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Thema: Samsung Elektr.

  1. #31
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    Samsungs’s Handset margins under pressure, UBS
    • UBS lowers Q304 handset shipment estimate 3% to 23m units and handset margin estimate to 15.5% from 18%, due to likely lower-than-previously expected domestic handset shipments, greater-than-expected Q304 marketing costs, and higher-than-expected R&D costs for new model launches from increased competition
    Samsung vor Gewinnwarnung?
    • Als Grund für das voraussichtlich schwache Ergebnis wird der Preisverfall bei Flachbildschirmen genannt
    • Wegen der stärkeren Konkurrenz durch Nokia hätte auch die Mobilfunk-Division den Ergebniseinbruch der LCD-Sparte nicht ausgleichen können
    • Für das vierte Quartal seien die Aussichten noch schlechter, berufen sich die Presseberichte auf Unternehmenskreise

    Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal wird Samsung am 15. Oktober melden.

    Gruß
    Dieter

  2. #32
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    @Schnäppchenjäger

    Vorab: Ich bin gerade aus dem Urlaub zurück und hatte noch nicht so viel Zeit mich mit den Samsung Zahlen bzw. den Gerüchten zu beschäftigen

    >wie gefallen Dir die Zahlen des 3.QU. Gewinnnrückgang voraussichtlich 25 % !.

    Ich bin Qualitativ von Samsung derart überzeugt, dass ich mir hier wirklich nur die harten Fakten ansehe und die liegen erst am 15. Oktober auf dem Tisch. Diese ganze Gerüchteküche kann mir gestohlen bleiben.

    Also bei den Zahlen die Samsung "angeblich kommunziert" wäre ich äußerst vorsichtig. Nur ein Beispiel:
    Samsung prognostiziert für 2005 nur ein Halbleiterwachstum von 10% anstatt 20%. Daraus wird dann in den Medien ein 10% Umsatzrückgang in der Halbleitersparte gemacht

    Die OFFIZIELLE konservative Gesamt-Prognose des CEO vom 16.12.2003 für das GJ 2004 lautet:
    Jahresumsatz von 45,2 bis 46,3 Billionen Won
    Operativer Gewinn von 8,4 Billionen Won

    Daraus habe ich persönlich zunächst bei einer angenommener Steuerquote von 20% einen Nettogewinn von 7 Bio Won für meine Value-Analyse berechnet.

    Nach den guten Ergebnissen im 1. und 2. Quartal habe ich meine persönliche Umsatzprognose auf 50 Bio Won angehoben und einen Nettogewinn 9,2 Bio Won angenommen.

    Sollten die Ergebnisse des 3. Quartals meine erzkonservativ geschätzten 1530 Mio WON (-51,1% ggü dem 2. Quartal) übersteigen, dann werde ich meine Gesamtprognose für 2005 noch ein wenig anheben.

    > Ich hatte ein unverändertes Ergebnis erwartet. Samsung hat dies auch so kommuniziert.

    Das habe ich nicht angenommen. Samsung befindet sich in fast allen seinen Geschäftsbereichen in einer HOCHZYKLISCHEN Branche. Und die Preise in den einzelnen Sparten steigen und fallen immer schneller. Ich durfte dass Schauspiel schon mal im Jahr 2000/2001 miterleben.

    > Für nächtes Jahr erwartet man ohnehin 10 % Rückgang im Halbleitergeschäft.

    Siehe oben. Erwartet wird offiziell "nur" noch ein Mengenabsatzwachstum von 10%. Das sagt aber übrigens noch nichts zu den Preisen aus, die für die abgesetzten Halbleiter erzielt werden.

    > Bei LCDs wird der Preisdruck anhalten.

    Der Preisdruck hat m.E. gerade erst begonnen. Aktuell werden nun die vielen neuen Fabriken aller Wettbewerber in Betrieb genommen und das Angebot übersteigt die Nachfrage. Aber es kommen auch wieder andere Zeiten. Ich schätze so in zwei Jahren kann dort wieder richtig gutes Geld verdient werden. Voraussetzung dafür. Man hat überlebt und bei Samsung gehe ich fest davon aus.

    > Die einzige Phantasie kommt aus den Handys.

    Heute mag das stimmen. Aber Samsung ist sehr innovativ. Ich habe vor vier Jahren noch keinen Pfifferling auf die Handysparte gegeben und heute stehen sie gut da. Mittlerweile baut Samsung Festplatten, Laserdrucker, DVD-Brenner, Set-Top-Boxen, etc. Alles Produkte die es vor vier Jahren nicht im Portfolio gab. Vielleicht steigt Samsung in der Zukunft ggf. im Privatbereich bei Tablet-PC's oder Navigationsgeräten oder im Industriesekor bei Servern oder Speicherarrays ein. Oder, oder, oder ...

