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Thema: OHB Technology

  1. #1
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    OHB Technology

    Ansässig in Bremen, ist dieses Unternehmen meines Erachtens aufgrund seiner Stellung in Deutschland / Europa interessant.

    Kernbereich der OHB ist die Raumfahrt, die zwischen 85 und 90% des Gesamtumsatzes ausmacht, die Sparte Telematik ist mit 10-15% eher ein Randbereich. Aufgrund der extrem hohen Eintrittsbarrieren und der anzahlmäßig geringen Konkurrenz innerhalb Deutschlands und Europas hat man sich (so weit ich das überblicken kann) hervorragend am Markt etabliert und gute Chancen langfristig weiter zu wachsen.

    Dieses Jahr hat OHB die Mehrheit an der MT Aerospace übernommen (70% Direktbesitz), aufgrund dessen es einen Ergebnissprung für die ersten 9 Monate von 27 Ct (2004) auf 60 Ct (2005) gab. Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr in etwa gleich geblieben, d.h. ohne die Einberechnung der MT Aerospace im dritten Quartal wäre die Gesamtleistung unterhalb des Vorjahres geblieben. Das Ergebnis wäre ebenfalls unterhalb dem des Vorjahres geblieben, allerdings aufgrund von Margensteigerungen in geringerem Maße, als der Umsatz.

    Der Auftragsbestand ist mit 393 Mio. € (immerhin > 3-fach der geschätzte Jahresumsatz 2005) auf einem Rekordhoch. Dies ist sehr stark durch einen Großauftrag zur Bereitstellung von 27 Boostergehäusen für die Ariane 5-Trägerraketen im Wert von 150 Mio. € beeinflusst. Der Auftrageingang ohne die neu konsolidierte MT Aerospace beläuft sich auf 121 Mio. €. Die Auslastung der MT Aerospace ist mit diesem Auftrag von 2006 bis 2009 zu großen eilen gesichert, auch die anderen Bereiche sind gut ausgelastet und man hofft im zweiten Quartal 2006 einen weiteren Großauftrag zu bekommen, der die Auslastung der OHB Systems für den Zeitraum 2006 und 2007 zu großen Teilen absichern würde.

    Der kleinere Bereich Telematik erreicht einen Auftragsbestand von 21 Mio. €, ebenfalls auf Rekordhöhe. Hier liefert man u.a. 2000 Telematiksysteme für die Betonmischfahrzeuge der Firma Cemex (Mexico) eine der weltweit größten Baustoffzulieferfirmen. Der Vertrag sichert der OHB Teledata die Exclusivrechte zur Ausrüstung aller Cemex-Mischfahrzeuge in Europa zu. Hier könnte es sich also um eine langfristige Kooperation handeln.

    Weitere Projekte sind z.B. der Aufbau verschiedener Satellitensysteme und Systeme zur Bereitstellung von Luftaufklärungsbildern für die Bundeswehr. Zukünftig könnte es zudem zu Aufträgen für das Galileo-Projekt kommen, welches (kurz gesprochen) als europäisches Gegenstück zum amerikanischen GPS geplant ist.

    Die Auftragslage gestaltet sich somit sehr aussichtsreich.

    Die Hauptrisiken sehe ich eher externer Natur:

    (1) Man ist recht stark abhängig von politischen Entscheidungen, auch wenn die politischen Reaktionen in letzter Zeit eher positiv zu werten sind. Eine größere Unabhängigkeit von den Satellitensystemen der USA scheint gewollt, so dass Investitionen in diesem Bereich zu erwarten sind.
    (2) Probleme sind im Bereich der Raumfahrt nie auszuschließen – ein Absturz einer Rakete kann hier schnell zum „Einfrieren“ eines Programmes für einen längeren Zeitraum führen, mit allen Konsequenzen die dies auf den Auftragsbestand der OHB hätte.
    (3) Die Leistung und der Auftragsbestand sind stark projektabhängig, d.h. die Gewinne können mitunter stark schwanken von Quartal zu Quartal (genau wie die Aktie). Also nichts für kurzfristige Investitionen, sondern eher für Langfristinvestoren. Von mir aus könnte es eh jedes Unternehmen machen wie der gute Wendelin bei Porsche. Würde der Wirtschaft vermutlich eher gut als schlecht zu Gesicht stehen.

