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Thema: Food Junction

  1. #1
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Food Junction Holdings Limited mit Sitz in Singapur betreibt sog. Food Courts, das sind größere Räumlichkeiten in 1-A-Shoppingcenterlage zwecks Verkauf von Nahrungsmitteln. Food Junction tritt jedoch hauptsächlich als eine Art Franchisgeber auf. Unter Lizenz dürfen unabhängige Geschäftsleute Verkaufsstände in diesen Courts betreibe. Food Junction verlangt keinen Cent Miete von den Franchisenehmern. Dafür verlangen sie jedoch eine Beteiligung am Umsatz in Höhe von 20-28%. Food Junction kümmert sich alle operativen Abläufe solcher Food Courts wie z.B. die Reinigung, den Abwasch, Marketing und Werbung oder Instandhaltung. In einem Court sind i.d.R. 12-17 Verkaufsstände vorhanden. Food Junction betreibt auch selbst Verkaufsstände...derzeit 16 Food Courts, davon 13 in Singapur und 3 in Malaysia und eigene 52 Verkaufsstände. In Singapur ist Food Junction ne Marke steht für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und Sauberkeit.

    Fundamentaldaten:

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 per Ende September hat das Unternehmen rund 44 Mio SG$ umgesetzt, ein SG-Sollar entspricht ungefähr 50 Eurocent. Dabei hat Food Junction 7,9 Mio SG$ verdient. Gewinnmarge also 18%. Das RoE beträgt 35-40%, FCF-Kraft versteht sich da von selbst. *Das RoE muss vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass Food Junction keine Finanzschulden hat und auch noch eine Menge Cash&Equivalents.

    Bewertung:

    KGV: 9
    EV/FCF: 6
    Dividendenrendite: 6,7%

    Und nun haut mal in die Tasten.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  2. #2
    Erfahrener Valueist JanHendrik
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    PoP,

    hast du eine Idee, was die langfristigen Wettbewerbsvorteile von Food Junction sind. Eine "bekannte Marke" in Singapur halte ich für hoch gegriffen, da sich der Umsatz doch als klein im Vergleich zur Population dort verhält!

    Jan

  3. #3
    Neuer Benutzer Fabian
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    hi janhendrik,

    genau dieser punkt war auch meine überlegung. Wo genau sind hier die gräben?

    ausserdem ist die frage, wie es um die ethik des managements und den anlegerschutz in singapur bestellt ist?

    Im Prinzip bietet man ja nur ein Essfläche an, die mit Franchise etwas professioneller betrieben wird als es ein einzelner Einzelhändler kann?!

    grundsätzlich sollte auf diesem umsatzniveau aber weiteres wachstum ohne weiteres möglich sein.

    schaut man sich die letzten unternehmenszahlen an, wäre ohne die massive umstrukturierung und einmalabschreibung ein höheres gewinnwachstum möglich gewesen.

    die kennzahlen sind aus meiner sicht absolut top. werde mir mal in den weihnachstferien die geschäftsberichte zu gemüte führen, um das geschäftsmodell besser zu verstehen und bewerten zu können.

    @pop,
    hast du infos zu den same store sales?

    wie sieht es mit handelsmöglichkeiten aus?

    ->nach meiner info wird der wert wohl in amiland via otc und in singapur an der SGX-Sesdaq gehandelt, aber es existiert noch nicht mal eine deutsche wkn, dadurch über deutschen broker kein handel möglich?

    cu Fabian

  4. #4
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    @Eine "bekannte Marke" in Singapur halte ich für hoch gegriffen, da sich der Umsatz doch als klein im Vergleich zur Population dort verhält!

    Ich würde keinen Zusammenhang zum Umsatz ziehen wollen. Ein Franchisegeber überlässt das Umsatzmachen den Franchisenehmern. Dafür hat Food Junction auch ein RoI von >60%. Auf der anderen Seite kann ein Unternehmen viel Umsatz machen, aber für die Bevölckerung nicht sichtbar sein. Singapur hat 4,4 Mio Einwohner auf gerade einmal 683 km^2 Fläche... wieso ist es da hochgegriffen dass 13 Food Courts in je 1-a-Shoppingcenterlage keinen Bekanntheitsgrad erlangen?

    @hast du infos zu den same store sales?

    Leider nein, aber man könnte ja den Umsatz pro Food Court oder pro Square Feet als ungefähren Trend ausrechnen.

    @wie sieht es mit handelsmöglichkeiten aus?

    Das versuche ich auch gerade herauszufinden.

    @ausserdem ist die frage, wie es um die ethik des managements und den anlegerschutz in singapur bestellt ist?