    Samsung hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie lukrative Märke früh erkennen und dort sehr schnell zum Kostenführer oder Technologieführer aufsteigen können. Ich verlasse mich einfach darauf, dass Samsung dass auch so weiter gelingt.

    Eine der Nachrichten, die ich in den letzten sechs Wochen gelesen habe, hat mich da schon ein wenig nachdenklicher gestimmt. Intel hat den globalen Marketingchef von Samsung abgeworben. und diese hat in den letzten Jahren wirklich einen guten Job gemacht. Bleibt zu hoffen, dass die Marke dadurch nicht angekratzt wird und dass der Nachfolger (übrigens aus den eigenen Reihen) ebenfalls einen guten Job weitermacht.

    > Was sind Deine Gewinnschätzungen für 2005 ?

    Siehe oben: 9,2 Bio Won

    Aber ich betrachte seit der "Pleite", die ich in 2000/2001 mit den Gewinnschätzungen erlebt habe, die Gewinne nun immer sehr konservativ.

    Bezogen auf den "Zyklus" denke ich steht Samsung gerade auf dem Top bzw befindet sich gerade kurz hinter dem TOP. Jetzt geht es erst mal ein paar Quartale (m.E. mindestens vier, vielleicht sogar sechs Quartale) abwärts.

    Wichtig wird mir während des von mir erwarteten Abschwungs eigentlich nur sein, ob die Geschäftsbereiche Halbleiter und LCD operativ im Plus bleiben. Und ich werde mir die Quartalsberichte der Konkurrenz genauer ansehen. Sollte es wieder so sein, dass Samsung noch Geld verdient, während die Konkurrenten (LG, Sony, Hynix, Infinion, Micron, etc.) reihenweise Verluste einfahren, dann ist alles in Butter. Ich denke diesmal bleibt aber ein Wettbewerber (z.B. Hynix) auf der Strecke. Und damit wird der nächste Aufschwung für Samsung noch profitabler.

    Sollte ich Recht haben und die Börse nimmt der aktuellen Entwicklung immer ca. 6 Monate voraus, dann sollte Samsung im Frühjahr/Sommer 2005 vielleicht wieder ein lohnendes Investment sein. Ich hoffe, dass dann der Preis der Aktie wieder zur Schnäppchenjagt einläd.

    Gruß
    Diwi

  3. #33
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    Hallo

    Nun liegen die Samsung Zahlen auf dem Tisch.

    Hier die letzten Konsensschätzungen vor der Veröffentlichung:

    Durchschnittlichen Schätzungen von 11 Analysten zufolge, die von Thomson Financial befragt wurde, wird Samsung (Nachrichten) ein Gewinnwachstum im Septemberquartal von 39% auf 2.55 Billionen Won (US$2.2 Milliarden) ausweisen. In den zwei vorangegangenen Quartalen hatte sich der Gewinn Samsungs im Vergleich zu den Vorjahresquartalen jeweils fast verdreifacht.

    2,55 Bio WON hätte einen Q2 -> Q3 Rückgang von 18,5% entsprochen. Einige Analysten haben sogar mit -25% und ich mit meiner Konservativen Schätzung sogar mit -50% gerechnet.

    Es kam aber nicht so schlimm. Wie so häufig bei Samsung.

    Umsatz: 14,34 (-4% Q2->Q3)
    Nettogewinn: 2,69 (-14% Q2->Q3)

    Damit sind 8,96 Nettogewinn (Q1-Q3) im Sack und das liegt bereits über der Jahresprognose von Samsung

    Alle Q4 Prognosen seitens Samsung beziehen sich auf Mengen und nicht auf Umsätze oder Nettogewinne.

    Samsung erwartet im Halbleiterbereich wieder leicht anziehende Preise aufgrund des Q4 Sondereffekt der erhöhten PC-Nachfrage.

    Im LCD Markt verschärft sich weiter der Wettbewerb. Noch schlimmer wird es aber im Q1 2005

    Der Handy-Weihnachtseffekt bleibt dieses Jahr aus => Sinkende Nachfrage

    Digital Media und Home Appliances Nachfrage zieht in Q4 2004 wieder stärker an als in Q4 2003.

