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Thema: Microsoft, MSFT

  1. #1
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    Microsoft bleibt Zerschlagung erspart - Aufatmen bei Bill Gates

    Aufatmen bei Bill Gates: Der US-Softwaregigant Microsoft (us:msft)bleibt intakt und wird nicht zerschlagen. Ein US-Berufungsgericht hat am Donnerstag das Urteil aufgehoben, das die Aufteilung Microsofts in zwei Unternehmen verfügte. Der Kurs der Aktie stieg daraufhin um 2,25 Prozent auf &#3672,74 und verhalf der Nasdaq (us:comp) zu kräftigen Zuwächsen. Der U.S. Circuit Court of Appeals für den Distrikt Columbia übte harsche Kritik an dem Richter Thomas Penfield Jackson, der den Aufspaltungsbeschluss zu verantworten hatte. Im Zielpunkt der Kritik stand dabei das Verhalten Jacksons gegenüber den Medien. Der Richter hatte sich mehrfach zu über seine Rolle als neutrale Instanz hinausreichenden Kommentaren hinreißen lassen.

  2. #2
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    Zerschlagen wird MS nicht; ganz über dem Berg ist MS aber noch nicht.
    Im Urteil, das über 100 Seiten lang sein soll, wurde festgestellt, dass MS seine Marktmacht monopolartig ausgenutzt hat.
    Wenn ein dadurch geschädigtes Unternehmen seinen Schaden auch noch beweisen kann, kann es für MS noch teuer werden.
    Kann, muss aber nicht!

    pegru

  3. #3
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    Geduld für Microsoft und PC-Industrie
    [hr]
    PC-Industrie: Windows XP wird kein Heilsbringer
    Von Joachim Zepelin, San Francisco

    Bis vor wenigen Wochen hofften Personalcomputer-Branche und Wall Street
    noch vereint auf Microsofts neues Betriebssystem Windows XP. Nun kehrt
    Ernüchterung ein.

    "Rette uns, Microsoft", bettelte das Wirtschaftsmagazin Forbes im August
    stellvertretend für die leidenden Hardwarehersteller und Investoren. Doch
    nach den Terrorangriffen vom 11. September lassen Investmentbanker und
    Marktforscher jetzt alle Hoffnung fahren. Das laufende Jahr bringt der
    Branche erstmals rapide sinkende Umsätze. Auch das neue Betriebssystem
    Windows XP wird den Trend nicht aufhalten können. Besserung ist nicht in
    Sicht.

    In der Vergangenheit hatten neue, umfangreicherer Betriebssysteme immer
    auch für neue Nachfrage nach leistungsfähigeren Rechnern gesorgt.

    Für Analyst Roger Kay ist die Richtung seines nächsten Reports: "Wir werden
    unsere Zahlen für den PC-Absatz in diesem Jahr weiter nach unten
    korrigieren", sagt der Analyst von International Data Corp. (IDC). Anfang
    September sagten die Branchenforscher weltweit ein Minus für das
    Privatkundengeschäft von 9,6 Prozent vorher, während der
    Geschäftskundenmarkt noch um 3,2 Prozent wachsen sollte. Insgesamt wird
    dies das erste Negativ-Jahr für PC-Hersteller.

    Sorgenkind Europa

    Aber es kommt noch schlimmer. Bisher ist IDC von einem leichten Aufschwung
    Ende des Jahres 2002 ausgegangen. "Unsere nächste Prognose wird auch für
    das Jahr 2003 eine stagnierende Nachfrage auf dem neuen niedrigen Niveau
    vorhersagen", sagt Kay. Vor allem in Europa sieht IDC die Nachfrage jetzt
    deutlich schwächer als noch vor wenigen Wochen.

