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Thema: Zapf Creation

  1. #71
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    Hallo, Arman!

    >Die Zeiten, in denen die Puppen von Zapf Creation ein einzigartiges Produkt im Handel darstellten sind vorbei.<
    Ich glaube nicht, dass diese Zeiten vorbei sein müssen, bloß weil Mattel und Giochi Preziosi mit ähnlichen Produkten auf den Markt gekommen sind. Das ist auch in der Vergangenheit schon geschehen (z.B. Miracle Baby von Mattel) und hat für die Konkurrenz nicht zum Erfolg geführt. Das heißt natürlich nicht, dass es dieses Mal nicht erfolgreich sein könnte, aber in Deutschland und Großbritannien sollte das aufgrund der Marken Baby Born und Baby Annabel in meinen Augen zumindest schwierig für die Konkurrenz werden.

    >Ich glaube nicht einmal, dass es überhaupt auffallen würde, ob man Baby Amore, Chou Chou oder Baby Born geschenkt kriegt. Als Vater könnte ich meiner Tochter Baby Amore schenken und sagen „schau mal Baby Born“.<
    Vergiss es! Man merkt, dass du noch nicht Papa einer kleinen Tochter bist. Meine ist viereinhalb Jahre alt, würde mir wahrscheinlich einen Vogel zeigen und sagen: "Das ist doch keine Baby Born!" Eben gerade habe ich sie vor dem Einschlafen noch gefragt, ob sie eine Baby Born von einer anderen Puppe unterscheiden könnte. Sie hat dies bejaht und auf meine Nachfrage hin auf das Zeichen verwiesen. Sie wusste zwar nicht mehr, was darauf zu abgebildet ist, aber ich gehe jede Wette ein, dass ich sie morgen (in wachem Zustand) nicht über's Ohr hauen könnte.
    Sie wünscht sich übrigens zu Weihnachten eine Baby Born und zwar nur eine Baby Born (... und die wird sie auch bekommen, weil es ihr sehnlichster Wunsch ist :-)).
    Ich denke also schon, dass es in den etablierten Märkten Deutschland und Großbritannien für die Konkurrenz schwer werden dürfte, die Position von Zapf nachhaltig zu gefährden. Da spielt auch der geringere Preis wahrscheinlich eine untergeordnete Rolle, denn der ist den Kindern egal und auch die Eltern verbinden Baby Born wohl größtenteils mit Qualität, für die sie einen höheren Preis zu zahlen bereit sind. Und außerdem will Zapf im nächsten Jahr ja auch Puppen in niedrigeren Preissegmenten anbieten ...
    In Regionen, in denen sich die Zapf-Marken aber noch nicht in Kinder- und Eltern- bzw. Großelternhirnen festgesetzt haben, dürfte die Gefahr aber durchaus real sein.

    Ich denke aber, dass eine viel größere Gefahr von einer Verlagerung der Kinderinteressen weg von den Funktionspuppen und hin zu den Fashion Dolls oder anderen Spielzeugartikeln ausgeht. 10% des Umsatzvolumens der Barbiepuppen und der dazugehörigen Zubehörartikel machen mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes von Zapf aus!!! Nur geringfügige Verlagerungen haben große Auswirkungen auf den Geschäftserfolg des Unternehmens. Ein Umstand, den ich am Anfang meiner damaligen Betrachtungen völlig außer Acht gelassen habe.

    Den in deinem w:o-Posting angeführten Umstand, dass im 3. Quartal der Umsatz u.a. deswegen enttäuscht hat, weil die Händler Lagerbestände abgebaut haben, würde ich allerdings nicht als Kriterium für eine Verkaufsentscheidung hinzuziehen. Dieses Problem dürfte nämlich in meinen Augen aufgrund des um 6% gewachsenen Abverkaufs der Puppen und Zubehörartikel im Laden eher temporärer Natur sein, denn irgendwann müssen die Vorräte ja mal zur Neige gehen und dann wieder aufgefüllt werden.

