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Thema: Procter Gamble

  1. #21
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    Der von allen hier wohl geschätzte Warren Buffett hat diesen Deal getätigt. Bisher hatte seine Vorgehensweise im nachhinein immer auch zu einem finanziellen Erfolg geführt. Warum sollte es diesmal anders sein?
    Als ich das Buch Buffettology gelesen hatte, habe ich mich gewundert, warum dieser Wert nicht bei der Batrachtung der 55 Unternehmen auftauchte. Ich hab mir den Wert mal angesehen und unter dem Valueansatz für nicht kaufenswert erachtet. Aber ich habe aber schon an anderer Stelle den strikten Ansatz als Kaufentscheidung angezweifelt.
    Ich nehme an, daß Warren Buffett schon lange auf diesen Wert "scharf" war und in dem Deal eine Gelegenheit sieht, am Erfolg von P&G teilzuhaben. Ich halte P&G für einen guten Wert. Mit zig Markenprodukten, die relativ kostengünstig hergestellt werden können und tagtäglich von Millionen von Verbraucher gekauft werden. Den Einstiegszeitpunkt hat Warren Buffett vorgegeben.

  2. #22
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    Hallo, Zecke,

    >>Der von allen hier wohl geschätzte Warren Buffett hat diesen Deal getätigt. Bisher hatte seine Vorgehensweise im nachhinein immer auch zu einem finanziellen Erfolg geführt. Warum sollte es diesmal anders sein?<<

    Grundsätzlich bin ich ja auch ein sehr großer Anhänger Buffetts. Allerdings hat auch er das eine oder andere Mal beim Investieren ins Klo gegriffen. Das gibt er auch freimütig zu, aber wenn es um seine Lebensleistung geht, ist da immer nur von Coke, Amexco und Gillette die Rede. Die Fehlgriffe werden da dann ausgeblendet.

    Darüber hinaus gilt eins: Buffett ist besser als jeder andere auf diesem Gebiet. Schon deshalb sollte man nicht versuchen, sich mit ihm zu messen. Auch sonst gibt es Unterschiede zwischen dem Leser der Value-Analyse und Buffett. So hast Du (so vermute ich zumindest ) vermutlich deutlich weniger Mittel zum Anlegen als Buffett, und das eröffnet Dir deutlich mehr Möglichkeiten als ihm.

    Was ich sagen will: Wenn Buffett etwas macht, muß das noch lange nicht etwas sein, das auch für Dich gut ist. Wenn Du das doch so siehst, dann kaufe seine Berkshire-Aktien.

    Gruß,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  3. #23
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    Hallo JuliaPapa,
    mir die Berkshire-Hathaway Aktie zu kaufen, darüber habe ich auch mal kurz nachgedacht, aber 1. ist mir das KGV zu hoch und 2.will ich besser sein.
    Aber wenn ich mal keine Lust mehr habe, mich tagtäglich mit der Börse herumzuschlagen, ich genügend Geld für die FU zur Verfügung habe und der Kaufpreis einigermaßen stimmt, warum nicht.

    Ciao
    Zecke

  4. #24
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    Hallo, Zecke,

    dies ist ein Thread über Procter & Gamble, deswegen will ich nicht so viel über BRK schreiben.

    Trotzdem: Das KGV bei BRK ist hoch, keine Frage. Allerdings liegt das in der Natur der Sache, denn BRK hält ja rund 10-prozentige Beteiligungen an einigen großen Unternehmen. Das bedeutet, daß diese Beteiligungen nur als Anteilsbesitz in der Bilanz stehen, aber nicht konsolidiert werden.

    Für die G+V von BRK bedeutet dies, daß nur die Dividenden (=ausgeschüttete Gewinne) dort auftauchen. Die einbehaltenen Gewinne von Coke, Amexco und Co. (die ja im Regelfall deutlich höher sind) fließen nicht in die G+V ein.

    Deswegen ist der Gewinn, den BRK in seiner G+V ausweist, nicht wirklich aussagekräftig. Da muß man dann die berühmten "Look-Through-Earnings" bemühen, die zwangsläufig höher sind und damit das KGV niedriger.

    Und was ist die FU?

    Gruß,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  5. #25
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    Hallo JuliaPapa,

    FU bedeutet finanzielle Unabhängigkeit und ist ein Begriff vom 50er Club.

    Gruß
    Dieter

  6. #26
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    Vielen Dank JuliaPapa für den kleinen Exkurs zu BRK.

    Zur FU: Dieter hat recht. FU=Finanzielle Unabhängigkeit.

    Sorry, ich dachte, daß dieser Begriff bekannt wäre, weil Learner6 hier Mitglied war oder ist. Normalerweise hasse ich auch Abkürzungen.

    Ciao
    Zecke

  7. #27
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    Procter & Gamble hat im 3. Quartal des Geschäftsjahres einen Umsatzanstieg von 7% auf 19,2 Mrd $ verzeichnet. Alle Sparten haben zur erfolgreichen Entwicklung beigetragen, vorwiegend aber das Hauptsegment mit den Haushaltsprodukten. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft konnte um 6% auf 2,6 Mrd $ gesteigert werden. Haupttreiber war die Pflege- und Rasiersparte mit einem Gewinnwachstum von 46% auf 377 Mio $. Auch der Bereich für Snacks und Tiernahrung hat den erzielten Gewinn um über die Hälfte auf 77 Mio $ kräftig gesteigert. Im wichtigen Segment für Familien erhöhte sich das Ergebnis ebenso stark um ein Drittel auf 558 Mio $. Bei den Schönheitsprodukten musste sich das Unternehmen aber mit einem stabilen Ergebnis zufriedengeben. Der Vorstand zeigte sich sichtlich zufrieden und verwies auf die Wettbewerbsstärke des Konzerns. Neue Produkte, Innovationen und erhöhte Marketingaufwendungen werden langfristig zu besseren Ergebnissen führen. Der Vorstand hob zugleich die Quartalsdividende deutlich an. Das ist das 54. Jahr mit Dividendenanhebungen in Folge. Procter & Gamble will darüber hinaus sein Aktienrückkaufprogramm um 1 Mrd $ erhöhen. Aufgrund der guten geschäftlichen Entwicklung hat das Unternehmen auch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr per Juni 2010 angehoben. Der Umsatz soll netto um 3 bis 5% wachsen. Die Spanne für den Gewinn je Aktie ist auf 4,06 bis 4,12 $ erhöht worden. Ein großer Schwachpunkt in der aktuellen Finanzmarktkrise bleibt aber die Langfristverschuldung von 23 Mrd $.


    Wir belassen unser Timing bei 4 Sternen. Analyse im Juni 2010

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