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Thema: Rhön Klinikum Vz.

  1. #131
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Guten Morgen,

    die Rhön-Klinikum hat einen neuen Großaktionär aus dem hohen Norden:

    "Die schwedische Alecta pensionsförsäkring hat ihre Beteiligung an der im MDAX notierten RHÖN-KLINIKUM AG (ISIN DE0007042301/ WKN 704230) aufgestockt.
    Wie der Klinikbetreiber am Freitag bekannt gab, hat der Stimmrechtsanteil von Alecta am 13. Januar die Schwelle von 10 Prozent überschritten und liegt jetzt bei 10,12 Prozent (5.243.834 Stammaktien)."

    Einen schönen, kalten Sonntag wünscht Euch
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  2. #132
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Hallo,

    in dem nicht so bekannten Wirtschaftsmagazin brandeins gibt es in diesem Monat einen sehr interessanten Artikel über die Rhön-Klinikum AG.

    Es geht dabei um die Entstehung der AG, um Wettbewerbsvorteile gegenüber öffentlichen Krankenhäusern und um die Zukunft nach der Übernahme der Uni-Klinik Marburg/Gießen.

    Kann ich jedem nur empfehlen.

    Gruß,
    JuliaPapa
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  3. #133
    Valueist Botwinnik
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    14.03.2006 19:20

    Moody's senkt Rhön-Klinikum-Rating auf "Baa3" von "Baa2"

    FRANKFURT (Dow Jones)--Moody's Investors Service hat das Rating für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten und das Emittentenrating der Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt/Saale, auf "Baa3" von "Baa2" herabgestuft. Der Ausblick bleibe stabil, teilte die Agentur am Dienstag mit. Die Herabstufung sei Ergebnis einer im Dezember begonnenen Ratingüberprüfung. Drei Gründe hätten dabei zu einer Senkung der Bonitätseinstufung geführt: Die beschleunigte schuldenfinanzierte Akquisitionspolitik des Unternehmens, der Rückgang der EBIT-Marge unter 10% wegen zunehmender Restrukturierungen und zu guter Letzt der rasche Anstieg der Nettoverschuldung zur Finanzierung der Übernahmen und für die spätere Umstrukturierung.

  4. #134
    Erfahrener Valueist Fabule
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    Hallo, zusammen!

    Den von JuliaPapa erwähnten Artikel aus dem Magazin "brandeins" gibt's jetzt auch für Nichtabonnenten:

    http://www.brandeins.de/home....3825202

    Gruß,

    Torsten

  5. #135
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Hallo

    aus Bayern gibt es gute und schlechte Nachrichten:

    "Bad Neustadt a.d. Saale, den 22. Mai 2006 ----- Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 22. Mai 2006 seinen Beschluss veröffentlicht, in Sachen Kreiskliniken Rhön-Grabfeld keine Ministererlaubnis zu gewähren. Dieser Entscheid berührt aus verschiedenen Gründen die Strategie der RHÖN-KLINIKUM AG nicht.

    Die RHÖN-KLINIKUM AG hatte sich bewusst dafür entschieden, dem vom Landkreis initiierten Ministererlaubnisverfahren nicht beizutreten: es handelt sich bei letzterem um eine politisch geprägte Einzelfallentscheidung. Die RHÖN-KLINIKUM AG ist hingegen an einer standortunabhängigen und grundsätzlichen Entscheidung interessiert. Diese ist nur im Rahmen der gerichtlichen Klärung bei dem OLG Düsseldorf – wahrscheinlich im Herbst 2006 - zu erwarten.