    Deine Verkaufsentscheidung als solche kann ich aber gut nachvollziehen. Auch ich denke, dass ich dann die Reißleine ziehen muss, wenn ich von den Zukunftsperspektiven eines Unternehmens nicht mehr überzeugt bin - auch wenn das dann schmerzhaft ist.
    Glücklicherweise waren bei mir allerdings die Bedenken hinsichtlich der nachhaltigen Wettbewerbsvorteile in den Märkten exklusive D und GB so stark, dass ich nicht in das Unternehmen investiert habe.

    Gruß,

    Torsten

  2. #72
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    Hallo Torsten!

    @Ich glaube nicht, dass diese Zeiten vorbei sein müssen, bloß weil Mattel und Giochi Preziosi mit ähnlichen Produkten auf den Markt gekommen sind. Das ist auch in der Vergangenheit schon geschehen (z.B. Miracle Baby von Mattel) und hat für die Konkurrenz nicht zum Erfolg geführt. Das heißt natürlich nicht, dass es dieses Mal nicht erfolgreich sein könnte, aber in Deutschland und Großbritannien sollte das aufgrund der Marken Baby Born und Baby Annabel in meinen Augen zumindest schwierig für die Konkurrenz werden.

    Eine Spiel- und Funktionspuppe, die so gut aussieht wie Baby Born und sowohl qualitativ als auch in Hinsicht auf Funktionalität mithalten kann, gab es nicht. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Im Weihnachtsgeschäft werden ebenbürtige Funktionspuppen samt Zubehör in den Regalen stehen. Die Unterscheidungsmerkmale sind äußerst gering bis gar nicht vorhanden. Preislich sind die anderen Puppen und Zuebhör deutlich attraktiver angesiedelt. Mag sein, dass es in Deutschland und Großbritannien schwierig wird, aber die Konkurrenz gibt sich sichtlich mehr Mühe, da z.B. Deutschland auch so etabliert ist. Eine Princess Alexa findest Du in den USA gar nicht. Auch halte ich die Marken für nicht so unantastbar. Mattel könnte Erfolg mit seiner Princess Alexa haben und dann ließe sich die Marke stärken. Ich glaubes schon, dass Zapf Creation hier aufgrund der zunehmenden Konkurrenz Schwierigkeiten bekommen wird. Die Konkurrenzsituation ist wirklich anders als vor einem Jahr. Ob da die Marke alleine schützt? Ich bezweifle das, weil das betreffende Produkt nichts Exklusives mehr darstellt, sondern eines von Vielen ist.
    Letzenendes bestehen zwar Wettbwerbsvorteile in Deutschland und Großbritannien, aber wie nachhaltig sind diese? Und kann Zapf Creation auf Dauer mit Deutschland und Großbritannien glücklich werden? In den zahlreichen Auslandsmärkten entstehen erstmal Kosten, die verdient sein wollen. Aber da sind wir ja einer Meinung.

    @Ich denke aber, dass eine viel größere Gefahr von einer Verlagerung der Kinderinteressen weg von den Funktionspuppen und hin zu den Fashion Dolls oder anderen Spielzeugartikeln ausgeht. 10% des Umsatzvolumens der Barbiepuppen und der dazugehörigen Zubehörartikel machen mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes von Zapf aus!!! Nur geringfügige Verlagerungen haben große Auswirkungen auf den Geschäftserfolg des Unternehmens. Ein Umstand, den ich am Anfang meiner damaligen Betrachtungen völlig außer Acht gelassen habe.

    D.H. wenn 10% der Barbiepuppenumsatzes auf Zapfpuppen geswitscht werden, dann hätte Zapf 50% Umsatzwachstum, aber wenn 10% von Zapf auf Barbie switschen, dann tangiert es Zapf auch „nur“ mit 10%. Allerdings habe ich hier keine so großen Bedenken und denke, dass die Spiel- Funktionspuppen als Ganzes ihren Marktanteil nicht sigfikant werden einbüßen müssen bzw. dass beide Bereiche gut nebeneinander können.

