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Thema: H+R Wasag

  1. #1
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    H&R-Wasag-Aktie laüft hervorragend

    Diese Aktie ist ein Phänomen: Vor einem Jahr war sie noch für 14,25 Euro zu haben, im Oktober erreichte der Kurs ein Rekordhoch bei 49,70 Euro. Seither hat die Aktie zwar etwas korrigiert, am Freitag ging es aber mal wieder 1,6 Prozent nach oben auf 45,75 Euro.

    Die Rede ist von den Papieren des Spezialchemiekonzerns H&R Wasag (Isin DE0007757007). Am Freitag zeigte sich einmal mehr, daß der Kursanstieg fundamental bestens untermauert ist: Das SDax-Unternehmen aus dem Emsland hat in den ersten neun Monaten fast sieben Mal so viel verdient wie im Vorjahr.

    Umsatz steigt um ein Drittel

    Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei auf 56,6 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen aus dem niedersächsischen Salzbergen am Freitag mit. Im Vorjahr waren es 8,3 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um ein Drittel auf 609,5 (Vorjahr: 463,3) Millionen Euro.

    Der Konzern profitiere von der hohen Nachfrage nach rohölbasierten Spezialprodukten in der Sparte chemisch-pharmazeutische Rohstoffe, hieß es. Das wichtigste Produkt für H&R Wasag sind Weichmacher, die zur Fertigung von Autoreifen gebraucht werden. Außerdem stellt der Konzern Sprengstoff und Kunststoffteile her.

    Spezialraffinerien operieren an der Kapazitätsgrenze

    H&R Wasag hat bereits jetzt fast drei Mal so viel verdient wie im ganzen Jahr 2005, als sich der Vorsteuergewinn auf 19,6 Millionen Euro belief. 2004 waren es noch 9,8 Millionen Euro gewesen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 26,3 Millionen Euro kommt gegenüber dem Vorjahreswert von 7,2 Millionen Euro einer Vervierfachung nahe.

    Basis für das starke Gewinnwachstum ist der größte Geschäftsbereich chemisch-pharmazeutische Rohstoffe, dessen Einnahmen im Quartal von Juli bis September auf 175,7 (Vorjahr: 143, 7) Millionen Euro und das Ebitda auf 22,9 (6,2) Millionen Euro zulegten. Neben erhöhten Absätzen habe der Bereich von einem stabileren Ölpreis profitiert. Die beiden Spezialraffinerien in Hamburg und Salzbergen hätten den Absatz kontinuierlich gesteigert und operierten an der Kapazitätsgrenze.

    Cash-flow vervielfacht, Schulden gesenkt

    Im Geschäftsbereich Kunststoffe ging das operative Ergebnis wegen erhöhter Rohstoffpreise trotz leichten Umsatzwachstums auf 0,8 (1,3) Millionen Euro zurück. Man habe die erhöhten Aufwendungen nicht an die Kunden weitergeben können, hieß es zur Begründung. Im Geschäftsbereich Explosivstoffe wuchsen die Einnahmen mit 21,5 (15,9) Millionen Euro kräftig und das Ebitda auf 3,6 (3,1) moderat.

    Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist in den ersten neun Monaten von 797.000 Euro auf fast 49 Millionen Euro gestiegen - das ist eine Versechzigfachung. Mit Hilfe des hohen Cash-flow hat H&R Wasag die Nettofinanzverbindlichkeiten bis Ende September auf 98,9 Millionen Euro zurückgeführt. Zur Jahresmitte war das Unternehmen noch mit 140,4 Millionen Euro verschuldet. Die Eigenkapitalquote stieg im Vergleich zum Vorjahr von 23 auf 29 Prozent.

    H&R Wasag will stärker im Ausland wachsen

    Das Unternehmen hat in diesem Jahr seine Ergebnisprognose mehrfach erhöht und strebt nun einen Gewinn vor Steuern von mindestens 65 Millionen Euro an. Der Umsatz soll mindestens 810 Millionen Euro betragen. Das Unternehmen investiert weiter kräftig: in den ersten neun Monaten waren es 18,3 Millionen Euro.

