Aber wieso hat Fielmann 1997, als auf das Umsatzniveau von 1995 zurückgefallen sind, nur rund 1/3 von dem verdient, was sie 1995 verdient haben? Worauf ich hinaus will: Fielmann hat Fixkosten, würde also auch mit der gleichen Anzahl an Läden wie 2002 (ungeachtet der Steuerquote) weniger als von dir angenommen verdienen, weshalb ich mit deiner Gewinschätzung nicht ganz übereinstimme.
Darum habe ich ja geschrieben: "Außerdem hat Fielmann 2004 natürlich mehr Läden und dadurch mehr Kosten als noch in 2003" (gemeint hatte ich 2002, 2003 war ein Tippfehler). Ich wollte nicht den Gewinn nächstes Jahr schätzen, sondern den normalisierten Gewinn, also das was beim derzeitigen Filialnetz im lfr. Durchschnitt ohne Sondereinflüsse zu erwarten ist. Ich halte es für sehr plausibel, daß Fielmann nächstes Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch haben wird, durchaus in der Größenordnung von 1997. Mein Interesse an Fielmann rührt genau daher. Ich würde mich für die Aktie bei Kursen von 15 EUR und tiefer interessieren. Mal sehen, ob sich die Gelegenheit ergibt. Unter normalen Umständen wäre die Chance, daß ich Fielmann zu einem attraktiven Kurs bekomme, gleich null, aber die Gesundheitsreform könnte hier eine Gelegenheit bieten. Die Effekte aus der Gesundheitsreform dürften das normalisierte Umsatzniveau um 10-20% absenken. Längerfristig erwarte ich aber keinen negativen Effekt auf die Umsatzrendite, da man entsprechend gegensteuern kann, z. B. durch die Schließung von unprofitablen Filialen, durch geringere Personalstärke in den Filialen, durch Neuverhandlung der Mietverträge (oft haben die ohnehin eine Umsatzabhängige Komponente). Es wird wohl auch zu einer Verdrängung weniger leistungsfähiger Optiker kommen, so daß sich lfr. eine marktimmanente Umsatzrendite wieder einpendeln dürfte.
Andreas




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