Deutschlands Unternehmenslenker greifen bei Aktien oftmals zum richtigen Zeitpunkt zu. So haben zuletzt viele Vorstandsmitglieder sowie Aufsichtsräte ihre eigenen Aktien bei kleineren Rücksetzern gekauft. Und meistens liegen die Insider richtig. Das alleine verwundert noch nicht unbedingt, denn die Manager sollten die Werte ihrer eigenen Unternehmen am besten kennen.
Interessant dabei ist, dass bei den folgenden Kurssteigerungen, die in den letzten Monaten vorkamen, die Verkäufe ausblieben. Besonders auffällig ist das in diesem Monat: In den großen Indizes Dax, MDax, TecDax und SDax gab es gar keine Insider-Verkäufe.

"Dieses kurzfristige Bild passt zum Trend der vergangenen Monate", sagt Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset Management (FIFAM). "Sobald die Kurse nach unten gehen, sehen die Topmanager Einstiegschancen und kaufen." Andererseits verkaufen die Insider aber nur sehr wenig, wenn die Kurse gestiegen sind, nehmen also nicht schnell Gewinne mit. "Das zeigt, dass sie mittel- bis langfristig optimistisch gestimmt sind".

Im Prinzip entspricht das genau unserer derzeitigen Strategie: Grundsätzlich gehen wir von steigenden Kursen aus. Innerhalb dieses langfristigen Trends wird es aber immer mal wieder Rückschläge geben, die zu Nachkäufen optimal genutzt werden können.