    @ *Den in deinem w-Posting angeführten Umstand, dass im 3. Quartal der Umsatz u.a. deswegen enttäuscht hat, weil die Händler Lagerbestände abgebaut haben, würde ich allerdings nicht als Kriterium für eine Verkaufsentscheidung hinzuziehen. Dieses Problem dürfte nämlich in meinen Augen aufgrund des um 6% gewachsenen Abverkaufs der Puppen und Zubehörartikel im Laden eher temporärer Natur sein, denn irgendwann müssen die Vorräte ja mal zur Neige gehen und dann wieder aufgefüllt werden.

    Der Lagereffekt würde unter normalen Umständen wieder kompensiert. Das ist logisch. Das 3. Quartal war deshalb auch kein Verkaufsgrund. Mein Posting diesbezüglich sollte eigentlich zum Ausdruck bringen, dass ich mir Gedanken gemacht habe, warum ich die Lage als zu positiv eingeschätz habe bzw. was ich prinzipiell falsch gemacht habe und ob ich die schwache Entwicklung in diesem Jahr hätte vorausahnen können.

    Übrigens ist das mit der restriktiven Lagerhaltung im Handel durchaus ein großes Problem. Das führt dazu, dass der Handel fast nur noch Just-in-Time bestellt. Früher kriegte man die großen Orders und konnte seine Kostenbudgets darauf zuschneiden, während man heute erstmal ein Kostenbudget sich ausdenken muss, um dann hinterher zu sehen, ob das der Geschäftslage entsprechend war oder nicht. Welche Konsequenzen diese Diskrepanz haben kann, hat Zapf in Q4 03 schmerzlich zu spüren bekommen. Heute ist es so, dass jeder fehlender Mio Eur Umsatz 400.000 Tsd Eur weniger operativen Gewinn bedeutet.


    Grüße
    PoP
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  3. #73
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    P R E S S E I N F O R M A T I O N

    Zapf Creation zieht Bilanz zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft

    Rödental, 22. Dezember 2004. Das wichtige Weihnachtsgeschäft ist für die Zapf Creation
    AG, Europas führendem Markenhersteller von Spiel- und Funktionspuppen mit Zubehör,
    nahezu abgelaufen. Es zeichnet sich aktuell ab, dass im vierten Quartal ein Umsatz von
    rund 60 Mio. € erzielt werden kann (Q4/2003: 62,3 Mio. €). Das operative Ergebnis (EBIT)
    wird damit im vierten Quartal bei rund 2 Mio. € liegen. Für das Gesamtjahr 2004 impliziert
    diese Entwicklung einen Umsatz von rund 175 Mio. € mit einem operativen Ergebnis von
    rund 14 Mio. €.
    Eine nachhaltig schwache Geschäftsentwicklung in Central Europe und in den USA auch im
    vierten Quartal 2004 ist dafür hauptursächlich. Basierend auf der aktuellen Umsatzentwicklung
    wird Central Europe in der Gesamtjahresbetrachtung einen Umsatzrückgang von voraussichtlich
    rund 30 Prozent hinnehmen müssen (Umsatz Central Europe 2003: 83,2 Mio. €).
    In den USA werden die Umsätze in lokaler Währung voraussichtlich leicht unter Vorjahr
    liegen (Umsatz USA 2003: 37 Mio. US-Dollar oder 32,8 Mio. €). Die Geschäftsentwicklung in
    den operativen Geschäftseinheiten Northern-, Southern- und Eastern Europe hat sich
    hingegen auch in 2004 positiv entwickelt.
    Vor dem Hintergrund einer 46prozentigen Eigenkapitalquote ermöglicht der erwartete
    Jahresüberschuss der Zapf Creation AG Dividendenkontinuität. Vorstand und Aufsichtsrat
    werden daher eine Dividende in Höhe von 1 Euro je Aktie der Hauptversammlung
    vorschlagen.
    ------------------------------------------------------

    Ein desaströses Ergebnis. 2 Mio Eur Ebit macht Zapf für gewöhnlich im 1. Quartal (Q1 02 & Q1 03) wohingegen im 4 . Quartal für gewöhnlich 14 Mio Eur Ebit erwirtschaftet werden (Q4 01 & Q4 02). Aber irgendwie ist hier nichts mehr gewöhnlich.
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  4. #74
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    Hallo, zusammen,

    wir haben heute Julias Zimmer aufgeräumt und ausgemistet, und dabei sind vier Geschäftsberichte von Zapf Creation "auf der Strecke" geblieben. Es handelt sich dabei um die Berichte über die Jahre 1999 bis 2002, die ich Julia wegen der hübschen (?) rosa Farbe und der Baby Born-Bilder besorgt hatte.