    Bei oberflächlicher Betrachtung könnte möglicherweise der falsche Schluss nahe liegen, dass das Kartellamt die weitere Expansion des Konzerns beeinträchtigt. Tatsächlich hat die RHÖN-KLINIKUM AG seit 31.12.2004 15 übernommene Kliniken neu konsolidiert. Alle diese Übernahmen - auch jene des Schwergewichts Universitätsklinikum Gießen und Marburg – waren dem Kartellamt bekannt und wurden von ihm nicht beanstandet. Die RHÖN-KLINIKUM AG betreibt zur Zeit – obwohl Marktführer – nur 45 der rund 2.200 deutschen Akutkliniken. Damit dürfte klar ersichtlich sein, dass das kartellunbedenkliche Übernahmepotential sehr hoch ist.

    Die Ausweitung der Ärztestreiks in den Landeseinrichtungen (Universitätsklinika und psychiatrische Landeskrankenhäuser) dürfte den Privatisierungswunsch der Bundesländer in diesem Bereich markant erhöhen, weil sie die sich ausweitenden Verluste nicht mehr werden tragen wollen. Der Konzern ist im übrigen nicht von dieser Streikwelle betroffen, weil die Ärzte an den Standorten Gießen und Marburg nicht streiken.

    Die RHÖN-KLINIKUM AG richtet zur Zeit ihre internen Strukturen mit dem Ziel aus, ihre Absorbtions- und Integrationsfähigkeit für Neuakquisitionen zu erhöhen."

    Die Zeichen stehen also weiterhin auf Wachstum, das Gebiet ist ja - wie Rhön in der Mitteilung schreibt - noch lange nicht abgegrast.

    Ich denke, es kommt jetzt darauf an, sehr genau hin zuschauen, dass es bei einem gesunden Wachstum bleibt und es nicht in ein Wachstum um jeden Preis ausartet. Die EK-Quote muß im Auge behalten werden, und die Margen sollten sich auch nicht weiter verschlechtern.

    Gruß,
    JuliaPapa
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  6. #136
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Hallo, zusammen,

    den folgenden Artikel fand ich heute:

    Deutschen Unikliniken droht die Privatisierung

    Von Heide Oberhauser-Aslan
    Dow Jones Newswires

    FRANKFURT (Dow Jones)--Bei den 33 deutschen Universitätskliniken stehen nach dem Verkauf der Uniklinik Gießen-Marburg im Winter weitere Privatisierungen an. Die Diskussionen sind inzwischen so weit gediehen, dass weitere Verkäufe oder zumindest Teilprivatisierungen schon Anfang 2007 angekündigt werden könnten. So hat das Wissenschaftsministerium Schleswig-Holstein in dieser Woche einen Vorschlag präsentiert, der einen bis zu 50-prozentigen Anteilsverkauf des Uniklinikums vorsieht.

    Die Privatisierung von Universitätskliniken ist für die Länder als Eigentümer inzwischen kein Tabu-Thema mehr. Angesichts hoher Kosten, oftmals geringen Erträgen und einer allgemein angespannten Haushaltslage sieht Analyst Christian Cohrs von der HypoVereinsbank wachsenden Handlungsbedarf: "Viele Länder sind finanziell ziemlich klamm und können den hohen Finanzbedarf der Universitätsklinken nicht mehr aus eigener Kraft decken". Gießen-Marburg werde daher sicherlich nicht die einzige Uniklinik in Deutschland sein, die privatisiert wird.

    Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum, der mit der Übernahme von Gießen-Marburg Vorreiter ist, rechnet bereits im kommenden Jahr mit zumindest einer weiteren Ausschreibung.

    Von den 33 Universitätsklinken in Deutschland schreiben nur etwa ein Drittel schwarze Zahlen - hierbei handelt es sich beispielsweise um die Kliniken in Bayern und Baden-Württemberg. Die deutschen Universitätskliniken versorgen an 38 Standorten 12% der jährlich ca 15,5 Millionen stationären Patienten in Deutschland und bilden die hochleistungsmedizinische Spitze der Pyramide des deutschen Krankenhauswesens. Nach Angaben des Verbands der deutschen Universitätsklinika (VUD) beschäftigen sie 180.000 Mitarbeiter und setzen pro Jahr 13 Mrd. EUR um.