    Meine Folgerung: Es geht weiter abwärts wenn man Q->Q Wachstumsraten als Grundlage nimmt. Trotzdem werde ich meine Umsatz- und Nettogewinnprognosen für Samsung leicht anheben.

    Umsatz Q4: 12,27 (-14%)
    Umsatz 2004: 56 (+29%)

    Nettogewinn Q4: 1,54 (-43%)
    Nettogewinn 2004: 10,5 (+76%)

    Der Nettogewinn je Aktie wird aber etwas geringer, als von mir angenommen, da Samsung im August ca. 1,2 Mio Aktien neu ausgegeben hat (Es handelt sich noch um eine Wandelanleihe aus dem Jahr 1997, als es Samsung richtig schlecht ging). Für genauere Kalkulationen benötige ich aber noch die genauen Bilanzen und stehen erst in ein paar Wochen zur Verfügung. Aber mit meinen geschätzten ausstehenden 160 Mio Aktien war ich wohl etwas zu optimistisch, da ich die Wandler nicht berücksichtigt habe.

    Im 1. Halbjahr 2005 wird es wohl weiter abwärts gehen
    auch im Jahr -> Jahr Vergleich

    Aber ich überlasse dem Management im Dezember 2004 die Prognose für 2005. Die können das besser als ich.

    Zur Bilanz: Die Schulden wurden weiter verringert und sind nach wie vor lächerlich gering. Die Cash-Position ist stabil und hoch geblieben.

    In dem Zusammhang vielleicht noch ein paar Worte zum Rating von S&P und Moody's.

    Aktuell:
    Moody's, A3, Apr 04, 2003
    S & P, A-, Nov 22, 2002

    Die Bilanzrelationen bei Samsung sollten m.E. mindestens für ein Rating gut sein, dass 2-3 Stufen höher liegt. Es gibt m.E. nur zwei Gründe, warum sich die Ratingagenturen damit zurückhalten.
    1.) Es handelt sich um ein koreanisches Unternehmen
    2.) Es ist in HOCHZYKLISCHEN Branchen tätig

    Da in Q3 eine für Samsung-Verhältnisse hohe Zwischendividene gezahlt wurde, konnten in Q3 nicht sehr viele Aktien zurückgekauft werden. Ein größeres Rückkaufprogramm in Q4 läuft aber bereits wieder.

    Die hohen geplanten Sach-Investitionen wurden für 2004 bestätigt, obwohl erst 66% anstatt 75% der Investitionen getätigt wurden.

    Die Q3 Zahlen haben mich insgesamt positiv überrascht. Trotzdem ist mir der Preis für die Samsung Aktie aktuell zu hoch.

    Gruß
    Diwi

  4. #34
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    Stärke in schwierigen Zeiten

    Samsung Electronics investiert in der Krise in die Gewinne von morgen

    NICOLE BASTIAN HANDELSBLATT, 27.1.2005

    Die Preise für Flachbildschirme fallen rapide, der Anstieg asiatischer Währungen zum US-Dollar macht den Herstellern zu schaffen. Und die Chipproduzenten sagen ein Ende der Hochkonjunktur voraus. Gerade angesichts solcher Krisensymptome zeigt der koreanische Marktführer Samsung Electronics, wie stark er aufgestellt ist.

    Zwar sind die Margen im vierten Quartal abgesackt, doch die operative Umsatzrendite lag bei stolzen elf Prozent - trotz eines massiven Sonderbonus für die Mitarbeiter. Ohne ihn hätte die Rendite bei 16 Prozent gelegen. Von einer solchen Profitabilität können andere nur träumen. Konkurrenten wie Sony und Matsushita Electric streben fünf bis zehn Prozent Umsatzrendite an.

    Was macht Samsung Electronics anders? Zum einen gleichen die unterschiedlichen Bereiche die Branchenzyklen aus. Ein Drittel des Umsatzes machen die Südkoreaner mit Halbleitern, ein Geschäft, das viele japanische Hersteller weitgehend ausgelagert haben. Samsung dagegen hält seit Jahren daran fest, weil das Chipgeschäft laut Samsung der Handysparte, die ein weiteres Drittel des Umsatzes ausmacht, und der Computer- und Unterhaltungselektronik einen Wettbewerbsvorteil verschafft. In beide Sparten ist auch ablesbar, welchen Anforderungen Chips in Zukunft genügen müssen.