    Hat jemand von Euch, der sich intensiver mit Zapf beschäftigen möchte, an diesen Berichten Interesse? Wenn ja, dann bitte eine kurze Info über den Messenger, ansonsten wandern die Berichte ins Altpapier.

    Bis dann,
    der Papa von Julia
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  5. #75
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    Spielwarenindustrie erwartet 2005 kaum Besserung

    Nur einzelne Unternehmen können zulegen - Auch die Deutschen sparen inzwischen bei ihren Kindern

    JOACHIM HOFER HANDELSBLATT, 10.2.2005 NÜRNBERG.

    Die Durststrecke der deutschen Spielwarenindustrie findet kein Ende. "Die Branche ist schwach ins Jahr gestartet", sagt Karsten Schmidt, Chef der Ravensburger AG, zum Auftakt der Spielwarenmesse in Nürnberg. "2005 wird ein schweres Jahr werden", unterstreicht auch Märklin-Chef Paul Adams.

    Damit setzt sich die schwache Entwicklung vom vorangegangenen Jahr fort. In Deutschland ist der Umsatz mit traditionellem Spielzeug - also ohne Computerspiele und Konsolen - 2004 um zwei Prozent auf knapp 2,4 Mrd. Euro gefallen. Bis Oktober habe die Branche leicht im Plus gelegen, doch das Weihnachtsgeschäft sei wesentlich schlechter gelaufen als erwartet, sagt Otto Umbach, Chef der Einkaufsvereinigung Idee+Spiel. "Der Absatz hat gestimmt, aber die Preise sind in den Keller gegangen", klagt Ravensburger-Chef Schmidt. Erstmals habe die Industrie mehr verkauft, dafür aber weniger in den Kassen gehabt.

    Nur einzelne Unternehmen konnten kräftig zulegen: So kletterte der Umsatz von Ravensburger, des größten deutschen Spieleverlags, 2004 um mehr als acht Prozent auf 280 Mill. Euro. Mit dem "Puzzleball" hatten die Schwaben einen der Hits des Jahres im Programm. Auch Playmobil habe gut abgeschnitten, sagt Idee+Spiel-Chef Umbach: "Deren Produkte haben uns Rückenwind verschafft." Der Fachhandelsverbund konnte seine Umsätze gegen den Trend um 2,2 Prozent steigern.

    Viele andere Händler und Produzenten mussten Einbußen hinnehmen. So verfehlte der börsennotierte Puppenhersteller Zapf erneut seine Jahresziele wegen des schwachen Weihnachtsgeschäfts und blieb unter den Zahlen des Vorjahres.

    Die Hoffnung auf Besserung hat die Branche aber nicht aufgegeben. Zu Beginn der Nürnberger Spielwarenmesse, der größten Schau ihrer Art weltweit, herrscht gute Stimmung. "Die Hersteller bringen unglaublich viele Neuheiten", sagt Corinna Printzen vom Verband der Spielwarenindustrie. "Das könnte eine Wende bringen." Vor allem mit neuen elektronischen Spielzeugen wollen die Produzenten Kinder und Eltern in die Läden locken. Immer mehr Spielwaren enthalten Chips und Software. Das eröffnet neue Möglichkeiten etwa für elektronische Brettspiele und ferngesteuerte Autos. Die Branche erzielt mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit Neuheiten, viele Produkte bleiben nicht länger als ein halbes Jahr im Angebot.

    Mehr als ein mageres Wachstum in Deutschland erwartet aber selbst im besten Fall niemand. Vor allem Preiserhöhungen auf der Einkaufsseite machen den Firmen zu schaffen: Kunststoff, ein wichtiger Bestandteil vieler Spielwaren, ist deutlich teurer geworden. Preiserhöhungen im Handel lassen sich aber nicht durchsetzen.