    Dabei ist die Uniklinik in Schleswig-Holstein (UKSH), die die Universitätskrankenhäuser in Kiel und Lübeck umfasst, einer der wahrscheinlichsten Privatisierungskandidaten. Handlungsdruck besteht, da das Uniklinikum mit seinen 10.000 Mitarbeitern ein Defizit von rund 70 Mio. EUR aufweist. Hinzu kommt ein Investitionsstau von über 500 Mio EUR, den es abzubauen gilt.

    Ein Gutachten der Unternehmensberatung "Deloitte und Touche" schlägt als eine Variante die Gründung einer Holdinggesellschaft vor, an der zu jeweils 50% private Gesellschafter und die Öffentliche Hand beteiligt sind. Das Land soll dabei die Stimmenmehrheit beim Thema Lehre und Forschung erhalten, während die Stimmenmehrheit bei der Krankenversorgung künftig bei der privaten Gesellschaftergruppe liegen würde. Bis Ende November will das Ministerium einen Beschlussvorschlag für das Kabinett erarbeiten.

    Schleswig-Holstein wäre aber nur der Anfang. Eine Studie zur Hochschulmedizin in Deutschland Österreich und der Schweiz der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner GmbH kommt zu dem Schluss, dass 2015 nur noch etwa die Hälfte der klinischen Versorgung und Forschung an Universitätskliniken in rein öffentlicher Hand sein werden.

    In ca. 20% aller Universitätskliniken werde die Krankenversorgung 2015 vollständig in privater Trägerschaft erfolgen, sagen die Experten voraus. Weitere 30% werden in Public-Private-Partnerships Krankenversorgung organisieren. Bei der klinischen Forschung erwarten sie 2015, dass 25% in Public-Private-Partnerships organisiert sein wird und ca. 15% in reiner privater Trägerschaft.

    Die politische Willensbildung ist in den einzelnen Bundesländern zwar längst nicht flächendeckend abgeschlossen, aber die Diskussion ist seit dem Verkauf von Gießen-Marburg an Rhön-Klinikum stärker in Gang gekommen. Erste Schritte sind in vielen Bundesländern bereits eingeleitet worden. Handlungsdruck besteht vor allem in Bundesländern, die mit roten Zahlen ihrer Unikliniken kämpfen.

    So hat Nordrhein-Westfalen eine Studie bei Roland Berger in Auftrag gegeben, um Möglichkeiten für die weitere Entwicklung der 6 Unikliniken des Landes zu erforschen. Nach Angaben des Sprechers des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft Forschung und Technologie, Andre Zimmermann, soll das Gutachten auch Empfehlungen geben, wie man die Krankenhausstrukturen effizienter und wettbewerbsfähiger gestalten könne.

    "In den Prozess gehen wir ergebnisoffen" betonte der Sprecher. Ende Oktober sollen die Ergebnisse vorliegen. Auf dieser Grundlage will die Regierung dann entscheiden, wie es mit den Standorten weitergeht.

    In Baden-Württemberg mit seinen 5 Unikliniken, die allesamt schwarze Zahlen schreiben, ist im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP festgeschrieben worden, dass das Land unter anderem ergebnisoffen prüft, ob sich eine Privatisierung lohnt. Dabei sollen wirtschaftliche Vor- und Nachteile einer rechtlichen Verflechtung der Universitätskliniken sowie eine Änderung der Rechtsform bis hin zu einer Öffnung für private Mitgesellschafter untersucht werden.

    Interesse an einem Kauf einer Uniklinik haben bereits die drei größten deutschen privaten Krankenhausträger Rhön-Klinikum, Helios Kliniken und Asklepios Kliniken signalisiert. Die börsennotierte Rhön-Klinikum AG hat ungeachtet des Kraftaktes der Integration von Gießen-Marburg angekündigt, sich im Falle einer neuen Ausschreibung zu bewerben. Für das Projekt zur Privatisierung von Gießen-Marburg muss Rhön-Klinikum einschließlich aller Investitionen, Stiftungsdotierungen und sonstiger finanzieller Zusagen bis 2012 eine Summe von 640 Mio EUR aufbringen.

