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Thema: Monsoon

  1. #1
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    Hallo, zusammen

    man nehme etwas Esprit, einen guten Schuss Bijou Brigitte und eine Prise PC-Spezialist und heraus kommt: Monsoon. Das ist die zugegenebermaßen etwas saloppe Beschreibungen eines interessanten Unternehmens, auf das ich gestoßen bin. Wie es aussieht mal wieder etwas spät, schnief* - denn mit einem KGV von schätzungsweise rund 15 auf Basis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2004/2005 per Ende Mai 2005 sieht die Aktie auf den ersten Blick nicht gerade wie ein Megaschnäppchen aus, aber da das KGV ja eine bekanntlich starre Zahl ist und Monsoon dynamisch wächst, will ich mal nicht zu vorschnell sein. Die Themenbeschreibungen lautet daher auch GARP = growth at a reasonable price !?

    Monsoon (Home Page) ist in erster Linie ein Einzelhändler mit zwei Ketten: Monsoon und Accessorize. Monsoon handelt hauptsächlich mit Frauenkleidung und Accessorize mit Accessoires. Das Unternehmen wurde 1972 von dem heutigen Großaktionär und CEO Peter Simon gegründet. Er begann damals damit, Kleider aus ethnischer Herkunft herzustellen und dieser Touch ist den Kleidern und Accesoires auch heute noch anzusehen. Die Waren werden selbst entwickelt. Damit grenzt sich Monsoon erfolgreich von der Konkurrenz ab und entwickelt eine Marke "with a highly distinctive identity". Die Sachen sehen wirklich toll aus, wie ich finde. Heute betreibt das Unternehmen mehr als 300 Läden in UK & Irland und expandiert weiter. Interessant ist v.a. auch das Auslandsgeschäft. Hier wird das Risiko minimiert, indem hauptsächlich mit Franchisestores operiert wird. Insgesamt hat Monsoon 198 Läden weltweit. Zwar ist der Umsatzanteil mit rund 8% noch vergleichsweise gering, aber dafür liegt die Marge im Auslandsgeschäft deutlich über der im Inland und Monsoon expandiert rasant, anscheinend mit Erfolg. Sogar im Heimatmarkt wachsen die Same-Store-Sales zweistellig, obwohl die derzeitigen Bedingungen im Handel in UK nicht gerade rosig sind.

    Die Eigenkapitalrendite lag zuletzt bei 29%, bei einer Eigenkapitalquote von 70%. Das Geschäftsmodell erscheint mir multiplizierbar, was die Aktie attraktiv macht. Dividende? Fehlanzeige. Im Inland dürften die Wachstumsperspektiven nicht mehr sehr hoch sein, aber im Ausland. Die entscheidende Frage lautet daher, ob das Geschäftsmodell auf das Ausland übertragbar ist. Nach meinem ersten Eindruck ist es das. In Russland wurden die 7 Franchisestores jüngst zurückgekauft, mit dem Vorhaben dort "signifikant" zu expandieren.

    Ich würde mich über Meinungen freuen.

    Grüße
    PoP
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  2. #2
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    Hallo Arman,

    insgesamt hinterläßt Monsoon einen guten Eindruck. Auf den ersten Blick hat mich die Bruttomarge von über 61% beeindruckt. National, also UK und Irland , kommt Monsoon sogar auf fast 64%. Beim internationalen Geschäft sieht es weniger gut aus - 28%. Würde bedeuten, wenn Monsoon das internationale Geschäft ausweitet, zieht es die Margen nach unten. Ähnliche Klamotten gibt es in Deutschland bei H&M zu sagenhaft günstigen Preisen. So gesehen ist es eher unwahrscheinlich, dass Monsoon international die Margen auf nationales Niveau verbessern kann.

    Gruß
    Dieter

  3. #3
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    Hallo Dieter,

    die geringere Bruttomarge im Ausland iegt wohl daran, dass hauptsächlich Franchiselizenzen vergeben werden, während im Heimatmarkt der Einzelhandel in eigener Regie betrieben wird. Monsoon verkauft also Ware an die Franchisenehmer zu einem geringerem Preis als in seinen eigenen Läden, schließlich wollen die Franchisees auch was verdienen. Da aber die operativen Kosten für den Betrieb eines Ladens nicht anfallen, ist die operative Gewinnmarge im Ausland deutlich höher. Das kannst Du in der Segmentberichterstattung sehen.

