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Thema: Nestle

  1. #51
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo,

    die 9-Monatszahlen von Nestle sind ja ganz ordentlich. Organisches Wachstum: 5,4 %, davon RIG=2,3% und Preissteigerungen=3,1%; + 1,4 % aus Akquisitionen macht 6,8 % Umsatzwachstum bei konstanten Währungs-Relationen. Die Währungsverluste schlugen mit - 9,2 % zu Buche - macht 2,4 % Umsatzeinbußen in drei Quartalen.

    Angaben zum Gewinn sehe ich keine! *

    Was macht der Franken? Das Managment erwartet eine Stabilisierung des Wechselkurse zum 4. Quartal. Credit SUisse sieht den Euro auf 12-Monatssicht bei 1,53 Sfr - aktuell 1,55.


    Grüße
    PoP
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    (Warren Buffett)

  2. #52
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    Wolfgang Reichenberger, Finanzchef von Nestlé, über die «wahre» Bewertung des Nahrungsmittelherstellers
    «Wir müssen aus der Grösse mehr Vorteile gewinnen» *

    Mitte März 2001, als Mario Corti unvermittelt als Finanzchef von Nestlé zurücktrat, um die Leitung der Swissair zu übernehmen, wurde Wolfgang Reichenberger quasi über Nacht zu seinem Nachfolger berufen. Noch war Reichenberger operativer Gesamtverantwortlicher der japanischen Tochter. Schon einen Monat später leitete er die erste Telefonkonferenz, um das Quartal von Nestlé zu kommentieren. Was darf der Anleger in den kommenden Jahren erwarten? «Finanz und Wirtschaft» sprach mit dem Finanzchef über die «richtige» Bewertung dieser Aktien.

    —— Herr Reichenberger, die Performance der Nestlé-Aktien war 2003 unterdurchschnittlich. Wieso?
    Wir messen uns nicht mehr am SPI oder am SMI, sondern an unseren Konkurrenten aus der Nahrungsmittelbranche. In diesem Vergleich schneiden wir gut ab, auch über die letzten Jahre. In einem Jahr, in dem die zyklischen Werte einen Teil ihrer früheren Verluste wettmachen, ist es klar, dass ein defensiver Titel wie Nestlé nicht die gleiche Dynamik entwickelt.

    —— Sie treffen auf Road shows viele grosse Investoren. Sehen die das auch so?
    Die Investoren, zu denen wir Kontakt haben, sind langfristig engagiert. Sie verstehen unsere Strategie und hoffen wie wir, dass der Aktienkurs sich auf ein Niveau verbessert, das ungefähr unserer langfristigen Bewertung entspricht. Analysten setzen ein Kursziel von 360 bis 400 Fr. Darin sind alle Faktoren berücksichtigt, die der Markt kennt, also die erwartete Gewinnentwicklung, die Wirkung der Sparprogramme und das projizierte Wachstum. Es wäre unser Ziel, den Kurs in dieser höheren Spanne zu sehen, aber das hängt nicht von uns allein ab.

    —— Verkennt der Markt den inneren Wert von Nestlé?
    Im Gegensatz zur Börse kennen wir unsere internen Pläne und können daher den wirklichen inneren Wert der Aktie einschätzen. Das ist nach unser Auffassung noch mehr als der Wert, den die Analysten berechnen. Zwischen dem, was die Analysten sehen, und dem, was wir sehen, besteht eine Wahrnehmungslücke. Die müssen wir schliessen durch bessere Kommunikation und durch Tatbeweise, etwa dass die Sparprogramme funktionieren. Ausserdem gibt es die Lücke zwischen dem heutigen Börsenkurs und den 360 bis 400 Fr., die die Finanzanalysten als angemessen beurteilen. Das Bestehen dieser Lücke hängt damit zusammen, dass im Moment defensive Werte nicht in Mode sind. Aber unsere Zeit wird wieder kommen. Ich traue diesem grossen Aufschwung der Börsen noch nicht ganz.

    —— Nestlé versucht seit zwei, drei Jahren, diese Bewertungslücke aufzuzeigen. Angenommen, die Börse hat immer Recht: Woran liegt es dann?
    Die Börse hat Recht, weil in Zeiten, in denen die Börsenteilnehmer an einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung glauben, in denen die Zinsen niedrig sind und viel Liquidität in den Markt kommt, zyklische Werte einen Vorsprung haben. Solche Zeiten sind schwierig für uns.

    —— Wie beurteilen Sie die Börsenaussichten für 2004?
    Ich bin ein bisschen vorsichtig. Ich glaube nicht, dass wir die goldenen Zeiten der Neunzigerjahre wiedererleben werden. Dieses Jahr könnte es einige Enttäuschungen geben.

    —— Nestlé hat eine Menge Geld anzulegen. Welche Strategie verfolgen Sie?
    Wir schlagen schon seit vielen Jahren eine konservative Linie ein. Einen Teil unserer Pensionsfonds richten wir auf das Erzielen einer absoluten Rendite aus und sind damit gut gefahren. Dieses Jahr haben wir eine sehr gute Rendite auf den Pensionsfonds, weil wir stark in Aktien investiert sind, auch wenn wir konservativer sind als andere. Ein anständiger Ertrag hilft den Pensionsfonds und zu einem gewissen Grad Nestlé selbst, wegen der niedrigeren Pensionskosten.

    —— Welchen Dollarkurs kalkulieren Sie für nächstes Jahr?
    Den Dollarkurs setzen wir jeweils fest, wenn wir unser Budget ausarbeiten. Das war im Oktober, als er zwischen 1.35 und 1.40 notierte. Wir versuchen also nicht, Vorhersagen zu treffen. Ich glaube immer noch, dass wir es bei Kursen um 1.25 mit einer Untertreibung zu tun haben.

    —— Die Umstellung der Rechnungslegung auf Dollar – noch kein Thema?
    Nein. Warum jetzt umstellen, wenn der Dollar 1.23 notiert, und dann ein zweites Mal bestraft werden, wenn er steigt? Die Buchhaltungswährung sollte keine Spekulation sein. Sie hat für unsere Investoren an Bedeutung verloren. Wichtig ist, dass wir unsere Resultate nicht nur in Franken zeigen, sondern auch in konstanter Währung. *

    —— Hat die Unterbewertung nicht doch etwas zu tun mit dem Bild, das die Nestlé-Ergebnisse in Franken zeichnen?
    Das hängt von der Perspektive ab. Etwa ein Viertel unserer Anleger sind Amerikaner, dazu kommen etliche Kanadier. Die sind höchst beglückt über den Frankenkurs! Amerikanische Investoren, die uns gut kennen, betrachten Nestlé nicht als eine Frankenanlage, sondern wissen, dass wir ein Währungskorb sind. Wir verkaufen in über hundert verschiedenen Währungen, die sich untereinander in allen möglichen Richtungen bewegen. Ausser dem Euro haben sich 2003 zum Franken allerdings alle abgewertet.

