss ich mich auf verschiedene Quellen verlasssen. Ich bin weder von meinen Kenntnissen her noch von meinem Zeitbudget her in der Lage, derart ausführliche Recherchen anzustellen.
    Ich versuche aber, auch aus Diskussionen wie hier, für mich zu lernen und Informationen zu gewinnen. Im Gegenzug dafür versuche ich meine Kenntnisse auf meinem Arbeitsgebiet zur Verfügung zu stellen. Ich kann diese Kenntnisse aber absolut nicht mit betriebswirtschaftlichen Fakten, Daten, Theorien oder was auch immer untermauern.

    Was Pharma-Aktien betrifft: ich weiß um die Diskussionen: es gibt Pharma-Fans und es gibt Pharma-Gegner. Alle habe ihre Gründe. Ich bin eher ein Pharma-Fan, weil ich mich fachlich in diesem Bereich auskenne und mir die Mechanismen nicht fremd sind. Ich kann Meldungen zu Pharma-Produkten fachlich einschätzen, aber dies nicht in Euro und Cent umsetzen.
    Aber auch hier: ich bin nur in Top-Unternehmen investiert, dies sind für mich z. B. Pfizer, Novartis, Merck Sharp und Dohme, Amgen.
    Sie sind aber natürlich nur ein Teil in meinem Depot.
    Ich würde nicht investieren in Firmen wie Bristol Myers, Elan oder Actelion. Dies kann ich aber nicht über die Bilanzen und Geschäftszahlen begründen, denn die verstehe ich nicht. Kommt Dir vielleicht komisch vor - aber ist halt so.

    Und wie ist es denn bei anderen Firmen. Woher weiß ich denn, dass Anheuser keine Probleme bekommt wegen Unkrautvertilgern im Hopfen * , Walmart vielleicht weltweit Ärger mit Erpresser-Banden hat * .
    Wollen wir es nicht hoffen!

    Das magst du ja alles etwas fragwürdig finden, aber mein Depot sieht vermutlich auch nicht schlechter aus, als wenn es von einem Bank-Profi gemanagt worden wäre.

    MfG
    Su

  6. #46
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    25.05.2001
    Ort
    Pfaffenhofen a.d. Ilm
    Beiträge
    1.116

    Standard

    Hallo su,

    vielen Dank für Deine Offenheit.

    Ungefähr genauso habe ich auch angefangen, denn Geldanlagen sind Chefsache und dann war es ein mühsames lernen, das nie mehr aufhört, ähnlich wie im Beruf.

    <Kommt Dir vielleicht komisch vor - aber ist halt so.>

    Es kommt mir nicht komisch vor, warum sollte es. Bristol und Elan haben wir hier ja schon besprochen und kommen nicht mehr in Frage. Für mich sprechen die Zahlen und SEC- Untersuchungen dagegen und für die die fachliche Seite, weil es genau Dein Kompetenzbereich ist. Wenn Du meinst ein gutes Pharmaunternehmen gefunden zu haben, dann lass es uns oder mich hier wissen, das mit den Zahlen mach ich dann schon. Von Dohme habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen, obwohl ich mal die Pharmabranche durchflöht habe.

    <Woher weiß ich denn, dass Anheuser keine Probleme bekommt wegen Unkrautvertilgern im Hopfen>

    Ich wohne mitten im größten Hopfenanbaugebiet Europas und ein enormer Anteil des Hopfens wird in die USA exportiert. Es gibt dort sehr genaue Vorschriften, wann das letzte Mal vor der Ernte gesprüht werden darf (1 Woche). Es kann sich hier kein Hopfenbauer erlauben dagegen zu verstoßen, weil die Einfuhrkontrollen in den USA sehr steng sind. Gleiches gilt natürlich für andere Exporteure auch. Eine 100%ige Garantie gibt es aber nie, siehe Coca Cola mit verunreinigten Flaschen in Belgien. Das sind aber nur vorübergehende Probleme, die schnell in den Griff zu bekommen sind. Auch Erpressungen sind nur von kurzer Dauer.

    <Das magst du ja alles etwas fragwürdig finden, aber mein Depot sieht vermutlich auch nicht schlechter aus, als wenn es von einem Bank-Profi gemanagt worden wäre.>

    Nein, finde ich nicht. Warum muß Dein Bankprofi denn noch in der Bank arbeiten, wenn er doch so ein glückliches Händchen für seine Kunden hat? Ab € 1 Mio erhält man bei der HypoVereinsbank wirklich professionelle Anlageberatung. Ob die das aber wert ist?

    Viele Grüße
    Dieter

  7. #47
    Valueist
    Registriert seit
    21.07.2001
    Beiträge
    98

    Standard

    Hallo zusammen,

    ich möchte auch mal meine Meinung zu Pharmafirmen abgeben:

    Ich denke Pharmafirmen muss man ähnlich wie HiTech Firmen betrachten.
    Sie entwickeln - unter hohem finanziellem Aufwand - Produkte die durch
    Neuentwicklung einer anderen Firma plötzlich obsolet werden können.