    Zu der Konkurrenz: Ich denke schon, dass sich Monsoon im Wettbewerb differenziert. H&M hat Esprit auch nicht am Erfolg gehindert. Beide Unternehmen können recht gut nebeneinander bestehen. Ich denke mal das liegt daran, dass die Kleidung unterschiedlich aussieht und auch preislich unterschiedlich angesiedelt ist, dass beide also unterschiedliche Kundengruppen bzw. ein, wenn auch nicht ganz, differenziertes Geschäftsmodell haben. Monsoon ist wie Esprit wohl eher im mittleren Preissegment angesiedelt oder auch im höheren und die Kleider sehen wiederum ganz anders aus als bei H&M oder Esprit. Wir haben es hier also nicht mit dem ein und dem selben in blau, grün und rot zu tun. Prinzipiell gibt es aber natürlich viel Konkurrenz, alleine in Großbritannien. French Connection z.B., die ganz schön ins Straucheln geraten sind. Alle Briten jammern über die schlechten Bedingungen im Handel, Monsoon scheint das nicht zu stören. Bei den Assecoires scheint die Konkurrenz hingegen auch überschaubar. Wie Bijou Brigitte oder Claires gezeigt haben sind Modeschmuck und Accessoires schon etwas Universelles und lassen sich wunderbar auf andere Nationen übertragen.

    Grüße
    Arman
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  4. #4
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    Die wesentlichen Punkte, mit denen der Shareholder-Value gesteigert werden soll, sind:

    - continue to develop and improve our product in order to exploit the full potential of the Group's two existing and established brands: Monsoon und Accessorize.

    - grow sales in Uk and Ireland by both substantially increasing square footage and by delivering improved sales densities in existing stores.

    - establish the Accessorize brand internationally and become the most established retailer of accessoires wordlwide by developing and supporting our network of franchisepartners.

    Monsoon ist also gar nicht für die Auslandsexpansion vorgesehen, sondern nur Accessorize.
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  5. #5
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    Ein Bericht über Peter Simon:

    Monsoon man with the midas touch, March 06, 2005

    Peter Simon is a proven retailer and worth £400m, but he remains a pariah in the City, reports Richard Fletcher
    PETER SIMON, the chairman of Monsoon who has a fortune of £400m, was setting up his stall in London’s Portobello Road. The market was already in full swing even though the snow had only just stopped and it was bitterly cold.

    Simon started out in 1972 selling hand-knitted coats from a market stall just around the corner from where he stood.

    Thirty-three years later he was back — for one day — selling Monsoon samples to raise money for the Monsoon Trust, a charity that provides education for children, young people and women in India and the Far East.

    “Had a good year, Peter?” said “Honest Barry”, a long-standing Portobello Road trader. “Not bad,” he replied.

    In fact, Simon has had a very good year. His family’s worth has almost doubled to more than £400m in the past 12 months. Monsoon’s share price has soared 107%. With 112m shares — a 62% stake — every penny on the share price adds £1m to the Simon fortune.

    While high-street rivals struggle, Monsoon and Accessorize, another part of the group, are stealing market share. Last year Monsoon announced a 17% increase in sales to £271.4m and a 12% increase in pre-tax profits to £44.1m.

    Being different has been the secret of the group’s success, said Simon.

    “We don’t want to be like everyone else. A lot of effort goes into trying to keep it different. By and large I think we have succeeded,” said Simon in his first press interview for almost a decade.

    Desperate to warm up, he popped into the Electric Cinema on Portobello Road for poached egg on toast.

    The cinema, private club and restaurant is another Simon venture. He restored the cinema and converted an empty Indian supermarket and a derelict dairy next door. The complex is now run by Soho House.