    Nun will H&R Wasag stärker im Ausland wachsen und denkt auch an Zukäufe. „Während wir uns in Europa vor allem auf die Erweiterung der bestehenden Produktionskapazitäten fokussieren, legen wir unser Augenmerk nunmehr verstärkt auf das Vorantreiben der internationalen Expansion in den Überseeregionen“, sagte H&R-Wasag-Chef Horst Hollstein. Vor allem in Asien gebe es noch Potentiale, um das Geschäft durch Kooperationen oder Zukäufe auszubauen.

    Ölpreis birgt Risiken

    Im Zwischenbericht weist das Management aber auch auf Risiken hin: „Die Ergebnisentwicklung wird auch in den kommenden Monaten durch die Volatilität auf den Rohölmärkten beeinflußt werden. Schnell steigende Rohstoffpreise können zu Belastungen führen, da die erhöhten Aufwendungen nur mit Zeitverzug an die Märkte weitergegeben werden können.“

    Sinkende Rohstoffpreise könnten auch eine Abwertung der Bestände an Zwischen- und Endprodukten zur Folge haben, die Ergebniseinbußen nach sich ziehen könnten, heißt es weiter. Der Wert der Vorräte ist in diesem Jahr von 93 auf fast 115 Millionen Euro gestiegen, das entspricht immerhin knapp 20 Prozent der Umsätze in den ersten neun Monaten.

    Aktie noch nicht zu teuer

    Trotz der kräftigen Kurssteigerung ist die Aktie noch nicht zu teuer geworden: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der durchschnittlichen Gewinnschätzung beträgt 23,0 für dieses und 19,1 für das kommende Jahr - mit Blick auf die rasante Gewinnsteigerung sollte das gerechtfertigt sein. Die Dividendenrendite beträgt mit der für das kommende Jahr erwarteten Ausschüttung 1,5 Prozent.

    Die jüngste Korrektur hat den mittelfristigen steilen Aufwärtstrend gebrochen, den langfristigen Aufwärtstrend aber nicht im geringsten berührt. Charttechnisch stellt sich nun die Frage, ob sich ein neuer steiler Aufwärtstrend etablieren wird. Die Chancen dafür stehen gut. Allerdings ist auch gut möglich, daß der Chart erst einmal auf hohem Niveau in einem Seitwärtstrendkanal verharrt. Anleger können daher getrost abwarten, wie sich das Kursbild entwickelt. Erreicht die Notiz ein neues Rekordhoch, wäre das aus technischer Sicht ein Kaufsignal.

  2. #2
    Erfahrener Valueist
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    Zitat Zitat von [b
    Zitat[/b] (Sigip @ 10.11.2006, 23:19)]Anleger können daher getrost abwarten, wie sich das Kursbild entwickelt. Erreicht die Notiz ein neues Rekordhoch, wäre das aus technischer Sicht ein Kaufsignal.
    Hallo, Sigip,

    die H+R-Aktie hatte ich auch auf dem Schrim, als sie noch einstellig war. Das Nebenwerte-Journal hatte auf das große Potential der Gesellschaft hingewiesen, aber ich hatte die Finger davon gelassen, weil die EK-Quote damals bei nur 20 % lag. Schade, schade...

    Hier noch ein Artikel aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung von gestern:

    "Sechs, sechs, sechs – das geht nicht. Auch wenn die Zahlen nur für Millionenbeträge aus schnöden Synergieeffekten stehen, kann der anstößige Beiklang im katholischen Emsland peinliches Schweigen provozieren. In einer Runde von Abteilungsleitern hatte Horst Hollstein nach einem griffigen Slogan für die Ziele nach der Übernahme der neuen Raffinerie in Hamburg gesucht, als es plötzlich still wurde im Raum. „Das ging gar nicht“, sagt der Vorstandschef der H&R Wasag AG. Nun ist in Salzbergen nur vom „Projekt 18“ die Rede.
    Seit der 66-Jährige an der Spitze des Chemiespezialisten steht, hat er gelernt, auf die besonderen Befindlichkeiten vor Ort Rücksicht zu nehmen – im kleinen Rahmen zumindest. Im größeren war das nicht möglich: Als sich eine Investorengruppe 1994 entschloss, die Schmierstoffraffinerie im südlichen Emsland zu übernehmen, war sie ein „Sanierungsfall“, wie auch der Betriebsrat einräumt. Heute bildet die Anlage den Kern eines Unternehmens, dessen Börsenwert sich in diesem Jahr verdreifacht hat und dessen Aktie Analysten weiterhin zum Kauf empfehlen.
    Vor zwölf Jahren hätte eine solche Prognose niemand gewagt. Die BASF-Tochter Wintershall wollte die hohen Verluste bei der ältesten noch produzierenden Raffinerie Europas nicht länger tragen und „den Lichtschalter umdrehen“, wie sich Bürgermeister Andreas Kaiser erinnert. Für Salzbergen, wo schon im Jahr 1860 erstmals Ölschiefer zu Petroleum verarbeitet wurde, wäre das ein harter Schlag gewesen. Die Anlage war für die 7500-Einwohner-Gemeinde damals fast so wichtig wie das Volkswagen-Werk für Wolfsburg.
    Auch die Schwierigkeiten lagen ähnlich: Die Raffinerie nutzte nur einen Bruchteil ihrer Kapazitäten, die Produkte fanden zu wenige Abnehmer, und die Belegschaft war viel zu groß. Während bei VW viele Probleme mit der Einführung der Vier-Tage-Woche verschleiert wurden, legte der neue Chef in Salzbergen die wunden Punkte offen – und änderte die Strategie: Statt sich auf Schmierstoffe zu konzentrieren, setzt die Raffinerie seither auf Paraffine, Weißöle und Weichmacher, die zuvor eher beiläufig als Abfallprodukte angefallen waren. Insgesamt umfasst das Sortiment heute mehr als 800 Produkte, die an mehr als 100 Industriezweige geliefert werden.
    „Es war eigentlich ganz einfach“, sagt Hollstein. „Man musste nur die Stärken und Schwächen analysieren.“ Schmierstoffe in großer Menge herstellen, könne jede Raffinerie. Basisöle mit Additiven zu hochwertigen Schmierstoffen zu veredeln und diese auf Wunsch auch in kleinen Gebinden zwischen einem halben und tausend Liter abzufüllen – das sei eine lukrative Nische.
    Groß war die Umstellung auch für die Mitarbeiter. Zunächst halbierte der neue Chef, der zuvor beim Mineralölkonzern BP dessen Deutschland-Geschäft neu ausgerichtet hatte, die Zahl der Mitarbeiter. In einem zweiten Schritt koppelte Hollstein das Lohnsystem – mit zähneknirschender Zustimmung der Gewerkschaft – vom Flächentarif ab. Seither sind die Grundgehälter auf dem Niveau von 1996 eingefroren; dafür werden die Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens beteiligt – sie bekommen ein Drittel des Gewinns. Ein weiteres Drittel geht an die Aktionäre, das letzte ist für Investitionen reserviert.
    „Wir verteilen das Geld erst, wenn wir es haben“, betont Hollstein. Nach anfänglichem Zögern sehen auch die Mitarbeiter das neue Modell positiv. „Jeder weiß heute, dass eine Bestellung Kosten auslöst und denkt daher doppelt darüber nach“, berichtet Betriebsratschef Reinhold Grothus. Für dieses Jahr sind bis Ende September auf dem Mitarbeiterkonto bereits 6 Millionen Euro aufgelaufen, die der Betriebsrat nach einem eigenen Schlüssel verteilen darf. Bei 350 Werksangehörigen macht das für jeden einen Zuschlag in fünfstelliger Höhe zum normalen Gehalt. Gleichwohl sieht die Gewerkschaft IG BCE das Salzbergener Modell nicht als Vorbild, sondern als Einzelfall. „Das funktioniert nur, wenn es einem Unternehmen gut geht“, heißt es in der hannoverschen Zentrale.
    Nach Einschätzung des Vorstands wird es H&R Wasag bald noch besser gehen. Grund für den Optimismus ist die Integration der vor zwei Jahren von BP erworbenen Spezialraffinerie in Hamburg. Nach der Übertragung der Salzbergener Strategie auf die mit einer Kapazität von 400 000 Tonnen fast doppelt so großen Anlage rechnet Hollstein mit einem deutlichen Gewinnanstieg, auch wenn die Verhandlungen über eine neue Tarifvertragsstruktur erst begonnen haben.
    Nach den dreimal 6 Millionen Euro aus dem „Projekt 18“ läuft nun das „Projekt 40“, das auf eine Erweiterung der Kapazitäten zielt und das Ergebnispotenzial noch einmal um 40 Millionen Euro erhöhen soll. „Dieses Unternehmen“, sagt Hollstein, „kann heute nichts mehr umwerfen.“