    Die Bilanz erscheint mir recht solide und ich konnte keinen großen „Aufreger“ feststellen.

    Das Management ist eher „leise“ und macht einen kompetenten Eindruck. Genau nach meinem Geschmack. Wenig Töne spucken, dafür lieber langfristig mit Leistung überzeugen.

    Ich denke, dass auf dem derzeitigen Niveau die Chancen die Risiken überwiegen und lege mir einen ersten Bestand in mein Depot.

    Nähere Infos zu OHB unter www.ohb-technology.de

    Gruß, n.n.

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  2. #2
    Valueist
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    Die Erwartung für 2006 liegt mit 50 ct p. Aktie sogar leicht über meinen Erwartungen (2005: 70 ct. inkl. Einmaleffekte). Es ergibt sich ein KGV von 16 für dieses Jahr, bei meines Erachtens weiter hervorragneden Wachstumsaussichten aufgrund des Alleinstellungsmerkmals des Unternehmens.

    Gruß, n.n.

    2. Capital Market Day: OHB-Konzern stellt neue Struktur vor
    • Ergebnisvorschau 2005 mit rund 70 Cent pro Aktie bestätigt
    • Ausblick 2006: Gesamtleistung von EUR 175 Mio. und rund
    50 Cent pro Aktie erwartet



    Bremen, 9. Februar 2006. Die OHB Technology AG (Prime Standard, ISIN: DE0005936124) bestätigte heute, anlässlich des 2. Capital Market Days bei der MT Aerospace AG in Augsburg, die Ergebnisvorschau 2005 für den OHB-Konzern mit rund 70 Cent pro Aktie. Vorstand und weitere Experten aus den einzelnen Bereichen der OHB Technology AG trafen sich mit Analysten, Bankern, Investoren und Journalisten in Augsburg, um einen vertiefenden Einblick in die zukünftigen Projekte, deren Entstehung und aktuelle Entwicklungen der Raumfahrt zu nehmen. Hierbei standen insbesondere die Aktivitäten der MT Aerospace im Vordergrund.

    Die Übernahme und Integration der MT Aerospace (vormals MAN Technologie) in den OHB-Konzern erforderte eine neue Strukturierung der bisherigen Segmente des Konzerns. Marco R. Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB Technology AG erläuterte die neue Organisationsstruktur im Detail, die sich ab sofort in die drei Unternehmensbereiche aufteilt:
    1. Space Systems + Security
    mit dem Raumfahrt-Kerngeschäft der OHB-System und ihren Beteiligungen sowie der Auslandsgesellschaft Luxspace, der Kooperationsgesellschaft OHB ElectroOptics und der französischen Beteiligung Elta
    2. Space Transportation + Aerospace Structures
    mit der MT Aerospace AG und ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen
    3. Telematics + Satellite Operations
    mit den Telematikaktivitäten der OHB Teledata, megatel, Timtec Teldatrans und Telematic Solutions sowie den Beteiligungen an der amerikanischen Satellitenbetreibergesellschaft ORBCOMM

    Der Gewinn pro Aktie 2005 profitiert, laut Vorschau des Vorstandes, vom einmaligen Sonderertrag aus dem passivischen Unterschiedsbetrag durch die Erstkonsolidierung der MT Aerospace AG im dritten Quartal 2005 und wird – wie bereits bei der Vorlage der Neunmonatszahlen im November 2005 angekündigt – rund 70 Cent pro Aktie betragen. Der Konzern erwirtschaftete ein EBIT in Höhe von rund EUR 13,4 Mio. (Vorjahr EUR 8,5 Mio.).

    Die Gesamtleistungsvorschau des OHB-Konzerns für 2005 in Höhe von rd. EUR 115 Mio. liegt nur leicht über dem Vorjahreswert (EUR 114,1 Mio.), konnte aber durch die Übernahme der MT Aerospace im dritten Quartal 2005 den bisherigen Rückstand in der Gesamtleistung kompensieren.

