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Thema: PUMA

  1. #1
    Valueist
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    Hallo!

    Aufgrund des geringen Anteils an Sportartikel-Unternehmen hier im Forum, dachte ich mir, ich stelle euch mal den Sport- und Lifestyleartikel-Hersteller PUMA vor.

    Anbei findet ihr meine persönliche Analyse der "weichen" Kriterien.

    An PUMA ist mir nichts wirklich negatives aufgefallen, außer das Aktienoptionen an das Management und an einen ausgewählten Kreis von Mitarbeitern gezahlt wird. Doch das zu analysieren geschweige denn zu beurteilen, so weit bin ich noch nicht. *



    1. Allgemeines Portrait:

    Geschichte:

    1924
    Gründung der „Gebrüder Dassler Schuhfabrik“ in Herzogenaurach, Deutschland.

    1936
    Jesse Owens gewinnt bei den Olympischen Spielen in Berlin vier Goldmedaillen in Dassler-Schuhen. Viele andere Weltklasseathleten tragen ebenfalls Dassler Schuhe. Insgesamt werden sieben Gold- und fünf Bronzemedaillen sowie zwei Welt- und fünf Olympische Rekorde in Dassler-Schuhen errungen.

    1948
    Gründung der „PUMA Schuhfabrik Rudolf Dassler“. Einführung des „Atom“, des ersten PUMA Fußballschuhs. Im ersten Fußballspiel nach dem Zweiten Weltkrieg tragen mehrere Spieler der Deutschen Nationalmannschaft PUMA-Schuhe, darunter auch der Torschütze des ersten Nachkriegstores Herbert Burdenski.

    1952
    Olympia-Gold in Helsinki durch Josef Barthel (Luxemburg) über 1.500 m sowie die US-Frauen-Staffel über 4 x 100 m - alle in PUMA.

    1954
    In Yokohama läuft Heinz Fütterer Weltrekord über 100 m in PUMA-Sprintschuhen.

    1958
    Zur Fußball-WM in Schweden werden alle PUMA-Schuhmodelle mit dem „Formstreifen“, dem Markenzeichen PUMAs, versehen. Spieler aus Brasilien (u.a. „Didi“) und Schweden tragen PUMA-Schuhe.

    1959
    Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft mit dem Namen „PUMA-Sportschuhfabriken Rudolf Dassler KG“.

    1960
    Armin Hary gewinnt bei den Olympischen Spielen in Rom die Goldmedaille über 100 m in PUMA-Schuhen. PUMA ist der erste Sportschuhproduzent, der die technologisch fortschrittliche „Vulkanisations“-Produktionstechnik anwendet.

    1962
    Bei der Fußball-WM in Chile wird Pelé in PUMA-Schuhen Weltmeister und „Bester Spieler des Turniers“.

    1964
    Belgiens Gaston Roelants (3000 m Hürden), Großbritanniens Mary Rand (Weitsprung) und Äthiopiens Abebe Bikila (Marathon) gewinnen in PUMA-Schuhen Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Tokio.

    1966
    Bei der Fußball-WM in England trägt der Torschützenkönig und „Spieler des Turniers“, Eusebio, erstmals den neuen und heute legendären PUMA „KING“.

    1968
    Bei den Olympischen Spielen in Mexiko gewinnen Thomas Smith (200 m), Lee Evans (400 m / 4 x 400 m), Willi Davenport (110m Hürden) und Bob Seagren (Stabhochsprung) Gold in PUMA-Schuhen. Anlässlich der US-Meisterschaften läuft Jim Hines in PUMA-Schuhen als erster Athlet die 100 m in unter 10 Sekunden. Als erster Hersteller bietet PUMA Sportschuhe mit Klettverschluss (Velcro®) an.

    1969
    Quarterback Joe Namath führt die New York Jets in PUMA-Schuhen zum Gewinn des Super Bowls.

    1970
    Bei der Fußball-WM in Mexiko trägt der „Spieler des Turniers", Pelé, den PUMA „KING“ und verhilft Brasilien zum Titel.

    1972
    Bei den Olympischen Spielen in München gewinnen unter anderem Mary Peters, USA (Fünfkampf), John Akii-Bua, Uganda (400 m Hürden), Randy Williams, USA (Weitsprung) und Klaus Wolfermann, Deutschland (Speerwerfen) Goldmedaillen in PUMA-Schuhen.

    1973
    Zwischen 1973 und 1976 verbessert Dwight Stones in PUMA-Schuhen dreimal den Hochsprung-Weltrekord.

    1974
    Bei der Fußball-WM in Deutschland spielt der „Spieler der WM“, Johan Cruyff, in PUMA-„KING“-Schuhen. Cruyff wird auch zum zweiten Mal in Folge zum „Europäischen Fußballer des Jahres“ gekürt.

    1976
    PUMA führt die S.P.A.-Technologie ein.

    1977
    In PUMA gewinnt Guillermo Vilas die French- und US-Open. Dänemarks und Borussia Mönchengladbachs Stürmer und PUMA-Athlet, Allan Simonsen, wird zum „Europäischen Fußballer des Jahres“ gewählt.

    1978
    Guillermo Vilas siegt bei den Australian Open in PUMA-Schuhen. Bei der Fußball-WM in Argentinien tragen der Torschützenkönig, Mario Kempes, sowie weitere neun Spieler des Gastgebers und Weltmeisters PUMA-Schuhe.

    1979
    Zwischen 1979 und 1981 verbessert Renaldo Nehemia in PUMA-Spikes dreimal den Weltrekord über 110 m Hürden.

    1981
    Der amerikanische Football-Star Marcus Allen (Oakland Raiders) ist einer der vielen Stars in der NFL, die PUMA-Schuhe tragen.

    1982
    Bei der Fußball-WM in Spanien trägt Bruno Conti vom Weltmeister Italien PUMA-Schuhe. Auch Maradona trägt PUMA-Schuhe bei seinem ersten WM-Auftritt. Armin A. Dassler erfindet die PUMA DUOFLEX-Sohle.

    1983
    Sydnee Maree verbessert in PUMA-Schuhen den Weltrekord über 1.500 m.

    1984
    Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles gewinnt Evelyn Ashford zweimal Gold (100 m / 4 x 100 m) in PUMA-Schuhen. Martina Navratilova gewinnt von 1984 bis 1987 in PUMA-Schuhen und Textilien Wimbledon.

    1985
    Als Jüngster, erster Ungesetzter und erster Deutscher gewinnt Boris Becker Wimbledon mit PUMA-Schuhen und -Schläger.

    1986
    Umwandlung der KG in eine Aktiengesellschaft und Einführung der PUMA-Aktie an den Wertpapierbörsen in München und Frankfurt. Diego Armando Maradona gewinnt mit Argentinien den WM-Titel in PUMA „KING“-Schuhen und erzielt dabei das berühmte Tor, bei dem „die Hand Gottes“ im Spiel ist.

    1988
    Das PUMA Team Werder Bremen gewinnt die Meisterschaft.

    1989
    PUMA präsentiert das Dämpfungssystem TRINOMIC.

    1990
    PUMA stellt mit „INSPECTOR“ ein System für Kinderschuhe vor, bei dem mittels Sohlensichtfenster das Größenwachstum kontrolliert werden kann. „KING“-Spieler Lothar Matthäus wird in Italien mit Deutschland Fußballweltmeister. Daraufhin wählt man ihn zu „Europas Fußballer des Jahres“, zum „Weltfußballer“, „Weltsportler“ und „ARD-Torschützen des Jahres“.

    1991
    Die Hightech-Sportschuhe mit dem „PUMA DISC SYSTEM“ kommen auf den Markt. PUMA geht eine Kooperation mit Pittards, einem führenden englischen Lederproduzenten ein, der exklusiv für den „KING“ ein neues Ledermaterial entwickelt.

    1992
    Der SV Werder Bremen gewinnt den UEFA Pokal der Pokalsieger. Bei den Olympischen Spielen in Barcelona gehen Goldmedaillen an Heike Drechsler (Weitsprung), Dieter Baumann (5.000 m) und Linford Christie (100 m). PUMA führt eine Kapitalerhöhung um DM 20 Mio. durch (Grundkapital jetzt DM 70 Mio.).

    1993
    Jochen Zeitz wird zum Vorstandsvorsitzenden der PUMA AG ernannt. Die Phase I von PUMAs langfristigem Unternehmensplan wird eingeleitet. Ziel von Phase I ist die Schaffung einer starken Finanzposition. Proventus/Aritmos B.V. wird Mehrheitsaktionär der PUMA AG. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Stuttgart gewinnen Heike Drechsler, Merlene Ottey, Linford Christie und Colin Jackson („Die Phantastischen Vier von PUMA“) Gold. Das PUMA Team Werder Bremen gewinnt die Deutsche Meisterschaft.

    1994
    Merlene Ottey und Colin Jackson laufen Hallenweltrekorde über 50 m bzw. 60 m Hürden. Der SV Werder Bremen gewinnt den DFB Pokal. Der PUMA Street Soccer Cup wird ins Leben gerufen. Mit dem höchsten Gewinn in der Firmengeschichte (DM 25 Mio.) gelingt PUMA das erste positive Jahresergebnis seit dem Börsengang 1986. Das argentinische Team und PUMA Partner Velez Sarsfield gewinnt die Welt Vereins Meisterschaft (World Club Championship) in Tokio und siegt 2:0 über den A.C. Mailand.

    1995
    Im französischen Lievin verbessert Linford Christie innerhalb einer Stunde den Hallen-Europarekord über 60 m und den Weltrekord über 200 m. Bei der WM in Göteborg springt Jonathan Edwards mit 18,29 m einen fantastischen Weltrekord im Dreisprung. Merlene Ottey gewinnt über 200 m ebenfalls Gold. Real Saragossa gewinnt in PUMA-Trikots den UEFA Pokal der Pokalsieger.

    1996
    PUMA stellt mit CELL eine neue Dämpfungstechnologie vor. Der bisherige Lizenznehmer „PUMA North America, Inc.“ wird als hundertprozentige Tochter übernommen. PUMA stellt ein neues Pittards Leder vor, Pittards Soccer 2000, das exklusiv für den KING Fußballschuh entwickelt wurde. Diese
    neue Generation des KING wird das erste Mal zur EURO '96 in England präsentiert. Das tschechische Team erreicht damit bei seinem Debüt auf Anhieb das Finale. Das PUMA Team Atletico Madrid gewinnt die spanische Liga und den Pokal. PUMA richtet das zweite Street Soccer Cup Finale in London aus. Es nehmen eine Rekordanzahl von 28 Ländern daran teil.

    1997
    Die Ende 1996 gegründete Tochter PUMA Italia S.r.l. nimmt ihre Geschäftstätigkeit auf. PUMA erzielt im vierten aufeinanderfolgenden Jahr ein Rekordergebniss. Die US-Filmproduktions- und Vertriebsgesellschaft „Monarchy / Regency Enterprises“ übernimmt Anteile der schwedischen „Proventus AB“ und wird mit 25-prozentiger Beteiligung alleiniger Großaktionär von PUMA. Die Phase II der langfristigen Unternehmensentwicklung wird gestartet. Nach der Restrukturierungsphase leitet das Unternehmen nun eine Investitionsphase mit verstärkten Aufwendungen in Marketing und Produktentwicklung ein. PUMA bringt mit dem „Cellerator“ den ersten gedämpften (CELL) Fußballschuh auf den Markt.

    1998
    Als erste Sportmarke verschmelzt PUMA die Bereiche Sport und Mode, indem es eine Kooperation mit der Designerin Jil Sander eingeht. Serena Williams unterschreibt einen Promotionsvertrag mit PUMA. PUMA wird außerdem offizieller Schuh- und Bekleidungsausrüster der WTA-Damentour. Im Bereich Entertainment betreibt PUMA erfolgreiches Product Placement in Hollywood-Filmen wie zum Beispiel „City of Angels“. Bei der Fußball-WM in Frankreich tragen knapp ein Viertel aller Spieler PUMA-Schuhe. Fünf Teams - Bulgarien, Iran, Kamerun, Marokko und Österreich - treten in PUMA-Trikots an. Mit Didier Deschamps trägt eine der zentralen Figuren im Team des französischen Weltmeisters PUMA „KING“. PUMA sponsert North Carolinas Basketball Talent Vince Carter, der bald darauf zu den Toronto Raptors in der NBA wechselt.

    1999
    Auf dem englischen Markt operiert PUMA künftig über die neue Tochtergesellschaft PUMA UK. PUMA ergänzt sein einzigartiges Portfolio an internationalen Promotionspartnern um den amerikanischen Boxweltmeister Oscar de la Hoya sowie den französischen Nationalstürmer Nicolas Anelka. Bei der Hallen-WM siegen Colin Jackson (60 m Hürden) und Jamie Baulch (400 m). Vier PUMA-Stars holen sich bei der Leichtathletik-WM in Sevilla den Titel: Colin Jackson (110 m Hürden), Wilson Kipketer (800 m), Christopher Kosgei (3000 m Hindernis) sowie Tsiamita Paraskevi (Dreisprung). Der amerikanische Boxer und PUMA-Althlet Oscar De La Hoya besiegt Oba Carr und Ike Quartey und kann damit zwei weitere Siege verbuchen. Mit den Beteiligungen an LogoAthletic forciert PUMA den amerikanischen Teamsportbereich und wird offizieller Ausrüster der U.S. National Football League (NFL). PUMA rüstet auch neun Teams der National Basketball Association (NBA) aus. PUMA eröffnet seinen ersten Concept Store in Santa Monica, Kalifornien. Serena Williams gewinnt ihr erstes Grand Slam Turnier, die U.S. Open, durch einen Sieg über Martina Hingis. PUMA-Club S.S. Lazio Rom gewinnt den letzten UEFA
    Pokal der Pokalsieger. PUMA Basketball Star Vince Carter wird zum “Rookie of the Year” in der NBA gewählt.

    2000
    Christy Turlington und PUMA präsentieren die neue Nuala Kollektion vor. Nuala wird im Premium-Modesegment vertrieben und ist eine von Yoga inspirierte Mischung aus Sport- und Lifestyleprodukten. PUMA goes Platinum! Platinum ist PUMAs erster Vorstoß in die Sports Couture Wear. PUMA bildet eine Partnerschaft mit Porsche und Sparco und produziert feuerfeste Schuhe für Motorsportfans. PUMA startet in den USA einen Onlineshop unter www.puma.com. Das PUMA Team S.S. Lazio gewinnt die italienische Meisterschaft, den Ligapokal und den italienischen SuperCup. PUMA-Team Kamerun gewinnt den African Cup of Nations durch Elfmeterschießen gegen Lagos. Sechs Monate später gewinnt Kamerun die erste Goldmedaille für Kamerun überhaupt bei den Olympischen Spielen in Sydney. Zwei PUMA-Althleten gewinnen Gold bei den Olympischen Spielen in Sydney – der griechische Sprinter Konstantinos Kenteris (200 m) und der kenianische Mittelstreckenspezialist Noah Ngeny (1500 m).

    2001
    PUMA erweitert sein Motorsport-Portfolio und rüstet mit mit Jordan Grand Prix erstmals einen Rennstall in der Formel 1 aus. PUMA gibt die Akquisition der skandinavischen Treton Gruppe bekannt. Mit dieser Akquisition kann PUMA stärker im skandinavischen Markt Fuß fassen und es ermöglicht die eigene Distribution in dieser Region. PUMA startet eine internationale Kooperation im Schuhbereich mit dem japanischen Designer Yasuhiro Mihara. Die Kollektion verbindet sportliche und modische Elemente. PUMA eröffnet seinen zweiten US Concept Store in San Francisco. PUMA veröffentlicht die Werbekampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002, die sich rund um die Nationalmannschaft Kameruns dreht. Serena Williams gewinnt das Halbfinale der U.S. Open, um dann in einem reinen Familien-Finale der Williams-Schwestern zu stehen. Griechenlands Sprinter Konstantinos Kenteris beherrscht auch weiterhin die 200 m Distanz und sichert sich ein weiteres Gold bei der Weltmeisterschaft in Edmonton. PUMA-Althlet El Hadji Diouf (Senegal) wird zum “Afrikanischen Fußballer des Jahres” gewählt. PUMA verpflichtet Motocross Fahrer Travis Pastrana, der in drei verschiedenen Motocross Disziplinen antritt:
    Freestyle, Supercross und Outdoor.

    2002
    Neue Concept Stores werden in London, Rom, Tokio, Mailand, Boston, Frankfurt, Seattle und Melbourne eröffnet. www.puma.com stellt lokale Webseiten Sites in deutscher, französischer, koreanischer, japanischer und tschechischer Sprache ins Netz. PUMA bringt den neuen Cellerator Fußballschuh Shudoh auf den Markt und ist Gastgeber verschiedener Shudoh Sushi Parties in Sushi Bars weltweit. Kamerun gewinnt in den revolutionären ärmellosen PUMA Shirts die Afrikameisterschaften. PUMA und Serena Williams stellen die Serena Williams Tennis Kollektion 2002 vor, die mit neuen Outfits wie Textilien und Tennisschuhen in modischen Farben neue Akzente setzt. Serena Williams trägt bei ihrem Gewinn der French Open aus Verbundenheit zur kamerunesischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft ein ärmelloses Tenniskleid. Serena Williams gewinnt Wimbledon und wird damit zum ersten Mal in der Weltrangliste auf Platz Eins geführt. Serena Williams gewinnt die U.S. Open im schwarzen PUMA Catsuit.
    PUMA stellt die Premium-Kollektion 96 hours vor. 96 hours ist eine luxuriöse Textilkollektion, die anspruchsvolle Produkte für den aktiven Geschäftsreisenden bietet. Motocossfahrer Travis Pastrana gewinnt Gold bei den Gravity Games durch sieben Saltos rückwärts. Als Teil von PUMAs Nuala
    Kollektion wird die Christy bag herausgegeben. Die Christy bag ist die limitierte Auflage einer Yoga Matte von Designer Marc Jacobs. PUMA stellt die limitierte Edition Top Winner Thrift vor: 510 Paar Schuhe, die als Unikate aus gebrauchten Materialien gefertigt wurden. PUMA unterzeichnet einen
    langjährigen Ausrüstervertrag mit der Jamaican Olympic Federation und der Jamaican Athletics Association. Der französische Nationalspieler und PUMA-Partner, Robert Pires, wird nach einer einmaligen Saison bei Arsenal zum „Fußballer des Jahres“ in England gewählt. PUMA unterzeichnet einen
    Ausrüstervertrag mit Italiens Torhüter Gianluigi Buffon, der von Parma zu Juventus wechselt. Bei der Weltmeisterschaft in Japan/Korea wird der PUMA Spieler El Hadji Diouf von der FIFA in das All Star Team der Weltmeisterschaft gewählt. Koreas Jung Hwan Ahn schießt Italien durch ein “Golden Goal” aus
    dem Wettbewerb und sichert dem Gastgeberland so einen Platz im Halbfinale. Spaniens Chema Martinez (10.000 m), Dänemarks Wilson Kipketer (800 m) und Griechenlands Konstantinos Kenteris (200 m) gewinnen Gold bei den Europameisterschaften in München. PUMA nimmt die italienische Fußballnationalmannschaft für vier Jahre unter Vertrag. In 2002 startet PUMA die Phase III der langfristigen Unternehmensentwicklung mit dem Ziel, das Potenzial der Marke im Rahmen einer selektiven Distribution weiter auszuschöpfen und PUMA bis 2006 zur begehrtesten Sportlifestylemarke der Welt zu machen.

    2003
    Launch der globalen Markenkampagne, in deren Mittelpunkt im Jahr der Leichathletik-WM das Team von Jamaika steht. PUMA wird offizieller Ausstatter von Textilien und Schuhen für die FIA World Rally Championship, WRC. PUMA gründet die Tochtergesellschaft “PUMA Japan K.K.” und übernimmt das japanische Schuh- und Accessoiregeschäft vom Lizenznehmer Cosa Liebermann. Monarchy/Regency, das die Aktienmehrheit an PUMA hält, veräußert seinen Anteil an Aktien am Unternehmen an einen breitgestreuten Kreis von internationalen, institutionellen Anlegern. Seit der Gründung von PUMA im Jahre 1948 operiert das Unternehmen damit zum ersten Mal in seiner Geschichte ohne einen Mehrheitsaktionär. PUMA stellt Paintura Pitch vor. In Zusammenarbeit mit den Künstlergruppen Stoique und Scrawl Collective bringt PUMA einzigartige Fußbälle und Trikots auf den Markt. PUMA startet 4some, ein neues europäisches Cross Training Event für Frauen. Bei 4some treten Teams von jeweils vier Frauen in den Disziplinen 2 km Querfeldeinlauf, 4x50 m Schwimmstaffel, 4 km Mountain Biking und 4 gegen 4 Fußball gegeneinander an. Shanghai Tang arbeitet mit PUMA bei der Kreation des “Shudoh Tang” zusammen, um die Weltmeisterschaft der Frauen zu unterstützen. Motocross-Champion Travis Pastrana gewinnt Gold bei den X-Games. PUMA verkündet eine neue Kooperation mit dem Designer Neil Barrett für die Bereiche Sport, Lifestyle und Mode. Der Modefotograph Jürgen Teller fotografiert für PUMA die Markenkampagne 2003 “Hello”. Concept Stores werden in Sydney, Amsterdam, Osaka, Philadelphia, Las Vegas und Stockholm eröffnet.
    Die PUMA AG und das BMW WilliamsF1 Team starten in der Formel 1-Saison 2004 gemeinsam durch und haben dazu einen mehrjährigen Vertrag abgeschlossen. PUMA wird damit offizieller Ausrüster eines der erfolgreichsten Formel 1-Rennställe und stattet das Team mit Schuhen, Teambekleidung und feuerfester Rennbekleidung aus. Bei den Afrikameisterschaften Anfang 2004 in Tunesien schickt PUMA die Kameruner Nationalelf mit einem neuen Trikot auf den Rasen. Der Launch wird begleitet von einer weltweiten TV Kampagne. Der Spot zum neuen PUMA-Trikot ist auf MTV und
    Eurosport zu sehen.

    2004
    PUMA verkündet eine neue Kooperation mit dem weltbekannten Designer Philippe Starck. Eine revolutionäre Schuhkollektion von PUMA und Philippe Starck kommt im Herbst 2004 auf den Markt. PUMA und das Mild Seven Renault F1 Team schließen einen mehrjährigen Vertrag ab. PUMA wird damit offizieller Ausrüster des Formel 1-Rennstalls und stattet das Team und die Fahrer, auch die Pit Crew, mit Teambekleidung und Teamschuhen sowie Fitnessbekleidung aus. PUMA stellt das neue, revolutionäre Trikot für die Fußballnationalmannschaft Kameruns vor. Der unverwechselbare Einteiler mit dem Namen UniQT [yuni:kit] ist Nachfolger des ärmellosen Shirts, das weltweit für Aufsehen sorgte. Im dem Einteiler läuft die Nationalmannschaft Kameruns erstmals bei den Afrikameisterschaften 2004 auf. PUMA und Neil Barrett präsentieren die neue Ausrüstung der italienischen Fußballnationalmannschaft für 2004. Neil Barrett, seit 2003 Creative Director der ""Italia""-Kollektion von PUMA, ist als ""kreativer Kopf"" für das neue, offizielle Spielertrikot der italienischen Nationalmannschaft verantwortlich. Als offizieller Ausrüster der Jamaican Olympic Association (JOA) und der Jamaican Amateur Athletics Association (JAAA) startet PUMA im Jahr der Olympischen Spiele eine globale Markenkampagne, die ganz im Zeichen Jamaikas steht. Bei den Olympischen Spielen in Athen gewinnt die 4x100m Frauen-Staffel aus Jamaika die Goldmedaille und die 4x400m Staffel der Frauen die Bronzemedaille. PUMA und Ferrari Spa
    schließen einen mehrjährigen Ausrüstervertrag ab, der am 1. Januar 2005 in Kraft tritt. Damit wird PUMA ab der Saison 2005 offizieller Ausrüster der Scuderia Ferrari Marlboro, des erfolgreichsten Formel 1-Rennstalls aller Zeiten. Der Vertrag umfasst neben den feuerfesten Rennprodukten auch die
    Teambekleidung und Teamschuhe sowie Accessoires. Wesentlicher Bestandteil des Vertrages ist außerdem die offizielle Merchandising-Kollektion von Ferrari. PUMA wird offizieller Ausrüster von Michael Schumacher für das Segment Rennschuhe. Der mehrfache Formel 1 Weltmeister trägt ab dem Grand Prix von China in Shanghai die neuen feuerfesten PUMA Rennschuhen.

    Geschäftsfelder:

    Puma ist tätig in den Geschäftsfeldern Design, Entwicklung und Marketing eines großen Angebots von Sport- und Lifestyleartikeln. Dazu gehören Schuhe, Textilien und Accessoires.


    konsolidierte Umsatzerlöse 2003:

    1.274,0 Mio. €

    67,5 % davon sind Schuhe
    26,4 % davon sind Textilien
    6,1 % davon sind Accessoires


    2. Ist das Geschäftsmodell einfach zu verstehen? Hat das Unternehmen eine beständige Betriebsgeschichte?

    Der Konzern PUMA vertreibt Sport- und Lifestyleartikel. Wichtigster Markt ist Europa gefolgt von Asien/Pazifik, Amerika und Afrika/mittl. Osten. Die PUMA Japan K.K. wurde als hundertprozentige Tochtergesellschaft in das Unternehmen integriert. Damit ist laut Jochen Zeitz ein wichtiger Schritt in Richtung langfristiges profitables Wachstum zu generieren vollbracht, da es sich bei dem japanischen Sportartikelmarkt um den zweitgrößten der Welt handelt.
    Die wichtigsten Produktsegmente des Unternehmens sind Schuhe gefolgt von Textilien und Accessoires (Taschen, Bälle sowie Sportzubehör). Das Unternhemen hat zwei Marken PUMA & Tretorn, wobei PUMA wohl die stärkere und bekanntere von beiden sein dürfte.
    PUMA lässt in Produktionsstätten in 33 Ländern produzieren.
    "PUMA hat auf jeden Fall eine beständige Geschichte, die sehr eng mit dem Sport verbunden ist. *
    1924 als ""Gebrüder Dassler Schuhfabrik"" in Herzogenaurach, Deutschland gegründet, wuchs das Unternehmen auch nach dem Krieg beständig weiter. Vorallem im Fußball und in der Leichtathletik konnte sich PUMA vorallem mit seinen Schuhen durchsetzen. *
    1986 Wurde die damalige KG in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und an den Wertpapierbörsen in München und Frankfurt eingeführt. *
    1993 wird die Phase I von PUMAs langfristigem Unternehmensplan eingeleitet. Ziel von Phase I ist die Schaffung einer starken Finanzposition. Die Phase II der langfristigen Unternehmensentwicklung wird 1997 gestartet. Nach der Restrukturierungsphase leitet das Unternehmen nun eine Investitionsphase mit verstärkten Aufwendungen in Marketing und Produktentwicklung ein. *
    1998 verschmelzt PUMA die Bereiche Sport und Mode, indem es eine Kooperation mit der Designerin Jil Sander eingeht. *
    Ab 1999 operiert PUMA auf dem englischen Markt künftig über die neue Tochtergesellschaft PUMA UK. *
    Im Jahre 2000 geht PUMA mit Porsche und Sparco eine Partnerschaft ein und produziert nun feuerfeste Schuhe für Motosportfans. *
    2001 gibt PUMA die
    Akquisition der skandinavischen Treton Gruppe bekannt. PUMA eröffnet seinen zweiten US Concept Store in San Francisco. 2001 rüstet PUMA erstmals einen
    Rennstall in der Formel 1 aus. 2002 werden neue Concept Stores in London, Rom, Tokio, Mailand, Boston, Frankfurt, Seattle und Melbourne eröffnet.
    In 2002 startet PUMA die Phase III der langfristigen Unternehmensentwicklung mit dem Ziel, das Potenzial der Marke im Rahmen einer selektiven Distribution
    weiter auszuschöpfen und PUMA bis 2006 zur begehrtesten Sportlifestylemarke der Welt zu machen. *
    2003 gründet PUMA die Tochtergesellschaft “PUMA Japan K.K.” und übernimmt das japanische Schuh- und Accessoiregeschäft vom Lizenznehmer *
    Cosa Liebermann. Concept Stores werden in Sydney, Amsterdam, Osaka, Philadelphia, Las Vegas und Stockholm eröffnet. PUMA schließt Vertrag mit dem *
    BMW WilliamsF1 Team. Das Team wird mit Schuhen, Teambekleidung und feuerfester Rennbekleidung ausgestattet. PUMA und Ferrari Spa
    schließen einen mehrjährigen Ausrüstervertrag ab, der am 1. Januar 2005 in Kraft tritt. Damit wird PUMA ab der Saison 2005 offizieller Ausrüster der
    Scuderia Ferrari Marlboro, des erfolgreichsten Formel 1-Rennstalls aller Zeiten. Der Vertrag umfasst neben den feuerfesten Rennprodukten auch die
    Teambekleidung und Teamschuhe sowie Accessoires. Wesentlicher Bestandteil des Vertrages ist außerdem die offizielle Merchandising-Kollektion von
    Ferrari. PUMA wird offizieller Ausrüster von Michael Schumacher für das Segment Rennschuhe.

    Die Frage kann mit einem eindeutigen JA beantwortet werden.


    3. Werden die Produkte dringend benötigt, gibt es keinen direkten Ersatz?

    Die Produkte sind natürlich eng mit dem Sportartikelmarkt verknüpft und werden dort in gewisser Weise auch benötigt. Allerdings ist die Konkurrenz in diesem Markt nicht zu unterschätzen. Ein Vorteil von Puma könnte sein, dass durch externes Know How über Kooperationen wie zum Beispiel mit Yasuhiro Mihara, Philippe Starck, Neil Barett, Jil Sander und Christy Turlington, die im Wesentlichen Produktkonzepte im hohen Preissegment entwickeln. Damit kann auch in Zukunft ein breiterer Kundenstamm als nur mit klassischen Sportartikeln angesprochen werden.
    Ersatz gibt es genug auf dem Markt. Allerdings ist die Marke einmalig.

    Diese Frage kann man mit JA/NEIN beantworten.


    4. Gibt es wenig Restriktionen, so dass das Unternehmen einfach expandieren kann? Ist die Produktion einfach ausdehnbar?

    Es gibt gewisse Risiken vor denen sich auch PUMA nicht schützen kann. Da ist z.B. die allgemeine wirtschaftliche Lage und das Konsumverhalten auf globaler und lokaler Ebene. Ein weiteres nicht kalkulierbares Risiko ist die Entwicklung der Branche und Absatzmärkte in denen PUMA seine Produkte anbietet. PUMA möchte diesen Risiken durch die klare und differenzierte Positionierung der Marke im Wettbewerb, durch eine selektive Distributionspolitik und eine enge Kundenbindung begegnen.
    Ein Risiko, das mit der Bekanntheit und insbesondere der Begehrtheit der Marke zunimmt, ist die steigende Zahl von
    Produktfälschungen und Grauware.
    Der Zugang zu Beschaffungsmärkten könnte durch Import- oder Exportrestriktionen gestört werden. Speziell der Beschaffungsmarkt China ist von hoher Bedeutung für die Branche und PUMA.
    Im finanziellen Bereich unterliegt PUMA vor allem Fremdwährungs- und Planungsrisiken. Fremdwährungsrisiken entstehen dadurch, dass PUMA zu einem
    großen Teil Produkte in Asien beschafft und in USD bezahlt, diese aber überwiegend in EUR und anderen Währungen verkauft. PUMA begegnet diesem Risiko entsprechend einer internen Richtlinie durch den Einsatz primärer und derivativer Finanzinstrumente (Hedging).
    Das Retail-Geschäft birgt ebenfalls Risiken. Mit dem Ausbau des Retail-Geschäfts sind Risiken, wie z.B. langfristige Mietverpflichtungen und Investitionen
    verbunden, die den Anteil der Kosten erhöhen. Bei rückläufigen Umsätzen würden diese fixen Kosten zu einer Belastung der Profitabilität führen.
    Die Produktion ist uneingeeschränkt ausdehnbar.

    Ich denke es handelt sich um Risiken, die überschaubar sind und auch in Zukunft unter Kontrolle gehalten werden können.

    Die Frage bekommt ein JA.



    5. Sind die Produkte eindeutig von den Konkurrenzprodukten zu unterscheiden?

    Die Produkte sind durch die Marke PUMA eindeutig von den Konkurrenzprodukten zu unterscheiden. Der dauerhafte Finanzerfolg des Unternehmens hängt stark vom Image der Marke ab. Deshalb setzt PUMA hier auch die höchsten Prioritäten. Eine langfristig angelegte Markenpolitik, nachhaltige Investitionen in die Marke sowie eine selektive Distribution von Produkten verdeutlichen dieses Ziel.
    Die Produkte sind auch durch ihre hohe Qualität bekannt. Durch umfangreiche Labortests und die Mitwirkung von PUMA-Athleten an Design und in der Produktentwicklung wird gewährleistet, dass die Produkte höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen.

    Die Frage kann mit einem eindeutigen JA beantwortet werden.



    6. Verfügt das Unternehmen über eine monopolartige Stellung?

    Diese Frage würde ich mit einem NEIN beantworten.



    7. Hat das Unternehmen noch Wachstumspotenzial? Wird die Nachfrage noch genügend wachsen?

    Die Vision des Unternehmens ist es, die begehrteste Sport und Lifestylemarke der Welt zu sein. Die Weichen für dieses Ziel wurden in der Phase II der Unternehmensplanung 1998 durch den Umbau vom traditionellen Sportartikelanbieter hin zum Sportlifestyle-Konzern gestellt. Ziel der Phase III der Unternehmensplanung von 2002-2006 ist es, das vorhandene Markenpotenzial zu nutzen und auf hohem Niveau weiter auszubauen.
    PUMA ist auch zukünftig bestrebt, sich durch eine erfolgreiche Positionierung der Marke vom Wettbewerb abzuheben.
    PUMA möchte mit unkonventionellen, kreativen und überraschenden Marketing der Marke ein einzigartiges Image verleihen.
    Mit kreativen Produktkonzepten sollen Sport, Lifestyle und Mode miteinander verschmolzen werden.
    Die Einteilung der Produkte in unterschiedliche Marktsegmente in Verbindung mit einer selektiven Distributionspolitik soll die Begehrtheit und das Profil der Marke bei ihren unterschiedlichen Verbrauchergruppen stärken. Eigene PUMA-Geschäfte (Retail) sollen als ideale Plattform für Marke und Produkt ausgebaut werden.
    Nicht nur Profitabilität, sondern auch die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes dienen als Maßstab für alle strategischen und operativen Entscheidungen. Damit verfülgt PUMA über ein wertorientiertes Management.
    All diese Punkte der Unternehmensstrategie lassen meiner Meinung nach auf weiteres Wachstum hoffen.
    Die allgemeine Nachfrage der Produkte hängt primär von der globalwirtschaftlichen Entwicklung und damit vom Konsumverhalten ab. Hinzu kommt dass PUMA in einem zunehmend gesättigten Markt operiert. Hohe Wachstumsraten sind deshalb nur in den ""Emerging Markets"" zu erzielen. *
    Das Unternehmen kann diese Faktoren meiner Meinung nach nur durch ein kreatives und gutes Marketing und einer starken Marke zu einem bestimmten Teil beeinflussen.

    Die Frage würde ich mit einem vorsichtigen JA beantworten.



    8. Hat das Unternehmen eine weitgehende Freiheit in der Preisgestaltung?

    Die Preise sind abhängig von der globalen/lokalen Konjunktur und von der allgemeinen Nachfrage.

    Die Frage würde ich mit NEIN beantworten.



    9. Hat das Unternehmen einen hervorragenden CEO und ein starkes Managementteam?

    Jochen Zeitz seit 1993 als CEO bei PUMA tätig, hat hervorragende Arbeit geleistet. Nach sieben schlechten Jahren in Folge war der Konzern deutlich abgemagert. Zeitz, mit 30 der jüngste Vorstandsvorsitzende eines börsennotierten Unternehmens, schloss auch die letzte deutsche Fertigung, strukturierte um und sparte. Im ersten Jahr nach seinem Amtsantritt, erzielte PUMA den höchsten Gewinn in seiner Firmengeschichte (25 Mio. DM).
    Zeitz hat früh erkannt, welches Potential in modischer Kleidung liegt. Seitdem Jil Sander Puma-Designer-Sneaker anbietet und Madonna Puma-Schuhe zur Adidas-Jacke trägt, ist die Marke wieder Kult.
    Mit nur einem Zehntel der Größe von Adidas hat Puma längst nicht die gleichen finanziellen Möglichkeiten beim Marketing. Aus der Not macht Zeitz eine Tugend: „Wir wollen unsere Präsenz selektiv ausbauen“. Dabei setzt Puma unter anderem auf Concept-Stores. So z.B. in New York, San Francisco, Santa Monica, Tokio, Paris, Rom und New York. Die Boutiquen in exklusiver Lage sind das Freigehege für die Raubkatze, Platz für alles, was die Marke zu bieten hat. Sport, Lifestyle und Shopping-Erlebnis kombiniert - und für Puma auch noch ein gutes Sichtfenster für die Vorlieben der Verbraucher.

    Die Frage würde ich mit einem JA beantworten.



    11. Kann das Management eine innovative Geschäftsstrategie und innovative Produkte aufweisen?

    Die Vision des Unternehmens ist es, die begehrteste Sport und Lifestylemarke der Welt zu sein. Die Weichen für dieses Ziel wurden in der Phase II der Unternehmensplanung 1998 durch den Umbau vom traditionellen Sportartikelanbieter hin zum Sportlifestyle-Konzern gestellt. Ziel der Phase III der Unternehmensplanung von 2002-2006 ist es, das vorhandene Markenpotenzial zu nutzen und auf hohem Niveau weiter auszubauen.
    PUMA ist auch zukünftig bestrebt, sich durch eine erfolgreiche Positionierung der Marke vom Wettbewerb abzuheben.
    PUMA möchte mit unkonventionellen, kreativen und überraschenden Marketing der Marke ein einzigartiges Image verleihen.
    Mit kreativen Produktkonzepten sollen Sport, Lifestyle und Mode miteinander verschmolzen werden.
    Die Einteilung der Produkte in unterschiedliche Marktsegmente in Verbindung mit einer selektiven Distributionspolitik soll die Begehrtheit und
    das Profil der Marke bei ihren unterschiedlichen Verbrauchergruppen stärken. Eigene PUMA-Geschäfte (Retail) sollen als ideale Plattform für Marke und Produkt ausgebaut werden.
    Nicht nur Profitabilität, sondern auch die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes dienen als Maßstab für alle strategischen und operativen
    Entscheidungen. Damit verfülgt PUMA über ein wertorientiertes Management.
    Produkt-Innovation und Produkt-Design nehmen einen herausragenden Stellenwert ein. Für die Produktentwicklung werden jährlich erhebliche Investitionen
    vorgenommen.

    Die Frage würde ich mit JA beantworten.

  2. #2
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    Hallo kostro,

    das trifft sich ja gut, dass Du Puma vorstellst. Ich habe mir Puma gerade erst näher angesehen.

    Zunächst einmal kopiere ich meinen Kommentar hier rein, den ich bei Wallstreet-Online gepostet hatte:

    Ich bin der Ansicht, dass Puma aufgrund seiner Riesenmarke eine starke Wettbewerbsposition innehat. Die Marktpositionen der großen Sportartikelhersteller dürften aufgrund der relativen hohen Markteintrittsbarrieren (Markentreue) nur schwer angreifbar sein, Substitutionsprodukte sind mir keine bekannt und die Verhandlungsmacht ggü. Abnehmern und Lieferanten ist auch gut, Alles jeweils nachhaltig/dauerhaft. Ich glaube die o.g. Wettbewerbsbedingungen (darunter v.a. die hohe Differenzierbarkeit der Produkte durch Markenidentität und begrenzte Anzahl an Wettbewerbern) sprechen dafür, dass langfristig Preisstabilität gewahrt bleibt bzw. dass die Branche und Puma im Speziellen langfristig sehr gute Gewinnperspektiven haben. Ein echtes Franchise-Business.

    Im Gegensatz zu den Großen hat Puma das Potenzial seiner Marke noch nicht ausgeschöpft und expandiert erfolgreich in Amerika und Asien, aber auch in Europa (wo ein Großteil erlöst) wächst Puma noch relativ stark. Mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 17% und einem EPS-Wachstum von 22% per 3. Quartal hat Puma für mich den Status eines Wachstumsunternehmens.

    Fundamental ist Puma fit wie ein Turnschuh. Ich habe gerade keine genauen Daten, aber um und bei dürfte die Eigenkapitalrendite bei sagenhaften 50% und mehr liegen, dies bei relativ hoher Nettoliquidität in den Büchern - die Kapitalrendite auf das betrieblich investierte Kapital (RoIC) liegt bei phänomenalen 100% und mehr. Puma braucht also nur wenig investieren, um stark zu wachsen, kann also nebenbei noch einen Großteil seines Free Cash Flows in Form von Dividenden & Aktienrückkäufen ausschütten. Eine echte Cashmaschine ist es also noch obendrein.

    Hinzu kommt ein toller, vertrauenswürdiger und wertorientierter Manager - der Erfolg Pumas ist Zeitzs Handschrift durch und durch. In einem Presseartikel hieß es mal treffend „von der Ramschtheke für 20 DM zur Nobelboutiqe für 200 Euro“ oder so – das ist die nüchterne Beobachtung einer tollen Leistung die Jochen Zeitz v.a. dank einer effektiven Markenpolitik vollbracht hat.

    Und eine Aktie von so einem Topformat ist mit einem KGV 04 von 11 (nach Abzug der Nettoliquidität in Höhe von rund 20 Euro je Aktie) sehr attraktiv bewertet, so dass ich für mich auch bei konservativ(er)en Wachstumsannahmen eine hohe Sicherheitsmarge ableiten kann.

    ....

    Zu den Wettbewerbsbedingungen würde ich hinzufügen, dass sich schon immer mehrere Konkurrenten um den Sport- und Lifestylemarkt tummeln, z.B. gibt es auch nicht nur Sportartikelanbieter, die in den Sportlifestyle- bis Modebereich drängen, sondern auch reine Modeanbieter, die in den Sportlifestylemarkt drängen usw. und i.A. dürfte es auch nicht sehr schwer sein, solche Sachen zu entwickeln, produzieren und zu vermarkten. Ideale Bedingungen sind also keine gegeben, das kam oben vielleicht rüber, wenn ich mir das nochmal durchlese. Aber dennoch denke ich, dass der Wettbewerb insgesamt eher moderat bleibt, die Wettbewerbspositionen schwer angreifbar sind und dass die Wettbewerbsbedingungen langfristig hohe Gewinne hergeben, v.a. aufgrund der Marken.

    Da Puma aber stärker als andere Sportartikelhersteller den Lifestyle- und Modebereich bedient und dazu eine sehr junge Kundschaft anspricht, denke ich auch, dass die Wettbewerbsposition von Puma labiler ist als z.B. von Adidas und Nike. Schließlich sind die Jungen, was Mode betrifft, nicht sehr loyal mit ihren Marken. Hier besteht schon ein gewisses Risiko, dass Puma einfach weniger angesagt ist. Dazu hatte ich folgende Gedanken angestellt:

    Vielleicht ist Puma bei den Trendys ja demnächst wieder out? Dieses Risiko ist durchaus vorhanden, aber es lässt sich mit einer gescheiten Markenpolitik steuern. Puma begegnet dem z.B. mit einer selektiven Distributionspolitik und verzichtet damit auf kurzfristige Gewinnmaximierung zu Gunsten langfristig nachhaltiger Gewinne. Einige Artikel gibt es sogar zunächst nur in den eigenen Stores oder etwa in Nobelboutiqen (Jil Sander ist für Puma auch kein Fremdwort). Die Artikel findet man also nur in ausgewählten Läden und zudem in begrenzter Anzahl, was die Exklusivität der Marke erhält bzw. stärkt, anstatt sie zu verwässern. Darüber hinaus ist das Unternehmen zu ständig neuer Produktinnovation gezwungen und Trends werden ständig in die laufenden Produktentwicklungen integriert, so dass sich Nichts totläuft. Zu guter Letzt sind die Produkte nicht für Jedermann erschwinglich. Insgesamt wird es also vermieden, dass irgendwann jeder Zweite oder Dritte mit der Marke Puma rumläuft oder gar mit dem selben „Teil“. Der Kunde, der sich seinen Artikel ein Vielfaches eines Nonameartikels kosten lässt wird seinem Gefühl also nicht beraubt, dass er Etwas Individuelles, Einzigartiges, Tolles gekauft hat. Das nenne ich eine effektive Markenführung. Und währenddessen lässt sich die Marke durch ein gezieltes Marketing weiter stärken und pflegen. Ja, warum sollte nicht auch eine Modemarke dauerhaften Erfolg haben? ...

    So, nun zu Deiner Analyse:

    Zu Punkt 6. "Verfügt das Unternehmen über eine monopolartige Stellung?"

    Das würde ich mit einem "Ja" beantworten. Monopolartig ist nicht zu verwechseln mit Monopol. Konkurrenzprodukte gibt es immer. Ich denke, dass Volker mit dieser Frage meint, ob das Unternehmen einen Verbrauchermonopol hat. Aufgrund der Marke Puma und der Tatsache, dass sich diese Markenprodukte sehr hochpreisig absetzen lassen, ist das gegeben. Anders wäre es bei einem Aldizulieferer, z.B. Medion. Hier entscheidet weniger die Marke, sondern mehr der Preis. Ein Laptopinteressent könnte so einen Laptop zu vergleichbaren Preisen im Fachhandel kaufen, z.B. bei PC-Spezialist :-) Ein Medionlaptop bietet dem Kunden keinen besonderen Wert, so dass der Kunde sich für Medion anstatt für andere Produkte entscheidet. Der entscheidende Kaufgrund ist also der Preis. Das ist kein Verbrauchermonpol. Schuhe aber kriegt man für man einen Bruchteil des Preises der Pumaschuhe, zu vergleichbarer Qualität. Dennoch lassen es sich die Kunden sehr viel bezahlen -> Puma hat sich einen Verbrauchermonopol aufgebaut.

    Zu Punkt 8. "Hat das Unternehmen eine weitgehende Freiheit in der Preisgestaltung?"

    Das würde ich mit "Ja" beantworten.

    Zu Punkt 3. "Werden die Produkte dringend benötigt, gibt es keinen direkten Ersatz?"

    Die Frage gibt es keinen direkten Ersatz würde ich auch mit "Ja" beantworten. Mit Ersatz sind hier nicht zwingend Konkurrenzprodukte gemeint, sondern Substitutionsprodukte. Z.B. hat Palladium ähnliche Eigenschaften wie Platin, ist aber günstiger, weshalb das Metall als Substitutionsprodukte zu Platin an Bedeutung gewinnt. Es geht also um die Frage, ob diese Art an Produkt durch Etwas Anderes ersetzt werden könnte.

    Grüße
    PoP
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  3. #3
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    Hallo prince of persia!

    Was meinst Du zu den Aktienoptionen?

    Zu dem Thema kann ich noch nicht so viel sagen. Das einzige was ich zu Aktienoptionen weiß, ist dass W.B. auch nicht viel von Aktienoptionen als Bezahlung hält und das durch die ausgegebenen Aktien sich die Aktienanzahl erhöht und man dabei von Verwässerung spricht und dies den Gewinn letztendlich nach unten drückt. Bei letzterem bin ich mir nicht ganz sicher *


    Grüße
    kostro

  4. #4
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    @Was meinst Du zu den Aktienoptionen?

    Aktienoptionen bestehen in einem vertretbaren Ausmaß. Die zu erwartende Verwässerung der Aktienanzahl würde ich auf 2% p.a. schätzen. D.h. dass der Gewinn je Aktie um 2% p.a. langsamer wächst als der Gewinn und für eine Aktie, und die bewerten wir ja, ist der Gewinn je Aktie relevant. Da die Wachstumsraten aber ohnehin abnehmen, Puma sehr attraktiv bewertet ist und zudem über einen hohen Liquiditäts- und Free Cash Flow Überschuss verfügt, bin ich überzeugt, dass die Aktienrückkäufe deutlich zunehmen. D.h. mit dem Free Cash Flow werden eigene Aktien zurückgekauft und eingezogen, wodurch sich die Aktienanzahl verringert. Z.B. könnte ich mir gut vorstellen, dass dieses Jahr etwa 6% der ausstehenden Aktien zurückgekauft werden, wodurch wir abzüglich der Verwässerung durch Atienoptionen ein Nettominuswahstum von 4% bezogen auf die Aktienanzahl hätten bzw. ein zusätzliches Wachstum des Gewinne je Aktie in Höhe von 4%. Die Aktienoptionen stellen für mich also keine Problem dar, weil sie nicht abzockerisch hoch sind und sich meine Wachstumsraten ohnehin auf die Ergebnisse je Aktie beziehen, so dass sich dies schon in der Prognose des inneren Wertes ausdrückt.
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  5. #5
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    Hallo!

    Habe mir mal Gedanken gemacht, ob PUMA gerade günstig bewertet ist.

    1. Signal (DCF)

    Basis:
    15% Wachstum NCF (ist sehr konservativ gewählt, geom. 10 J. Schnitt sind 25%)
    7% ab dem 11. Jahr

    Jahr: * * * * * * *1996 * * * * *1997 * * * * *1998 * * * * *1999 * * * * * *2000 * * * * *2001 * * * * *2002 * * ** * *2003 * * * * *2004 * * * * *2005
    Diskontsatz: * *6,75% * ** * *6,75% * * **6,50% ** * *5,50% * ** * *5,75% * * **6,00% * ** *5,50% * * * * 5,50% * * ** *5,00% * *** *4,85%
    Marge: * * * * *170% * * ** * *295% * * * * *528% * * * * *129% * * * * *172% * * * * *9% * * * * *28% * * * * *278% * * * *234% * * * *325% (bei einem Kurs von 180 €)

    Im historischen Rückblick sieht die Marge von 325% ziemlich gut aus. Allerdings sind die verwendeten Diskontsätze zur Zeit sehr niedrig und die 325% mit etwas Vorsicht zu genießen (wahrscheinlich sollte man hier ein wenig nach unten korrigieren bzw. auf einen geringeren Preis warten).

    Schönes Wochenende

    Gruß
    Kostro

  6. #6
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    Hallo kostro!

    meine Annahmen sind folgende:

    FCF/Aktie: 14 Euro

    Wachstum 04-08 : 12%
    Wachstum 08-12 : 7%
    Wachstum 12-14 : 4%
    Wachstum ewig: 2%

    Diskont: 9%

    Barwert der FCFs/Aktie: rund 300 Euro
    Nettoliquidität/Aktie: rund 25 Euro

    Innerer Wert/Aktie: rund 325 Euro

    Ich habe für mich das Kriterium gesetzt, mindestens 40% Sicherheitsmarge zu fordern. Damit hätte ich jetzt Kaufkurse.

    Allerdings mache ich mir in den letzten Tagen zunehmend Gedanken über das Risiko einer Lifestylemarke. Wie bereits angedeutet denke ich, dass Puma die Sache richtig angeht und dass das Risiko begrenzt ist. Aber vielleicht unterschätze ich das Risiko. Was denken die Anderen darüber??

    Ich denke ja so, dass eine DCF-Prognose, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% richtig ist, ökonomisch vermutlich nicht sinnvoller ist als ein Münzwurf ;-)

    Also, wie sollte man die Sache bei Puma angehen? Ich dachte mir, man könnte den Lifestylebereich z.B. mit einem Abschlag von 30% bewerten, um dem höherem Risiko gerecht zu werden. Man könnte davon ausgehen, dass 60% der Umsätze Lifestyle sind. Aber wie viel auf der Gewinnseite?? Vermutlich mehr, 70%!? Also könnte ich die 325 mit einem Abschlag von 0,7*30% bewerten, dann käme man auf rund 260 Euro und bei 40% Sicherheitsmarge auf einen Kaufkurs von rund 155 Euro. Jetzt habe ich mal laut gedacht.

    Viele Grüße
    PoP
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  7. #7
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    Hallo zusammen,

    im Zusammenhang mit K-Swiss, eine Small Cap Empfehlung von uns bei Strategisches Investieren, habe ich mir auch andere Sportschuhhersteller im Vergleich angeschaut. Was es auf dem Markt gibt zeigt ein Besuch bei Foot Locker.

    <Zu Punkt 3. "Werden die Produkte dringend benötigt, gibt es keinen direkten Ersatz?">

    Kein Mensch braucht dringend Turnschuhe, schon gar nicht von Puma. Ersatz gibt es genug, jedenfalls bei Foot Locker - einfach mal hingehen.

    Mit meinem 4-stufiges-DNCF-Modell komme ich auf einen inneren Wert von rund 240 Eur.

    Annahmen:

    Gemittelter FCF der Jahre 2001 bis 2003: 84 Mio Eur

    1999 betrug der FCF 12 Mio Eur, 2003 138 Mio Eur, dieses Wachstum kann Puma nicht aufrechterhalten.

    Wachstum Jahr 1 bis 5: * *20%
    Wachstum Jahr 6 bis 10: *16%
    Wachstum Jahr 11 bis 20: 8%
    ewige Rente: * * * * * * * * * *3%

    Diskontzins: 11%

    Unter Berücksichtigung von Cash und Schulden beträgt für mich der IV 232 Eur.

    Gruß
    Dieter

  8. #8
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    Dieter,

    -Ich schaue mir KSWS gerade an und finde den Laden reichlich intransparent.
    Ich mag die Produkte und ihr Image, aber wenn man sich KSWS's proxy durchliest, bekommt man SEHR wenig Informationen.

    Nachdem ich die IR um eine ausfuehrliche Biographie des CEO's gebeten habe, verwies man mich an eine "Special Investor relation" (???), welche nur per Telefon zu erreichen ist.
    Hast du dir KSWS einmal genau angesehen?

    - Warum verwendest du einen Durchschnitts- FCF bei einem stark wachsenden Unternehmen?

    Vielen Dank,

    jan

  9. #9
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    Moin JanHendrik,

    ich habe mir KSWS mal näher angesehen und: schlau geworden bin ich aus dem Laden nicht.

    Grüße
    PoP
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  10. #10
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    Hallo zusammen,

    hier geht es eigentlich um Puma, nicht um KSWS. Abgesehen davon sind alle Informationen über KSWS verfügbar, sie sind nur nicht leicht zu finden (siehe Text).
    Bei den Small Caps geht es eben um aussichtsreiche kleine Unternehmen mit Potenzial, die noch nicht jeder kennt, so wie Bijou vor 4 Jahren.

    <- Warum verwendest du einen Durchschnitts- FCF bei einem stark wachsenden Unternehmen?>

    Weil ich hohen zweistelligen Wachstumsraten mißtraue. Ist das Unternehmen mit dem Durchschnitts - FCF unterbewertet, dann erst recht bei höheren Werten. Aus Sicherheitsgründen diskontiere ich Small Caps mit 15%. Für mich persönlich sind auch 11 oder 12%. ausreichend.


    Hier mein gekürzter Text aus Strategisches Investieren (02/04) ohne Zahlen und Einschätzung:

    K-Swiss

    Wer den Einstieg bei Puma verpasst hat, dem bieten wir jetzt die Gelegenheit sich das amerikanische Sportartikelunternehmen K-Swiss anzusehen. Die Storys ähneln sich verblüffend. Die Geschichte klingt bekannt: Zwei Brüder gründen vor vielen Jahren eine Sportschuhfabrik. Sie wollen bessere Schuhe für Athleten herstellen und sind damit enorm erfolgreich. Das Unternehmen expandiert in alle Welt und in verschiedene Sportarten, will überall mitspielen. Das geht nicht gut. Übermächtige Konkurrenten dominieren den Markt, die Firma der Brüder rutscht in die roten Zahlen und wird für tot erklärt – bis vor einigen Jahren die Retro-Mode aufkam. Auf einmal sind Turnschuhe im Design der 1970er-Jahre in, junge Leute wollen sich abheben von der Nike-tragenden Masse. Plötzlich ist das alte Sportschuh-Unternehmen erfolgreicher denn je und feiert Rekordergebnisse, der Aktienkurs erklimmt ständig neue Höchststände. Ja, ja, die Geschichte von Puma ist schon oft erzählt worden.
    Aber nein – hier geht es nicht um Puma, sondern um K-Swiss - ein rund vier Mal kleineres Unternehmen aus Kalifornien. K-Swiss hat ein Top-Management, eine blitzsaubere Bilanz und weist mit einem dynamischen KGV von 1,17 noch eine günstige Bewertung auf.


    Die K-Swiss Story

    K-Swiss wurde von zwei Schweizer Brüdern gegründet, die nach Südkalifornien auswanderten und dort passionierte Tennisspieler wurden. Doch die damaligen Tennisschuhe genügten nicht ihren sportlichen Ansprüchen und so gründeten die Schweizer Brüder Art und Ernest Brunner das Sportartikelunternehmen K-Swiss. Das erste Produkt wurde 1966 erfolgreich auf den Markt gebracht – ein einfacher Tennisschuh aus Vollleder mit einer einteiligen Gummisohle. Der Oberschuh besteht aus nur 3 verschiedenen Stücken Leder, das die Herstellung stark vereinfacht und als Ergebnis einen Schuh mit nur wenigen Nähten hervorbringt. Der Name: K-Swiss „Classic“, unverwechselbar zu erkennen an den 5 Streifen an jeder Seite und dem sogenannten D-Ring Schnürsystem.
    Heute ist das Unternehmen im S&P 600 Small Cap gelistet und belegt bei Forbes Rang 14 von den 200 erfolgreichsten Small Caps.

    Steven Nichols übernimmt das Unternehmen

    Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre fing K-Swiss an, auch für andere Sportarten wie Basketball, Bergwandern und Aerobic zu produzieren. Der heutige CEO Steven Nichols, hatte die Firma 1986 den Brunners abgekauft und dehnte das Geschäft in Richtung Asien und Europa aus. Doch das große Sortiment machte die Firma verwechselbar. Wie viele andere kleinere Sportartikel-Hersteller konnte sie im Wettbewerb mit den übermächtigen Konkurrenten Nike, Reebok und Adidas-Salomon nicht bestehen. Dazu kam, dass der Markt aufgrund der lahmenden Konjunktur schrumpfte.

    Der besondere Turnschuh

    Und so schrumpfte auch K-Swiss: Der CEO Nichols begrenzte die Auswahl auf die bewährten Classic-Modelle, die Tennis- und Laufschuhe. Diese wurden nur noch über spezielle Sport- und Modegeschäfte vertrieben. „Eines unserer wichtigsten Ziele ist, unsere Schuhe für den Kunden wertvoll und zu etwas Besonderem zu machen. Deswegen bekommt man sie nicht in jedem Kaufhaus“, erklärt Finanzchef George Powlick. Das gleiche Prinzip funktionierte auch bei Puma.

    Mit der Retro-Welle auf Erfolgskurs

    Dabei kam K-Swiss der Zufall zu Hilfe: Jugendliche suchten plötzlich nach coolen Schuhen, die nicht jeder trug, und die Retro-Welle rollte an. Heute macht K-Swiss 66% des Umsatzes mit „Classic“-Schuhen. Seit 1997 hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt. Der Gewinn lag im vergangenen Jahr mit 28,7 Mio $ fast sieben Mal so hoch wie 1997. Nur im Jahr 2000 gab es einen Knick im Wachstum: „Ein Konkurs bei einem unserer größeren Vertriebspartner“, erläutert Powlick. Dieser Erfolg spiegelt sich im Kurs wider, der in den vergangenen 5 Jahren durchschnittlich um 30% p.a. zugelegt hat.

    Bei K-Swiss stimmen die Finanzen

    K-Swiss geht sorgsam mit seinen Finanzen um: Der Konzern hat keine langfristigen Schulden und kann mit seinem erwirtschafteten Cash Flow weiteres Wachstum generieren. Beinahe jeder kennt Puma oder Adidas, aber kaum jemand K-Swiss. Das Unternehmen sponsert keine millionenschweren Athleten und verzichtet damit auf Logo-tragende Idole. K-Swiss verschickt keine Geschäftsberichte, stellt auch keine Geschäftsberichte zum Download auf der Homepage bereit Aus Sicht der Firmenlenker gibt es nur einen einzigen Grund Sportschuhe von K-Swiss zu tragen: Weil es die besten Schuhe mit der höchstmöglichen Qualität zu einem vernünftigen Preis sind.

    Weiteres Wachstum ist absehbar

    Die Rechnung scheint aufzugehen, denn auch ohne werbewirksames Sponsering kletterte der Umsatz in den ersten 9 Monaten 2003 um 47% auf 349 Mio $, der Überschuss stieg um 73% auf 41,36 Mio $. Auch wenn der Retro-Modetrend abflaut – wie es schon seit 6 Jahren prophezeit wird, kann K-Swiss mit anderen Modellen jederzeit auf die Mode reagieren und neue Kollektionen herausbringen. Das Unternehmen ist äußerst kreativ und hat 1999 z.B. die neue Produktlinie 7.0 eingeführt. Diese besteht aus hochwertiger Tennisoberbekleidung, Socken, Kappen und Taschen und ergänzt die Produktlinie Fußbekleidung 7.0. In den vergangenen 3 Jahren hat das Unternehmen zunehmend in die Stärkung des Markennamens investiert, um dadurch in der Vermarktung von Accessoires leichter Fuß zu fassen. Außerdem wird der Classic seit 1966 fast unverändert verkauft, und die ganze Zeit gab es Kunden, die ihn haben wollten.

    Gruß
    Dieter

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