    H&R Wasag AG

    Das Unternehmen ist 2001 aus der Fusion der Spezialraffinerie Salzbergen und der Wasag Chemie AG hervorgegangen. Durch den Zusammenschluss gehören auch ein Kunststoffhersteller und Sprengstoffspezialisten zum Konzern. Da beide Sparten nicht zum Kerngeschäft gehören, gelten die als Verkaufskandidaten. Das Kürzel H&R steht für die Hamburger Ölhandelsunternehmensgruppe Hansen & Rosenthal, die die Raffinerie im Emsland 1994 übernommen hat. Die Gruppe hält zusammen mit befreundeten Investoren 49 Prozent der Anteile. Im vergangenen Jahr hat H&R Wasag bei einem Umsatz von 650 Millionen Euro (+ 31 Prozent) einen Überschuss von 11,5 Mio. Euro (+ 65 Prozent) erzielt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres erreichten die Erlöse bereits 610 Mio. Euro, der Gewinn stieg auf 34,4 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatz von 810 Mio. Euro und einem Vorsteuerergebnis von 65 Mio. Euro. Der Konzern beschäftigt 1794 Mitarbeiter, davon knapp 350 in Salzbergen."


    Abschließend noch ein paar Worte zu Eurer charttechnischen Analyse. Warum soll ich erst bei einem neuen Rekordhoch kaufen? Unser Ziel ist doch vielmehr, Aktien billig einzukaufen und nicht teuer, oder? Für mich ist dieser Art der Argumentation der Hauptgrund, warum ich von der Chartanalyse nichts halte. Im richtigen Leben versuche ich doch auch, möglichst billig zu kaufen und warte nicht auf Preissteigerungen...

    Einen schönen Sonntag noch,
    JuliaPapa
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  3. #3
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    KGV 20 für einen Zykliker ist ganz schön ambitioniert. Für einen Einstieg ist es m. E. zu spät. Ich hatte die mal auf der Watchlist, so um die 15 € standen die damals, hab dann aber was anderes gekauft. Das war 'ne verpaßte Gelegenheit. Wenn ich jetzt mit dicken Buchgewinnen drin wär, würde ich über eine Exit-Strategie nachdenken. Am einfachsten wär ein Stop-Loss.

  4. #4
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    Eine Exit-Strategie über Stop-Loss-Kurse halte ich hier für nicht richtig. Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, daß der Wert recht volatil ist (zwischen 40 und 48 Euro). Da kann man schnell mal ausgestoppt werden, obwohl die Aktie bei dem guten Geschäftsverlauf noch Chancen hat.

    Ich halte es hier für sinnvoller, Kursziele zu definieren, z.B. 52 Euro und dann tatsächlich einen Teil der Aktien (z.B. ein Drittel) zu verkaufen.
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  5. #5
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    Und wenn sie abbröckeln und nie auf 52 € gehen?

  6. #6
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    Und wenn sie bei 40 € rausgehen und dann wieder auf 48 € ?


    Es sind halt zwei verschiedene Strategien, und welche richtig war, wird man wie immer erst hinterher wissen.
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  7. #7
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    An sich ist das Unternehmen immer einen Blick / Investition wert. Habe mich schon diverse Male geärgert nicht gekauft zu haben.

    @Botwinnik
    Ich schließe mich Juliapapa an. Für mich klingt es so, als wenn du versuchst, dass richtige Timing zu finden :-) Früher habe ich immer SL gesetzt, heute nur noch in den seltesten Fällen. Warum? Nun ich bin vielen Werten immer hinterher gelaufen, habe versucht durch SL und Sb den Markt besser zu timen. SL setzte ich im Moment recht vorsichtig ein. Bei stark volatilen Werten bin ich vorsichtig. Wenn ich das Unternehmen kaufe bin ich mir ja der Tatsache bewusst, dass die Aktie sehr stark schwankt (zumindest sollte man das)