    Der Vorstand erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2006 eine konsolidierte Gesamtleistung im OHB-Konzern inklusive der MT Aerospace AG von rd. EUR 175 Mio., zu dem alle Unternehmensbereiche mit einer gegenüber 2005 gesteigerten Gesamtleistung beitragen sollen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis pro Aktie von rd. 34 Cent 2005 wird 2006 deutlich, um mehr als 45 %, zulegen und rd. 50 Cent pro Aktie betragen. Sowohl für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2005 als auch für 2006 ist eine Dividendenzahlung geplant.

    Der komplette und testierte Konzern-Jahresabschluss 2005 der OHB Technology AG wird auf der kommenden Bilanzpressekonferenz in Bremen und dem sich am selben Tage anschließenden Analystentreffen in Frankfurt am Main am 22. März 2006 im Detail erläutert.



    Bilanzpressekonferenz um 9:00 Uhr am 22. März 2006
    in den Räumlichkeiten der OHB Technology AG in Bremen

    Analystentreffen (DVFA) um 14:30 Uhr am 22. März 2006
    in den Räumlichkeiten der DZ Bank AG,
    Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main



    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

    OHB Technology AG
    Michael Vér Tel.: +49 (0)421 2020-8
    Investor Relations Fax: +49 (0)421 2020-613
    Karl-Ferdinand-Braun-Str. 8 Internet: http://www.ohb-technology.de
    28359 Bremen E-Mail: ir@ohb-technology.de
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  3. #3
    Valueist
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    Ja, die hab ich schon lange auf der Watchlist, aber nie gekauft. Erstmal sind da, schon weil Raumfahrt so sexy ist, traditionell viele Zocker und Ahnungslose in der Aktie, was zu nerviger Volatilität führt, und zweitens verstehe ich nicht, warum die ihre vielen Aufträge nicht in eine bessere Gewinnentwicklung umsetzen können. KGV 16 ist mir bei z. Zt. stagnierenden Gewinnen nämlich zu viel. Gut, das könnte ein Fehler sein, bei Rational hab ich damals nämlich auch so gedacht und dann kam der neue Garkocher, der Kurs ging ab wie eine Rakete.

  4. #4
    Valueist
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    Hallo Botwinnik

    ich kann Dir nur teilweise zustimmen…

    (1) Mir ist die Volatilität einer Aktie zwar nicht egal, aber solange der Trend langfristig nach oben zeigt, betrifft mich dies nur geringfügig. Außerdem bringt dies auch immer wieder gute Einstiegsmöglichkeiten.

    (2) Ich gebe Dir recht, dass bislang die Margen nicht sehr hoch waren, aber hier sehe ich erste Anzeichen der Besserung. In diesem GJ wurden die Margen verbessert und eine weitere Verbesserung für die Zukunft angekündigt.

    (3) Die Akquisition von Aerospace macht sich bereits positiv bemerkbar. Der Auftragseingang ist dadurch deutlich gestiegen und Aerospace leistet einen positiven Ergebnisbeitrag. Auch die Basis wurde verbreitert und durch den Auftrag zur Herstellung von ARIANE-Boostern ist man in diesem Bereich mittelfristig gut ausgelastet.

    (4) Ich habe vor ca. zwei Jahren mal eine Auswertung der umsatzwachstumsstärksten Unternehmen in Deutschland gesehen - OHB war ganz vorne dabei. Sicherlich ging das Wachstum teilweise auch zu Lasten des Ergebnisses, jedoch hat man sich einen exzellenten Ruf und eine gute Markstellung damit erobert. Meines Erachtens beginnt man nun davon zu profitieren. Die Marktstellung ist gut, der Markt ist zwar eng, dafür hat man aber auch extrem hohe Einstiegsbarrieren. Bei OHB kann man schon fast von einem Alleinstellungsmerkmal sprechen. Daher halte ich für dieses Hochleistungs-Technologie-Unternehmen ein KGV von 15-16 für 2006 nicht für zu hoch. Da werden in vielen Bereichen ganz andere Preise bezahlt.

    (5) Stagnierenden Gewinn sehe ich derzeit nicht. Dies war sicherlich in 2005 der Fall, sollte sich aber bereits in diesem Jahr wieder ändern. Langfristig zeigt der Trend bislang eindeutig nach oben – ich denke zudem, dass man bei OHB nicht zu sehr auf kurzfristige Schwankungen der Ergebnisse achten sollte, denn diese sind stark projektabhängig.

