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Thema: Wal Mart Stores; US9311421039

  1. #21
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    Selbst wenn die Preise zu hoch waren: Wenn sie sie gesenkt hätten, wären sie auch gescheitert, weil sie dann erst recht nicht profitabel gewesen wären. Insofern war es ein Kostenproblem. Die Immobilien sind in einer derart kapitalintensiven Branche tatsächlich ein wesentlicher Kostenfaktor.
    Übrigens hat real auch seit Jahren große Probleme mit der Profitabilität, von Kaufland weiß man es nicht. Ich denke daher durchaus, daß das Modell der Großflächendiscounter für Deutschland schlecht geeignet ist.

  2. #22
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    Heute im Handelsblatt:

    Geschäftseinbruch bei SB-Warenhäusern

    DÜSSELDORF.

    Deutschlands SB-Warenhäuser werden zum Sorgenkind des Einzelhandels. Nach dem Geschäftseinbruch bei der Metro-Tochter Real und dem spektakulären Deutschland-Rückzug von Wal-Mart meldet nun auch die Edeka-Tochter Marktkauf erhebliche Schwierigkeiten. Gestern kündigte das Bielefelder Unternehmen eine umfangreiche Sanierung an. Wie es in Aufsichtsratskreisen des Unternehmens heißt, sollen bereits im nächsten Monat über 1 000 von insgesamt 17 000 Vollzeitstellen gestrichen werden. Zudem rechne das Unternehmen mit Millionenverlusten.

    Schuld am Niedergang der großflächigen Supermärkte auf der grünen Wiese sind zum einen die hohen Benzinpreise, die dazu führen, dass Verbraucher lange Einkaufsfahrten zunehmend meiden. Viele wechseln zu den Discountgeschäften wie Aldi, Lidl und Plus, die inzwischen die Funktion der einstigen Tante-Emma-Läden in der Nachbarschaft ersetzt haben. Deren Preisattacken können die Supermarktcenter nicht abwehren. Durch ein relativ kleines Sortiment von gut 1 000 Artikeln gelingt es in den Billigläden, die Kosten deutlich unter denen der SB-Warenhäuser zu halten, die häufig mehr als 100 000 Artikel führen.

    Nach Berechnungen der Marktforscher von AC Nielsen verloren Deutschlands SB-Warenhäuser im vergangenen Jahr drei Prozent ihres Umsatzes, während die Discounter fast sechs Prozent zulegten. Entsprechend rasant verlieren die großflächigen Supermärkte Marktanteile in Deutschland. Seit 2003 büßten sie beim Verkauf von Gütern des täglichen Bedarfs fast vier Prozent ein und kommen nun nur noch auf einen Anteil von 34,5 Prozent. Gleichzeitig zogen die Billigläden von Aldi & Co. mit einem Marktanteil von 35,4 Prozent an ihnen vorbei. cs BERICHT, MEINUNG SEITEN 8, 12