    Gruß Thomas

  8. #8
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    Hallo Julia Papa,

    >>>>>>>>>Abschließen d noch ein paar Worte zu Eurer charttechnischen Analyse. Warum soll ich erst bei einem neuen Rekordhoch kaufen? Unser Ziel ist doch vielmehr, Aktien billig einzukaufen und nicht teuer, oder? Für mich ist dieser Art der Argumentation der Hauptgrund, warum ich von der Chartanalyse nichts halte. Im richtigen Leben versuche ich doch auch, möglichst billig zu kaufen und warte nicht auf Preissteigerungen..>>>>>>>&gt ;>>>>>>>>>&gt
    ;

    vielen Dank für deinen Bericht aus der Hannoversche.
    Auch mein Bericht war ein externer aus der FAZ. Ich habe ihn nicht als solchen ausgewiesen, um keine Probleme mit dem Urheberrecht zu bekommen.
    Deshalb war auch die technische Analyse nicht unsere. Auch bei uns spielt die technische Analyse eine sehr untergeordnete Rolle.

    >>>>>>>>>>die H+R-Aktie hatte ich auch auf dem Schrim, als sie noch einstellig war. Das Nebenwerte-Journal hatte auf das große Potential der Gesellschaft hingewiesen, aber ich hatte die Finger davon gelassen, weil die EK-Quote damals bei nur 20 % lag. Schade, schade...<<<<<<<<<

    Auch in unserem Börsenclub hat eine sehr intensive Diskussion stattgefunden, ob man eine Aktie mit 20% Eigenkapital und geringer Eigenkapitalrendite kaufen darf, zumal das Eigenkapital dramatisch von 48% auf gut 20% gefallen war. Der Grund dafür war die enorme Expansion dieser Firma. Auf der anderen Seite war im Frühjahr die gewaltige Gewinnexplosion zu erkennen. Fast alle Mitglieder sind im Frühjahr um die 20 E. eingestiegen.
    Wir sind noch bei einer weiteren Aktie eingestiegen, die ebenfalls eine enorme Gewinndynamik entwickelt, aber mit einer Eigenkapitalrendite von 5,78% für dieses Forum nicht diskussionswürdig ist. Dennoch hat auch D+S europe in 8 Wochen 30% gemacht.
    Wegen der gewaltigen Gewinndynamik von H+R ist das Eigenkapital auch schon wieder deutlich auf 29% angestiegen. So werden bei solchen Aktien auch sehr schnell die geforderten Kriterien erfüllt.
    Von Stoppkursen halten wir auch nicht viel. Ob man bei den gegenwärtigen Kursen aussteigen sollte, ist schwer zu sagen, sie ist mit einem aktuellen KGV von 17 nicht mehr ganz billig. Für uns verbietet sich ein Verkauf, weil noch nicht aus der Spekulationszeit raus sind.

    Gruß
    Sigip

  9. #9
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    Zitat Zitat von [b
    Zitat[/b] (thomasboensch @ 13.11.2006, 16:26)]@Botwinnik
    Ich schließe mich Juliapapa an. Für mich klingt es so, als wenn du versuchst, dass richtige Timing zu finden :-) Früher habe ich immer SL gesetzt, heute nur noch in den seltesten Fällen. Warum? Nun ich bin vielen Werten immer hinterher gelaufen, habe versucht durch SL und Sb den Markt besser zu timen. SL setzte ich im Moment recht vorsichtig ein. Bei stark volatilen Werten bin ich vorsichtig. Wenn ich das Unternehmen kaufe bin ich mir ja der Tatsache bewusst, dass die Aktie sehr stark schwankt (zumindest sollte man das)

    Gruß Thomas
    Nein, ich setze niemals Stops. Mir wird nur nicht ganz klar, wie die Leute das machen wollen, wenn die Aktie den typisch langen Weg eines Zyklikers nach unten einschlägt.

    Ich versuche i. d. R. nicht zu timen, ich hab allerdings auch selten Zykliker. Wenn man aber diese Aktien hat, muß man den Ausstieg timen, sonst sind irgendwann die ganzen schönen Gewinne wieder weg.

  10. #10
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    Was meint ihr? Kann man jetzt wieder einsteigen?

    Bitte nur ernst gemeinte Hinweise, kein Geblödel!

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