    Langfristig sehe ich hier deutliches Aufwertungspotential. Ist meine subjektive Einschätzung der Lage...

    Gruß, n.n.
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  5. #5
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    Hallo, zusammen,

    das steht heute in unserer lokalen Zeitung:


    Der schlaue Fuchs von Bremen - Die OHB-Gruppe greift nach zwei Airbus-Werken

    „OHB? Was ist das denn?“ Sogar in Bremen wissen viele Menschen nicht, welch bedeutendes Unternehmen hier residiert. OHB hat sich nach eigenen Angaben von einem Fünf-Mann-Betrieb zum größten rein deutschen Raumfahrtunternehmen entwickelt – dennoch kannten lange nur Fachleute diesen Namen. Erst jüngst hat sich das geändert, denn die Bremer Firmengruppe ist in die Schlagzeilen geraten: Sie hat Interesse, über ihre Augsburger Tochter MT Aerospace die Airbus-Werke Varel und Nordenham zu kaufen.
    Ein mittelständisches Raumfahrtunternehmen will groß in den internationalen Flugzeugbau einsteigen? Manche Gewerkschafter haben Zweifel, ob das funktioniert. Eine Unternehmenssprecherin hält ihnen entgegen, dass MT Aerospace schon lange als Zulieferer für Airbus arbeite und sich mit Faserverbundfertigung auskenne – ein Thema, das künftig auch für den Flugzeugbau wichtig wird.
    Außerdem: Seniorchef Manfred Fuchs hat selbst einen Hang zum Fliegen. Der in Südtirol geborene Unternehmersohn gewann bei einem Preisausschreiben eine Flugausbildung und erwarb bereits mit 17 Jahren seinen Pilotenschein, angeblich als jüngster Flugzeugführer Italiens. In München und Hamburg studierte er Flugzeugbau, bevor er als womöglich jüngster Ingenieur Deutschlands bei einer Hamburger Flugzeugbaugesellschaft einstieg. Aber schon früh begeisterte sich Fuchs auch für die höheren Sphären: Als 1961 in Bremen die Raumfahrtfirma Erno gegründet wurde, zählte er zu deren ersten Angestellten und arbeitete an Projekten wie Spacelab und Columbus mit. „Ich bin der Dinosaurier der Raumfahrt“, sagt er über sich.
    Ende 1981 übernahm seine Frau Christa Fuchs eine Firma namens Otto Hydraulik Bremen (OHB) – einen Reparaturbetrieb für die Bundesmarine mit lediglich fünf Beschäftigten. Damit begann ein unaufhaltsamer Aufstieg. Schon in den ersten zehn Jahren wuchs die Belegschaft auf 150 Angestellte. Die neue Chefin ließ nicht nur reparieren, sondern auch Schiffsbauteile produzieren.
    Vor zwei Jahrzehnten stieg auch ihr Mann mit ein. Er hatte schon immer davon geträumt, Unternehmer zu sein – und verzichtete dafür auf seinen sicheren Posten als Abteilungsdirektor bei Erno. Dafür wurde er geschäftsführender Gesellschafter des Familienbetriebs, der sich im Laufe der Jahre mehrmals umbenannte, aber seinem Kürzel treu blieb und trotz Börsengangs noch immer überwiegend der Fuchs-Familie gehört.
    Mit Manfred Fuchs stieg OHB auch in die Raumfahrttechnik ein. Weitere Geschäftsbereiche wie Telematik kamen später hinzu. Mittlerweile ist unter dem Dach der Aktiengesellschaft OHB Technology ein Geflecht aus fast 20 Firmen entstanden, die zuletzt 186 Millionen Euro Umsatz machten und mehr als tausend Menschen beschäftigen. 300 davon arbeiten in der Bremer Zentrale und allein 500 bei MT Aerospace – einer ehemaligen MAN-Tochter, die vor zwei Jahren übernommen wurde.
    Die Unternehmensgruppe schrieb nach eigenen Angaben bisher jedes Jahr schwarze Zahlen. Sie war oder ist an Raumfahrtprojekten mit Rang und Namen beteiligt, etwa der deutschen D-2-Mission oder der Internationalen Raumstation ISS. Sogar ein Weltraumaquarium hat OHB schon gebaut – damit Forscher im All untersuchen können, wie Fische mit der Schwerelosigkeit klarkommen. Ein Viertel der Aufträge stammt nach Firmenangaben vom Militär. Der bisher größte Auftrag der Unternehmensgeschichte kam 2001: Entwicklung und Bau des Aufklärungssatellitensystems „SAR-Lupe“.
    Überhaupt die Satelliten: Sie sind ein Spezialgebiet der Firmengruppe. 1994 ließ sie den ersten deutschen Minisatelliten namens „BremSat“ starten. Dass OHB frühzeitig diese Marktnische besetzte, gehört zum Erfolgsrezept der Bremer. „Wir bieten nicht die großen Alleskönner an, sondern die kleineren Spezialisten, die auf Kundenwünsche zugeschustert werden“, sagt die Firmensprecherin.
    Ein weiterer Vorteil der Unternehmensgruppe: „Wir haben sehr flache Hierarchien ohne großen Wasserkopf.“ Der 68-jährige Manfred Fuchs, der schon zum „Bremer Unternehmer des Jahres“ gekürt wurde, leitet inzwischen nur noch die Raumfahrtsparte OHB-System, während sein 45-jähriger Sohn Marco 2002 die Führung der Dachgesellschaft OHB Technology übernommen hat.
    Aber der Senior will noch bis mindestens zum 75. Geburtstag weiterarbeiten. Nebenbei engagiert er sich in der CDU und hat deren Raumfahrtprogrammatik mitformuliert. Was OHB mit Airbus vorhat, ist noch unklar. Aber Manfred Fuchs will ohnehin höher hinaus: Er wirbt für eine deutsche Mondmission. Seine Firma arbeitet dazu bereits an einem Programm mit dem wohlklingenden Namen „Mona Lisa“.


    Schönen Tag noch,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  6. #6
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    Hallo, zusammen,

    das mit den Airbus-Werken klappt leider (oder zum Glück??) nicht. n-tv.de meldet gerade:

    Die Verhandlungen des europäischen Flugzeugherstellers Airbus mit dem bereits ausgewählten Käufer OHB/MT Aerospace über einen Verkauf seiner deutschen Werke sind einem Zeitungsbericht zufolge eingestellt worden. Die "Financial Times Deutschland" schreibt unter Berufung auf Branchenkreise, der CEO von Airbus, Thomas Enders, suche nun nach einer Alternative.

    Nach Informationen der Zeitung verhandelt Airbus bereits mit einem Finanzinvestor, der bei allen zum Verkauf stehenden Standorten einsteigen könnte. Auch der US-Branchenführer Spirit Aerosystems soll laut FTD wieder im Rennen sein. Scheiterten diese Gespräche, würden voraussichtlich alle mit der Produktion großer Flugzeugteile befassten Airbus-Werke in einen neuen europäischen Konzern eingebracht. Diese neue Struktur würde wohl unter dem Dach des Airbus-Mutterkonzerns EADS stehen, schreibt die Zeitung. Dann könnten Investoren für eine Beteiligung gesucht werden.

    Airbus halte grundsätzlich an seinen Verkaufsplänen fest. Es könnten sich aber der Zeitplan und das Modell ändern, berichtet die FTD weiter. Ein Airbus-Sprecher wollte zu Details der Zeitung gegenüber keine Stellung nehmen. Er sagte der Zeitung, die Verhandlungen zu den Standorten in allen drei Ländern hätten auch in den letzten Tagen stattgefunden und würden weiter fortgesetzt. Die OHB Technology AG und MT Aerospace AG waren bislang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.



    Ich habe mich mit OHB und der Übernahme nicht sehr intensiv beschäftigt. Dennoch habe ich mich gefragt, ob sich OHB damit nicht übernommen hätte. Darüber hinaus war immer die Rede davon, daß ein wesentlicher Verkaufsgrund der schlechte Dollar-Kurs war. Das sollte für OHB nicht gelten?

    Gruß,
    JuliaPapa
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