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Thema: Amgen, AMGN

  1. #11
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    New York/Los Angeles, 14. Dez (Reuters)

    " Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen führt verhandlungsnahen Kreisen zufolge fortgeschrittene Übernahmegespräche mit der US-Pharma-Gruppe Immunex. Die geplante Übernahme habe einen Wert von rund 18 Milliarden Dollar (knapp 40 Milliarden Mark), erfuhr die Nachrichtengentur Reuters aus den Kreisen in der Nacht zum Freitag. Der US-Pharmakonzern American Home Products (AHP) ist mit 41 Prozent Großaktionär von Immunex und hat den Kreisen zufolge AHP "im Prinzip" der Übernahme zugestimmt. Alle drei Unternehmen lehnten Stellungnahmen ab. Experten schätzen die Fusion als problematisch ein. Amgen-Aktien gaben nach, Immunex-Titel legten dagegen deutlich zu....

    ....Amgen hatte sich durch die Blut bildenden Medikamente der Marken "Epogen" und "Neupogen" einen Namen gemacht. Immunex verkauft erfolgreich "Enbrel", ein Arzneimittel zur Behandlung von rheumatoider Arthritis. In den ersten neun Monaten 2001 setzte Immunex mit Enbrel mehr als einer halben Milliarde Dollar um, zum Vorjahreszeitraum ist das fast ein Fünftel mehr.

    Einige Branchenkenner schätzen die Übernahme als zu teuer ein. "Ich denke, Amgen und Immunex passen gut zusammen, aber der Preis ist für Amgen zu hoch, um ihn zu verkraften", sagte Fondsmanager David Saks von Ladenburg Thalmann. Analyst Dennis Harp von Deutsche Bank Alex. Brown. Er erwartet Probleme bei den Vermarktungsrechten für "Enbrel". Diese besitze Immunex für den Heimatmarkt zusammen mit AHP, während AHP die Rechte für den Rest der Welt hält. Analystin Fariba Ghodsian von Roth Capital Partner sieht eine Verwässerung des Amgen-Ertrags. "Sie haben sich ein 20-prozentiges Gewinnwachstum in den kommenden fünf Jahren vorgenommen", sagte sie mit Hinweis auf die als unverändert erwarteten Immunex-Ergebnisse.

    In diesem Monat hatten bereits die Biotech-Unternehmen Millennium Pharmaceuticals und Cor Therapeutics sowie MedImmune und Aviron ,Übernahmen im Wert von zwei Milliarden beziehungsweise 1,3 Milliarden Dollar angekündigt.

  2. #12
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    Die Amgen Inc., das weltgrößte Biotechnologie-Unternehmen, teilte am Montag mit, dass sie ihren kleineren Konkurrenten Immunex Corp., einen Hersteller von Medikamenten gegen Arthritis, für 16 Mrd. Dollar in Bargeld und Aktien übernehmen wird.
    Im Rahmen der Transaktion, mit der ein Biotech-Konzern mit einem Volumen von 72 Mrd. Dollar entsteht, erhalten Immunex-Aktionäre für jede ihrer Aktien 0,44 Amgen-Aktien sowie 4,50 Dollar in bar (85 Prozent Aktien und 15 Prozent Bargeld).

  3. #13
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    THOUSAND OAKS (dpa-AFX)

    "Die Fusionswelle in der amerikanischen Biotechnologie-Branche geht weiter. Der weltweit Branchengrößte Amgen baut mit der 16 Milliarden Dollar teuren Übernahme der US-Firma Immunex seine Spitzenposition aus. Dies teilten beide Gesellschaften am Montag mit. Die Immunex-Aktionäre erhalten 15 Prozent des Kaufpreises in bar und 85 Prozent in Form von Amgen-Aktien.
    Die rasant wachsende Immunex bringt das Medikament Enbrel für die Behandlung von rheumatischer Arthritis mit in die Ehe, das es bis zum Jahr 2005 auf einen Umsatz von mehr als drei Milliarden Dollar bringen dürfte. Amgen will durch den Immunex-Kauf im kommenden Jahr einen Umsatz von 5,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn von mehr als 1,5 Milliarden Dollar verbuchen.

