HELSINKI (dpa-AFX)
"Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat im dritten Quartal einen Pro-Forma Gewinn je Aktie von 0,16 Euro erwirtschaftet, nach 0,19 Euro im Vorjahr. Damit sei das Profitabilitätsziel erreicht worden, teilte der Konzern am Freitag in Helsinki mit. Die von AFX News befragten Analysten hatten mit 0,15 Euro Gewinn je Anteilsschein gerechnet. Für das vierte Quartal erwartet Nokia (Frankfurt: 870737.F, Nachrichten) einen Gewinn je Aktie von 0,18 bis 0,20 Euro.
Der operative Gewinn ging im dritten Quartal um 21 Prozent auf 1,071 Milliarden Euro zurück. Besonders stark war hierbei der Rückgang in der Sparte Netzwerke, die ein Minus von 57 Prozent auf 155 Millionen Euro verzeichnete. Die operative Gewinnmarge lag bei 15,2 Prozent.
Umsatz bei Netzwerken sinkt um 14 Prozent auf 1,659 Milliarden Euro
Der Gewinn vor Steuern und Minderheitsbeteiligungen fiel im Berichtszeitraum den Angaben zufolge um 22 Prozent auf 1,068 Milliarden Euro. Der Nettoumsatz sank um 7 Prozent auf 7,05 Milliarden Euro.
In der Sparte Netzwerke erwirtschaftete Nokia 1,659 Milliarden Euro Umsatz, ein Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im umsatzträchtigsten Segment Mobiltelefone gingen die Erlöse um 3 Prozent auf 5,269 Milliarden Euro zurück.
NOKIA-CHEF: KONZERN BEHAUPTET TROTZ SCHWIERIGEM UMFELDES MARKTFÜHRERSCHAFT
Mit diesen Zahlen habe der Konzern trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes seine Marktführerschaft behauptet, sagte Nokia-Chef Jorma Ollila. Ziel von Nokia sei es weiterhin, sich einen Marktanteil von 40 Prozent zu sichern. Im vierten Quartal werde der Handyabsatz um 25 Prozent über dem des dritten Quartals liegen. Damit werde das Vorjahresniveau beinahe erreicht, sagte Ollila.
Im erfahrungsgemäß stärkeren vierten Quartal erwartet der Mobilfunkkonzern einen Umsatzplus von rund 20 Prozent. In 2002 soll sich die Wachstumsrate bis auf 35 Prozent verbessern, hieß es.
HANDYINDUSTRIE WIRD IM GESAMTJAHR WELTWEIT 390 MIO MOBILTELEFONE VERKAUFEN
Die Handyindustrie wird nach den Prognosen von Nokia im Gesamtjahr weltweit 390 Millionen Mobiltelefone verkaufen. Damit liegen die Finnen auf einer Linie mit Motorola . Der US-Konkurrent hatte vergangene Woche eine Schätzung von 380 bis 400 Millionen Handys abgegeben.
Den Markt für Netzwerk-Infrastrukturen wird laut Nokia auch noch im ersten Quartal des nächsten Jahr angespannt bleiben. Zwar hatten die Umsätze in dieser Sparte im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal zulegen können. Im Vergleich zum Vorjahr verbuchte das Segment aber immer noch ein Minus von 14 Prozent."




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