    Im Moment bringt das Halbleitergeschäft Samsung Electronics die mit Abstand höchsten Gewinne. Sowohl im LCD- als auch im Mobilfunkgeschäft konnten die Koreaner froh sein, im vierten Quartal noch schwarze Zahlen zu schreiben. Zu schlechten Zeiten im volatilen Halbleitergeschäft sah das Bild umgekehrt aus.

    Samsung kann sich mit seiner Premiumstrategie im Halbleitergeschäft bei Preisschwächen gut behaupten. Auch in anderen Sparten konzentrieren sich die Koreaner auf mittel- und hochpreisige Produkte - ob bei Handys, LCD-Fernseh- oder Audiogeräten. Angesichts enormer Marketing-Anstrengungen in den vergangenen Jahren ist das Image gestiegen. Auch die Marktanteile steigen. Im Handysegment streitet sich Samsung mittlerweile mit Motorola um Platz zwei hinter Nokia.

    Bereits jetzt ist Samsung hoch profitabel. 2004 verdiente das Unternehmen 10,8 Billionen Won oder rund acht Milliarden Euro - netto wohlbemerkt. Wenige Unternehmen weltweit spielen in dieser Gewinnklasse. Samsung hat praktisch keine Schulden, sitzt dafür aber auf mehr als fünf Milliarden Cash.

    Der wichtigste Grund für die Stärke des Unternehmens in der Zukunft sind die stetig hohen Investitionen in Innovation - 7,7 Milliarden Euro an Kapitalinvestitionen vor allem im Halbleitergeschäft in diesem Jahr. Stolze neun Prozent des Umsatzes investieren die Koreaner in Forschung und Entwicklung, suchen weltweit nach begabten Köpfen. Bei organischen Leuchtdioden, einer der Bildschirmtechnologien der Zukunft, spielt Samsung ganz vorne mit dabei. Solche Investitionen sind die Grundlage für die Gewinne von morgen.


    Bastian, Nicole

    27.01.2005
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  5. #35
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    Samsung-Fernseher hauchen Röhren neues Leben ein

    Koreaner bauen mit neuer Technik erheblich flachere Geräte

    AXEL POSTINETT HANDELSBLATT, 10.2.2005 DÜSSELDORF.

    Zu Preisen von deutlich unter 1 000 Euro will Samsung im April einen Röhren-Fernseher auf den deutschen Markt bringen, der rund ein Drittel flacher ist als die flachsten bisher am Markt erhältlichen Geräte. "Das ist weltweit gesehen ein enorm wichtiges Produkt für Samsung", betont Marketingchef Thomas Ferrero. Weltweit - und auch in Deutschland - arbeiten von den Stückzahlen gesehen immer noch mehr als neunzig Prozent aller verkauften Geräte mit Röhren-Technik.

    Das 32-Zoll-Modell "Slimfit" im 16:9-Kinoformat soll nur 40 cm tief sein, klassische Röhren-TV mit dieser Bilddiagonale liegen zwischen 62 und 80 cm Bautiefe. Im Herbst sollen sogar Fernsehgeräte im klassischen 4:3-Format nachgeschoben werden. Sie sollen auf der Cebit in Hannover gezeigt werden.

    Allerdings teilen nicht alle Anbieter den Optimismus von Samsung, zumindest was den deutschen Markt angeht: "In Deutschland ist das nicht mehr umsetzbar," sagt etwa Klaus Petri, Sprecher vom deutschen TV-Marktführer Philips. "Selbst, wenn es ein technologischer Fortschritt ist, der Markt bewegt sich zu schnell auf Flach-TV zu." Der koreanische Philips-Partner LG hatte allerdings auf der Consumer Electronics Messe CES in Las Vegas im Januar ähnliche Flach-Röhren angekündigt, wie die, die Samsung jetzt produziert.

    Auch Masaaki Fujita zuständiger Director für das TV-Geschäft bei Panasonic AVC in Osaka räumt der Röhre keine Chancen mehr ein: "Es gibt in Europa keine Pläne, hier nachzuziehen", antwortet Fujita auf Anfrage. Auch LCD-Marktführer Sharp bleibt eisern: "Verkauf und Produktion von Röhren-TV bei Sharp sind weltweit praktisch eingestellt", sagt Sharp-Sprecher Martin Beckmann.

