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Thema: Pfizer

  1. #21
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    Hallo,

    normalerweise sind die langfristigen Schulden (> 1 Jahr) Verbindlichkeiten gegenüber Banken. Diese werden im GB auch meistens nach Laufzeit und Zinsen aufgedröselt.

    Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, das sagt ja auch schon der Name, haben Laufzeiten von unter einem Jahr und dienen meistens zur Finanzierung des operativen Geschäfts.

    Bei den momentan niedrigen Zinsen macht es vielleicht sogar Sinn etwas mehr Geld aufzunehmen, um ggfs. Übernahmen preiswert finanzieren zu können.

    Derjenige , der bei Pfizer einsteigen möchte, wird vermutlich sowieso den GB lesen und dann auch darüber die entsprechende Informationen erhalten.

    Gruß
    Dieter

  2. #22
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    S&P Rating vom 10.9.2002: ****

    Pfizer Inc., NYSE Symbol PFE, In S&P 500


    Outlook (1 Lowest - 5 Highest): 3+
    Fair Value: 33.20
    Risk: MEDIUM
    Earn/Div Rank: A+

    Technical Evaluation:
    BULLISH since 08/02
    Rel. Strength Rank (1 Lowest - 99 Highest): 41
    Insider Activity: Neutral
    herzliche Grüße

    Volker

  3. #23
    Erfahrener Valueist
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    Hallo

    hier mal ein buter Strauss an aktuellen Pfizer Nachrichten...

    Bis denn
    Dieter

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    Pfizer erweitert Hilfsprogramm für geringverdienende Patienten
    10.09.2002 09:28:00

    Der weltweit größte Pharmakonzern Pfizer Inc. hebt die Einkommensgrenze an, die nicht versicherten, älteren Patienten mit geringem Einkommen Zugang zu einem Programm gewährt, das den günstigen Bezug von Arzneimitteln ermöglicht. Nun werden Patienten mit einem Einkommen von bis zu 16.000 Dollar und Ehepaare mit Bezügen von bis zu 25.000 Dollar in das Programm aufgenommen, während die bisherigen Einkommensschwelle bei 12.000 bzw. 21.000 Dollar betrug.
    Hierdurch erhalten zusätzlich 5,0 Mio. Menschen die billigen Medikamente. Das Unternehmen reagiert damit auf die Verärgerung bei Patienten, Krankenversicherungen und dem Kongress wegen steigender Arzneimittelpreise. Bereits vor neun Monaten startete Pfizer deshalb ein Programm, dass geringverdienende ältere Menschen für monatlich 15 Dollar mit Pfizer-Produkten versorgt.

    Die Aktien fielen gestern in New York um 0,42 Prozent und schlossen bei 30,62 Dollar.

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    Pfizer: Zulassungsanträge verschoben
    06.09. / 16:08

    Pfizer verkündet, vorerst keinen Zulassungsantrag für das Medikament Pregabalin gegen Angstzustände und Epilepsie stellen zu wollen, da erst die Studien bezüglich der Evaluierung des Sicherheitsprofils des Medikamentes vervollständigt werden solle. Im März 2003 soll das Unternehmen in Europa zur Marktfreigabe beantragt werden, darauffolgend soll ein ähnlicher Schrieb an die US-Behörden gereicht werden.

    Das Medikament wird als Nachfolger für das Blockbuster Medikament Neurontin gesehen, dass durch auslaufende Patente durch Generika-Konkurrenz bedroht wird. Ursprünglich wurde erwartet, dass Pfizer noch in diesem Jahr einen Zulassungsantrag stellen würde.

    © BörseGo

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    FDA-Ausschuss empfiehlt Spiriva von Boehringer Ingelheim
    Washington (vwd) - Der zuständige Ausschuss der US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat das Atemwegsmedikament Spiriva zur Behandlung von chronischer Bronchitis am Freitag zur Zulassung empfohlen. Spiriva wird gemeinsam von der Boehringer Ingelheim Pharma KG, Ingelheim, und der Pfizer Inc, New York, vermarktet. Die Lungenexperten der FDA hätten ein positives Votum für Spiriva abgegeben, teilte die FDA am Freitag mit. Boehringer Ingelheim wisse jedoch nicht, wann die FDA über den Zulassungsantrag befinden werde. Eine Sprecherin sagte, dass die FDA gewiss noch weitere Daten verlangen werde.