    Simon is passionate about the cinema and used the Electric when he was squatting around the corner. What was a sentimental investment is now one of London’s most fashionable clubs and a very profitable venture. “It’s typical of Peter,” said one adviser. “Whatever he touches turns to gold.”

    More recent investments have included buying 8% of Gum, the Moscow department store, and a stake in Highland Gold, the Russian gold producer. He has also invested in a string of films.

    Yet despite having made one of the biggest fortunes in retailing, Simon remains something of an outsider, shunning the gossipy “retail village” that is dominated by former Arcadia and Marks & Spencer directors.

    He cites Philip Green as his hero — Simon likes his no- nonsense approach and his ability to grasp a problem: “cut through the bullshit”.

    Simon shuns the City. Despite his success, he and his company remain pariahs there. One retail analyst has maintained his sell recommendation on Monsoon even though the company’s shares have soared 107% in the past year.

    The animosity in the City was sparked by Simon’s attempt in 2003 to increase his family’s stake in the business to 92.5% and to move the firm’s listing to the Alternative Investment Market (AIM), which is more lightly regulated than the main stock market.

    Some shareholders described the scheme, which involved the use of a special put option, as shabby and claimed that institutions were being forced to sell.

    Patrick Evershed, a fund manager at New Star, went further, alleging that the family was abusing its powers as a majority shareholder. “We are being taken out at a very disadvantageous price,” he said.

    In the event, hedge funds blocked his attempt to increase the family’s holding, although Simon still pressed ahead with the plan to move Monsoon to AIM. Nearly two years later, he still struggles to hide his contempt for the City.

    “The results speak for themselves,” he said. “I do not want to have to mess around telling people what I am doing before I do it.

    “We are doing things properly — we just don’t have to meet City analysts or the financial press to tell them about it. It has made a big difference not having as many of those meetings as we used to.”

    He was, he said, not interested in the short term, clearly implying that many people in the City were.

    Asked what his biggest mistake has been, Simon did not even pause. “Going public,” he barked. “The best periods of growth were before we went public and after we moved to AIM.”

    Despite his obvious dislike of the City, it is difficult to reconcile Simon, who comes across as rather shy, with his City caricature. And even his most ardent critics have a sneaking admiration for him.

    Richard Ratner, retail analyst at Seymour Pierce, was one of the most outspoken opponents of the put option, but describes Simon as “a brilliant retailer”.

    “My problem is one of corporate governance. He does not play the public company game,” said Ratner. “If you can stomach the corporate-governance issues, it is a buy. It is a superb company.”

    But Simon insisted that Monsoon’s success today had little to do with him. “You do not retain good people by being a maniac at the top,” he said.

    He now devotes only two days a week to it, leaving former New Look director Rose Foster to run the business. “She has brought a professionalism we did not have,” he said.

    Simon uses his spare time to focus on other ventures such as the Monsoon Trust. He has just returned from a two-week trip to India — he spent only a couple of hours with Monsoon suppliers and the rest of the time touring projects that are funded by the trust.

    His stint on the Portobello Road market stall was the first in a week of fund-raising events for the trust. Last year, across the company, the week raised more than £80,000.

    His desire to talk about the work of the Monsoon Trust persuaded Simon to break his self-imposed silence and talk to the press — in the past he always claimed that the “clothes did all the talking”.

    The trust was set up in 1994 when Monsoon sourced nearly all of its stock from India. Its first project was funding the expansion of the Monsoon Vidya School in Delhi which now educates 580 children. Two further schools have followed, as well as a maternity wing. The charity has also provided help for tsunami-hit areas in Asia.

    Back in Portobello Road it had started snowing, but despite having finished his breakfast, Simon ordered a coffee in an attempt to avoid returning to the stall.

    “Just standing on your feet all day is tiring,” he said. “I don’t know how the girls in the shops do it.”

    Last year he made £2,500 on the stall — double what he took in the first week when he opened his first shop in Beauchamp Place. And despite the cold he insisted that he enjoyed his day on the stall. “It brings you down to earth,” he said.

    Not that it is easy, despite selling the samples at a huge discount. “Getting £5 out of someone on the market is more difficult than selling a dress for £50,” said Simon.