    "Auch Windows XP bringt kaum Kaufanreize für Kunden", glaubt Kay. "Das
    ohnehin geringe Nachfrage-Potenzial des Betriebssystem wurde durch eine
    extreme Vorsichtshaltung nach den Attacken vom 11. September ganz
    überrollt", so Kay. Das Verbrauchervertrauen sei weiter gefallen,
    Unternehmen scheuen jetzt jede Investition. Falls sich seine Prognose für
    den XP-Fehlstart im Weihnachtsquartal bewahrheiten sollte, sieht Kay erst
    im dritten Quartal des folgenden Jahres eine neue Chance für die
    Hardwarehersteller. Vorerst herrscht jedoch Pessimismus: "Wir erwarten,
    dass nach Compaq bald auch die meisten anderen Hersteller Gewinnwarnungen
    geben."

    Die Show muss weitergehen

    Solange wollen die PC-Firmen zumindest öffentlich die Hoffnung nicht
    aufgeben. "Kurzfristig sind Vorhersagen nur sehr schwer zu machen", wiegelt
    Mike Maher die Negativ-Prognosen ab. Kunden würden neue Rechner nicht nur
    wegen Windows XP kaufen, glaubt der Sprecher von Dell. Neue, schnellere
    Prozessoren schaffen zusätzliche Anreize. "Wir bleiben optimistisch", sagt
    Rob Waite von Hewlett-Packard, der alle Analysten-Zahlen für "spekulativ"
    hält. Die meisten PC-Nutzer hätten alte Modelle, die sie jetzt sehr
    preisgünstig durch deutlich bessere und bedienungsfreundlichere Rechner
    ersetzen könnten.

    Einige Investmentbanken haben in den vergangenen Wochen mögliche
    Gewinnwarnungen schon vorweggenommen und ihre Prognosen für die PC-Branche
    weiter verdunkelt. Goldman Sachs, Merrill Lynch und Credit Suisse First
    Boston (CSFB) senken nicht nur ihre Umsatzerwartungen für den Markt
    insgesamt, sondern auch für alle Hardwarehersteller. Während Joe Moore von
    Goldman Sachs immerhin noch einen kurzfristigen positiven Effekt von
    Windows XP ausmacht, ist davon bei seinen Kollegen nichts zu hören.

    Microsoft übt Zuversicht

    In einem Branchenreport von vergangener Woche sagt Merrill Lynch für das
    laufende Jahr einen Umsatzrückgang der PC-Hersteller um 17,6 Prozent
    vorher. Die Investmentbank rechnet mit einem Aufschwung nicht vor dem
    dritten Quartal 2002. Insgesamt werden die Einnahmen im kommenden Jahr bei
    weiter sinkenden Preisen höchstens stagnieren. Bislang hatten die Analysten
    noch ein Wachstum um 9,9 Prozent für 2002 vorhergesagt.

    Microsoft selbst will den Optimismus nicht aufgeben. Der europäische
    Firmen-Präsident Jean-Philippe Courtois erwartet eine Rückkehr der
    PC-Branche zu zweistelligen Wachstumsraten. Einen Termin nannte er jedoch
    nicht.

  4. #4
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    Seattle, 19. Okt (Reuters)

    "Der US-Softwarekonzern Microsoft hat auf Grund von Beteiligungsverlusten in Milliarden-Höhe im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2001/2002 einen Gewinneinbruch erlebt, im Kerngeschäft die Ertragsprognosen der Marktexperten jedoch übertroffen. Angesichts der unsicheren Konjunkturentwicklung nach den Anschlägen in den USA vom 11. September gab Microsoft (Frankfurt: 870747.F, Nachrichten) am Donnerstag (Ortszeit) nach Börsenschluss in New York einen vorsichtigen Ausblick. Die Angriffe auf das World Trade Center und das Pentagon hätten auf das aktuelle Geschäft des weltgrößten Softwareherstellers bislang aber keine ernsten Folgen gehabt, hieß es.
    Im Zeitraum Juli bis September erzielte der Konzern nach eigenen Angaben einen Reingewinn von 1,28 Milliarden Dollar (2,77 Milliarden DM) oder 23 Cent je Aktie. Im gleichen Quartal des Vorjahres hatte der Gewinn noch 2,2 Milliarden Dollar oder 46 Cent je Aktie betragen. Ohne einen Verlust aus Beteiligungen von insgesamt 1,2 Milliarden Dollar habe der Gewinn je Aktie jedoch bei 43 Cent gelegen und damit oberhalb der Schätzungen von Analysten. Diese hatten einen Gewinn im Kerngeschäft je Aktie zwischen 38 und 42 Cent erwartet. Im nachbörslichen Handel zogen Microsoft-Aktien auf 57,50 Dollar an, nachdem sie an der Nasdaq mit 56,75 Dollar bereits 1,29 Prozent höher geschlossen hatten.