    Zudem sparen die Deutschen auch an ihren Kindern. 2004 gaben sie nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 121 Euro pro Kopf in Spielwarenfachgeschäften aus. Das sei gleich viel wie in den Metropolen Chinas, heißt es in der Branche. "Die Schnäppchen-Mentalität hier zu Lande macht uns zu schaffen", bedauert Märklin-Chef Adams. Um die Kosten zu senken, verlagert der Modellbahn-Hersteller derzeit einen Teil seiner Produktion aus Göppingen nach Ostdeutschland und Ungarn. Märklin erwartet für 2005 lediglich einen Umsatz auf Vorjahreshöhe.

    Hofer, Joachim

    10. Februar 2005


    Statistisches Bundesamt:

    Im Spielwarenfachgeschäft werden 121 Euro je Kind ausgegeben ...

    Wie das Statistische Bundesamt zur Internationalen Spielwarenmesse „TOY FAIR“ vom 10. bis 15. Februar 2005 in Nürnberg mitteilt, erzielten die Spielwarenfachgeschäfte im Jahr 2004 einen Umsatz von gut 1,4 Mrd. Euro. Bezogen auf die Anzahl der Kinder bis 14 Jahren in Deutschland wurden im Jahr 2004 rechnerisch 121 Euro je Kind im Spielwarenfachgeschäft ausgegeben. Dieser Wert lag in etwa auf dem Niveau der Vorjahre.

    Die vom Facheinzelhandel verkauften Spielwaren decken
    schätzungsweise rund 40% aller verkauften Spielwaren ab. Weitere 40% werden über den Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, wie Waren- und Kaufhäuser, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte, abgesetzt. Die übrigen 20% verteilen sich auf Verkäufe in den anderen Branchen des Einzelhandels, z.B. Versandhandel.


    09.02.2005
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  6. #76
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    "Waren- und Kaufhäuser, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte"??

    Warenhaus:

    Betriebsform des Einzelhandels, die, zumeist in Stadtzentren gelegen, ein in Einzelfällen weit über 100.000 Artikel umfassendes Sortiment unter einem Dach anbietet. Den Kern des Angebots bilden Textilien und Bekleidung, wenngleich Hartwaren, Einrichtungsgegenstände, Sportartikel sowie Nahrungs- und Genussmittel in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben.

    Beispiele hierfür wären z.B. Karstadt und Hertie

    Kaufhaus:

    dem Warenhaus ähnliche Betriebsform des Einzelhandels, deren Sortiment aber weniger breit ist und hauptsächlich die Bereiche Textilien, Bekleidung und Einrichtungsgegenstände umfasst, während Nahrungs- und Genussmittel fehlen

    Beispiele fallen mir nicht ein. Vorschläge?

    SB-Warenhaus:

    Betriebsform des Einzelhandels, die durch eine Verkaufsfläche von mindestens 3.000 qm, ein umfassendes Sortiment, das vornehmlich im Wege der Selbstbedienung angeboten wird, ein üblicherweise niedriges Preisniveau sowie einen weitgehenden Verzicht auf Nebenleistungen gekennzeichnet ist.

    Beispiel hierfür wäre z.B. Real.

    Verbrauchermarkt:

    Betriebsform des Einzelhandels mit mindestens 1.000 qm Verkaufsfläche und einem breiten Sortiment, dessen Kern Nahrungs- und Genussmittel bilden. Meist dient der Preis als bevorzugter Wettbewerbsparameter. Als Standort werden wegen der vergleichsweise niedrigen Grundstückspreise und der meist günstigen Verkehrsverhältnisse Randlagen der Städte und Ballungsräume bevorzugt.

    Beispiele hierfür wären z.B. Plaza und Famila
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  7. #77
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    Hallo, Arman!

    Auch eine späte Verkaufsentscheidung kann sich im weiteren Verlauf der Unternehmensentwicklung durchaus noch als richtig erweisen :-) ...

    >Zapf Creation meldet Ergebniseinbruch

    Der Puppenhersteller Zapf Creation AG musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund von Sondereffekten in Zusammenhang mit Lagerbereinigungen und Rückstellungen einen Gewinnrückgang hinnehmen.

    Wie der im SDAX notierte Konzern am Mittwoch bei der Vorlag der vorläufigen Geschäftszahlen bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach vorläufigen Berechnungen bei rund 8 Mio. Euro, nach 23,4 Mio. Euro im Vorjahr. Mit für den deutlichen Rückgang verantwortlich waren dabei die hohen Inventurbestände, wobei die vorgenommenen Lagerbereinigungen die Rohmarge um 5,3 Prozentpunkte auf 52,1 Prozent reduziert haben. Beim Konzernumsatz verbuchte das Unternehmen ebenfalls einen deutlichen Rückgang von 201,4 Mio. Euro auf 174,0 Mio. Euro.

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    Angesichts der schlechten Ergebnisentwicklung beim operativen Ergebnis erwartet Zapf Creation einen Rückgang beim Jahresüberschuss, was zu einer Reduzierung des am 22. Dezember gemachten Dividendenvorschlags um 1 Euro je Aktie führen wird. Über die genaue Höhe der Dividende wird der Aufsichtsrat und der Vorstand nach der Vorlage der endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr entscheiden.

    Darüber hinaus wurde für die kommende Woche eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung anberaumt, anlässlich derer über notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der Ergebnisentwicklung beraten werden soll.

    Die Aktie von Zapf Creation notierte zuletzt bei 16,30 Euro.

    Quelle: FINANZEN.NET<

    Gruß,

    Torsten

  8. #78
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    Hallo Torsten,

    ist doch meine Rede: Lieber spät als nie *

    Zapf Creation ist echt ein Desaster. Ich hatte den Rücksetzer in 2003 als einmaligen Ausrutscher in USA bzgl. Q4 gesehen, schließlich war der operative Gewinnrückgang von 33 Mio Eur in 2002 auf 23 Mio Eur in 2003 alleine USA-getrieben und Zapf ansonsten gut in Schuss. Ich rechnete zunächst damit, dass sich der operative Gewinn in 2004 auf 25-30 Mio Eur in Richtung 30 Mio Eur wieder einpendelt. Dann kam das 1. Quartal 2004, hielt ich dann auch für einen Ausrutscher. Das 3. Quartal 2004 konnte mit einem operativen Gewinneinbruch *um fast 30% ohne Probleme in der Logistik kein Ausrutscher mehr sein, und als mir die labile und schwindende Wettbewerbskraft von Zapf mehr und mehr bewusst wurde, hatte ich verkauft, obwohl ich dachte, dass Zapf im 4. Quartal noch einiges an Ergebnis gut machen würde und in 2005 wieder besser dastehen würde. Dann kam die Meldung, dass im 4. Quartal 2004 nur 2 Mio Eur Ebit erwirtschaftet wurden, spätestens da hätte ich sowieso verkauft. Und nun sind es 8 Mio Eur Ebit statt 14 Mio Ebit im Gesamtjahr. Zudem dürfte das Unternehmen ins Guinnesbuch der Rekorde kommen, dafür dass innerhalb von zwei Jahren die Ergebnisprognosen ca. 7 mal revidiert wurden, um dann am Ende die abermals revidierten Prognosen noch zwei mal zu verfehlen. Ein Trauerspiel.

    Grüße
    PoP
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  9. #79
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    Hallo Arman,

    kann das Management jetzt noch irgendetwas falsch machen? Was meinst du?

    Gruß
    Dieter

  10. #80
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    Hallo Dieter,

    Du meinst: schlimmer geht's nimmer? Doch, geht immer. Das Management kann auch immer nur so gut sein, wie es ihm das Geschäftsmodell erlaubt. Rudi Völler würde z.B. mit Faröer Inseln nie Weltmeister. Abgesehen davon sollte man sich auch Gedanken machen, ob das Management nicht auch seinen Teil zur Misere leistet.

    Grüße
    PoP
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