    Mit dem Anlegerschutz in Singapur habe ich mich nicht näher beschäftigt, aber Singapur scheint gar nicht so übel zu sein, zugegeben mein Allegmeinwissen hält sich auhc arg in Grenzen. Kurzer Auszug aus Wikipedia: "Singapur zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt...Singapur hat große Bedeutung als internationaler Finanzplatz und auch im Warenhandel...Arbeitslosigkeit: 3,4 %"

    Vom Management habe ich einen sehr guten Eindruck. Der CEO, der rund 8% des Unternehmens besitzt, war längst reich geworden bevor er zu Food Junction ging. Er macht seine Arbeit aus Leidenschaft und scheint sich um die Franchisenehmer zu kümmern und in ständigen Kontakt mit ihnen zu sein. So und nicht anders sollte ein Franchiseunternhemn geführt werden. Zudem gibt es keine Aktienoptionen. Am Ende dieses Beitrags füge ich ein Interview mit ihm ein.

    @Im Prinzip bietet man ja nur ein Essfläche an, die mit Franchise etwas professioneller betrieben wird als es ein einzelner Einzelhändler kann?!

    Ich sehe da schon mehr drin. Man bietet v.a. einen sehr guten Standort an. Stell Dir vor wieviel Miete so ein Verkaufsstand zahlen müsste, wie hoch dann die Fixkosten wären und wann so etwas profitabel wäre. Erst nach bei einer bestimmten Umsatzgröße würde es sich nicht mehr lohnen eine Franchiselizenz in Anspruch zu nehmen, denn dann würde ja man von den Fixkosten profitieren und die Gewinne hebeln. Aber diese Größe erreicht so ein Stand vermutlich nie. *

    @hast du eine Idee, was die langfristigen Wettbewerbsvorteile von Food Junction sind
    @genau dieser punkt war auch meine überlegung. Wo genau sind hier die gräben?

    Einen großen Graben werdet ihr vergebens suchen. Ich schätze die Markteintrittsbarrieren als eher gering ein. Schaut Euch doch mal die erfolgreichen Franchisesysteme an, wie z.B. Mc Donalds. Konkurrenz gibt es überall en masse, wieso also zu Mc Donalds gehen? Naja, das Geschäftsmodell hat sich bewährt. MCD bietet seinen Kunden ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, guten Service, besticht durch Sauberkeit und der Burger schmeckt überall gleich. Wichtig ist natürlich auch, ob das Frachisesystem bei der Franchisenehemrn ankommt bzw. ob es sich für sie lohnt. Wenn das Geschäftsmodell im Optimalfall weitreichend multiplizierbar ist, wird das Cashkalb auch ne dicke fette Cashkuh. Die Frage ist also nicht unbedingt: "Ist Food Junction das optimale Unternehmen"? sondern "Ist das Geschäftsmodell so schlecht, dass mir auf Basis des EV/FCF die satte Einstandsrendite von 15% zu wenig ist bzw. reicht mir die Sicherheitsmarge aus, um die Risiken wettzumachen."

    Hier ist das INterview:

    27 July 2004

    Straits Times

    English

    © 2004 Singapore Press
    Holdings Limited

    Millionaire Andrew Fu came out of retirement to lead Food
    Junction, now into its 10th year, reports TEO PAU LIN

    HE COULD have retired happily but came to a Junction which made him change course. Ten years ago, Taiwan-born Andrew Fu was basking in retirement in Melbourne when he invested a bit of money in Singapore.

    A Singaporean friend was setting up a small suburban food joint - 'something about eating hawker food in air-con', he recalls. That foray in Bishan Junction 8 would grow into Food Junction, one of the largest foodcourt chains here which revolutionised how Singaporeans ate hawker food.

    For three years, he was content to be a sleeping partner while his pal, Mr George Quek, ran the business. They had two other Taiwanese partners.

    Then, in 1996, Mr Fu came to Singapore to check on his investment and was amazed at what he saw.

    Within three years, the business had ballooned into six outlets. They offered Japanese, Korean and Italian cuisine in cool, neon-lit settings. And they were packed. 'I was very excited about the potential,' says Mr Fu, 57, a former property businessman in Taiwan.

    He said goodbye to retirement, relocated here and became
    executive director. His wife stayed in Melbourne to take care of their only child. She and their daughter, a 28-year-old lawyer, now live in Taipei.

    In 2000, Mr Quek stepped down as managing director to focus on his bakery chain, BreadTalk, which itself became a success. Mr Fu found himself managing director to 100 staff members and 250 hawker tenants.

    'The other two partners were sleeping partners and didn't want to run it. If I don't do it, no one will.'

    The listed company now has 17 outlets in Singapore and Malaysia. It rung up a $47 million turnover last year and turned in a $6.6 million profit.

    IT WAS one part business interest and many parts responsibility that spurred him to helm the company.

    'You've brought this big group of people along on this journey, so you have to be responsible and take care of them,' he says in Mandarin.

    'And it's not just the 100 staff members and 250 tenants. You have to think about the three or four workers at every stall and all the families attached to them.'

    He did not need the money either. He had already made millions from property development in Taiwan and retired at an unheard-of 38.

    'I can survive without this job. But once I start something, I must see it through to the end,' he says.

    In person, Mr Fu is gracious and down-to-earth. The first thing he asks you is if the room temperature in his Great World City office is too cold. He offers you a jacket, then a
    drink.

    You understand why he is popular with his workers. 'He never pulls rank,' says Food Junction's financial controller Ariana Lim.