    —— Die teilweise Publikumsöffnung von Alcon hatte nicht zuletzt zum Zweck, dadurch den Wert des Kerngeschäfts quantifizierbarer zu machen. Wir haben jedoch den Eindruck, das Wahrnehmungsdefizit sei nicht beseitigt.
    An dem Tag im Oktober 2001, als wir die Publikumsöffnung bekannt gaben, und in der Woche, als Alcon an die Börse ging, im März 2002, gab es einen positiven Schub für die Nestlé-Aktien. Wir glauben, dass das Teil-IPO eine Neueinschätzung von Nestlé gebracht hat, wenn vielleicht auch nicht in dem Mass, wie wir es erwartet hatten. Was der Markt meiner Ansicht nach nicht reflektiert, ist, dass Alcon sich kräftig aufgewertet hat. Seit dem Börsengang zu 33$ haben sich Alcon in Dollar fast verdoppelt. Das ist noch nicht vollkommen im Nestlé-Kurs absorbiert.

    —— Haben Sie Alcon zu günstig unters Publikum gebracht?
    Im Nachhinein lässt sich das immer einfach feststellen. Wir hatten damals sehr hart verhandelt. Wenige Monate nach dem Börsengang sank der Kurs auf 27$. Man hätte uns damals vorwerfen können, dass Nestlé den Preis zu hoch angesetzt habe. Das Unternehmen konnte sich zwanzig Jahre lang wie in einem Inkubator sehr schön entwickeln, ohne den kurzfristigen Druck des Marktes zu spüren. Innerhalb von Alcon staute sich ein enormes Potenzial auf, das nun langsam realisiert wird.

    —— Ist eine Reduktion des Nestlé-Anteils an Alcon vorgesehen?
    Das ist im Moment kein Thema. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Investition und glauben, dass das Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist.

    —— Nochmals zur Wirkung des Spin-off: Wir haben den Eindruck, dass der Markt den Wert des Nahrungsmittelgeschäfts trotz der Offenlegung des Werts von Alcon nicht ganz erkennt.
    Das glaube ich auch. Daran lässt sich ablesen, dass der Nahrungsmittel- und Getränketeil noch mehr unterbewertet ist als Nestlé insgesamt. Wenn Sie die Anteile von Alcon und L’Oréal abziehen und dann das Gewinnverhältnis mit demjenigen anderer Nahrungsmittelaktien vergleichen, sehen Sie, dass etwas nicht stimmt. *

    —— Wie wird sich eine Übernahme der Mehrheit an L’Oréal auf den Kurs von Nestlé auswirken?
    Da nehmen Sie etwas an, das in keiner Weise unseren Erwartungen entspricht. Die Situation ist dieselbe wie seit dreissig Jahren, und wir werden weiterhin den Willen von Frau Bettencourt respektieren, die zu ihren Lebzeiten *
    Mehrheitsaktionärin bleiben will.

    —— Und wenn im nächsten März die Vereinbarungen zwischen Nestlé und der Familie Bettencourt, den beiden Grossaktionären von L’Oréal, auslaufen?
    Was ausläuft, ist die Verpflichtung für Nestlé, einen Teil oder die Gesamtheit der von der Familie Bettencourt gehaltenen Aktien der Zwischenholding Gesparal zu erwerben, falls die Familie eine solche Forderung ausspricht. *

    —— Würde es die Wahrnehmung von Nestlé verändern, wenn der Konzern die Mehrheit übernehmen und L’Oréal konsolidieren würde?
    Das Konzernergebnis von L’Oréal verbuchen wir anteilmässig auf der Zeile Minderheiten. Das ist ein Betrag, der über die Jahre ständig gestiegen ist und den Konzerngewinn sowie den Gewinn pro Aktie günstig beeinflusst. Mit dieser Situation sind wir recht zufrieden.

    —— Ab 2005 entfallen wegen der neuen Normen zur Rechnungslegung die regelmässigen Goodwillabschreibungen in Milliardenhöhe. Kann das dem Kurs einen Impuls verleihen, oder ist dieser Effekt bereits in den Preis eingebaut?
    Diese Veränderung ist rein kosmetisch und hat keinen Einfluss auf wirklich wichtige Messgrössen wie Cash-flow oder Rendite auf dem investierten Kapital. Die Änderung bezweckt, dass wir mit den Amerikanern auf einen gemeinsamen Standard kommen. Ich begrüsse die Konvergenz der europäischen und der amerikanischen Vorschriften. Wichtig ist, dass amerikanische Investoren künftig unsere Jahresberichte besser verstehen als jetzt.

    —— Kann es sein, dass die vielen Übernahmen der jüngeren Vergangenheit die Investoren etwas skeptisch gestimmt haben?
    Wenn ich mit Investoren spreche, wird oft gesagt, Nestlé sollte sich zurückhalten mit Übernahmen. Wir haben nur dann Übernahmen durchgeführt, wenn sie strategisch ausgesprochen wichtig waren für uns, wenn sie finanziell sinnvoll waren und wenn wir sie als gut integrierbar betrachteten. Wir haben viel öfter Nein gesagt als Ja, doch das sieht der Markt gar nicht. Zudem gibt es nur wenige grosse Objekte, und wo es sie noch gibt, würden oft wettbewerbsrechtliche Probleme auftauchen. Die Luft wird ziemlich dünn. Dennoch sind wir weiterhin aktiv, um die eine oder andere Akquisition zu vollziehen. Vor allem ist es uns wichtig, über jede grössere Transaktion in der Branche Bescheid zu wissen, denn das ist ein Teil unserer Informationsbeschaffung.