    But as many in the retail world and the City have discovered, Simon always perseveres. The bargain hunters on the Portobello Road didn’t stand a chance.
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  6. #6
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    Monsoon ist schon beeindruckend.

    326 Stores in UK & Irland klingt zunächst mal viel, aber man muss auch bedenken, dass man es hier mit zwei unterschiedlichen Storekonzepten zu tun hat. Irgendwie gelingt es Monsoon, sein Potenzial im Heimatmarkt immer weiter auszuschöpfen, indem es seine Produkte ausweitet, z.B. auf Kinderkleidung, und immer mehr Menschen in seine Läden lockt. Die Umsätze auf vergleichbarer Basis, also bezogen auf die Läden die schon ein ganzes Jahr bestehen - sog. Like-for-Like-Sales, entwickeln sich prächtig.

    LfL-Sales in UK & Irland:

    2001/2002: + 13%
    2002/2003: + 3%
    2003/2004: + 6%
    Hj1 04/05: + 12%

    Auch werden weitere, größere Stores aufgemacht, vornehmlich sog. Dual Stores die Monsoon und Accessorize kombinieren, und/oder i.A. mehr Verkaufsfläche bieten. So stieg die Verkaufsfläche in Hj1 04/05 im Heimatmarkt um 22%. Vor kurzem wurden 47 vergleichweise große Läden von einem Wettbewerber gekauft, die die Verkaufsfläche noch einmal um 30% erweitern. Da wird es übrigens dann auch einige Verlegungen geben, was zu Sonderbelastungen für das abgelaufene Geschäftsjahr führt und zudem die Umsätze im Hj1 05/06 belasten wird. Die großen Stores scheinen jedenfalls prächtig zu laufen.

    Dass das Unternehmen mittlerweile 198 Stores im Ausland hat, klingt auch vergleichsweise viel, aber dabei muss man bedenken, dass in 27 Ländern der Markteintritt per Franchise gewag worden ist - also durchschnittlich nur 7 Läden pro Land. Wurden in den vergangenen drei Jahren also ca. 50 Stores p.a. im Ausland eröffnet, bei durchschnittlich 20 Ländern, waren dies 2,5 Stores pro Land. Die Expansion im Ausland verläuft also recht gemächlich, was auch einleuchtet, da es sich hierbei hauptsächlich um Franchisesysteme handelt, die sich erst einmal etablieren müssen. Ich nehme mal an, dass die Expansionsbestrebungen deutlich zunehmen werden. Sie sind ja erklärtes Ziel des Unternehmens und das Management hat seine Investitionsquote jüngst mehr als verdreifacht und sprach davon, dass es auch in den kommenden Jahren wahrcheinlich keine Dividende geben wird. Ich nehme mal an, dass die Franchisestores nun durch eigene Läden ergänzt werden sollen oder, wie in Russland, die Expansion ganz in Eigenregie vorangetrieben wird. Denn für den Heimatmarkt bräuchte das Management künftig wohl nicht so viel zu investieren. Sogar wenn man annimmt, dass sich das Management ganz aus der Auslandsexpansion heraushält, würden, wenn nur 5 neue Franchisenehmer pro Land gefunden würden, 135 neue Läden p.a. entstehen. Im letzten Geschäftsjahr dürften es ca. 70-80 gewesen sein; in drei neuen Ländern wurde der Markteintritt vollzogen.

    Monsoon hat ein starkes Geschäftsmodell, das nicht so leicht angreifbar ist. Die Kapitalrendite ist traumhaft. Und das Management scheint wirklich kompetent zu sein, Monsoon sprüht förmlich vor Erfolg. Nach meinem Eindruck ist das Unternehmen eine echte Wachstumsperle und die Chancen stehen gut, dass sich der Wachstumstrend sogar noch spürbar beschleunigt, weil die Auslandsexpansion immer noch am Anfang steht.
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  7. #7
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    Hallo Arman,

    was ich bisher gelesen habe, hört sich gut an.

    Wie bewertest Du denn das Unternehmen aktuell?