    He splits all his meals among the 15 outlets across the island, where he eats with the tenants, talks to the cleaners, lines up and pays for his food like everybody else. He believes it is the warming of human ties that keeps his operations humming.

    When the Sengkang outlet opened in 2002, he left his apartment in Bukit Panjang at 7.45 every morning to check on its operations, before heading to headquarters in Great World City by 9am.

    He maintained the daily inspection for a full 1 1/2 years,
    eating so much breakfast with his tenants 'until I grew so fat', he says. 'But it makes the workers happy when you pay them this much attention.'

    HIS guiding
    principles of hard work and honesty are the stuff of rags-to-riches Taiwanese drama serials.

    The eldest of six children, Mr Fu was born to schoolteachers who were so impoverished they grew up sharing a tiny room in the school compound.

    He studied civil engineering in Taipei and started work as a construction site supervisor at age 24. 'I was taught by my parents to be humble and honest. And whatever I do, I must be committed; the heavens will reward those who work hard,' he says.

    Over the next few years, he established an extensive network of contractors and suppliers. In 1974, he persuaded a motley crew to invest in a small residential project in Taoyuan, and hit his first jackpot.

    He quit his job and set up his own property development firm at 32. It was a meteoric rise from then on. The hard work turned his hair snow-white by his mid-30s but enabled him to retire at 38.

    Today, he is Food Junction's fifth largest shareholder with an 8-per-cent stake. The company went public in 2001.

    Deftly, he sidesteps the question of competition, posed mainly by the Kopitiam group which owns 35 air-conditioned
    outlets and 33 open-air ones.

    'I don't see anyone as my competitor. I never wanted to steal anything from anyone. I'm just a displaced Taiwanese old man trying to do my own thing,' he says with a smile.

    He is looking to stretch his chain further to Malaysia and China. And as long as the location is right, there is still room for more foodcourts here 'because Singaporeans eat out so much'.

    And he is looking forward to retirement again. 'But first I must groom the senior management so I can leave the company in good hands,' he says. 'After that, I'll play golf. The sooner the better.'

    Send your comments to stlife@sph.com.sg

    FOOD JUNCTION changed the way Singaporeans ate hawker food. Before, the options were hot, grimy hawker centres. But with foodcourts, you carry food to your table American fast-food style and chow down.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  5. #5
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Hallo, zusammen,

    ich habe gerade mal bei Consors geguckt: Dort ist Food Junction unbekannt. Yahoo weist einen OTC-Handel in den USA aus.

    Leider ist mir heute morgen ein Weisheitszahn gezogen worden, so daß ich zur Zeit zu Hause bin. Erst am Freitag werde ich auf die professionellen Systeme an meinem Arbeitsplatz zurückgreifen können. Ich werde mich dann nochmal melden, ob es für dieses Papier eine deutsche WKN gibt.

    Ansonsten scheinen die Zahlen ja tatsächlich ganz gut zu sein. Allerdings ist der fehlende Wettbewerbsvorteil in der Tat nicht so toll.

    Gruß,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  6. #6
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    So, ich habe mal eben meine Connections spielen lassen:


    Food Junction Holdings Ltd. Registered Shares SD -,08

    WKN: A0B7G6, ISIN: SG1L83897430


    Einen Handel in Deutschland konnte ich auch mit diesen Daten nirgendwo finden.


    Schönen Abend noch,
    JuliaPapa
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  7. #7
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo zusammen,

    verstehe ich nicht ganz. Wer zahlt denn die Miete?

    Gruß
    Dieter

    <Stell Dir vor wieviel Miete so ein Verkaufsstand zahlen müsste, wie hoch dann die Fixkosten wären und wann so etwas profitabel wäre. Erst nach bei einer bestimmten Umsatzgröße würde es sich nicht mehr lohnen eine Franchiselizenz in Anspruch zu nehmen, denn dann würde ja man von den Fixkosten profitieren und die Gewinne hebeln. Aber diese Größe erreicht so ein Stand vermutlich nie.>

  8. #8
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    Na Food Junction. Das ist der größte Kostenblock.

    Grüße
    PoP
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    (Warren Buffett)

  9. #9
    Neuer Benutzer Fabian
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    hi julias papa,

    hast du über deinen arbeitgeber ne wkn beantragt?

    vielen dank dafür, wenn ich das über consors getan hätte, würde es monate dauern.

    kann man eventuell irgendwann nochmals auf diese art von hilfe zurückgreifen?

    danke im voraus

    lg
    fabian

  10. #10
    mike_N
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    Ich weiss nicht, ob die professionelle Hilfe von JuliaPapa immer nötig ist. Bei "meiner" Bank (UBS) findet sich zu Food Junction jedenfalls einiges an Nummern wie WKN etc... Es erstaunt mich einwenig, dass dies andernorts nicht auch so zu finden ist.

    Hier noch der Link zu der UBS-Seite:

    http://quotes.ubs.com/quotes/Language=D

    Food Junction unter "Schnellsuche" eingeben, dann noch das Ergebnis anklicken und schon hast du allerhand infos...

    Gruss
    mike

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