    GEWINN JE AKTIE SOLL UM ÜBER 20 PROZENT ZULEGEN

    Amgen mit Sitz in Thousand Oaks (Kalifornien) machte bisher den größten Teil seines Umsatzes mit den Medikamenten Epogen für die Behandlung von Blutarmut und Neupogen gegen Infektionskrankheiten. Die Gesellschaft hat auch die Zulassung für Kineret erhalten, das ebenfalls zur Behandlung rheumatischer Arthritis verwendet wird. Kineret liegt aber weit hinter Enbrel zurück.

    Amgen will seinen Produktabsatz-Zuwachsraten durch den Immunex- Erwerb in den kommenden fünf Jahren jährlich vom unteren 20-Prozent- auf den unteren 30-Prozent-Bereich erhöhen. Der Gewinn pro Aktie werde im mittleren 20-Prozent-Bereich zulegen, prognostizierte die Gesellschaft.

    'ENBREL IST DAS AM SCHNELLSTEN WACHSENDE BIOLOGISCHE MEDIKAMENT'

    "Wir sind fest davon überzeugt, dass Enbrel als das am schnellsten wachsende biologische Medikament seinen Höhepunkt von drei Milliarden Dollar oder mehr Jahresumsatz erreichen wird", betonte Amgen-Konzernchef Kevin Sharer. Amgen wolle die Enbrel-Produktion und den Vertrieb rasch ausbauen, um die starke Nachfrage zu decken.

    Das erste Werk in Rhode Island sei fertig, und Amgen wolle auch ein zweites Werk fertig stellen. Amgen wird auch seine Produktpalette mit anderen Immunex-Medikamenten und in der Entwicklung befindlichen Arzneimitteln für Krebs- und Entzündungs-Krankheiten ausbauen.

    FUSIONSWELLE LÄUFT AUF HOCHTOUREN

    Zurzeit läuft die Fusionswelle in der Biotech-Branche auf Hochtouren. Das amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Millennium Pharmaceuticals übernimmt die US-Pharmafirma Cor Therapeutics für zwei Milliarden Dollar. Die US-Biopharma-Gesellschaft Cephalon will die französische Pharmafirma Lafon für 450 Millionen Dollar in bar kaufen.

    Der amerikanische Biotech-Konzern MedImmune Inc. übernimmt die US- Impfstoffhersteller Aviron im Zuge eines Aktientauschs für 1,5 Milliarden Dollar. Der US-Pharmariese Johnson & Johnson hatte sich in diesem Jahr die Biotechfirma Alza Corporation für zwölf Milliarden Dollar einverleibt./br/DP/rw "

  4. #14
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    Hi,

    Fusionen, Merger, Übernahmen oder egal wie man das Kind nennen will, stehe sehr kritisch gegenüber.

    Das liegt natürlich auch an meiner Unzulänglichkeit diese Art Situation richtig bewerten zu können.

    Jage ich die Zahlen durch die Quickenmaschine, kommt für IMNX als innerer Wert $ 47,73 raus.

    Sieht auf den ersten Blick ganz gut aus, glaube ich aber nicht an das enorme Wachstum von Enbrel und den damit verbunden Gewinnen und halbiere, frech wie nunmal bin, den erwarteten Umsatz von $ 3 Mrd., dann sieht es zappenduster aus und die rel. hohe Bewertung, immerhin ein KGV von 55, kann sich da dann kaum noch rechtfertigen.

    Kurzum, zahlt Amgen zuviel für IMNX oder nicht?

    Wer dazu sinnvolle Anmerkungen hat, vielleicht Jochen, unser Biotechnolgiespezialist, sollte damit nicht hinterm Berg bleiben.

    @ Jovel

    Was machst Du mit Amgen und wie siehst Du das mit IMNX?

    Gruß

    Dieter

  5. #15
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    hallo dieter,

    jeder merger birgt risiken wie auch jede unternehmerische entscheidung - da erzähle ich dir nichts neues.

    meines wissens hat die fda ein beschleunigtes prüfverfahren (6 statt üblicherweise 12 monate) für den enbrel-einsatz als arthritis-medikament entschieden. das erwartete approval würde demnach märz 2002 kommen.

    wenn denn alles so wie geplant verliefe, würde ich aus meiner bescheidenen sicht die planzahlen nicht so abwegig und riskant einschätzen.

    gegenwärtig, so ist zu lesen, ist wohl ders bremsschuh von enbrel in den produktionskapazitäten (bottle neck) zu sehen. hier möchte ich dir beipflichten: wie kann es sein, das sich der marktbedarf bei weitem nicht produzieren lässt. hier scheint immunex mit dem eigenen erfolg zu kämpfen.

    gruss aus dem hohen norden
    lomoeel
    lomoeel

  6. #16
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    Hallo lomoeel,

    vielen Dank für Deine Stellungnahme, sieht so aus, als ob es nicht so viele Amgenaktionäre gibt.

    Das Bottleneck soll übrigens über AHP's Kapazitäten abgebaut werden und sollte zukünftig kein Problem mehr darstellen, um die Nachfrage *befriedigen zu können.

    Enbrel's Patentschutz reicht bis ins Jahr 2011, erst dann kommen die Generica und vierteln den Umsatz, aber welchen, das ist hier die Frage. VL schätzt das Umsatzwachstum bis 2006 auf ca. 30% p.a., allerdings für den gesamten Konzernumsatz.

    Meine Frage, warum Amgen ausgerechnet jetzt IMNX übernimmt und ob der Preis dafür den Wert rechtfertigt, ist mir immer noch einigermassen schleierhaft.

    Vor dem Hintergrund, dass Enbrel die FDA Zulassung bereits Ende '98 erhalten hat, bietet sich doch die Frage an, warum erst jetzt das hektische Interesse?

    Und warum hatte Amgen im März 2000, bei einem IMNX Kurs von etwas über $ 11, *kein Interesse?

    Nein, ausgerechnet jetzt ist Amgen bereit mehr als das doppelte, ja fast das 3-fache für IMNX zu bezahlen.

    Dazu fällt mir Hugh Liedtke's "Harnblasen-Theorie" der Unternehmensfinanzierung ein.

    "Je mehr Bargeld ein Unternehmen angesammelt hat, desto größer der Druck, es herauszupi..." Tschuldigung, aber so stand es geschrieben.

    Vielleicht hat ja der eine oder andere Amgenaktionär noch eine verwertbare Idee, würde mich jedenfalls freuen.
    Viele Grüße

    Dieter

  7. #17
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    Hallo Dieter,

    die Argumente sind zwar einleuchtend, aber wie willst Du Synergien wirklich bewerten??

    In Fall von Amgen vertraue ich dem Unternehmen. Es wird nicht von Idioten geführt und ich denke, dass Sie wissen was Sie tun. Aus meiner Sicht haben sie dies in der Vergangenheit bewiesen. Unabhängig vom Preis/Wert - Amgen bleibt eines meiner Lieblingsinvestments. Es gehört nach wie vor zu meinen Werten,auch wenn ich nur drei Aktien kaufen dürfte.

    Ich kümmere mich um diese Übernahme recht wenig - im letzten Detail würden ich es ohnehin nicht beurteilen können. Wir müssen also den "Jungs" von Amgen vertrauen oder eben nicht.

    Bis her habe ich keinen Anlass dies nicht zu tun.

    Herzliche Grüsse

    Volker
    herzliche Grüße

    Volker

  8. #18
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    Hallo Volker,

    Synergien kann ich nicht wirklich beurteilen, auch kein Biotechunternehmen, wenn man es mal genau nimmt.

    Braucht Amgen Synergien oder nur das Medikament Enbrel, weil die eigene Pipeline eher spärlich ist?

    Wir werden sicherlich sehen, wie sich die Zahlen entwickeln und ob Enbrel wirklich die prognostizierten $ 3 Mrd. Umsatz jemals erreichen wird und vor allen Dingen mit welcher Umsatzrendite, 16,5% von IMNX oder 32% von Amgen. Da liegen Welten dazwischen und eigentlich wüßte ich das schon jetzt ganz gerne.

    Amgen und Biogen gehören ja auch zu meinen Lieblingen, genauso wie Paychex.
    Aber was sagte mein alter Herr immer " Junge gib acht, Liebe macht blind" und da kann man sehr schnell etwas übersehen oder einige Tatsachen erscheinen einem einfach zu rosig.

    Und das Management, jupp, daran gab es bisher nichts auszusetzen, aber nach meinem Geschmack hätten sie IMNX im März übernehmen sollen, zu etwas über $11. Ich hoffe sehr, dass die Jungs wissen was sie tun.

    IMNX steht/stand auf meiner Watchlist und da habe ich in meinen Unterlagen noch den Hinweis gefunden, dass IMNX die Enbrel Vermarktungsrechte in den USA und Kanada hat.
    Für die restliche Welt hat eine Tochter von AHP (Wyeth-Ayerst) die Vermarktungsrechte, dafür erhält IMNX aber eine Gewinnbeteiligung.

    Bleibt das jetzt so oder hat Amgen nun die weltweiten Vermarktungsrechte?

    Herzliche Grüße

    Dieter
    Viele Grüße

    Dieter

  9. #19
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    Hallo Volker und alle Amgenfans,

    da ich von dieser Akquisition selbst betroffen bin, mache ich um so mehr Gedanken darüber, vielleicht aber auch zu viele.

    Es stimmt, dass Amgen bis zur IMNX Übernahme nicht von "Idioten" geführt wurde.

    Wenn das auch für die Jungs von AHP gilt, die 41% an IMNX halten und diesem Deal zustimmen, dann drängt sich doch förmlich die Frage auf, welches Management jetzt mit Zitronen gehandelt hat. AHP ist dann mit 8% an Amgen beteiligt.

    Ich weiß zwar nicht wer Sirower ist, aber das was er sagt klingt doch plausibel.

    What to watch for
    While most acquisitions are failures, some succeed, so savvy investors must evaluate each one on its own merits. *According to Sirower's study, there are three critical warning flags for acquisitions that are likely to fail:

    1. The acquirer pays a large premium to the current stock price
    2. It is a large acquisition, relative to the size of the acquirer
    3. The acquirer pays with stock, not cash.

    Weiterhin fröhliche Weihnachten

    Dieter

  10. #20
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    Hallo, Dieter!

    Da ich selbst keine Ahnung von Amgen habe, kann ich dir nur eine Meinung der TELEBÖRSE schreiben, wobei mir selbst natürlich klar ist, dass wir Äußerungen von Analysten und Printmedien nicht allzu viel Bedeutung zumessen sollten. Vielleicht kannst du ja trotzdem etwas damit anfangen ...

    "Amgen muss anders handeln. Das weltgrößte Biotech-Unternehmen mit knapp viel Milliarden Dollar Umsatz verkauft zwei Produkte: das Dialyse- und Blutkrebsmittel Epogen sowie Neupogen für Transplantationen. Doch nach steigenden Umsätzen kam Gegenwind von allen Seiten. Die Produkte stehen in ihrem Zenit, Neuzulassungen verzögerten sich und brachten so viel Neues auch nicht. In den vergangenen Tagen bekam Wettbewerger TKT die Zulassung für ein besseres Konkurrenzprodukt zu Epogen. TKT hat mit Partner Aventis eine gigangtische Vermarktungsmaschinerie parat. Daher musste das Amgen-Management handeln, packte die Gelegenheit bem Schopf und gab 16 Milliarden Dollar für Immunex aus. Das Interesse gilt vor allem deren Produkt Enbrel gegen Rheuma; es soll dieses Jahr 750 Millionen Dollar Umsatz erzielen."
    Die Empfehlung lautet: Verkaufen
    "Amgen will die Probleme stagnierender Umsätze mit einem zu teuren Zukauf lösen. Nichts für Aktionäre."

    Viele Grüße

    Fabule

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