    Den Umsatz im ersten Quartal des bis Juni 2002 laufenden Geschäftsjahres bezifferte Microsoft auf 6,13 (5,8) Milliarden Dollar - ein Plus von sechs Prozent zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten Erlöse zwischen 5,9 und 6,5 Milliarden Dollar erwartet. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember stellte Microsoft einen Umsatzzuwachs zur Vorjahresperiode von gut neun Prozent auf 7,1 bis 7,3 (Vorjahr: 6,5) Milliarden Dollar in Aussicht, der vom neuen Windows-XP-Betriebssystem und dem Erscheinen der Videospiel-Konsole Xbox getragen werde. Der Gewinn solle zwischen 49 und 50 Cent je Anteilsschein liegen, hieß es weiter. Aktuelle Schätzungen von Analysten liegen zwischen 43 und 57 Cent je Aktie.

    Ein schwerwiegender Einfluss der Anschläge in den USA im September sei bislang nicht festzustellen gewesen, sagte Microsoft-Finanzchef John Connors. Der Computer-Markt sei jedoch schwächer als erwartet gewesen, was eine Folge der Anschläge sein könne, ergänzte er in einem Reuters-Interview. Eine Prognose zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sei derzeit nur schwer zu machen. "Als Ausblick für den Dezember denken wir, dass der PC-Markt ein paar Punkte niedriger oder gleich bleibend sein dürfte. Das wäre ein schwächerer Markt als von uns erwartet", fügte Connors hinzu. Der Weihnachtsmonat ist für die Branche traditionell sehr wichtig. Da unzählige Computer mit Betriebssystemen von Microsoft ausgestattet sind, gilt der Computermarkt auch als Gradmesser für die Absatzchancen des Softwareproduzenten.

    Ohnehin ist in diesen Monaten das Augenmerk auf das neue Microsoft-Programm XP gerichtet, das nach Microsoft-Einschätzung die wichtigste Neuerung der Systemsoftware seit sechs Jahren ist. Analyst Roger Kay von International Data Corp sagte: "Das sieht mir danach aus, Microsoft geht davon aus, dass XP für dieses Jahr keinen großen Schub geben wird." Andere Analysten meinten, es werde nur einen glanzlosen Einstand für Windows XP geben.

    Die Beteiligungsverluste des ersten Quartals 2001/2002 von 1,2 Milliarden Dollar resultieren laut Microsoft aus Investments in der Telekommunikationssparte. Schon im Vorquartal waren aus dem gleichen Grund Abschreibungen in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar angefallen. Conners wies darauf hin, dass weitere Verluste drohen könnten, falls die Märkte weiter nachgäben. Analysten bezeichneten die Beteiligungsverluste zwar als enttäuschend, werteten sie angesichts des sonstigen Geschäfts von Microsoft aber als nicht allzu bedeutend. Schließlich würde dadurch auch die Steuerlast des Konzerns gedrückt, hieß es."


  5. #5
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    Is' es das nun? XP oder nicht XP? Warten wir's ab.
    [hr]
    Firmen warten bei Windows XP noch ab
    Von Martin Virtel und Oliver Wihofszki, Hamburg

    Am Donnerstag ist es so weit: Die Chefs Bill Gates und Steve Ballmer werden Windows XP präsentieren, die neueste Ausgabe des marktbeherrschenden Betriebssystems von Microsoft, den Marketingaussagen zufolge das beste Windows, das es je gab.

