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Thema: Nestle

  1. #11
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    hallo juliapapa.

    danke für die antwort. *


    viele liebe grüße *
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  2. #12
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo Wert-er,

    ich möchte nun meine (erste) Analyse von Nestle vorstellen. Ich habe hier mit den Zahlen gearbeitet, die die Homepage in ihrer „InvestorRelations“ – Rubrik unter dem Stichwort 10-Year-Record anbietet, klasse Service. Hier sind die wichtigsten Fundamentaldaten der letzten zehn Jahre gelistet (leider bis auf die CashFlow-Daten), und zwar splittangepasst.
    Dazu der Link : http://www.ir.nestle.com/4_publi....fo.html


    FIRMENPROFIL :

    Die Nestle S.A. AG besteht seit 1866 und ist das größte schweizer Unternehmen. Nestle S.A. ist der weltweit größte und führende Nahrungsmittelkonzern. Nestle produziert und vertreibt Getränke (28% vom Umsatz), Milchprodukte, Ernährungsprodukte und Speiseeis (27%), Schokolade, Süßwaren und Bisquits (13%) *sowie Tierfutter, Fertiggerichte und Produkte für die Küche (25%) und auch pharmazeutische Produkte (6%). *Nestle hat ein breit-gefächertes Markenportfolio mit Marken wie Nescafe, Nesquik, Nespresso, After Eight, Kitkat, Lion, Choco Crossies, Smarties, Yes, Thomy, Maggi, Alete, Beba, Bübchen, Buitoni, Aquarel, Friskies etc. Der Konzern ist international präsent und besitzt Produktionsanlagen in allen fünf Kontinenten. Um die meisten Märkte aus eigenen Produktionsbetrieben in den jeweiligen Ländern beliefern zu können, betreibt die Gesellschaft 468 Produktionsstätten in 84 Ländern.

    ALLGEMEIN UNTERNEHMENSBUERTEILUNG :

    1.Ist das Unternehmen einfach zu verstehen? Hat es eine beständige Betriebsgeschichte?
    Ja, das Unternehmen ist für Jedermann verständlich. Nestle produziert sowohl Primär- als auch Sekundärgüter, wie Nahrungsmittel, Getränke, Tierfutter, pharmazeutische Produkte oder Süßwaren, die wir tagtäglich konsumieren. Das Unternehmen besteht mittlerweile seit über 130 Jahren und wird wohl noch eine halbe Ewigkeit Bestand haben.

    2.Werden die Produkte dringend benötigt? Gibt es keinen direkten Ersatz?
    Ja, größtenteils schon; Nestle vertreibt z.B. Nahrungsmittel und Getränke, auf die * wir tagtäglich angewiesen sind. Primärbedürfnisse sind existenziell und werden daher auch dringend benötigt. Einen direkten Ersatz gibt es da nicht. Auch pharmazeutische Produkte sind für den Menschen unabdingbar. Sekundärgüter wie Süßwaren oder Kaffee gelten als Luxusgüter und werden nicht dringend benötig. Dennoch haben sie ihren festen Platz in unserem Leben und gehören zum Lebensstandard, nicht nur der Industrieländer. Oder kennt ihr einen Arbeitsplatz, an dem nicht Kaffe getrunken wird? Oder gibt es Jemanden, der Eis-Creme und Süßigkeiten nicht mag?
    Der Absatz für die Produkte hat sich gegenüber konjunkturellen Tief-Phasen als resistent erwiesen; das Gewinnwachstum von 16 % in 2001 dürfte dies mehr als hinreichend bezeugen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

    3.Gibt es Restriktionen die das Unternehmen behindern? Ist die Produktion einfach ausdehnbar?
    Mir sind keinerlei Restriktionen bekannt. Die Produktion ist uneingeschränkt ausdehnbar.

    4.Sind die Produkte eindeutig von den Konkurrenzprodukten zu unterscheiden?
    Ja, Nestle besticht durch eine ganze Palette an starken Marken, die einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben. Die Produkte stehen für erstklassige Qualität.