    Einen Wettbewerbsvorteil gewährt man allerdings Pharmafirmen, die Produkte
    können patentiert werden, und so kann man sich die CopyCat Konkurrenz einige
    Jahre halten, soweit ich weiss sind es 15 Jahre (?)

    Welche fatalen folgen es hat, wenn er Patentschutz ausläuft läst sich miterleben
    wenn mal wieder ein Patent ausläuft, die CopyCats = Generikahersteller schon in Startlöchern
    stehen und das Original Präperat *drastische* Einbussen erfährt.

    Einweitere Punkt den es zu beachten gibt:
    Läßt sich durch erhöhten Forschungsaufwand immer wieder ein benötigtes Produkt erforschen?
    Wann stösst man an die Grenzen, dieser klassischen Forschung. Ich als Laie habe in etwa die
    Vorstellung, dass die Forschung auf verändern von (Eiweiss)molekülen beruht, und man solange
    herumprobiert bis man etwas brauchbares herrausbekommt.

    Im HiTech Bereich hat man z.B. die CPU (plus Memory) und diese Bausteine liesen sich in den letzten 15
    Jahren oder so in der Leistung immer weiter steigern, dies ist im Prinzip die ganze Triebkraft
    die eine ganze Industrie entstehen lies (HW, SW Hersteller, Internet, etc..)
    -> "Mooresches Gesetz"

    So ähnlich stelle ich mit das in der Pharma Industrie auch vor. Aber vielleicht hat man dort schon
    die Notwendigkeit von Molkülvariations-forschung auf Gen(variations?)-forschung umzusteigen.

    die Risiken bei Pharma/Gentechnikfirmen sind also:

    - wird es immer möglich sein die Pipeline zu füllen, d.h. lassen sich genügend viele neue Präperate
    "erforschen" ? Genügend finanzielle Mittel kann man bei den großen der Branche vorraussetzen

    - wird der Patentschutz gesetzlich weiterhin Bestand haben ? Eine Gesetzesänderung in dieser Hinsicht
    wird dramatische Folgen haben, ein sehr wichtiger Punkt.

    - steht eventuell zur Zeit nicht gerade ein "Paradigenwechsel" von klassicher Pharmaforschung zur
    Gentechnikforschung an ? D.h. muss ich nicht verstärkt darauf schauen, dass "mein" Pharmauntenehmen
    diesen Zug nicht verpasst ?

    Vorteile und Chancen gibt es aber auch noch einige, und die letzten Jahre haben gezeigt dass die
    Pharmaindustrie eine wunderbare Branche ist/war:

    - die Nachfrage dürfte über Jahre weiter steigen, mit der steigenden Lebesnserwartung, der
    Vergreisung der Industrienationen, der wachsenden Weltbevölkerung

    - der Patentschutz baut einen zeitlich begrenzten Schutzwall gegen CopyCats auf, siehe aber auch oben

    - Ausgaben für Werbung sind nicht nötig, ausser bei LifeScienceprodukten, was einem dann aber
    wieder die Möglichkeit bietet einen "mentalen" Schutzwall (eine gute Marke) zu entwickeln,
    die länger als ein Patentschutz hält, dafür aber immer sorgfältig gepflegt werden muss
    (Werbung)


    Unter den Pharmafirmen/Gentechnikfirmen gibt es bestimmt auch bessere und schlechtere,
    als max. KGV würde ich etwa 25 gelten lassen.

    Meine Favoriten: Pfizer, Merck (USA) (die schiere Grösse, bei Merck zusätzlich gute
    Firmenphilosophie), J&J (viel LifeScience, Markenartikel), Bayer (deutsch ;-), Klassiker
    Aspirin, Markenartikel, weitere Standbeine), Amgen (die Gentechnikfirma die fette Gewinne macht
    und anscheinend gute Wachstumsaussichten hat (?))

    vom Preis her gesehen gefällt mit z.Z. Merck &Co und Bayer am besten.
    dak429

  8. #48
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.07.2002
    Beiträge
    17

    Standard

    Hallo Dieter, hallo dak 429,

    Dohme ist ein Missverständnis - es handelt sich um MSD = Merck Sharp & Dohme, ich schreibe das immer dazu, damit es keine Verwechslungen mit der deutschen Firma Merck gibt.
    Beide Firmen haben zwar die gleich Familie als Ursprung, die deutsche Firma ist aus der Darmstädter Engel-Apotheke hervorgegangen, und die amerikanische wurde m. W. von einem Vetter, der nach USA ausgewandert war, gegründet. Beide haben aber nichts mehr miteinander zu tun.