    Mit einem Werbeetat von 200 Mio. &#36 sollen Microsoft-Kunden weltweit davon überzeugt werden, zur neuesten Version zu wechseln. Unternehmen sehen dem Rummel wie dem neuen Produkt allerdings noch gelassen entgegen. Zwingende Gründe, das neue Windows sofort einzusetzen, gibt es für die Betreuer von Computerinstallationen bei Unternehmen derzeit anscheinend nicht.

    Wie bei jedem neuen Produkt hat Microsoft dank seiner Marktmacht auch bei Windows XP sich selbst als schärfsten Konkurrenten - und muss seine mehr oder weniger zufriedenen Kunden davon überzeugen, dass sie mit der neuesten Version noch ein wenig zufriedener wären.

    Fraglicher Quantensprung

    Das Beratungsunternehmen Gartner stuft das neue Windows in einer Mitteilung an seine Kunden als "eine kleine Aktualisierung von Windows 2000 Professional" ein. Diese Ansicht hat sich auch unter den Anwendern verbreitet. "XP ist für Firmenkunden nicht unbedingt ein Quantensprung gegenüber dem Vorgängersystem Windows 2000 Professional", sagt Ralf Feest, Gründer und Vorstand einer Vereinigung von professionellen Windows-Anwendern, der so genannten NT-Anwendergruppe, die über 9000 Mitglieder hat.

    Auf den letzten Treffen der Vereinigung von Systemadministratoren, Netzwerkbetreuern und Managern, die Mitte Oktober stattfanden, beobachtete Feest eine verhaltene Resonanz auf das neue Betriebssystem. Viele der Informationstechnologie-Profis warten nicht auf XP, sondern auf ein anderes Microsoft-Produkt: "Für Firmen wird es interessant, wenn Microsoft nächstes Jahr Dotnet-Server herausbringt", sagt Feest.

    Dotnet-Server ist ein Betriebssystem, das nicht auf den Arbeitsplatzrechnern der Mitarbeiter läuft, sondern auf den Groß- und Zentralrechner von Unternehmen eingesetzt wird. Bis Dotnet-Server kommt, würden bestehende Pläne, die Unternehmenssoftware zu erneuern wohl kaum über den Haufen geworfen - auch nicht wegen des neuen Windows XP, meint Feest.

    Angst von der Marktmacht

    Auch die Telekom-Tochter T-System, immerhin das zweitgrößte Systemhaus in Europa, kann sich nicht dazu durchringen, seinen zahlreichen Firmenkunden den Umstieg auf XP grundsätzlich zu empfehlen. "Windows XP kann eine Alternative für Unternehmen sein, muss aber nicht", sagte ein Sprecher von T-Systems. Der Mitarbeiter eines anderen großen IT-Dienstleisters hat offensichtlich Angst vor der Marktmacht von Microsoft und will deshalb nicht genannt werden. Er sagte der FTD, dass Firmen, deren Computer noch auf dem über fünf Jahre alten Windows-Betriebssystem NT 4 laufen, zunächst auf die zweitälteste Version Windows 2000, umsteigen sollten. Der Übergang auf das brandneue XP sei nicht zu empfehlen.

    Selbst der Marketingleiter von Microsoft-Deutschland, Michael Hartmann, räumt ein, dass Windows XP für Firmenkunden nicht dieselben großen Vorteile bringt wie für Privatanwender. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Online-ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte Hartmann, dass der Sprung von den älteren Vorgängermodellen auf Windows XP "in erster Linie für Privatnutzer" groß sei. Windows XP biete Firmenkunden allerdings mehr "Produktivität und Stabilität", so Hartmann.

    Diese Zurückhaltung bei den Firmenkunden versteht Rob Enderle, IT-Analyst bei der Giga Information Group, nicht: "Wir sind beeindruckt von Windows XP. Wir können uns nicht erklären, wieso Microsoft den Einsatz in Firmen nicht intensiver beworben hat." Besonders interessant für den Einsatz in Unternehmen sei Windows XP, weil es auf alten Computern zuverlässiger arbeite als die Vorgängerversionen - das spart potenziell Anschaffungskosten für neue Rechner. Zudem garantiere Microsoft, das Betriebssystem bis 2005 weiterzuentwickeln und zu unterstützen. Das sichere die Investition in des neue System. Als Extra-Bonbon, meint Analyst Enderle, sei Windows XP sogar noch schneller und sicherer als seine Vorgänger von Microsoft.

  6. #6
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    WASHINGTON (dpa-AFX)

    "Im jahrelangen Kartellrechtsstreit zwischen dem Software-Konzern Microsoft und dem US-Justizministerium scheint sich eine Einigung abzuzeichnen. Die US-Zeitung "Washington Post" berichtete am Mittwochabend (Ortszeit) in ihrer Online-Ausgabe, beide Seiten hätten sich in Grundzügen auf eine außergerichtliche Lösung verständigt. Die mit dem Fall befasste Richterin hatte den Parteien bis Freitag Zeit gegeben, eine außergerichtliche Einigung zu finden.
    Der Streit um Microsoft hatte vor vier Jahren begonnen, als der Konzern seinen Internet-Browser in Windows 95 integrierte - was nach Meinung von US-Justizministerium und 20 US-Bundesstaaten einen eklatanten Monopolmissbrauch zum Schaden des Konkurrenten Netscape darstellte. Ein Bundesrichter ordnete die Zerschlagung des Konzerns an. Doch vor vier Monaten wurde diese Anordnung von einem Berufungsgericht gekippt."

  7. #7
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    Aus der FTD vom 5.11.2001

    Das Kapital: So zieht man Microsoft die Zähne nicht

    Die Litanei ist nicht vorbei. Microsoft ist und bleibt ein Monopolist - und
    wird daher noch auf Jahre hin mit Klagen konfrontiert werden. Laut Reuters
    hat Sun Microsystems schon zivilrechtliche Schritte angedeutet.

    Sicher: Theoretisch könnten neue Computer in Zukunft mit Browsern von
    Netscape, Instant-Messengern von AOL und Audio/Video-Programmen von
    Realnetworks bestückt werden. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass diese
    und die anderen Bestimmungen des Vergleichs dem Monopolisten Einhalt
    gebieten? Die Computer-Hersteller müssten die mitgelieferten Funktionen von
    Microsoft löschen und dafür andere installieren. Als Konkurrenzprodukte
    werden nur solche angesehen, die mindestens eine Million Nutzer haben. Wenn
    etwas neu aufkommt, kann Microsoft zuschlagen.

    Wie viel Macht das Unternehmen hat, ist einfach zu belegen. Die Firma hat
    im abgelaufenen Quartal eine operative Umsatzmarge von 47 Prozent erzielt.
    Zwischen Anfang der 90er Jahre und 1997 lag sie ziemlich konstant bei rund
    35 Prozent. Wie hoch müssen die Eintrittsbarrieren in diesen Markt sein,
    dass selbst potente Wettbewerber von beherzten Attacken absehen, um einen
    Teil vom Kuchen abzukriegen? Technisch mag Windows anspruchsvoll sein, aber
    das ist Software generell. Man hat Angst, sich gegen Microsoft eine blutige
    Nase zu holen.

    Bezeichnend ist, dass Microsoft auf einer Kriegskasse von 34 Mrd. &#36 sitzen
    bleibt, obwohl zuletzt 5,4 Mrd. &#36 auf Finanzanlagen abgeschrieben werden
    mussten. Dass die Firma die Mittel nicht - wie es normalerweise
    selbstverständlich wäre - an die Aktionäre zurückgibt, hat seinen Grund.
    Bill Gates und Steve Ballmer wissen, dass die PC-Industrie reif ist.
    Neuerungen bringen einen immer geringeren zusätzlichen Nutzen, wodurch das
    Wachstum gehemmt wird. Microsoft braucht daher Geld, um auch im Internet
    eine dominante Position aufbauen zu können. Zusätzliche Einnahmen sollen
    Spielkonsolen und betriebliche Software bringen. So greift die Firma mit
    ihren Krallen um sich und schafft neue Abhängigkeiten.

    Wegen der stetigen Monopoleinnahmen lieben die Anleger die Aktie. Das
    Unternehmen mit einem Umsatz von 25 Mrd. &#36 kostet das gut 33fache des
    geschätzten Gewinns und mehr als die Hälfte des Dax. Die hohe
    Bewertungsprämie mag sich noch für eine Zeit halten. Aber bei den neuen
    Anwendungen gibt es Konkurrenz. Gleichzeitig lahmt das Wachstum bei den
    alten Produkten. Neue Wettbewerbsklagen werden folgen. Als europäisches
    Unternehmen würden die US-Kartellhüter ganz anders mit Microsoft
    umspringen. Man kann nur hoffen, dass auch Brüssel hart sein wird. Die
    Anleger sollten sich überlegen, dass die Gewinne, die ihnen eine Firma
    zurückgibt, umso weniger wert sind, je ferner sie in der Zukunft liegen.

  8. #8
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    Dieter hatte mich zu Recht gebeten ein Beispiel für technische Fehlsignale zu geben, nichts ist unfehlbar, die technische Analyse im Besonderen und das ist gut so, unvorstellbar, jede Vorhersage ginge auf, wer würde noch handeln, *es käme zu keinem, Kurs. Ich will nun hier keine Chartschule installieren, komme Dieter aber gerne am Beispiel der Microsoft nach.
    Nach einer Traumkarriere die in vielen Übertreibungen immer wieder den Trend gefunden hatte, kam es nun doch zum Bruch, nicht unvorangemeldet, behaupte ich, aber : schaunmermal.








    Durch die Quartale 1-4 in 1999 kam es noch einmal zu einem abgeschwächten, milderen Aufwärtstrend, der in einer kleinen Übertreibung das Finale einleitete, hier entstand eine Lehrbuchumkehrformation, ein Doppeltopp, die Spitzen mit einem Abstand von über mehr als vier Wochen mit negativer Tendenz. Folgerichtig wurde der flache Aufwärtstrend gebrochen, im Anschluss nahm auch der lange Aufwärtstrend –1- (grün) Schaden, doch es kam zur Umkehr, ein besonders bullisches Signal, der Trend war **zurückerobert**, unterstützt durch ein frühes Kaufsignal im MACD *!!!!! BULLENFALLE für den, der sich darauf verlassen hatte, der vorsichtige hatte seinen Stopp-Loss mit dem langen Aufwärtstrend mitgezogen und war als es letztendlich zum **Bruch** kam nicht mehr dabei. Seither befindet Sich MSFT in einem flachen, wenn auch sehr breiten Abwärtstrend, bezogen auf *die Mächtigkeit des langen Aufwärtstrendes nur ein Moment, für den der gerade in 99 eingestiegen war eine Ewigkeit.

    Grüße, Jochen

    http://www.biotech-world.de/



    Der neue Biotech-Letter ist erschienen, Thema: Tumorvakzinierung

    http://www.biotech-world.de/archiv/letter/102001.pdf

  9. #9
    Valueist
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    SEOUL - Der US-Software-Konzern Microsoft Corp. wird sich mit 3,2 Prozent an der Korea Telecom Corp. beteiligen. Microsoft zahle dafür 500 Millionen US-Dollar, teilten die
    beiden Unternehmen am Samstag in Seoul mit.

    * *Die strategische Allianz ermögliche und beschleunige die Lieferung einer
    Vielzahl von Internet-Diensten auf den südkoreanischen Markt. Microsoft habe
    sich verpflichtet, die Anteile innerhalb der nächsten zwei Jahre nicht weiter zu
    verkaufen./FX/as/bi



    Quelle: News © dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH.