    5.Verfügt das Unternehmen über eine monopolartige Stellung?
    Nein, nicht direkt. Es gibt zahlreiche andere Nahrungsmittel-, Getränke- und Süßwaren-Hersteller. Aber die ungeheure Markenmacht lässt darauf schließen, dass Nestle sich ein Art Verbrauchermonopol geschaffen hat. In allen Supermärkten, Tante Emma Läden oder Tankstellen sind Produkte von Nestle zu finden. Die Verkäufer sind auf die Produkte angewiesen und beinahe jedes Geschäft in diesem Segment muss diese Artikel führen. Hierzu eine kleine Umfrage, kürzlich bei „SPAR“, die das eindeutig illustrieren dürfte :
    Ich : „Sind Sie eigentlich auf Produkte wie Nescafe, Nesquik, Choco Crossis, Lion, Yes, Kitkat, Thoma, Maggi etc. angewiesen? Müssten Sie Umsatzeinbußen erleiden, wenn Sie diese Produkte nicht führen?“

    Der Geschäftsführer : „Was, woher kommen Sie denn?“

    Ich : „Ich komm von zuhause.“

    Der Geschäftsführer : „Wieso fragen Sie mich das?“

    Ich : “Nun ja, ich interessiere mich für die Nestle Aktie.“

    Der Geschäftsführer : „Achso, natürlich sind wir auf diese Produkte angewiesen. Wir müssen sie führen, wir können gar nicht anders. Deutschland ist ein Markenland.

    Unter dem Schlagwort „Consumer Communication“ als eine Säule der 4-Pfeiler-Strategie legt Nestle großen Wert auf die Produktverfügbarkeit. Das dazugehörige Motto „Whenever, Whereever, However“ dürfte damit eindeutig seine Gültigkeit haben.

    6.Kann das Unternehmen noch genügend wachsen, hat es noch Wachstumsraum? Kann die Nachfrage noch gesteigert werden?
    Ja, Nestle hat noch Wachstumsraum. Durch „Renovation und Innovation“ als weitere Säule der 4-Pfeiler-Strategie ist Nestle bemüht, sein Produktangebot zu erweitern und sein Markenportfolio zu stärken. Nestle hat dies in der Vergangenheit durch zahlreiche Aquisitionen bewerkstelligen können. Jüngst wurde die Heimtierfuttersparte als strategischer Wachstumsbereich durch die Übernahme von „Ralston Purina“ weiter ausgebaut. Auch im Segment Wasser *konnte Nestle seine führende Position durch zahlreiche Aquisitionen weiter ausbauen. Auch Speiseeis ist ein strategisches Wachstumssegment, das durch die Übernahme von Ice Cream Partners USA ausgebaut werden konnte. Nestle kontrolliert nun die Marke Häagen-Dazs in den USA und konnte auch in Europa durch die Übernahme von Schöller Holding mit der Marke Mövenpick seine Geschäftsbereich und das Markenportfolio ausdehnen.

    7.Hat das Unternehmen eine weitgehende Gestaltungsfreiheit der Preise?
    Nein, das nicht. Eine Anpassung der Preise an die Inflation müsste aber durchaus möglich sein.

    QUALITÄTSKRITERIEN

    1.Kapitalrendite/Verschuldungsgrad :
    Die Eigenkapitalquote sollte min. 30%, und die Eigenkapitalrendite min. 25% betragen. Auch die durchschnittliche EK-Rendite der letzten 10 Jahre sollte über 25% liegen und wachsend verlaufen.
    Nestle gehört zu den konservativen finanzierten Unternehmen. Auch nach der Übernahme *von Ralston Purina, die mit einem Gesamtvolumen von ca. 17. Mrd CHF bisher größte Aquisition in der Geschichte von Nestle, weist der Konzern eine Eigenkapitalquote von rund 36 % auf und behält sein AAA Kredit-Rating bei.
    Die Eigenkapitalrendite für das Jahr 2001 *liegt bei 21 %. Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite der letzten 9 Jahre liegt bei 20.76 %. Das VA-Kriterium ist somit nicht erfüllt. Ich persönlich finde die 20.8 % mehr als passabel. Vergleicht man beispielsweise die Eigenkapitalrendite mit dem Konkurrenten Unilever fällt auf, *dass Unilever eine Eigenkapitalrendite von durchschnittlich 31.2 % vorweisen kann. Auf den ersten Blick sieht dies danach aus, als würde Unilever das leistungsfähigere und profitablere Unternehmen sein. Bei genauerem Hinsehen komme ich allerdings zu einem anderen Schluss. Unilever hatte in den letzten Jahren eine deutlich geringere Eigenkapitalquote, hat zudem Aktienpakete zurückgekauft und schüttet fast 50 % der Gewinne aus. Damit sind die Renditen im Vergleich schon zum Teil relativiert. Viel wichtiger jedoch die Tatsache, dass Unilever ein viel erratischeres Gewinnwachstum in den letzten 10 Jahren vorweist. Dadurch fällt es doch erheblich leichter gute Eigenkapitalrenditen zu erzielen. Nestle hingegen hat in den letzten 10 Jahren Jahr ein Jahr aus nachhaltiges Gewinnwachstum generiert und seine Eigenkapitalrenditen von rund 20 % konstant aufrechterhalten können, und das bei dreifachem Umsatzvolumen gegenüber Unilever. Ich erachte dies eindeutig als die bessere Leistung. Ich möchte meine Haltung noch kurz anhand einer Stichprobe fundieren : Unilever hat eine durchschnittlliche Eigenkapitalrendite von 31,2 % und ca. 55% der Gewinne ausgeschüttet. Klingt natürlich verlockend, Gemäß Signal 3 würde man hier von einem Eigenkapitalwachstum von 17.2 % ausgehen (31.2 % x 0.55). Schaut man sich das reale Wachstum der vergangenen 10 Jahre für Unilever an, dann hat Unilever bei einer Eigenkapitalrendite von rund 31 % nicht etwa ein 17 %-iges Eigenkapitalwachstum generiert, sondern lediglich 7.5 %. Nestle hingegen hat bei einer durchschnittlichen Eigenkapiralrendite von rund 21 % und einer Auschüttungsquote von ca. 65 % in den letzten 9 Jahren ein reales Eigenkapitawachstum von 10.3 % generieren können, und das bei dreifachem Umsatzvolumen wohlgemerkt. Das bestätigt mich in meiner Vermutung, dass Nestle *im Vergleich zur Konkurrenz zu unrecht als schlechteres Unternehmen gelten sollte.
    Ich möchte weißgott nicht Unilever schlecht machen. Ich möchte nur illustrieren, dass ich Nestle mit einer durchschnittlichen Eigenkapitalrendite von 21 % attraktiver finde, als ein gegebenenes Unternehmen mit 31 %.
    Für mich ist diese Kriterium damit erfüllt.

    2.Managementbeurteilung :
    Die Gewinnwachstumsrate sollte über 10% liegen, auch im 10 Jahresdurchschnitt. Sie sollte möglichst kontinuierlich sein und der 5 Jahresschnitt darf nicht stark vom 10 Jahresdurchschnitt nach unten abweichen.
    Die Wachstumsrate liegt aktuell bei 16 %. Das geometrische Gewinnwachstum der letzten 9 Jahre liegt bei 10.6 %, der letzten 6 Jahre bei 13.8 % und durchschnittlich bei 16.7 % für die letzten 3 Jahre. Die Gewinne weisen eine steigende Tendenz auf. Nestle hat ein sehr konstantes Gewinnwachstum; in den letzten 10 Jahren waren die Gewinne nur einmal rückläufig. Eine Gewinnprognose steht damit auf festerem Boden.

    3.Das Unternehmen sollte möglichst viel Gewinn einbehalten, und nicht als Dividende ausschütten. Größenordnung > 50%.
    Nestle hat in den vergangenen Jahren rund 65 % der Gewinne einbehalten.

    4.Wie haben sich die einbehaltenen Gewinne verzinst?
    Oder anders ausgedrückt: Was hat das Management, aus den einbehaltenen Gewinnen, an zusätzlichem Wert für die Aktionäre (Value) geschaffen? Hierbei sollte sich jede einbehaltene Einheit in den 10 Folgejahren mit durchschnittlich min. 15% verzinst haben.
    Nestle hat in den vergangenen 9 Jahren Gewinne im Gesamtwert von 105.92 CHF je Aktie generiert und insgesamt 36.62 CHF ausgeschüttet. Somit wurden 1992 bis 2001 Gewinne im Gesamtwert von 69.3 CHF je Aktie einbehalten. Mit einem Gewinn je Aktie von 7.22 CHF in Jahre 1992 und einem Gewinn von 17.25 CHF je Aktie in 2001 hat Nestle in den vergangenen 9 Jahren einen Mehrwert von 10.03 CHF je Aktie für sein Aktionäre geschaffen.
    Die Rendite einbehaltener Gewinne beträgt damit rund 14.5 %. Das Kriterium ist damit knapp erfüllt.

    5.Finanzkraft:
    Die Umsatzrendite sollte min. 10% betragen und anwachsen.
    Die aktuelle Umsatzrendite liegt bei 7.9 %. Die Gewinnspannen lagen in den vergangenen Jahren deutlich unter 10 % und haben bis dato dieses Niveau nicht erreichen können. Das VA-Kriterium ist damit nicht erfüllt. Ich persönlich sehe dies allerdings branchenspezifisch – die Nahrungsmittelindustrie hat nun mal die kleinsten Gewinnspannen überhaupt.
    Positiv ist zu werten, dass Nestle sein Gewinnspannen trotz gewaltigen Umsatzvolumens und stetigem Umsatzwachstums in den vergangenen Jahren halten und sogar von 5 % 1991 auf rund 8 % im Jahre 2001 steigern konnte. Das ist das Resultat von umfangreichen Rationalisierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen, welche unter dem Stichwort operationale Effizienz den dritten Eckpfeiler in der 4-Säule-Strategie darstellen. So konnten beispielsweise durch das 1997 initiierte und 2001 erfolgreich abgeschlossene Kostensenkungsprogramm MH97 Einsparungen von insgesamt 4 Mrd. CHF realisiert werden. Aktuell läuft das Globe-Projekt, das durch nachhaltige Effizienzsteigerung mehr Schwungkraft beim Umsatzwachstum und höhere Margen unterm Strich beabsichtigt. * *

    6.Die Cash Flow Marge sollte min. 15% - besser 20% - betragen, und ebenfalls anwachsend verlaufen:
    Die Cash Flow Marge beträgt rund 10 %. Das VA-Kriterium ist nicht erfüllt.

    7.Die Sachinvestitionen sollten höchstens 40 % vom Cash-Flow betragen.
    Die Sachinvestitionen betragen derzeit 42 % vom Cash-Flow und betrugen in der Vergangenheit teils deutlich mehr. Das Kriterium ist damit nicht erfüllt.


    QUANTITATIVE ANALYSE :

    Bewertung des ersten Signals :

    Diskont : 5.5 %
    Jahr 1-4 : 10 % * * * *
    Jahr 5-7 : 8 %
    Jahr 8-10 : 6 %
    - dann : 0%

    Sicherheitsmarge ab 1990 bis 2002

    1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002
    29% 2% -21% -7% 5% 36% -33% 24% 130% 89% 87% 70% 86%

    Die Sicherheitsmarge scheint mir historisch gesehen ganz gut zu sein. In der Mitte lag die Sicherheitsmarge von 1990 – 2001 bei 34 %. Die 2001-er Sicherheitsmarge liegt damit deutlich über dem Durchschnitt.

    (p.s. ganz großes Lob an Dieter für die Zahlen&#33

    Signal 2 :

    Prognostizierte Wachstumsrate der GpA : 12 %
    Prognostiziertes KGV : 19
    Prognostizierter Kurs nach 10 Jahren : 1017,97 CHF
    Kumulierte Dividenden bei 35 % Ausschüttung : 118,66 CHF

    Rendite beim akt. Kaufkurs von 365 CHF : 12 %

    Signal 3 :

    Durchsch. Eigenkapitalrendite der letzten 9 Jahre: 20.76 %
    Durchschn. einbehaltene Gewinne : 65 %
    Eigenkapitalwachstum : 13 %
    Prognostiziertes KGV : 19
    Prognostizierter Kurs nach zehn Jahren : 1163,28 CHF
    Kumulierte Dividenden bei 35 % Ausschüttung : 131,4 CHF

    Rendite beim akt. Kaufkurs von 365 CHF : 13,5 %

    Signal 4 :

    Durchsch. Eigenkapitalrendite der letzten 9 Jahre: 20.76 %
    Durchschn. einbehaltene Gewinne : 65 %
    Eigenkapitalwachstum : 13 %
    Prognostiziertes KBV : 3,6
    Prognostizierter Kurs nach zehn Jahren : 1061,71 CHF
    Kumulierte Dividenden bei 35 % Ausschüttung : 131,4 CHF

    Rendite beim akt. Kaufkurs von 365 CHF : 12,6 %

    Ich habe hier die gleichen Parameter wie bei Signal 3 benutzt. Den GpA habe ich mit einem prognostiziertem Kurs/Buchwert-Verhätlnis an einen Zukunftswert für den Kurs angepasst.

    Signal 5 :

    Prognostiziertes Umsatzwachstum beim Umsatz : 5 %
    Prognostizierte Gewinnspanne : 8 %
    Prognostiziertes KGV : 19
    Prognostizierter Kurs nach zehn Jahren : 541,98 CHF
    Kumulierte Dividenden bei 35 % Ausschüttung : 81,01 CHF

    Rendite beim akt. Kaufkurs von 365 CHF : 5,5 %

    Hier habe ich das Umsatzwachstum je Aktie prognostiziert, um dann den GpA durch Multiplikation mit der Gewinnspanne zu ermitteln. Den Kurs habe ich dann durch Multiplikation mit dem KGV ermitteln. Das ist natürlich fraglich, inwieweit diese Methode sinnvoll ist. Aber nicht wenige Fundamentalanalysten verlassen sich mehr auf Umsatzdaten, als auf Gewinndaten. Sie monieren die Bewertungsspielräume und Sportlichkeit der Manager bei den Gewinnen, der Umsatz lasse sich dagegen nicht schönen. Nun ist die Analyse bei mir auch recht verhalten ausgefallen. Bei gleichbleibenden Gewinnspannen und einem Umsatzwachstum von 5 % kommt logischerweise auch ein Wachstum von 5 % beim GpA, was natürlich verhalten ausfällt. Nun hat Nestle in den vergangenen 10 Jahren seine Gewinn doppelt so schnell steigern können, wie den Umsatz und auch sein Gewinnspanne von 5 % 1991 auf 8 % 2001 ausbauen können. Ich möchte mich aber nun auch nicht irgendwelche höheren Gewinnspannen für die Zukunft festlegen; vielleicht könnte man sie hier an seine Prognose anpassen.

    Fazit : Nach VA-Kriterien ist Nestle eine auf Sicht jetziger fundamentaler Daten eine Halteposition. Ich mache mir natürlich mein eigenes Bild und für mich ist Nestle ganz klar ein Kauf. Ich halte es wie B. Graham, der dazu riet, eine Aktie nur dann zu kaufen, wen man gleich das ganze Unternehme kaufen würde. Ich schätze dieses Kriterium ungemein. Dabei ist für mich besonders wichtig, inwieweit meine Gewinnprognose zuverlässig erscheint. Wenn ich ein Unternehmen kaufe, möchte ich die Geschäftsentwicklung natürlich einschätzen können. Und Nestle besticht meiner Meinung durch eine besonders konstante Geschäftsentwicklung, die aller Voraussicht nach auch Zukunft Bestand haben wird. Auch ich bin wie JuliaPapa ein Fan von Marken. Es ist einfach schön zu wissen, dass auch morgen und übermorgen noch die ganze Welt Nescafe trinkt, Schöller-Eis schlürft oder Maggi-Fertiggericht kauft!
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  3. #13
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    ...anregungen sind natürlich hocherwünscht!
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  4. #14
    Erfahrener Valueist filippina
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    Salam zade,

    danke für die tolle Analyse. Sie ist super gemacht. Mir gefällt Nestle auch gut, schließlich wohne ich ja in der Schweiz und das Unternehmen ist einfach lecker.

    Ich warte nur auf einen günstigeren Einstiegspreis.

    Schajad hamdigaro mibinim, asisam.

    filippina

  5. #15
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    salam filippina,

    danke für die blumen ! *

    @Ich warte nur auf einen günstigeren Einstiegspreis.

    ich persönlich finde 12 % rendite ein tolle sache, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. ich werde zum nächstmöglichen zeitpunkt einsteigen und gegebenfalls meine anteilspreise verbilligen.

    ta bad, asisam

    viele liebe grüße
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  6. #16
    Erfahrener Valueist filippina
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    Zade,

    <ich persönlich finde 12 % rendite ein tolle sache, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. ich werde zum nächstmöglichen zeitpunkt einsteigen und gegebenfalls meine anteilspreise verbilligen.>

    Ja, Du hast Recht, 12% sind eine gute Rendite. Gut, dass Du die Analyse und mich aufmerksam gemacht hast.

    filippina

  7. #17
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    salam, asisam

    @danke für die tolle Analyse
    @Gut, dass Du die Analyse und mich aufmerksam gemacht hast.

    gerngeschehen und jederzeit wieder

    das beruht wohl auf gegenseitigkeit, denn du hast mich auf hugoboss aufmerksam gemacht. dazu später mehr, asisam

    viele liebe grüße
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  8. #18
    Moderator Volker Gelfarth ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo Prince,

    vielen Dank für die sehr gute Nestle-Analyse.

    Die Value-Analyse Kriterien sollten als grobe Richtschnur verstanden werden. Dein weitergehendes Durchleuchten ist sehr sinnvoll.

    Bei Signal 1 komme ich auf etwas andere Werte, aber in der Kernaussage zum gleichen Schluss.

    Bei Signal 2 und 3 decken sich meine Berechnungen mit Deinen.
    Über die letzten 10 Jahre betrachtet sind alle drei Signale auf hohem - teilweise sogar auf höchstem - Niveau.

    Wenn Nestle, warum dann nicht jetzt!? Da Nestle zudem für mich ein monopolähnliches Unternehmen ist, würde ich die derzeitigen Signale als Kaufsignal werten.

    Gruss
    Volker
    herzliche Grüße

    Volker

  9. #19
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo Volcker,

    erst einmal danke für Deine netten Worte.

    @ Bei Signal 2 und 3 decken sich meine Berechnungen mit Deinen. Über die letzten 10 Jahre betrachtet sind alle drei Signale auf hohem - teilweise sogar auf höchstem - Niveau.

    Ich habe die Signale 2 und 3 nur absolut betrachtet. gut zu wissen, dass sie auch historisch gesehen attraktiv erscheinen.

    Danke und viele Grüße
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  10. #20
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Das Unternehmen habe sein US-amerikanisches Eiskremsegment mit Dreyer´s in einer Fusion verbunden. Laut diesem Abkommen werde man diesen Bereich für 55 Mio. Aktien von Dreyer´s hergeben. Nach der Transaktion werde Nestlé 67% an dem Unternehmen halten. Bisher habe man schon 23% an Dreyer´s gehalten. Nach Presseberichten sei Dreyer´s der größte Hersteller und Lieferant von Eiskremprodukten in den USA. In 2001 habe das Unternehmen einen Umsatz von 1,4 Mrd. Dollar und ein EBIT von 60 Mio. Dollar erzielt.

    Es sei kein Geheimnis, dass Nestlé sein Eisgeschäft mit Hilfe von Akquisitionen verstärken möchte. Der Weltmarkt in diesem Bereich wachse um etwa 3% jährlich. Der Marktanteil von Nestlé betrage nach der Akquisition von Schoeller und den restlichen Anteilen an Ice Cream Partner nun 12%, die Akquisition von Dreyer werde noch einmal 2% hinzufügen.

    Nach Einschätzungen der Analysten mache diese Akquisition in strategischer Hinsicht Sinn für Nestlé. Das Unternehmen habe eine sehr starke Marktposition in den USA. Die Akquisition verschaffe Nestlé Zugang zum exzellenten Vertriebsnetzwerk von Dreyer´s. Der finanzielle Aspekt dieses Geschäftes sei jedoch schwer zu bewerten, da die Analysten keine detaillierten Zahlen bezüglich des US-Geschäftes von Nestlé im Eiskremsegment hätten.

    Analyst: Sarasin Research
    WKN der Aktie: 887208
    KGV 03e: k.A.
    Besprechungskurs: k.A.
    Kursziel: k.A.
    Rating des Analysten: Hold




    Quelle: Aktien & Co 17.06.2002 15:01
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