    17. August 2006
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    Was in dem Artikel m.E. zu wenig zum Vorschein kommt, sind die über die Jahre gereiften Wettbewerbsvorteile, die wohl die größte Hürde darstellen. So liegt der Misserfolg der SB-Warenhäuser wohl weniger daran, dass die Spritpreise derzeit hoch sind und die Verbraucher von den SB-Märkten zu Aldi und Lidl wechseln, wenngleich das sicher einen Effekt haben dürfte. Die Stärke von Aldi zeigt sich an zwei Fronten. 1) Niedrige Kosten und 2) hoher Umsatz. Zu den niedrigen Kosten gehören wie in dem Artikel steht die Artikelanzahl. Mit 1000 Artikeln hat Aldi natürlich ganz andere Kosten als ein Laden mit Abertausenden von Artikeln (Transportkosten, Lagerkosten, Personaleinsatz zum Einbau in die Regale etc.). Aldi hat aber nicht nur die absolut niedrigsten Kosten, sondern auch und vor allem die relativ zu Umsatz niedrigsten Kosten, womit wir auch schon bei 2) sind. Durch das Konzept der qualitativ guten Ware zum niedrigsten Preis macht Aldi einfach viel mehr Verkäufe als andere Supermärkte. Das zeigt ich natürlich stark in der Profitabilität, da die Fixkosten hoch sind, darunter insbesondere Miet- und Personalkosten. Und mit zunehmender Größe können Skaleneffekte durch die Logistik wahrgenommen werden. Das hat dazu geführt, dass Aldi trotz niedriger Preise bzw. gerade deshalb ein Vielfaches des Marge von anderen Supermärkten macht. Der Umsatz pro Laden ist zudem immer weiter angestiegen. Das wiederum steigert die Wettbewerbskraft erheblich, weil die Zusatzgewinne in Form niedrigerer Preise und/oder besser Qualität an die Kunden weitergegeben werden können. Und Aldi hat sich über Jahrzehnte eine Reputation bei den Verbrauchern aufgebaut. Aldi ist ein Leistungsversprechen, das nie gebrochen wurde. Und ein überragendes und immer eingelöstes Leistungsversprechen schafft Kundenloyalität. Die Kunden bleiben Aldi wohl ein Leben lang treu, es besteht kein Grund zum Wechsel des Lebensmitteleinzelhändlers, keine Modeerscheinung, kein spezifisches Alter oder irgendetwas. Diese Faktoren, in Verbindung mit der Ertragskraft, machen Aldi zu einer unglaublich starken Marke. Kaum ein Durchkommen für Wettbewerber.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  3. #23
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    Standard Unverschämt günstig

    Hallo allerseits,

    auch hier hat "Mr.Market" wieder komplett den Verstand verloren. Nachdem Wal-Mart die Erwartungen für dieses Geschäftsjahr um 3-4% reduzierte, hat Mr. Market den Geschäftswert um fast 5% niedriger bewertet.

    Nachdem Wal-Mart schon recht günstig war, sind sie jetzt extrem günstig bewertet.

    Zu den Fakten:

    KBV: 2,9 !!!!
    KGVe: 14 !!!!

    Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite in den letzten 15 Jahren beläuft sich auf 23%, die der letzten 10 und 5 Jahre auf über 22%.

    Fazit: Große Chance, kleines Risiko ( oder um es mit Mohnish Pabrai zu sagen: Kopf: Ich gewinne, Zahl: Mr. Market verliert)

  4. #24
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    Wal-Mart ist weiter gut im Geschäft. Allerdings schätzt der Konzern die Entwicklung im laufenden Jahr weniger optimistisch ein als die meisten Marktteilnehmer. Im Schlussquartal, das im Januar endete, stieg der Gewinn um 22% auf 4,6 Mrd $. Der Umsatz legte um 4,6% auf 112,8 Mrd $ zu. Während der Konzern im Ausland wuchs, lief das Geschäft auf dem Heimatmarkt schleppend. Der Gewinnsprung rund um das wichtige Weihnachtsgeschäft gelang Wal-Mart durch harte Einschnitte. Tausende Mitarbeiter mussten gehen, als die Wirtschaftskrise die Verkäufe ausbremste. Im Rahmen seiner Kosteneinsparmaßnahmen wurden die zehn finanziell leistungsschwächsten Sam’s-Club-Filialen geschlossen. Seit dem Sommer brummt das Geschäft aber wieder. Ohnehin kam der Branchenprimus besser durch die Krise als viele Konkurrenten. Der mit Tiefstpreisen werbende Discounter profitiert vom Sparzwang der Verbraucher. Im laufenden Geschäftsjahr plant das Unternehmen, fünf bis zehn neue Filialen zu eröffnen, Geschäfte zu erweitern, umzulagern und zwischen 60 und 80 Filialen umzubauen. Wal-Mart prüft die Übernahme japanischer Unternehmen und hat bereits Vorbereitungen für Akquisitionen getroffen. So wurden im Mai Manager der Tochter Seiyu GK ins Managementteam der Walmart Japan Holdings GK berufen. Scott Price, CEO von Walmart Asia, konkretisierte, der Konzern ist an Lebensmittelläden sowie Supermärkten in Japan interessiert.

    Wir erwarten auf Sicht der nächsten 6 bis 12 Monate mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 4 Sternen bei. Langfristig rechnen wir mit einer durchschnittlichen Entwicklung. Analyse im Juni 2010

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