    Die Patentlaufzeit beträgt für nationale deutsche Patente 20 Jahre ab dem Tag nach der Anmeldung (§ 16 Abs. 1 Satz 1 PatG), für europäische Patente 20 Jahre ab dem Tag der europäischen Patentanmeldung (Art. 63 EPÜ). Für nationale deutsche Patente gilt die Laufzeit von 20 Jahren erst für die ab dem 1. Januar 1978 angemeldeten Patente.

    Mit der Verordnung des Rates vom 18. Juni 1992 wird ein ergänzendes Schutzzertifikat für Arzneimittel eingeführt, das während seiner Laufzeit die gleichen Wirkungen wie das zugrundeliegende Grundpatent hat.

    Es schließt sich an die Laufzeit eines bestehenden Arzneimittelpatents (Grundpatent) an und hat maximal eine Laufzeit von 5 Jahren, wobei seit der Arzneimittelzulassung nicht mehr als 15 Jahre vergehen dürfen.

    Auf diese Art kann sich der Patentschutz auf 25 Jahre erstrecken, erst danach ist es den Generika-Hersteller möglich, in Deutschland ein Generikum zu entwickeln (erfahrungsgemäß ca. 2 - 3 Jahre), so daß - auch bedingt durch die Behörden- / BfArM-Bearbeitungszeit (bis zu 2,5 Jahren) - der Markteintritt eines Generikums erst ca. 5 Jahre nach Patent- bzw. SPC-Ablauf möglich ist.

    Die Hersteller haben also genug Zeit, sich auf diese Situation einzustellen und sie tun das auch mit verschiedenen Maßnahmen. Der Ablauf der Patentlaufzeit ist voll in die Preisbildung einkalkuliert.

    Alle großen Pharmafirmen nutzen alle derzeit verfügbaren Forschungsmöglichkeiten. Pharmaforschung geht Hand-in-Hand mit Grundlagenforschung in allen Life Sciences.

    Neue Befunde zur Entwicklung einzelnen Krankheiten stimulieren die Pharmaforschung.

    Ausgaben für Werbung sind sehr wohl nötig, und sie sind nicht unerheblich. Allerdings läuft dies häufig unter einem anderen Label, zum Beispiel unter wissenschaftlicher Information. Dahinter verbirgt sich dann z. B. die Einladung von Ärzten zu Kongressen nach San Francisco usw.
    Auch klinische Studien können zum Zwecke der Werbung durchgeführt werden - denn die an der Studie beteiligten Ärzte bekommen ja Honorare usw...

    Bayer würde ich persönlich nicht so hoch einstufen - in der Branche gehen schon seit längerem die Gerüchte, dass es ein Übernahmekandidat ist.

    Beste Grüße
    Su

  9. #49
    Valueist
    Registriert seit
    21.07.2001
    Beiträge
    98

    Standard

    Hallo su13,

    vielen Dank für die Informationen. Patentlaufzeiten von 20 bis 25 Jahren sind schon ein recht ordentlicher Schutz gegen die Konkurrenz. Spricht also doch deutlich für die Pharmabranche.

    Wenn eine Firma ein Übernahmekandidat ist, spricht das eigentlich für eine fundamental niedrige Bewertung dieser Firma, wer möchte schon eine hochbewertete Firma übernehmen.

    Firmen deren Aktien hoch bewertet sind treten dagegen gern als Übernehmer auf, denn sie könnnen dann mit ihren überbewerteten Aktien bezahlen. Bestes Beispiel: Die Übernahme von TimeWarner durch AOL.
    Das Prinzip ist: Ich gebe wenig Firmenwert (sieht aber viel aus=überbewertete Aktien) und bekomme viel.(unterbewertete Aktien=viel Firma fürs Geld / für die Aktien)

    Es wäre mal interessant die Werbeausgaben von sagen wir L'Oreal mit den "Werbeausgaben" von Merck oder Pfizer etc. zuvergleichen.

    Ein Punkt bleibt noch:
    Warum sollte ein Forschungsteam , ausgestattet mit genügend Geld immer neue Produkte/Medikamente erforschen können ? Gibt es keine Sättigungserscheinungen bei den "klassischen Medikamenten"?

    Im Bereich Gentechnik stehen wir sicherlich erst am Anfang.


    Noch ein Punkt: die Krankenkassen müssen das natürlich alles auch bezahlen können, irgendwann wird in den Industrieländern auch eine Sättigung erreicht sein.


    Alles in allem aber eine äussest interessante Branche.
    dak429

  10. #50
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.07.2002
    Beiträge
    17

    Standard

    Sollte man solche allgemeinen Fragen nicht woanders diskutieren, aber wo?

    Kenne mich nicht so gut aus in dieser "Technik".

    Beste Grüße
    Su

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •