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Thema: Nestle

  1. #61
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    Hallo Arman

    ich sehe die DInge ähnlich wie Du. Es gibt keinen wirklichen Grund für einen nachhaltigen, deutlichen Kursanstieg. Ich denke jedoch, dass vier Dinge hierzu beigetragen haben:

    (1) Man fokussiert sich wieder etwas stärker darauf, was Nestlé und vor allem auch seine Beteiligungen für eine Marktstellung haben. Diese wurden m.E. lange Zeit unter Wert gehandelt.

    (2) Die Zahlen waren nicht überragend, haben aber immerhin gezeigt, dass (a) die Margen wieder etwas ansteigen und (b) es anscheinend gelingt, die steigenden Rohstoffkosten auf die Verbraucher abzuwälzen.

    (3) Die Aktie hatte Nachholbedarf, wenn man sich die Entwicklung der letzten zwei Jahre anschaut. Nach den gut gelaufenen Börsen sucht man wieder werthaltige Aktien, die im langjährigen Vergleich "niedrig" bewertet sind...

    (4) Ich weiß nicht, wieviel Einfluß es hat, aber auch charttechnisch sieht der Wert wieder deutlich besser aus, als zuletzt. Wenn man das Bild im Großen betrachtet, so kann man eine große W-Formation (Doppelboden in 2003 und 2004)erkennen, die als klassische Umkehrformation gilt. Auch der Widerstand bei € 220 wurde damit geknackt.

    Dieser Mix aus positiven Faktoren hat m.E. zu dem Anstieg geführt. Billig ist Nestlé sicher nicht, aber aufgrund der Beteiligungen auch nicht ausgesprochen teuer...die langfristigen Perspektiven sind nach wie vor gut.

    Gruß, Jochen
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

  2. #62
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    Neue Strategien für Europa

    Nestlé wechselt den Finanzvorstand aus

    OLIVER STOCK, ZÜRICH HANDELSBLATT, 27.9.2005
    Da hat Nestlé schon andere Zeiten erlebt: Damals, vor gut vier Jahren, als Wolfgang Reichenberger, ein Veteran bei dem Schweizer Lebensmittelgiganten, zum Finanzchef ernannt wurde, löste er Mario Corti ab. Corti startete darauf eine kurze, aber intensive Karriere bei der Swissair, die bekanntlich mit einer Bruchlandung endete.

    Reichenberger funktionierte geräuschloser. Er startete das Sparprogramm FitNes, leitete den Börsengang der Nestlé-Tochter Alcon ein, der größten Herstellerin von Augenprodukten, und lancierte das erste Aktienrückkaufprogramm in der Geschichte des Konzerns. Gestern nun kündigte das Unternehmen an, dass Reichenberger seine Aufgabe mit Beginn des neuen Jahres abgibt.

    Der gebürtige Münchener Hobbypilot und Violinist soll künftig den Wachstumsfonds Nestlé Growth Fund leiten und damit nur noch mittelbar für den Schweizer Konzern arbeiten. An seine Stelle tritt der Holländer Paul Polman, der bis zum Juni als Europa-Chef des US-Konsumgüterherstellers Procter & Gamble dafür sorgte, dass sich beispielsweise Pampers-Windeln gut verkauften.

    Dem Mann mit der hohen Stirn und der markanten Nase dürfte der Wechsel leicht fallen. Immerhin steht die neue Konzernzentrale allenfalls eine halbe Autostunde entfernt von der alten am Genfer See. 26 Jahre stand Polman im Dienst der Amerikaner und gilt als einer, der das Europa-Geschäft aus dem Effeff beherrscht.

    Die Nachricht, die Nestlé gestern nach einer Sitzung des Verwaltungsrats veröffentlichte, hat zwei strategische Folgen für den Konzern. Polman, der Europa-Experte, dürfte seine Kenntnisse bei Nestlé nicht nur im Finanzbereich einbringen. Die Schweizer suchen derzeit vor allem in Europa nach neuen Taktiken.

    Denn der europäische Umsatz von Nestlé ist im ersten Halbjahr 2005 weniger stark gestiegen als anderswo. Die Betriebsgewinnmarge ist sogar gesunken. Schuld sind die Discounter, die die Margen drücken, und die Käufer, die lieber sparen, als ihr Geld für Essen auszugeben. Satte und darüber hinaus noch geizige Europäer sorgen damit in der sonnigen Zentrale des Schweizer Nahrungsmittelriesen in Vevey für die Schattenseiten beim Ergebnis. Polmans spezielle Kenntnisse "werden es ihm erlauben, auch in Zukunft Umsatzwachstum mit nachhaltiger Margenverbesserung und einem höheren Kapitalertrag zu kombinieren", hieß es deswegen gestern von Nestlé-Chef Peter Brabeck.

    Die zweite strategische Entscheidung deutet in die gleiche Richtung. Wolfgang Reichenberger leitet künftig einen Fonds, für den der Nestlé- Verwaltungsrat am vergangenen Freitag eine komfortable Grundausstattung von einer halben Milliarde Euro bewilligt hat. Das Geld soll unter Reichenbergers Ägide in Firmen investiert werden, die gesundheitsfördernde Lebensmittel entwickeln. "Nutrition" nennt Nestlé diesen Konzernbereich, der seit Jahren zum Heilsbringer der Branche ausgerufen wird.

    "Irgendwann im nächsten Jahr werden wir erste Investitionen machen", sagte Reichenberger gestern. "Dieser Bereich kleinerer oder mittlerer Firmen, die auf andere Weise Produkte entwickeln und vermarkten können, hat uns gefehlt." Nestlé wolle diese Unternehmen bis zu gewisser Größe und Markterfolg aufbauen und dann möglicherweise in den eigenen Konzern eingliedern.

    Analysten sahen den Wechsel gestern gelassen. Immerhin, lobte die Bank ING, sei es gut, "dass sich das Unternehmen endlich nach außen hin öffnet". Der Konzern hatte im Frühjahr für abfällige Schlagzeilen gesorgt, als Nestlé-Chef Peter Brabeck auch Verwaltungsratspräsident wurde, weil sich angeblich kein geeigneter Bewerber von außen für den Posten gefunden hatte.
    -------------------------------------------

    Aha.

    Nutrition ist in der Tat interessant. Das könnte DIE Antwort auf die Geiz-ist-Geil-Welle sein, da sie nicht nur in Hinblick auf einen präventiven Schutz vor Krankheiten Zukunftspotenzial hat, sondern v.a. auch deshalb weil sich sich die Nahrungsmittelhersteller damit gut im Markt ggü. No-Name-Anbietern differenzieren können. Die Produkte bieten einen Mehrwert und dafür sind die Kunden bereit, mehr zu zahlen. Was glaube ich noch wichtiger ist: Die No-Name-Anbieter werden weder das nötige Know-How und damit verbunden das nötige Image, noch werden sie die nötigen Werbeetats haben, um ihnen diesen Markt streitig zu machen. Und die Nahrungsmittelfutzies geben sich wirklich Mühe damit ... Ich habe mal einen Artikel über diesen Markt im Technology Review gelesen, den ich bei Gelegenheit hier reinstelle, habe leider noch keine Archiv-CD. In ein paar Jahren gibt es dann womöglich Nestle-Produkte in der Apotheke. Nach der Gesundheitsreform haben rezeptfreie Medikamente wohl ohnehin Konsumgütercharakter. Die gescholtenen Apotheker dürfte das doch freuen, wenn sie als Absatzkanal für neue Produkte entdeckt werden.

    Grüße
    PoP
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  3. #63
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    estlé: Nine-Month Organic Sales Up 5.8 % Full-Year Outlook Reconfirmed

    Vevey, October 20, 2005

    * ** Strong real internal growth of 3.8% and price increases of 2% result in organic growth of 5.8%
    * ** Core food and beverage business accelerates to real internal growth of 3.5% and organic growth of 5.6%
    * ** Reported sales in Swiss francs up 4.8% to CHF 67.7 billion
    * ** Savings programs are on track and play – together with price increases – a key role in compensating for the continuing rise of input costs
    * ** 2005 share buy-back over 80% completed; a new program to be implemented subject to Board approval
    * ** Nestlé reconfirms its full-year forecast for 5-6% organic growth and for a constant currency EBITA margin improvement.

    Other Information and Outlook

    The GLOBE program remains within time frame and budget, with systems implementations to be slightly ahead of the 30% target for the full year. The savings programs, Operation Excellence 2007 and Project FitNes, are on track and will, together with price increases, play a key role in compensating for the continuing rise of input costs in many of the affected categories and markets.

    The share buy-back program is now over 80% complete and is likely to be brought to a close in the coming weeks. In line with the Group's policy to manage its capital structure in an optimal manner, a second program will be proposed to the Board of Directors.

    Turning to the outlook for the full year 2005, the Nestlé model of strong organic growth combined with sustainable margin improvement remains secure. Nestlé is confident of achieving its target of between 5 and 6% organic growth for 2005 as a whole, combined with an improvement in constant currency margins.
    -----------------------------------------

    Sieht doch gut aus, das Wachstum ist solide und beschleunigt sich. Sobald die Preissteigerungen und Kostensenkungen nicht weiter so stark durch höhere Rohstoffkosten kompensiert werden, dürfte auch das Gewinnwachstum wieder attraktiv werden und das würde der Aktie sicher Auftrieb geben.
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    (Warren Buffett)

  4. #64
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    "Diabetes wird so selten sein wie Vitaminmangel"

    Die Metabolomik analysiert nicht Erbanlagen oder
    Proteine, sondern die Gesamtheit aller Stoffwechselprodukte
    zu einem bestimmten Zeitpunkt
    im Organismus. Es geht darum, dynamische Veränderungen
    in normalen Lebensprozessen oder im
    Verlauf von Krankheiten zu identifizieren.
    Das Metabolom kann selbst bei zwei Personen mit dem
    gleichen Genom (eineiigen Zwillingen) sehr unterschiedlich
    aussehen. Insofern ist es ein Spiegel für verschiedene
    Umwelteinwirkungen auf den Organismus,
    von Ernährung über Chemikalien bis hin zu psychischem
    Stress. Entsprechend können Interventionen von außen
    auch den metabolischen Status beeinflussen – für Pharmaindustrie
    und Nahrungsmittelhersteller ein riesiges
    Betätigungsfeld. Denn nicht jeder Stoff wirkt bei jedem Menschen
    gleich. Entscheidend ist vielmehr die Suche nach
    individuellen Unterschieden und Interventionsmöglichkeiten.
    Personalisierte Medizin oder personalisierte Ernährung
    heißen die zugehörigen Schlagwörter.
    Nestlé beispielsweise investiert derzeit beträchtliche
    Mittel in die Metabolomik. Der Biochemiker Bruce German
    (54) ist leitender wissenschaftlicher Berater der Ernährungsforschung
    des Nahrungsmittelkonzerns und Professor
    am Department of Food Science and Technology
    an der University of California. Mit seinen Arbeiten zur Metabolomik
    verfolgt er ein ehrgeiziges Ziel: Er will dafür sorgen,
    dass den Lebensmittelkonsumenten der Zukunft
    viele der heutigen Zivilisationskrankheiten erspart bleiben,
    etwa Diabetes, Bluthochdruck oder Osteoporose.
    Technology Review: Professor German, Nestlé engagiert
    sich wie kein anderer Lebensmittelkonzern
    auf dem Feld der Metabolomik. Welche Visionen
    verbindet das Unternehmen damit für die Zukunft?
    Bruce German: Gesundheitsvorsorge und Medizin
    werden in den nächsten Jahrzehnten sehr viel
    genauer, persönlicher, vorausschauender werden. Wir
    werden mehr über unsere individuelle Konstitution
    wissen und auch darüber, wie jeder von uns essen
    und wie er sich bei Arbeit und Freizeitaktivitäten
    verhalten sollte, um Krankheiten vorzubeugen und die