    Die beiden Unternehmen wünschen sich eine Zulassung für die Behandlung von Atemnot sowie für die Öffnung der Atemwege. Der Ausschuss hat sich für eine Zulassung für letztere Indikation ausgesprochen. Er äußerte jedoch Zweifel an der Wirksamkeit von Spiriva bei Kurzatmigkeit.

    vwd/DJ/6.9.2002/bb

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    Pfizer: Auktion von Wilkinson Sword hat begonnen
    05.09. / 09:44

    Pfizer hat die lang erwartete Auktion für Schick-Wilkinson Sword begonnen und setzt damit den zweitgrößten Hersteller von Rasiererprodukten auf die Verkaufsliste. Dies berichtet das Wall Street Journal. Der Verkauf könne bis zu einer Milliarde Dollar erlösen, hieß es. In den nächsten zwei Wochen können nun Gebote abgegeben werden. Interessenten seien laut dem WSJ Rayovac, Energizer Holdings und Reckitt Benckiser.

    Als Pfizer im Jahr 2000 Warner-Lambert akquirierte, blieb Schick ein kleiner Geschäftsbereich, der zunehmend in dem Pharmaunternehmen unterging. Pfizer möchte durch den Verkauf die Fokussierung auf das Kerngeschäft wahren.

    © BörseGo

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    AstraZeneca - Crestor besser als Pfizer-Produkt
    02.09. / 10:32

    Europa´s zweitgrößter Medikamentenhersteller AstraZeneca teilt mit, dass der Cholesterin-Senker Crestor laut aktuellen Studienergebnissen in einem weiten Spektrum von Anwendungsdosen effektiver sei, als das größte Konkurrenzprodukt.

    Das Unternehmen verkündet, dass Crestor 8.4 Prozent mehr LDL-Cholesterol (schädliches Cholesterin) abbaute, als Pfizer´s Lipitor. Lipitor ist das am besten verkaufteste Medikament der Welt.

    Frühere Studien hätten auf den Vergleich der verschiedenen Verabreichungsvarianten abgezielt, hieß es.

    Crestor, dass von der US-Gesundheitsbehörde unter der Bedingung der Evaluierung u.a. der Verabreichungsformen vorläufig genehmigt wurde, ist AstraZeneca´s Hoffnung, die von dem Geschwür Medikament Losec, dass 6 Milliarden Dollar Jahresumsatz generiert, sehr stark abhängig ist. Anbieter von Nachahmer Medikamenten, sogenannter Generika, drängen nun aber zunehmend mit Billig-Versionen von Losec auf den Markt und graben AstraZeneca das Wasser ab.

    © BörseGo

  4. #24
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    hallo liebe pfizer-freunde

    erst vor kurzem habe ich persönlich mal einen praktischen erfahrungsbericht über pfizer live gehört. es ging um die KOMPETENZ, KUNDENZUFRIEDENHEIT, AUFTRETEN DER PHARMAREFERENTEN.

    meine frau, die hin und wieder mit pharmareferenten zu tun hat ist voller lobes von pfizer. sie kennt keinen pharmakonzern der so gute fachlich kompetente mitarbeiter hat...

    ich finde solche infos sehr nützlich und hilfreich, weil sie u.a. das bild "abrunden"...

    liebe grüsse

    rolf, der (noch) kein pfizer-aktionär ist....

  5. #25
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    Hallo, Rolf,

    hierzu paßt folgendes ganz gut:

    Ich lese gerade das Buch "Die Profi-Investment-Strategie" von Philip A. Fisher. Buffett sagt von sich selbst, er sei zu 85 % Graham und zu 15 % Fisher. Deswegen habe ich mir dieses Werk zugelegt.

    Fisher beurteilt Aktien nach 15 Kriterien. Der Großteil davon sind "weiche" Kriterien, in denen es um Fähigkeiten des Managements und ähnliche Dinge geht. All das sind ja Sachen, die für außenstehende Kleinaktionäre nur sehr schwer zu beurteilen sind.

    Ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium ist für Fisher die sog. "Gerüchteküche". Damit meint er, daß man Kunden, Lieferanten, Konkurrenten und so weiter von Unternehmen befragen soll. So bekäme man ein gutes und umfassendes Bild über das Unternehmen, das einen interessiert.

    Ich halte das zwar grundsätzlich für richtig, habe aber ganz einfach keine Möglichkeiten dazu. Wenn ich mich jetzt z.B. für Koenig & Bauer interessiere, dann fahre ich nach Heidelberg zu Heideldruck und befrage die über K&B? Und wer liefert überhaupt Teile an K&B? Und so weiter und so fort.

    Da ist es natürlich praktisch, wie Du über "Insiderwissen" zu verfügen. Hast Du zufällig auch noch Kontakte zu Johnson & Johnson, Gillette, Stada Arzneimittel AG und ungefähr 50 anderen Unternehmen?

    Aber im Ernst: Da ist es mit konsumnahen Werten schon einfacher, weil man dort direkt als Verbraucher oder Kunde mit den Läden zu tun hat. Deswegen meide ich schon seit Jahren die McDonald's-Aktie (obwohl die aktuelle Halloween-Aktion wirklich gut schmeckt - und die Soße ist wirklich scharf!!! ).

    Viele Grüße,

    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  6. #26
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    hallo julia´s papa

    es ist nicht schlecht, wenn man über insider-infos verfügt.

    ich selbst habe sie ja nicht direkt, sondern bekomme sie von "meiner besseren" hälfte, die schon von einigen pharmareferenten das ein oder andere mal überrascht wurde (5-sterne essen etc...). eine interessante sache in diesem zusammenhang habe ich noch im kopf. nicht die pharmakonzerne die die besten "geschenke" machen sind auch die kompetentesten...

    ansonsten ist nix mit "insiderwissen" bei valuewerten (wohl aber bei nicht-valuewerten...).

    wer weis: wenn wir so weiter machen werden wir learner´s auch bald zu den mc donalds insider....

    liebe grüsse

    rolf

  7. #27
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    Hallo,
    über Insider-Infos in der Pharmabranche verfüge ich relativ reichlich - nur nützen die auch nicht viel.
    Pfizer wird "von außen" immer sehr gut beurteilt, ich habe eher den Eindruck, dass in diesem Koloss sehr viel unstrukturiert abläuft.
    Mir persönlich gefällt z. B. Merck Sharp & Dohme viel besser - eine Firma, die immer wieder mit wirklichen Innovationen auf den Markt kommt und die m.E. auch sehr seriös vermarktet. Pfizer ist in punkto Seriosität nach meinen Erfahrungen sehr viel "großzügiger".
    Dies wirkt sich aber überhaupt nicht in den Kursen aus.

    Pfizer wird sicher intern sehr viele Probleme durch die Übernahme von Pharmacia zu lösen haben. Alle Mitarbeiter, mit denen man spricht, äußern sich frustriert - diese "armen Teufel" erfahren es zuletzt, was mit ihnen passiert.

    Übrigens: Pfizer habe ich auch im Depot.

    Morgen - Dienstag, 8. 10. 02 - wird Pfizer in München für den deutschen Markt eine neue Darreichungsform seines Antibiotikums Zithromax vorstellen, und in Berlin wird das neue Pilzmittel Vfend (Voriconazol) der Presse präsentiert.
    Zithromax wird die Präparatepalette sinnvoll ergänzen.
    Vfend ist ein Fortschritt für schwer kranke Patienten mit Pilzinfektionen zum Beispiel der Lunge - aber es wird vermutlich kein Blockbuster. Es steht in Konkurrenz zu dem vor kurzem von Merck Sharp & Dohme eingeführten Caspofungin. Caspofungin ist eine echte Innovation, während Voriconazol eine Weiterentwicklung in einer schon lange bekannten Stoffklasse ist.
    Als weiterer Mitbewerber in diesem Indikationsbereich steht Schering Plough (in D: Essex) mit Posaconazol vor der Tür, dessen Wert ist aber möglicherweise nicht so hoch wie der von Voriconazol und Caspofungin anzusetzen.