    —— Das Portfolio vermittelt den Eindruck, die angestrebten Positionen seien erreicht. Wo kann und will Nestlé denn noch wachsen?
    Wo wir klar wachsen wollen, ist der Bereich Nutrition, Nahrungsmittel, die zusätzlich gesundheitsfördernde Wirkung haben. Wir verfügen über ein breites Portfolio von Produkten im Kindernahrungsbereich über Sportlerprodukte bis hin zu klinischer Nahrung. Das ist ein verhältnismässig kleines, aber sehr schnell wachsendes und rentables Geschäft. Wir streben nicht primär Akquisitionen an. Im Bereich Mundpflege etwa arbeiten wir mit Marktführer Colgate zusammen. Im Nutrition-Geschäft sind solche Partnerschaften ein interessantes Modell. Wir haben bereits verschiedene, zum Teil langjährige solche Partnerschaften, etwa mit General Mills im Cerealiengeschäft oder mit Coca-Cola im Bereich Eistee. Auch haben wir mit L’Oréal ein Joint venture für dermatologische Produkte, die man einnimmt. Solche Schnittstellen gibt es einige, und wir werden eine nach der andern prüfen.

    —— Nestlé erwirtschaftet 5 Mrd. Fr. freien Cash-flow pro Jahr, im Kerngeschäft sind grosse Akquisitionen kaum noch möglich, und das Prozessoptimierungsprogramm Globe bereitet Nestlé auf einen Umsatz von 150 bis 200 Mrd. Fr. vor. Muss der Konzern diversifizieren? *
    Es ist nicht zwingend, dass wir ausserhalb unseres Kernbereichs diversifizieren. Wo wir uns ausdehnen wollen, ist wie gesagt im Nutrition-Bereich.

    —— Ist der gross genug?
    Das heisst nicht, das wir dort Riesenakquisitionen machen müssen. Wenn Sie Nestlé mit anderen Gesellschaften vergleichen, sind wir bereits eine recht diversifizierte Gruppe. Wichtig ist, dass wir aus unserer Komplexität und Grösse mehr Vorteile herausschlagen als bisher. Das Projekt Globe wird uns ermöglichen, von dieser Grösse zu profitieren, ohne nur die Nachteile der Komplexität in Kauf nehmen zu müssen. Globe ist im Übrigen kein Einsparungsprogramm per se, sondern soll den Kostensenkungsprogrammen ermöglichen, ihr Potenzial auszuschöpfen, indem die Prozesse und die Datencodes standardisiert werden. *

    —— Welchen Effekt haben Globe und die Kostensenkungsprogramme Target 2004 und FitNes auf die Margen?
    Wir erwarten aus allen Sparprogrammen zusammen Kostensenkungen von mindestens 6 Mrd. Fr. bis 2006. Alle Programme sind auf Kurs, und wir sind sehr zuversichtlich, die Ziele zu erreichen.

    —— Die Branchenkonkurrenten erwirtschaften operative Margen auf Stufe Ebita von 15 bis 20%, Nestlé kommt auf 11 bis 12%. Wo liegt Ihre Messlatte?
    Unsere Ebita-Margen haben Verbesserungsspielraum im Vergleich zu unseren Konkurrenten, das ist klar. Wir wollen die Margen verbessern, geben aber keine Zielgrösse in Zahlen an. Manche Mitbewerber, die höhere Margen erarbeiten, sind ein Mehrfaches kleiner als wir. Wir haben noch nicht das Potenzial ausgeschöpft, das in unserer Grösse liegt. Globe und die Sparprogramme werden uns dabei helfen. *

    —— Müsste sich die Gewinnentwicklung also beschleunigen?
    Wenn Sie unsere Sparprogramme 2005 und 2006 betrachten, sehen Sie eine Akzeleration.

    —— Zur Verwendung der freien Mittel: Was steht im Vordergrund?
    Im Moment ist es der Schuldenabbau. Mitte Jahr hatten wir 21 Mrd. Fr. Schulden. Wir haben das höchste Kreditrating, das so genannte Triple-A, behalten. Das ist gut für Nestlé. Wenn Sie unsere Nettofinanzierungskosten mit denjenigen unserer Konkurrenten vergleichen, werden Sie sehen, dass ein ziemlicher Unterschied besteht. Es sind nicht nur die 40 Basispunkte, die ein Triple-A-Emittent günstiger Bonds ausgeben kann als ein Double-A-Emittent. Ein Triple-A erlaubt auch mehr Flexibilität in der Aufnahme kurzfristiger Schulden. Daher ist uns das Triple-A wichtig. Wir haben den Ratingagenturen signalisiert, dass wir die Schulden reduzieren und auch technisch wieder ein Triple-A erreichen möchten, denn die Bilanz vom Juni und die Verhältnisse entsprachen nicht unbedingt der Qualität der Höchstnote. Daher führt kein Weg am Schuldenabbau vorbei.

    —— Was bleibt für die Aktionäre übrig?
    In den vergangenen Jahren haben wir die Ausschüttungsquote ständig erhöht. *

    —— Geht es so weiter?
    Das ist unsere Absicht.

    —— Denken Sie auch an Aktienrückkauf oder Nennwertrückzahlung?
    Das ist im Moment kein Thema.

    Interview: Arno Schmocker
    und Manfred Rösch


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  3. #53
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    Nach den schwachen Quartalszahlen und deutlichen Kursverlusten habe ich mir mal überlegt, ob bzw. wann Nestle wieder attrativ bewertet ist.

    Meine Annahmen:

    FCF-Annahme in 2004: 14,5 SFr je Aktie

    Wachstusmsannahme 04-10: 8%
    Wachstusmsannahme 10-16: 4%
    Wachstusmsannahme ewig: 2%

    Diskontierungsfaktor: 9%

    Barwert der Gewinne je Aktie: 305 SFr

    - Finanzverbindlichkeiten: 75 SFr je Aktie
    + Liquide Mittel: 37 SFr je Aktie
    + 26,4% der Marktkapitalisierung von Loreal: 36 SFr je Aktie
    + 75% der Marktkapitalisierung von Alcon: 76 SFr je Aktie
    ----------------------------------------------------------

    Innerer Wert: Rund 380 SFr je Aktie.
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  4. #54
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    Published: 13:14 07.12.2004 GMT+1 /HUGIN /Source: Nestlé S.A. /SWX: NESN /ISIN: CH0012056047

    Wachstum mit Pizza : Nestlé steigt bei Wagner ein

    Frankfurt/Nonnweiler-Braunshausen, 7. Dezember 2004 - Die Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main, beteiligt sich mit einem Anteil in Höhe von 49 Prozent an der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler-Braunshausen. Die Transaktion erfolgt - vorbehaltlich einer Genehmigung durch die zuständigen Behörden - zum 1. Januar 2005.

    Mit einem Marktanteil von rund 33 Prozent und einem Umsatz von rund 200 Millionen Euro ist Wagner eine starke Nummer zwei im wachsenden deutschen Tiefkühl-Pizza-Markt. Das Sortiment reicht von dem Erfolgsprodukt "Steinofen-Pizza" über Premiummarken *wie *"La Pizza" bis hin zu tiefgekühlten Snackprodukten.

    "Wir freuen uns, künftig zusammen mit Wagner die einzigartige Erfolgsgeschichte *fortzuschreiben. Mit Marken wie Maggi, Thomy und Buitoni verfügt Nestlé bereits über eine langjährige und umfassende Expertise im kulinarischen Bereich. Wir sehen deshalb vielversprechende Möglichkeiten, das Geschäft auszubauen, indem wir das erfolgreiche Management, den Markenwert und die exzellente Produktqualität von Wagner mit dem weltweiten Vertriebsnetz, sowie dem Marketing-Know-how und der Forschungs- und Entwicklungskompetenz der Nestlé-Gruppe vereinen", sagte Patrice Bula, Vorstandsvorsitzender der Nestlé Deutschland AG. *

    "Nestlé ist der ideale Partner, das Geschäft in Europa weiter zu entwickeln und um neue Märkte zu erschließen. Die Konzentration auf Handels- und Industrieseite verlangt nach zukunftsorientierten *Strategien, um den langfristigen Erfolg zu garantieren. Die Qualitäts- und Markenphilosophie beider Unternehmen, die die Produktqualität an oberste Stelle stellt, ist dafür eine gute Basis. Die Belegschaft von Wagner begrüßt die zukunftsweisende Weichenstellung, da diese neue Impulse für das Geschäft und die Sicherheit der Arbeitsplätze geben werde", *sagte Gottfried Hares, Sprecher der Geschäftsführung bei Wagner.

    Die geschäftsführenden Gesellschafter von Wagner werden wie bisher das operative Geschäft führen. Die strategische Ausrichtung steuert ein paritätisch besetzter Gesellschafterausschuss unter Vorsitz des Vorstandsvorsitzenden der Nestlé Deutschland AG.

    Pizzen sind bei den deutschen Verbrauchern das beliebteste Tiefkühlprodukt. Durch Innovationen mit hoher Marktakzeptanz und eine konsequente Qualitäts- und Markenpolitik hat Wagner einen wesentlichen Anteil an der anhaltend positiven Entwicklung des Tiefkühlpizzamarktes in Deutschland. Das Marktvolumen für Tiefkühlpizzen lag 2003 in Deutschland bei über 700 Millionen Euro (Vorjahr: rund 670 Millionen Euro) und wuchs in den letzten fünf Jahren mit durchschnittlichen Steigerungsraten von sieben Prozent. Neben dem heimischen Markt beliefert Wagner bereits einige westeuropäische Länder, darunter Österreich mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent.

    Presseanfragen:
    Nestlé Deutschland AG
    Hartmut Gahmann
    Tel. (069) 6671 - 2366
    Fax (069) 6671 - 3190
    e-mail: hartmut.gahmann@de.nestle.com

    Wagner Tiefkühlprodukte GmbH
    Anke Barge
    Tel. (06873) 665 - 219
    Fax (06873) 665 329 - 219
    e-mail: anke.barge@wagner-pizza.de
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  5. #55
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    Tchibo greift Nespresso an

    "Caffita" soll Nestle-Tochter Kunden abjagen - Produktion der Kaffeemaschinen ist angelaufen

    OLIVER STOCK HANDELSBLATT, 7.2.2005 ZÜRICH.

    Der Hamburger Kaffee- und Kosmetikkonzern Tchibo greift das Espressosystem "Nespresso" des Schweizer Lebensmittelriesen Nestlé an. Wie eine Tchibo-Sprecherin dem Handelsblatt bestätigte, wollen die Hamburger in Kürze ein eigenes System auf den Markt bringen: Kunden sollen bei Tchibo portionierten Espressokaffee inklusive spezieller Espressoautomaten kaufen können. Die neue Produktlinie soll den Namen "Caffita" tragen. Die Espressokapseln werden bereits abgefüllt. Tchibo wird einen zweistelligen Millionenbetrag aufwenden müssen, um das System einzuführen. Konzernchef Dieter Ammer hatte bereits angekündigt, mit Hilfe neuer Produkte und Vertriebsschienen organisch zu wachsen.

    Nestlé ist mit seiner Tochterfirma Nespresso Marktführer im Bereich der Espressosysteme mit vorportioniertem Kaffee. Das Geschäft läuft gut: Im Jahr 2003 erzielte Nespresso einen Umsatz von 295 Mill. Euro. Seit Firmengründung 1988 hat die Schweizer Nestlé-Tochter ein jährliches Wachstum von 25 Prozent erreicht. Nestlé-Kenner rechnen beim Espressogeschäft mit einer Betriebsgewinnmarge an die 30 Prozent. Tchibo dürfte mit weniger kalkulieren. Die Hamburger wollen Nespresso-Trinker durch günstige Preise zum Umsteigen bewegen.

    In der Vergangenheit hatten bereits Konzerne wie Melitta und Lavazza ähnliche Systeme auf den Markt gebracht, konnten jedoch Nespresso kaum Marktanteile abnehmen. Marc-Alain Dubois, Direktor von Nespresso im Heimatmarkt Schweiz, reagiert deswegen betont gelassen auf Tchibos Pläne: "Neue Anbieter beleben den Markt."

    Nespresso setzt auf einen festen Kundenstamm innerhalb eines Clubsystems. Nur Clubmitglieder können den Nespresso-Kaffee schriftlich, telefonisch oder im Internet bestellen. Darüber hinaus gibt es den Kaffee, den die Schweizer "Gran Cru" getauft haben, und der in zwölf verschiedenen Geschmackssorten zu haben ist, in weltweit 24 exklusiven Nespresso-Boutiquen. Bei Geschmackstestern erhält Nespresso-Kaffee regelmäßig gute Noten. Für die 1,2 Millionen Clubmitglieder ist es nicht sonderlich attraktiv, den Anbieter zu wechseln, weil sie sich für 150 Euro aufwärts extra einen Nespresso-tauglichen Kaffeeautomaten gekauft haben.

    Dennoch ist Tchibo zuversichtlich, dass dieser Markt noch Möglichkeiten bietet. Im Kaffeegeschäft hatte Tchibo 2003 rund 3,3 Mrd. Euro umgesetzt. Das von Nestlé kopierte System passt gut in die Strategie der Hamburger, mit Kaffee und Zubehör Geld zu verdienen.

    Tchibo nennt offiziell zwar noch keinen Termin für den Verkaufsstart, hat die Vorbereitungen jedoch schon weitgehend abgeschlossen. Der Kaffee wird bereits in Norditalien abgefüllt. Auch die Brühmaschinen lassen die Hamburger bereits fertigen. Sowohl bei den Maschinen sowie den Espressokapseln werden sie preisaggressiv vorgehen. Die Maschinen sollen mit 99 Euro ein Drittel billiger als die günstigsten Nespresso-Automaten sein. Das System soll über die Filialen des Hamburger Kaffeerösters vertrieben werden.

    Umkämpfter Markt.

    Nestlé ist mit Nespresso im Bereich hochwertiger Espressosysteme Marktführer.

    Sara Lee erzielt mit seinem Senseo-System hohe Marktanteile bei Privathaushalten.

    Illy ist mit dem Easy Serving Espresso vorwiegend im Gastronomiebereich vertreten.

    Lavazza drängt mit seinem Bürosystem Espresso-Point inzwischen auch in die Haushalte.

    Procter & Gamble versorgt mit seinem Home-Café den US-Markt.

    Melitta hat gerade MyCup in Deutschland eingeführt.

    Kraft ist vor allem in Frankreich mit "Tassimo" präsent.

    Stock, Oliver


    07. Februar 2005


    [I]Nespresso setzt auf einen festen Kundenstamm innerhalb eines Clubsystems [...] Für die 1,2 Millionen Clubmitglieder ist es nicht sonderlich attraktiv, den Anbieter zu wechseln, weil sie sich für 150 Euro aufwärts extra einen Nespresso-tauglichen Kaffeeautomaten gekauft haben.[I]

    Nettes Beispiel wie Wettbewerbsvorteile durch Umstiegskosten entstehen. Ich denke daher, dass Tschibo höchstens eine Nische bedienen wird. Dafür spricht wohl auch, dass bei höherpreisigen Espresso mehr für den Handel hängen bleibt. Somit würde sich das neue Modell für Händler "lohnen", die auf die Geiz-ist-Geiz-Welle aufgesprungen sind und die, um ihre Strategie nicht zu verwässern, trotz Umstiegskosten und niedrigerer Marge auf Tschibo umstellen würden.
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  6. #56
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    Aktionäre planen Putsch gegen Nestlé-Chef
    Stiftung sieht Verstoß gegen Corporate Governance

    OLIVER STOCK, HANDELSBLATT, 7.3.2005, ZÜRICH.

    Der bevorstehende Wahl von Nestlé-Chef Peter Brabeck an die Spitze des Verwaltungsrats des weltgrößten Lebensmittelherstellers, stößt bei Aktionären auf Widerstand. Sie haben sich deswegen jetzt zu einem Bündnis zusammengeschlossen mit dem Ziel, Brabecks Wahl an die Spitze des Aufsichtsgremiums bei der nächsten Hauptversammlung zu verhindern.

    Angeführt wird der Widerstand von der schweizerischen Anlagestiftung Ethos, die im Auftrag zahlreicher Pensionskassen Nestlé-Aktien verwaltet. Sie hat sich mit weiteren Aktionären zusammengeschlossen. Gemeinsam halten die Gegner von Brabecks Vorhaben Aktien im Börsenwert von 400 Mill. Schweizer Franken (260 Mill. Euro) an dem Lebensmittelhersteller und erfüllen damit eine Voraussetzung, um bei der anstehenden Generalversammlung überhaupt gehört zu werden: Bei Nestlé ist anders als etwa bei skandinavischen Unternehmen, wo Aktionäre nur eine Aktie besitzen müssen, um einen Antrag stellen zu dürfen, ein Aktiendepot mit einem Börsenwert von 320 Mill. Franken erforderlich, um gehört zu werden. Auch diese Vorschrift ist den Kritikern um Ethos ein Dorn im Auge.

    Ethos-Direktor Dominique Biedermann hält die Kontrollmöglichkeiten eines Verwaltungsrates über ein Unternehmen für begrenzt, wenn Unternehmenschef und Verwaltungsratsvorsitzender identisch sind. Stiftungsratsvizepräsident Kaspar Müller attestiert Nestlé zwar ein „brillantes Unternehmen“ zu sein, als langfristig orientierter Aktionär sei es jedoch seine Pflicht, falsche Entwicklungen rechtzeitig anzuprangern. Deswegen plant Ethos den Putschversuch auf der Hauptversammlung. Neben der Verhinderung des Doppelmandats hat die Stiftung ein weiteres Anliegen: Sie fordert den Konzern auf, die Verwaltungsratsmitglieder nur noch für drei, statt wie bisher für fünf Jahre wählen zu lassen.

    Nestlé dagegen beharrt auf seinen Statuten: Der Präsident des Verwaltungsrats muss das Geschäft des Unternehmens kennen, die Chemie mit den anderen Mitgliedern des Gremiums müsse stimmen und ein langfristiges Engagement sicher sein, erklärt ein Unternehmenssprecher und nennt damit die Gründe für Brabecks Kandidatur. „Wir sehen mit Vertrauen der Entscheidung unserer Aktionäre entgegen.“

    Dass er dieses Vertrauen haben kann, liegt an einer weitere Nestlé-Spezialität: Anträge wie der zur Amtsdauer des Verwaltungsrats können überhaupt nur behandelt werden, wenn bei der Hauptversammlung Zweidrittel des gesamten Aktienkapitals vertreten ist. Da nur eingetragene Aktionäre stimmberechtigt sind, bei Nestlé aber nach Ethos-Schätzung etwa ein Drittel der Aktionäre nicht im Aktienregister notiert ist, kann die notwendige Präsenz kaum zu Stande kommen. Mehr als einen Achtungserfolg wird Ethos also voraussichtlich nicht für sich verbuchen können. Immerhin: Gleich lautende Anträge, die Ethos bei der Großbank Credit Suisse und dem Versicherer Zurich Financial Services vor drei Jahren gestellt hatte, führten zwar auch nicht unmittelbar zu einem Erfolg. Heute jedoch herrscht in diesen beiden Unternehmen eine strikte Ämtertrennung.
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  7. #57
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    Lausanner Theater: David unterliegt Goliath

    Lebensmittelriese Nestlé hebt Ämtertrennung trotz Aktionärskritik auf

    OLIVER STOCK, LAUSANNE HANDELSBLATT, 15.4.2005

    Es gibt Geschichten, die lassen sich einfach gut erzählen, weil sich jeder in die Figuren der Handlung hineindenken kann. Die Geschichte von David und Goliath gehört dazu. Sie wurde gestern in Lausanne aufgeführt, da wo der größte Lebensmittelkonzern der Welt seine Generalversammlung abgehalten hat: Nestlé. Das Unternehmen will die Führung seines Verwaltungsrates und die Konzernspitze in die Hände einer Person legen. Der jetzige Konzernchef Peter Brabeck ist vom Verwaltungsrat für diese Doppelfunktion ausersehen. Eine Gruppe aufmüpfiger Aktionäre ist dagegen.

    Nestlé, das sind 250 000 Mitarbeiter in 500 Fabriken, in mehr als 80 Ländern. Nestlé, das sind 6,7 Mrd. Franken Reingewinn. Maggi, Mövenpickeis und San Pellegrino, Babynahrung, Hundefutter und Kosmetikartikel - es ist schwierig im Alltag um Marken aus dem Hause Nestlé herumzukommen. Kurzum: Nestlé ist Goliath.

    Sein Gegenspieler ist die Anlagestiftung Ethos. Keine Spinner, sondern Leute wie Dominique Biedermann: "Das Schlimmste", sagt der schmächtige Ethos-Direktor, "ist nicht der Machtmissbrauch, sondern dem Machtmissbrauch keinen Einhalt zu gebieten." Nestlé habe Druck ausgeübt, um die Abstimmung heute zu Gunsten des Verwaltungsrats ausgehen zu lassen. "Ich hoffe, sie erliegen diesem Druck nicht", rief Biedermann. Er hat in den vergangenen Wochen um Unterstützung für seine Forderung gerungen, eine Bündelung der Funktionen bei Nestlé in den Händen Brabecks nicht zuzulassen. Mindestens fünf Pensionskassen hat er überzeugen können. Sie halten Nestlé-Aktien mit einem Börsenwert von rund 400 Mill. Franken. Doch gemessen an 130 Mrd. Franken Nestlé-Marktkapitalisierung ist Ethos mit ihren Unterstützern ein Zwerg, ein David.

    Dennoch ist Ethos gut munitioniert. 400 Mill. Franken reichen knapp, um immerhin die Tagesordnung der Generalversammlung zu ändern. Drei Anträge hat die Anlagestiftung ins Programm aufnehmen lassen: Neben der Ämtertrennung verlangen Biedermann und seine Getreuen, die Amtsdauer der Verwaltungsratsmitglieder wie etwa beim Industriekonzern ABB oder beim Luxusgüterhersteller Richemont auf ein Jahr zu begrenzen. Bei Nestlé sind es fünf. Sie wollen außerdem durchsetzen, dass die Kapitalschwelle herabgesetzt wird, von der an Aktionäre bei einer Generalversammlung einen Antrag stellen dürfen. Auch hierfür gibt es Beispiele: Aktionäre der Banken Credit Suisse und UBS müssen weniger Kapital vereinigen als die Anteilseigner von Nestlé, um Einfluss auf das Programm der Aktionärsversammlung nehmen zu können.

    Allein die Tatsache, dass die Schleuder Davids damit geladen war, genügte, um der gestrigen Versammlung weltweite Aufmerksamkeit zu bescheren. Der bislang amtierende Verwaltungsratspräsident Rainer E. Gut, sein designierter Nachfolger Brabeck und die rund 2 500 erschienenen Aktionäre mussten sich an Satellitenschüsseln und Übertragungswagen vorbeischlängeln, um in den Veranstaltungssaal zu gelangen. Sie wurden mit der erwarteten Schau bedient: Nicht ohne Ironie appellierte eine weißhaarige Aktionärin an Brabeck, sich die Doppelbelastung gut zu überlegen. Schließlich ruiniere so etwas ganz schnell die Gesundheit. Ein anderer im grauen Anzug trat ans Mikrofon und fragte: "Herr Brabeck, sind Sie lernfähig? Oder sind Sie arrogant?" Ein Dritter redete gar von "Absolutismus" und erhielt rauschenden Beifall.

    "Da kann ich nur lachen", entgegnete der scheidende Verwaltungsratspräsident Gut. Doch ganz so gelassen, wie sich der ehemaliger Chef der Credit Suisse gab, war er nicht. "Ich will nicht verhehlen", sagte Gut, "dass mich die Tatsache enttäuscht, dass verschiedene Pensionskassen" den Empfehlungen von Ethos folgen. Dieses Misstrauen habe Nestlé nicht verdient. Der Verwaltungsrat sei an sich der Meinung, dass eine Trennung der Ämter vorzuziehen sei. "Aber wir weigern uns, uns Fesseln anzulegen, indem wir freiwillig Bestimmungen einführen, die über das Gesetz hinausgehen." Der Vorschlag untergrabe die unternehmerische Flexibilität Nestlés.

    Guts Unruhe war berechtigt. Ethos erhielt bei der Abstimmung knapp 36 Prozent der Stimmen. Mehr als 13 Prozent der anwesenden Aktionäre waren zudem unentschlossen. Damit sind die Anträge der Stiftung zwar gescheitert. Der Angriff hat aber dem Image des Unternehmens einen Kratzer zugefügt. Den doppelten Brabeck wird es dennoch geben. Die vielen Stimmen gegen ihn, räumte er gestern ungewohnt selbstkritisch ein, seien aber eine "Enttäuschung".
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    (Warren Buffett)

  8. #58
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    Ein DCF-Update von mir:

    FCF: 17 SFr/Aktie
    Wachstum 1-6 Jahre: 6%
    Wachstum 6-12 Jahre: 4%
    Wachstum ewig: 2,5%
    Diskontierungsfaktor: 9%

    Barwert: rund 340 SFr/Aktie

    Nettoverschuldung: rund 30 SFr/Aktie
    Beteiligungen: rund 120 SFr/Aktie

    Fairer Wert: rund 430 SFr/Aktie

    (Anzahl der Aktien: 403,52 Mio)

    Wesentliche Änderung im Vergleich zu meiner Prognose vom 27.09.2004:

    - der freie Cashflow wurde höher angesetzt. Berechnung über den operativen Gewinn for Goodwill und Restrukturierungen, abzüglich Steuern, zuzüglich Abschreibungen auf Sachanlagen, abzüglich Sachinvestitionen.

    - aufgrund der Wachstumsschwäche wurde das Wachstum am kurzen Ende reduziert. Dahingegen wurde das Wachstum auf der langen Seite aufgrund der vorherrschenden Preismacht angehoben.

    - die Nettoverschuldung ist gesunken

    - der Wert der Beteiligungen, 26,9 % an L'Oreal und 75% an Alcon, ist gestiegen.

    Wie man sieht finden die Beteiligungen immer noch keinen Ausdruck im Börsenkurs von Nestle. Sie stellen jedoch einen Wert dar und wenn es so weiter geht, seigt der Druck auf das Managament etwas damit anzustellen, um den Börsenwert dieses Gebildes nicht zu verwässern.

    Fazit: Nestle ist immer noch einen Kauf wert. Ein defensiver Valuewert mit 20% Sicherheitsmarge bzw. mit Aussicht auf leicht zweistellige Rendite ist nicht übel. Damit läßt's sich ruhig schlafen.
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    (Warren Buffett)

  9. #59
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    Nestlé: Strong 2005 First-Half Performance – Organic Growth, EBITA Margins and Net Profit All Up

    Vevey, August 17, 2005

    Strong organic growth of 5.2% (RIG 3.4%, pricing 1.8%)
    Sales in Swiss francs up 2.4%, despite negative currency impact of -1.8% and divestitures of -1.0%
    EBITA margin improvement of 10 bps, 30 bps on an underlying constant currency base
    Net profit up 32.4% (underlying EPS up 11.2%)
    Net debt fell to CHF 12.4 billion and a net debt-equity ratio of 27%, allowing start of the share buy-back program in July 2005
    Peter Brabeck-Letmathe, Chairman and Chief Executive Officer of Nestlé S.A.: "Nestlé's results for the first half of 2005 are in line with our forecasts and underscore the Nestlé Model of combining a good level of organic growth with a sustainable improvement in operating performance. These results have been achieved despite continuing input cost pressures and difficult trading environments in a number of markets. As such, they demonstrate the strength and depth of Nestlé's brand portfolio around the world, as well as the effectiveness of our long-term strategy. The first half results allow us to be confident in achieving our organic growth target in 2005 as well as improving our margins in constant currencies."

    Half-year figures at a glance Margins
    January-June
    2005 January-June
    2004 January-June
    2005 January-June
    2004
    Sales CHF 43 474m CHF 42 454m
    EBITA(a) CHF 5 212m CHF 5 042m 12.0% 11.9%
    Net profit (a)(b) CHF 3 683m CHF 2 782m 8.5% 6.6%
    EPS (a)© CHF 9.48 CHF 7.16
    Operating cash flow CHF 3 369m CHF 3 347
    Real Internal growth 3.4% 2.8%
    Organic growth 5.2% 4.6%


    (a) 2004 restated following first application of IFRS 2 Share-based Payments
    (b) Profit for the period attributable to the Group
    © Based on the profit for the period attributable to the Group

    During the first half of 2005, the Nestlé Group's consolidated sales grew to CHF 43 474 million, an increase of 2.4% over January-June 2004, despite the negative impacts of currencies of -1.8% and divestitures, net of acquisitions, of -1%. The key growth driver was organic growth of 5.2%. This was within the Nestlé long-term trend target of 5-6% and comprised 3.4% real internal growth (RIG) and 1.8% pricing.

    The trading environment has continued to be challenging throughout the first half of the year. Raw and packaging material costs have remained volatile, with some reaching recent highs, and consumer demand has remained fragile in some European countries.

    Sales performance
    Zone Europe achieved an improvement in organic growth to 1.5%, compared to the corresponding period in 2004. That improvement was the result of a better performance in Western Europe and, in particular, from the European PetCare business, Great Britain, the Iberian region and a number of the smaller markets. France, Germany as well as Italy remained difficult, even though there were signs of improvement. Organic growth in Eastern Europe amounted to 6.2%. The EBITA margin for the Zone decreased from 11.3% to 10.8%, as the Zone continued to focus on defending or improving its market share positions.

    Zone Americas had a very good start to the year, with organic growth of 7.2%. There were excellent performances across North America, especially in the Nestlé Prepared Foods Company, as well as in the recently acquired businesses such as Nestlé Purina PetCare Company and Dreyer’s Grand Ice Cream Holdings. Canada and the two key Latin American markets, Brazil and Mexico, delivered strong real internal growth. The EBITA margin for the Zone increased from 12.8% to 13.6%, with the USA particularly strong

    Zone Asia, Oceania and Africa achieved organic growth of 6.0% in the first half of the year. Growth in Greater China was held back by a large-scale product exchange due to a local regulatory compliance issue, which reduced consumer demand across all Nestlé-branded product categories in that market. The situation has been addressed and a recovery plan implemented to rebuild consumer confidence and demand during the second half. Japan, Africa and the Philippines, which started the year slowly, are accelerating. There were good performances from a number of Asian markets, as well as the Middle East. The EBITA margin for the Zone fell from 17.8% to 15.9%, reflecting the costs of the product exchange in China, a tough competitive environment for soluble coffee in Japan and higher raw material costs, especially milk.

    Nestlé Waters achieved organic growth of 5.9%. The North American business continued its recent trend of very strong growth, whilst the European business recovered from the poor growth levels in 2004. There was good growth also in the emerging market businesses. The EBITA margin for Nestlé Waters decreased from 9.4% to 8.2%, as a result of a substantial increase in the price of PET and a very competitive global trading environment.

    In "Other activities", there were excellent performances from Alcon and Nespresso in particular. Organic growth was 10.2%, whilst the EBITA margin increased 410 basis points to 26.8%.

    Among the product categories Beverages grew organically 6.4%, Milk products, Nutrition and Ice cream 5.2% and PetCare 5.3%. Pharmaceutical products delivered 9.2% organic growth. Prepared dishes and cooking aids was slightly slower at 3.8%, whilst the Chocolate, confectionery and biscuits product group did well in general, but is still suffering in Russia. Both the Prepared dishes and cooking aids and Chocolate, confectionery and biscuits product groups improved their margins by over 100 basis points, whilst Pharmaceutical products increased by 190 basis points. PetCare achieved a 30 basis point improvement, whilst the margins of the Beverages and Milk products, Nutrition and Ice cream product groups decreased by over 100 basis points, reflecting higher input costs in particular PET and milk, as well as the product exchange in China.

    Sales and EBITA margins by management responsibilities and geographic areas Jan.-June
    2005 Jan.-June
    2004 Jan.-June
    2005 Jan.-June
    2005 Jan.-June
    2004(a)
    Sales
    in CHF millions Organic
    growth (%) EBITA
    margins (%) EBITA
    margins (%)
    Group Totals 43 474 42 454 + 5.2 12.0 11.9
    Food
    - Europe 14 349 13 999 + 1.5 10.8 11.3
    - Americas 13 447 13 058 + 7.2 13.6 12.8
    - Asia, Oceania and Africa 7 387 7 181 +6.0 15.9 17.8
    Nestlé Waters 4 280 4 128 + 5.9 8.2 9.4
    Other activities (b) 4 011 4 088 + 10.2 26.8 22.7


    (a) 2004 restated following first application of IFRS 2 Share-based Payments
    (b) Mainly Pharmaceutical products and Joint Ventures managed on a worldwide basis. 2004 comparatives include Eismann
    All calculations based on non-rounded figures

    Sales and EBITA margins by product groups Jan.-June
    2005 Jan.-June
    2004 Jan.-June
    2005 Jan.-June
    2005 Jan.-June
    2004 (a)
    Sales
    in CHF millions Organic
    growth (%) EBITA
    margins (%) EBITA
    margins (%)
    Group Totals 43 474 42 454 + 5.2 12.0 11.9
    Beverages 11 299 10 847 + 6.4 17.0 18.4
    Milk Products, Nutrition and Ice Cream 12 023 11 647 + 5.2 9.6 10.7
    Prepared Dishes and Cooking Aids 7 737 7 863 + 3.8 12.4 10.9
    Chocolate, Confectionery and Biscuits 4 511 4 486 + 2.0 7.8 6.6
    PetCare 4 982 4 865 + 5.3 14.1 13.8
    Pharmaceutical Products 2 922 2 746 + 9.2 30.4 28.5


    (a) 2004 restated following first application of IFRS 2 Share-based Payments
    All calculations based on non-rounded figures

    Profit performance
    The Group's EBITA (Earnings Before Interest, Taxes and Amortization of Goodwill) increased 3.4% to CHF 5.2 billion, whilst the reported EBITA margin improved 10 basis points to 12.0% of sales. The EBITA figure has been restated for 2004 following the retrospective application of new International Financial Reporting Standards (IFRS) adopted as from January 1, 2005. On a comparable share-based payment cost, EBITA increased 4.2%, and the EBITA margin improved by 30 basis points in constant currencies.

    Net profit (Profit for the period attributable to the Group) increased 32.4% to CHF 3.7 billion to give a net profit margin of 8.5% of sales, an increase of 190 basis points. Earnings per share grew 32.4% to CHF 9.48. The 2005 net profit is not comparable to 2004 mainly due to the new accounting treatment of goodwill as from January 1, 2005 following the adoption of IFRS 3 (business combinations). The underlying earnings per share increased 11.2% to CHF 9.95.

    Financial position
    Nestlé delivered strong cash flow from operations of CHF 3.4 billion, an increase of 0.7% over the first half of 2004, whilst free cash flow increased 5.3%. Net indebtedness fell from CHF 15.4 billion at the end of June 2004 to CHF 12.4 billion at the end of June 2005. The ratio of net debt to equity fell from 40% at the end of June 2004 to 27% at the end of June 2005.

    The Share buy-back program, announced in February, began in July, with the intention to buy back shares to a value of up to one billion Swiss francs during the second half of the year. By early August, Nestlé had acquired 585,000 shares at a cost of CHF 196 million.

    Outlook
    Trading conditions will continue to be challenging in a number of markets, whilst commodity costs and currencies are likely to remain volatile. Despite this difficult environment, the Group’s operating efficiency plans, "Operation Excellence 2007" and "FitNes" are on track to deliver their combined gross savings target of CHF1.2 billion for the year, necessary to offset the input cost pressures. Nestlé is therefore well placed to achieve its organic growth target and a further margin improvement in constant currencies.
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  10. #60
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    @n.n.

    Wie ist denn Dein Eindruck von den Zahlen? Ich kann mir den Kursanstieg in den letzten Wochen nicht so recht erklären. Das organische Wachstum in Höhe von 3% (Absatz) + 2% (Preise) = 5% fand ich zufriedenstellend. Allerdings werden die Preissteigerungen und Kostensenkungen weiterhin durch die hohen Rohstoffpreise und die Währungsdifferenzen belastet. So stieg das operative Ergebnis vor Goodwill nur um 3%. Insgesamt ist das Wachstum weiterhin schwach. Das dürfte wohl auch nicht zuletzt damit zusammenhängen, dass die Wettbewerbsbedingungen schwieriger geworden sind. In Deutschland etwa haben die Discounter, wenn ich mir recht erinnere, einen Marktanteil von deutlich mehr als 50% am Lebensmitteleinzelhandel. Wie dem auch sei, denke ich, dass höhere Kurse fundamental durchaus gerechtfertigt sind. In diesem Jahr könnte ein Gewinn je Aktie in Höhe von rund 21 SFr anfallen. Dabei sind die Sachinvestitionen ca. so hoch wie die Abschreibungen auf Sachanlagen, so dass man nährungsweise sagen kann: Gewinn = Freier Cashflow. Und nach Abzug der Marktwerte der Beteiligungen und Hinzuzählung der Nettoverschuldung, also EV-mäßig, betrüge die Multiple auf den FCF rund 13. Dabei habe ich die Zinsen aus dem FCF nicht mal ausgeklammert. Wie ich ja bereits mal vorgerechnet habe, halte ich eine Multiple von rund 16 für einen Wert wie Nestle für nicht zu hoch. Einen echten Katalysator für steigende Kurse kann ich aber nicht erkennen - habe ich da etwas übersehen? Vielleicht einfach nur der Herdentrieb oder eben richtig gerechnet.

    P.S. Rohstoff- und währungstechnisch bleibt wohl weiterhin nur Beten. Das kann auch mal andersherum gehen, ist sicher keine Einbahnstraße.
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