    Lebensqualität zu verbessern. Wir bewegen uns auf
    ein gesundheitsbezogenes System zu, weg von dem
    bisherigen, eher krankheitsbezogenen.
    Ein Vorbeugen-statt-heilen-System ist das Beste,
    was der Nahrungsmittelindustrie passieren kann –
    vorausgesetzt, sie hat Produkte anzubieten, die
    tatsächlich helfen, Krankheiten zu verhindern.
    Nahrungsmittel werden auf jeden Fall eine aktive Rolle
    spielen können. In 25 Jahren sollten Krankheiten wie
    Diabetes oder Arteriosklerose so selten sein wie Vitaminmangel
    heute. Aber es geht nicht nur um Krankheitsvorsorge.
    Wir werden insgesamt in der Lage sein,
    mehr Kontrolle über unseren Stoffwechsel auszuüben.
    Wenn ich die Woche über viel und intellektuell
    anspruchsvoll arbeite, mich am Wochenende aber
    sportlich verausgaben will, dann wird es sicher
    Lebensmittel geben, die mir dabei helfen können.
    Um Individuen auf ihren Stoffwechsel zugeschnittene
    Produkte anbieten zu können, ist zunächst
    Diagnostik nötig. Wer soll die Diagnose stellen,
    Ärzte oder jeder selber zu Hause?
    In der ersten Generation eines breiteren metabolischen
    Assessments werden das Ärzte tun. Später wird es
    dann Geräte geben, die das preiswerter machen.
    Sind die biochemischen Analysemethoden und die
    Datenverarbeitung weit genug entwickelt?
    Dass wir überhaupt solche Möglichkeiten im Bereich
    „personal health“ diskutieren können, liegt an den
    riesigen Fortschritten im rechnergestützten Datenmanagement
    in den letzten Jahren. Wenn wir in dem
    metabolischen „Bild“ eines Individuums nach einem
    eventuellen Unterschied zu dem von anderen Menschen
    suchen, brauchen wir auch wieder computerisiertes
    Datenmanagement. Die Technologie dafür ist bereits
    vorhanden, und weil sie mit der Zeit billiger wird, wird
    sie auch für immer mehr Menschen zugänglich sein.
    Die Datenverarbeitungs- und Diagnosetechniken
    müssten zugleich praktikabel und profitabel sein.
    Das ist bei einem Szenario mit einer Riesenpalette
    individueller Nahrungsmittel kaum vorstellbar.
    Es gibt heute schon eine ausreichende Auswahl
    verschiedener Nahrungsmittel, um praktisch alle denkbaren
    metabolischen Bedürfnisse zu befriedigen. Der
    Schlüssel ist zu wissen, was drin ist in den Nahrungsmitteln
    und wie das die metabolische Gesundheit der
    einzelnen Person beeinflusst. Wir brauchen keine
    neue Generation von Nahrungsmitteln, sondern eine
    neue Generation von Wissen. y Interview: Richard Friebe

    Quelle: Technology-Review
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  5. #65
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    Hi Leute,

    Ich habe vor kurzem Nestle Aktien gekauft und nun möchte ich noch Unilever Aktien kaufen.
    Naja ihr wisst vielleicht, dass bei Unilever die Umsätze drastisch zurück gegangen sind. Angeblich soll dies daran liegen, dass immer mehr Discounter Eigenmarken benutzen und diese die großen Konzerne aus den Regalen vertreiben, da diese Eigenmarkenrodukte günstiger sind.
    Wie schätzt ihr diese Gefahr für Nestle und für den gesamten Nahrungsmittelsektor ein?

    Gruß

  6. #66
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    Gute Frage, ich bin kein Handels- oder Lebensmitteleinzelhandelsexperte (LEH), aber ein bißchen was verstehe ich davon schon. Es gibt wohl weltweit keinen wirklich erfolgreichen Einzelhändler ohne Eigenmarkenstrategie und kann es auch per se gar nicht geben. Der Trend in Richtung Eigenmarken wird überall weitergehen. Ist für den LEH aber nichts Neues, bei den Discountern sind marktanteilsmäßig schon Sättigungsgrenzen erreicht und die Nahrungsmittelmultis haben gelernt, damit zu leben.

    Bei Unilever bin ich nicht uptodate, aber deine Beobachtungen decken sich nicht mit der aktuellen "Aktien-Analyse" zu Unilever. Bist du Abonnent der Aktien-Analyse?
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  7. #67
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    Hi,

    nein ich bin kein Abonnent der Aktien Analyse. Ich habe nur letztens Unilever analysiert und gelesen, dass die Umsätze aufgrund der Eigenmarken der Discounter in der Vergangenheit stark zurückgingen. Nun hatte ich halt meine Bedenken ob das auch bei Nestle passieren kann.
    Meiner Meinung nach gibt es keine Gründe warum man Markenprodukte kaufen soll da die Eigenmarken der Discounter oft billiger sind und genauso gute Qualität haben. Immerhin haben die Leute durch hohe Energiepreise usw. weniger Geld.
    Natürlich kann man Marken wie Maggie und Thomy nicht verdrängen. Nur diese Marken machen halt nur einen ganz kleinen Teil des Nestle Produktportfolios aus.


    Viele Grüße

  8. #68
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    Meines Wissens hat es bei Unilever eine Bereinigung des Markenportfolios gegeben. Unilever hatte mal mehr als 100 Marken und wollte sich stärker auf die Topmarken fokussieren. Ich weiß nicht wie viele Marken sie jetzt haben, aber es müssen deutlich weniger sein.

    Willst du die Aktien-Analyse zu Unilever haben?
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  9. #69
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    Hallo,

    ich habe mein ganzes Leben lang mit Lebensmittel zu tun, arbeite seit 15 Jahren in der Lebensmittelindustrie. Da ich sowohl mit Nestle als auch mit Unilever beruflich seit langer Zeit zu tun habe, kann ich eventuell ein paar Dinge sagen.

    Unilever hat über Jahre Marken gekauft und seit längerer Zeit eine Portfoliobereinigung durchgeführt. Für mich persönlich ein guter und logischer Schritt. Auch ist es sehr sehr häufig so, dass Markenartikler im private label Bereich sehr erfolgreich sind. Früher dachte man, dass man sich durch private label seine eigene Marke kannibalisiert – aber genau das Gegenteil ist der Fall. Unilver ist nicht nur im LEH sondern auch im GV Bereich sehr gut aufgestellt. Gerde Bereiche wie Unilever Food Solutions sind in der Lebensmittelindustrie sehr gut aufgestellt. Das gilt alles sicher nicht nur für die Lebensmittelmarken. Chemiemarken sollten ähnlich gehandelt werden. Kleiner Tipp: googled einfach nach den EU Zulassungsnummern im Internet. Teilweise erkennt man bei Eigenmarken im LEH häufig gleiche Firmenanschriften wie bei den Markenartikeln.

    Nestle ist mit seinen Marken aus meiner Sicht besonders dadurch gut positioniert, dass neben Süß und Sauer auch Alt und Jung angesprochen wird. Dazu der nicht zu unterschätzende Bereich Health care, der Dank Zukauf von Novartis Medical Nutrition gestörkt wurde.

    Ich persönlich könnte mich bei einem Invest im Food Bereich nicht festlegen, welches Unternehmen besser aufgestellt ist. Eventuell würde ich Unilever aufgrund längerer Geschäftsbeziehung und sehr guten Kontakten im Salesbereich den Fortritt lassen ;-) Das wäre dann aber eher Subjektiv.

    Gruß Thomas

  10. #70
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    Hi,

    danke für die hilfreichen Antworten. Ich werde Unilever im Auge behalten und dann vielleicht doch kaufen, da sie meiner Meinung nach aktuell schon günstig zu haben ist.

    @ thomasboensch: Was ist denn der GV-Bereich?

    @ prince of persia: Ja, die Aktien-Analyse zu Unilever würde mich schon interessieren.
    Wo bekomme ich die denn her?


    Viele Grüße und nochmals Danke
    Ansgar

    Edit: Hat sich erledigt. Ich brauche die Aktien-Analyse doch nicht. Trotzdem Danke.
    Geändert von Ansgar (21.06.2008 um 22:03 Uhr)

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