    Gute Nacht wünscht
    su

  8. #28
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    hallo su

    danke für die infos

    liebe grüsse

    rolf

  9. #29
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    guten morgen liebe value-freunde,

    warum pfizer für mich persönlich ein erstklassiges value-unternehmen ist, zeigt u.a. der nachfolgende artikel...

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    Pfizer - Riese im Sonderangebot (EuramS)
    04.05.2003 10:27:00

    Pfizer ist nach der Fusion mit Pharmacia der mit Abstand größte Pharmakonzern der Welt. Im Aktienkurs spiegelt sich diese Ausnahmestellung jedoch nicht wider. Warum Anleger die Situation zum Einstieg nutzen sollten.
    Tatsache ist doch: Selbst wenn ein Glas sauberes Wasser am Tag Aids heilen würde, könnten wir die Krankheit im südlichen Afrika nicht ausrotten. Es gibt dort enorme Infrastrukturprobleme zu überwinden." Henry A. "Hank" McKinnell einmal von einer unbekannten Seite. Der Pfizer-Chef könnte stundenlang über das Thema "Medikamente für Entwicklungsländer" referieren. Wie Firmen Container voller gespendeter Arzneimittel verschicken und feststellen, dass diese den Flughafen Amsterdam nie verlassen haben, sondern gleich auf dem Schwarzmarkt gelandet sind. Wie er selbst zum damaligen Präsidenten Kenias, Daniel Arap Moi, sagte, er werde das Land nur in das Aids-Hilfsprogramm von Pfizer aufnehmen, wenn es keine Korruption gebe. Und wie Moi dann angestrengt die Wand anstarrte. Die Öffentlichkeit kennt den Boss des weltgrößten Pharmakonzerns anders: Als knallharten Kritiker europäischer Gesundheitspolitik. Als Boss eines höchst erfolgreichen, aggressiv expandierenden Unternehmens. Als der, der durch zwei Fusionen - im Jahr 2000 mit Warner-Lambert und jetzt mit Pharmacia - Pfizer zu dem gemacht hat, was es heute ist.

    Und der Konzern kann sich durchaus sehen lassen: Gemessen am Börsenwert sind die Amerikaner locker doppelt so groß wie die Nummer 2 und 3 der Pharmabranche, Glaxo SmithKline und Merck & Co. Pfizer verfügt über zehn Blockbuster, also Arzneimittel, die mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz im Jahr erzielen. Fünf kommen sogar auf über zwei Milliarden, drei auf über drei Milliarden und der Cholesterinsenker Lipitor - der in Deutschland Sortis heißt - schaffte 2002 mehr als sieben Milliarden Dollar Umsatz weltweit. Von den zehn meistverkauften Medikamenten der Welt vermarktet Pfizer vier.

    Auch die Finanzen beeindrucken. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um zwölf Prozent auf 32,4 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn stieg um 17 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2003 verdoppelte sich der Gewinn auf Grund von Verkäufen, der Umsatz wuchs um zehn Prozent. Der Konzern hat die besten Bonitäts-Ratings und wird dieses Jahr für elf Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen.

    Einen Ausblick will McKinnell im Juni geben: Nachdem sich der Vollzug der Pharmacia-Fusion wegen Untersuchungen der Wettbewerbsbehörden um mehr als drei Monate verzögert hat, muss noch viel gerechnet werden. Die ältere Prognose, in den kommenden drei Jahren den Umsatz um jeweils zehn Prozent zu steigern, steht. Doch an den Börsen machte sich zuletzt Skepsis breit: Das Wachstum, insbesondere das des Megasellers Lipitor, werde sich verlangsamen, einigen Blockbustern drohe Konkurrenz durch Nachahmerprodukte, und überhaupt sei zweifelhaft, ob ein Konzern dieser Größe die anvisierten Steigerungsraten halten könne - so die Bedenken. Dementsprechend entwickelte sich der Aktienkurs: Seit Mitte Juli 2002, als der Zusammenschluss mit Pharmacia bekannt gegeben wurde, sank der Kurs um vier Prozent. Mit einem 04er-KGV von 14,7 gehört Pfizer zu den günstigeren Pharma-Aktien, obwohl der Konzern eindeutiger Weltmarktführer ist.