    Das neue Röhren-TV-Gerät mit 81 cm Bilddiagonale soll die amerikanischen und europäischen HD-TV-Normen beherrschen, hochwertige Progressive Scan Eingänge für optimale DVD-Wiedergabe haben und eine echte Marktlücke schließen, sagt dagegen Samsung-Mann Ferrero. "Der Markt für 32-Zoll-Röhren-Geräte wächst auch bei uns", beharrt er. Gute LCD-Fernseher mit 32-Zoll von Markenherstellern kosten immer noch 2 000 bis 4 000 Euro. Wenn Verbraucher da nach günstigeren Alternativen suchten, habe das nicht viel mit "Geiz ist Geil" zu tun. Aus dem Größenbereich unter 20-Zoll habe man sich dagegen auch bei Samsung mittlerweile komplett verabschiedet. Samsung ist der größte Bildröhrenhersteller der Welt und hat auch noch ein Werk in Berlin.

    2004 wurden laut Branchenverband GfU rund 5,8 Millionen TV-Geräte in Deutschland verkauft, davon knapp zehn Prozent Flat-TV wie LCD- und Plasma-TV. Wertmäßig machen diese Geräte allerdings schon gut 30 Prozent des Marktes aus.

    Große Absatzchancen für die neue Röhre sieht Ferrero in Afrika, Südamerika, aber auch in Osteuropa und Russland, wo die Kaufkraft noch geringer ist als in Europa, Japan oder den USA. Ferrero: "Wir sprechen von echten Massenmärkten".

    Doch auch in den Industrienationen könnte die Samsung-Attacke den Druck auf die LCD-Hersteller erhöhen. Geräte mit 32-Zoll gelten als die künftigen "Brot und Butter"-Größe der Hersteller. Werke wie das moderne LCD-Werk von Sharp in Kameyama sind auf die kostengünstige Produktion von Displays dieser Größe optimiert. Die Preise geraten angesichts des zunehmenden Wettbewerbs ohnehin unter Druck - Konkurrenz aus dem Röhrenlager könnte den Preisdruck noch verschärfen.

    Die LCD-Produzenten versuchen deshalb massiv, in die größeren Display-Bereiche zu investieren. Doch hier dominieren die Plasma-TV-Geräte. Pioneer etwa produziert mit 1,1 Millionen Bildschirmen ein Drittel des Weltmarktbedarfs und erwartet eine Verdopplung bis 2008 - bei fallenden Preisen.

    Konkurrenz droht auch von anderer Seite: Ein Konsortium um Canon will mit "SED"-Fernsehern ("Surface-conduction Electron-emitter Display") ab August in das Rennen eingreifen und bis 2008 gut 20 Prozent des Flat-Marktes erobern.

    "Ab 2006 werden wir über alternativen zu LCD und Plasma reden", sagt auch Ferrero. Auf der Cebit sollen OLED-Fernseher mit 17-Zoll Diagonale vorgestellt werden. OLE-Displays werden bislang in Mobiltelefonen benutzt und gelten als besonders kontraststark mit brillanten Farben.

    Sharp und Samsung wollen zur Ifa in Berlin LCD-Fernseher mit einer Hintergrundbeleuchtung aus LED-Bausteinen zeigen. Sony verkauft sie in Japan bereits. Der Einsatz von LED an Stelle der üblichen Leuchtröhren verbessert die Bildqualität deutlich.

    Samsung will mit Flat-TV und neuen Röhren 2005 kräftig wachsen. Ferrero bestätigte Handelsblatt-Informationen, wonach Samsung 2004 in Deutschland einen spürbaren Marktanteilsverlust hinnehmen musste. Endgültige Zahlen lägen ihm aber noch nicht vor.

    Nun sei das Ziel, 2005 unter den "Top-Drei" im TV-Markt zu landen, was im Weihnachtsquartal bereits gelungen sei. "Das Preis-Leistungsverhältnis hatte nicht mehr gestimmt", räumt Ferrero ein. Aber das habe man in den vergangenen neun Monaten "dramatisch verbessert".
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  6. #36
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    Hallo zusammen

    Ich habe für alle die daran interessiert sind eine kleines Update zum Jahr 2012

    Der Umsatz ist rund 30,35 Milliarden Euro. Der operative Gewinn liegt 3,91 Milliarden Euro.

    Bei den oben genannten Zahlen handelt es sich um vorläufige Schätzungen.
    Die Offenlegungsvorschriften in Südkorea gestatten es nicht, dass man Gewinnprognosen in Form von Schätzungen preis gibt.

    Die Prognose beruht auf der Grundlage vor dem Abschluss der externen finalen Prüfung des Finanzergebnisses.

    Die Gesamtgewinne wird erst nach Freigabe des Geschäftsberichts und der Quartalsberichte durch den Verwaltungsrat bekanntgegeben.

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