    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
    Ich verabscheue was sie sagen mein Herr, (aber) ich werde ihr Recht es zu sagen bis zum Tode verteidigen

    Voltaire

  10. #10
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    Seattle, 18. Jan (Reuters)

    "Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat im abgelaufenen Quartal vor allem wegen hoher Prozesskosten weniger verdient, aber seinen Umsatz überraschend deutlich gesteigert. Von Oktober bis Dezember 2001 sei der Nettogewinn im Jahresvergleich um rund 13 Prozent auf 2,28 Milliarden Dollar oder 41 Cent je Aktie gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Damit verfehlte der Konzern die Analystenprognosen knapp, lag aber am unteren Rand der eigenen Erwartungen. In vielen Absatzmärkten stehe eine konjunkturelle Erholung noch aus, erklärte Finanzchef John Connors. Dennoch sei der Umsatz vor allem wegen der "außerordentlich guten" Verkaufszahlen des neuen Betriebssystems Windows XP um 18 Prozent gestiegen. Die Microsoft-Aktien verloren nachbörslich und im frühen europäischen Freitagshandel.

    Die rund 660 Millionen Dollar Belastungen aus Gerichtsverfahren hätten das Microsoft -Ergebnis um acht Cent je Aktie gedrückt, teilte Microsoft weiter mit. Ohne die Prozesskosten hätte der Konzern eigenen Angaben zufolge einen Gewinn von 2,94 Milliarden Dollar oder 0,49 Dollar je Aktie verbucht. In den USA läuft seit Jahren ein Kartellverfahren gegen das Unternehmen. Die US-Regierung und einige US-Bundesstaaten werfen Microsoft vor, sein Monopol bei PC-Betriebssystemen illegal aufrechtzuerhalten.

    Zudem blieben den Unternehmensangaben zufolge erwartete Einnahmen aus, nachdem sich der geplante Verkauf des Microsoft-Anteils am Online-Reiseunternehmen Expedia an USA Networks verzögerte. Von dem Verkauf verspricht sich Microsoft einen positiven Ergebnisbeitrag von acht Cent je Aktie. Für das laufende Quartal rechnet der Software-Konzern mit einem operativen Gewinn von 2,8 bis 2,9 Milliarden Dollar oder 50 bis 51 Cent je Aktie. Die Höhe der erwarteten Umsätze belaufe sich auf 7,3 bis 7,4 Milliarden Dollar.

    Einige Analysten äußerten sich in ersten Reaktionen eher negativ über die Ergebnisentwicklung. "Die Zahlen sind etwas enttäuschend", sagte etwa Brendan Barnicle von Pacific Crest. Andere Experten wiesen aber darauf hin, dass der Gewinn ohne die Sonderposten durchaus beachtlich sei. Einig waren sich die Analysten darin, dass der Umsatz angesichts der trüben Konjunkturlage überraschend stark gestiegen sei. Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge auf rund 7,8 Milliarden Dollar nach 6,5 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Damit übertraf das Unternehmen seine Erwartungen um rund zehn Prozent.

    Besonders der starke Absatz des Ende Oktober auf den Markt gebrachten Betriebssystems Windows XP habe den Umsatz gestützt, hieß es von Microsoft weiter. Microsoft verkaufte das neue System nach eigenen Angaben weltweit 17 Millionen Mal. Auch die Video-Spielekonsole Xbox habe mit einem weltweiten Absatz von 1,5 Millionen Stück seit der Markteinführung Anfang November die Erwartungen erfüllt, sagte Finanzchef Connors. Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal sei daher äußerst zufrieden stellend. "Doch wir sind besorgt über die Verfassung der Weltwirtschaft. In den meisten der weltweit größten Märkten steht eine Erholung erst noch bevor", fügte er hinzu.

    Die Microsoft-Aktien fielen im nachbörslichen US-Handel am Donnerstagabend um rund zwei Prozent auf 68,40 Dollar. Im Frankfurter Xetra-Handel rutschte der Kurs am Freitag in einem schwächeren Marktumfeld um 3,4 Prozent auf 76,25 Euro ab. An der Nasdaq hatten Microsoft am Donnerstag in einem freundlichen Gesamtmarkt knapp drei Prozent auf 69,86 Dollar zugelegt.

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