    Zum jetzigen Zeitpunkt also keine schlechte Kaufgelegenheit. Denn vieles spricht dafür, dass der Pharmariese seine Versprechen einlösen kann. Bereits jetzt lässt sich in groben Zügen der neue Pfizer-Konzern erkennen: McKinnell konzentriert sich ganz auf Pharmazeutika, bereits verkauft wurden die Sparten Fischfutter, Süßigkeiten und Rasierer. Der Konzern soll verschlankt werden, auch Forschung und Entwicklung sind davon nicht ausgenommen.

    Die Integration von Warner-Lambert war mustergültig: "Bereits 24 Stunden nach der offiziellen Übernahme von Warner-Lambert hatten sie bereits alle Anpassungen vollzogen - bis hin zu den Bildschirmschonern, auf denen dann Pfizer stand", meint ein amerikanischer Fondsmanager anerkennend. Es ist absehbar, dass es bei Pharmacia ähnlich rund läuft. Einige Experten erwarten, dass die Synergie-Effekte höher ausfallen könnten als angekündigt. Mit der Eingliederung von Warner-Lambert sparte Pfizer noch im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Dollar, 200 Millionen mehr als prognostiziert. Auch die Gefahr von Generika-Konkurrenz für die umsatzstärksten Medikamente ist bei Pfizer nicht so groß wie bei anderen in der Branche. Über Pharmacia kamen zwei weitere lukrative Arzneien - gegen Arthritis - ins Portfolio, deren Patentschutz noch lange läuft. Und die neuen Potenzpillen Cialis und Levitra der Konkurrenz dürften Pfizers Viagra-Umsatz (2002: 1,7 Milliarden Dollar) kaum ernsthaft schaden. Nicht einmal ein Viertel der betroffenen Männer lässt sich überhaupt behandeln. Der Markt ist also weit von einer Sättigung entfernt. Selbst Glaxo-SmithKline-Chef Jean-Pierre Garnier erklärte bereits, das Potenzial von Levitra, das wahrscheinlich noch dieses Jahr in den USA zugelassen wird, sehe er "vor allem bei Patienten, die Viagra nicht oder nur ein einziges Mal benutzt haben".

    Pfizers eigene Forschung, aus der seit Jahren kein größeres Produkt mehr hervorgegangen ist, plant zudem 20 Zulassungsanträge in den kommenden fünf Jahren (siehe Interview). Zudem unterhält der Konzern mehr als 2000 Kooperationen mit Biotech- und anderen Pharma-Unternehmen. Nicht zuletzt dank der Größe und Schlagkraft seiner Vertriebsmannschaft gelang es dem Koloss in den vergangenen Jahren immer wieder, die Firmen mit den attraktivsten Produkten als Partner zu gewinnen - so zum Beispiel Serono mit dem Multiple- Sklerose-Mittel Rebif oder die Firma Neurocrine mit ihrem viel versprechenden Schlafmittel Indiplon, das in der letzten klinischen Testphase ist. Gute Voraussetzungen für eine Neubewertung der Aktie, die heute auf demselben Niveau wie 1998 notiert. Selbst beim knallharten Pfizer-Chef Hank McKinnell gibt es zweite Chancen: Mit Kenias neuem Präsident Mwai Kibaki verhandelt er wieder.

    von Julia Groß / Euro am Sonntag

    -red-

    Alle Aktien in diesem Artikel: Pfizer Inc. *

    © www.finanzen.net

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    liebe grüsse

    rolf

  10. #30
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    Moin, moin,

    und da steht ja auch schon die Killerphrase:

    <Pfizers eigene Forschung, aus der seit Jahren kein größeres Produkt mehr hervorgegangen ist, >

    Viele Investoren sehen Übernahmen dieser Größenordnung kritisch. Ich auch. Die Frage die sich mir stellt ist doch, ob ich auch in Pharmacia oder Warner Lampert investiert hätte?

    Größe allein garantiert nicht den Fortbestand, sonst gäbe es noch Dinosaurier.


    Gruß
    Dieter

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