    Grüsse
    flippi

  8. #8
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    Hallo Flippi,

    gute Frage. Um ehrlich zu sein...ich will es noch nicht einmal versuchen. Du kennst das ja, je weiter man in den Wachstumsbereich vordringt, desto fehlerbehafteter werden die Prognosen. Letztendlich kann man quasi jede Bewertung rechtfertigen, wenn man nur will. Z. B. denke ich, dass Yahoo durchaus günstig sein kann, wenn es seine Wachstumsraten aufrecht erhalten kann, nur kann es das und wenn ja wie lange? Du verstehst sicher worauf ich hinaus will. Bei Monsoon hängt die Bewertung natürlich in entscheidendem Maße davon ab, ob die Kette Asseccorize im Ausland ein ähnlicher Renner wird wie im Inland. In diesem Fall sind die Wachstumsperspektiven ziemlich gut und Monsoon wäre wohl ein Schnäppchen. Das muss sich erst noch richtig zeigen. Zwar zeichnet es sich ab, aber das Bild sollte sich noch festigen. Wie es den Franchisenehmern etwa geht, weiß man bei einem Franchisesystem ja gar nicht, weil die veröffentlichten Zahlen nicht ausreichen. Das einzige, woran man das noch messen könnte, ist die Insolvenzquote. In den vergangenen Jahren wurden nur sehr wenige Läden im Ausland geschlossen. Um mal zum Schluss zu kommen: Ich habe kein konkretes Bild darüber, was Monsoon wert sein soll, aber was ich mit Sicherheit weiß, ist dass das Unternehmen ein sehr attraktives und gestandenes Geschäftsmodell hat und dass es dieses Geschäftsmodell ausweiten kann. Wenn es mit meinem Geld Kapitalrenditen von 30-35% macht, ist die Wertschöpfung sehr hoch und die Sicherheitsmarge steigt, bezogen auf meinen Kaufkurs, deutlich. Ich denke, dass Monsoon derzeit attraktiv bewertet ist, ohne es auszurechnen wollen. Ich halte es da wie Warren Buffett, der einmal sagte: "lieber ungefähr richtig, als genau falsch". Aber mal schauen, vielleicht wage ich mich irgendwann mal an eine konkrete Unternehmenswertprognose heran.

    Beste Grüße
    PoP
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  9. #9
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    Und ich hatte mich schon fast auf ein gutes Investment gefreut:

    Simon bids to take Monsoon private

    Fri 22 Jul 2005

    LONDON (SHARECAST) - Peter Simon, the majority shareolder and chairman of Monsoon, has made an offer to buy out the minority of the high street fashion he and his family don't own.

    In a statement Monsoon said that in light of the recent share price rise it can cnnfirm it has entered into talks with Simon about his family interests making a possible offer for the 24.6% not already owned by them.

    The company is currently in the process of appointing an independent Rule 3 adviser to provide advice to shareholders on the value of any offer.

  10. #10
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    Ja, merkwürdig. Wieso denkt Herr Simon darüber nach? Und welchen Preis wird er wohl zahlen wollen?? Sieht er es als attraktives Investment an oder hat er einfach keine Lust mehr, sich in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, oder beides?

    Die Zahlen sind jedenfalls spitze. Heute kamen die Ergebnisse 04/05:

    Umsatz: + 34 % auf 364 Mio Pfund
    Operativer Gewinn vor Sonderposten: + 34% auf 57 Mio Pfund
    Like-for-Like-Sales: + 11%

    Wenn das Wachstum aufrecht erhalten werden kann, beträgt das KGV 05/06 13-14.

    In den ersten sechs Wochen des laufenden Geschäftsjahres sind die Umsätze um + 45% angezogen, inklusive LfL-Sales + 16%.

    Der Ausblick war etwas vorsichtig formuliert: "While this was a good result, and we have had an encouraging start to the new year, the outlook is uncertain. We recognise that we are facing many months of double digit like for like sales increases, which made last year a success. We are also concerned about the impact of recent incidents and the general prediction of the lack of consumer confidence on the high street."

    Klingt als sei Monsoon der eigene Erfolg schon etwas unheimlich geworden.
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    (Warren Buffett)

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