    Nach stärker dürfte der Appetit bei der Fresenius-Tochter Helios und Asklepios sein. Sie waren bei der Privatisierung von Gießen-Marburg ebenfalls im Rennen, gingen aber leer aus. Helios habe grundsätzlich großes Interesse, eine Uniklinik zu übernehmen, sagte Pressesprecher Tobias Meixner. "Wenn eine Universitätsklinik zur Privatisierung bereit steht dann stehen wir zur Verfügung", erklärte er. Die Helios Kliniken Gruppe erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 767 Mio EUR und betreibt derzeit 51 Kliniken, darunter 4 Krankenhäuser der Maximalversorgung.

    Auch die Asklepios Kliniken stehen bei einer weiteren Privatisierung einer Uniklinik in den Startlöchern. "Die Asklepios Gruppe fühlt sich sicherlich in der Lage, bei anstehenden Privatisierungen ein qualifiziertes Angebot abzugeben", sagte der Hauptgeschäftsführer der Klinikgruppe, Elmar Willebrand. Auch an der Uniklinik in Schleswig-Holstein signalisierte der Manager Interesse. "Wenn es zu einer offiziellen Ausschreibung kommen sollte werden wir daran teilnehmen", sagte er. Derzeit läge nur ein Gutachten vor. "Wir warten ab, was aus dem Vorschlag wird", erklärte er.


    Ein interessanter Artikel, der nahezu unbegrenzte weitere Wachstumsmöglichkeiten für Rhön aufzeigt. Dagegen steht der Sparzwang im Gesundheitswesen, dem sich auch die Krankenhäuser nicht entziehen werden können. Wie ist Eure Meinung dazu?

    Ein schönes Wochenende wünscht Euch
    der Papa von Julia
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  7. #137
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    Ein interessanter Artikel, der nahezu unbegrenzte weitere Wachstumsmöglichkeiten für Rhön aufzeigt. Dagegen steht der Sparzwang im Gesundheitswesen, dem sich auch die Krankenhäuser nicht entziehen werden können. Wie ist Eure Meinung dazu?

    Da meine Freundin als Ärztin in einem öffentlichen Krankenhaus gearbeitet hat, weiß ich, wie unglaublich groß dort die Misswirtschaft ist.

    Letztlich lebt Rhön hier davon, völlig kaputte staatliche Kliniken günstig zu übernehmen und zu sanieren. Dieses Geschäft halte ich für sehr interessant, solange man im Einkauf nicht zu viel bezahlt.

    "Gesundheitsreformen" kommen und gehen, aber die privaten Häuser werden dauerhaft wettbewerbsfähiger bleiben. Von dem her ist der "Sparzwang" im Gesundheitswesen hier nicht besonders kritisch.

  8. #138
    Erfahrener Valueist diwi
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    Hallo

    habe gerade auf http://www.insiderdaten.de/ den Kauf folgender Anteile gefunden.

    Am 01.02.2007 hat Eugen Münch (Ex-Vorstand und aktuell Aufsichtsratvorsitzender) 20.000 Anteile für 40 Euro das Stück (Volumen = 800.000 Euro) gekauft.

    Das ist doch ein gutes Zeichen

    Gruß
    diwi

  9. #139
    Erfahrener Valueist diwi
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    Hallo

    nach langer Durststrecke hat Rhön mal wieder eine Krankenhausübernahme vermeldet. Es handelt sich um das St. Petri-Hospitals Warburg/Nordrhein-Westfalen. 153 Betten, 292 MA, 5.658 Patienten. Es handelt sich also schätzungsweise um ein 10 Mio Euro Umsatz Haus.

    Gruß
    diwi

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