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Thema: Fielmann AG

  1. #31
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo Value-Gemeinde,

    ich habe gerade ein Posting ins WO-Board zum Thema Fielmann gesetzt und stelle dies der Einfachheithalber mal hier rein. Vielleicht regt es ja an und ihr habt eine Meinung dazu.

    Optikbranche
    Fielmann-Aktie - solide, aber ohne Pfiff

    (18. Juni 2003 Mit einem Plus von drei Prozent auf 35 Euro reagiert die Aktie der Optikerkette Fielmann auf die Entscheidung der Börse, das Papier ab dem 23. Juni in den MDax aufzunehmen. Dort wird es die Buderus-Aktien ersetzen, da das Unternehmen von Bosch übernommen wird und nur noch ein kleiner Anteil der Aktien öffentlich handelbar ist.

    Mit dieser Kursbewegung wird wieder einmal deutlich, daß die Zugehörigkeit einer Aktie zu einem Index nicht ganz unerheblich ist. Denn erstens werden sie Fonds, die sich an einem Index orientieren, das Papier automatisch ins Depot legen. Zweitens trifft eine Aktie auf mehr Aufmerksamkeit bei Analysten und Anlegern, wenn sie Bestandteil eines Index wird. Allein schon deswegen, weil sie im Zusammenhang mit Börsenberichten immer wieder einmal erwähnt werden dürfte.)

    Regulatorische Risiken

    Allerdings dürfte dieser Effekte eher kurzfristig für Bewegungen sorgen, während längerfristig die fundamentale Entwicklung des Unternehmens und der Konjunktur eine entscheidende Rolle spielen dürften. Die anhaltend schleppende Wirtschaftsentwicklung und die Bemühungen der Regierung, endlich Maßnahmen anzuleiern, die im Gesundheitssektor die Kosten drücken könnten, dürfte auch Fielmann nicht ganz unberührt lassen, obwohl das Unternehmen in Deutschland einen hohen Marktanteil hat, für günstige Preise bekannt ist und gegen den Branchentrend wächst.

    Denn in der Vergangenheit hatte die Reduktion von Kostenerstattungen für Brillenfassungen zu deutlichen Umsatzeinbußen geführt. Im Jahr 1997 gingen die Erlöse der Branche beispielsweise im 15 Prozent zurück. Die von Fielmann zwar nur unterdurchschnittlich um fünf Prozent, aber auf der Ertragsseite machte sich das deutlich bemerkbar. Ähnliche Maßnahmen könnten zunächst über Vorwegnahme zu erhöhten Umsätzen, aber dann in der Folgeperiode zu einem Ertragseinbruch führen. Auf dieser Basis dürfte die Ertragsentwicklung folglich entsprechend sensibel reagieren.

    Aktie zeigt kaum Dynamik

    Allerdings ist das im Moment noch nicht konkret absehbar. So bleibt der Blick auf die jüngste Entwicklung und die weiteren Pläne. Im ersten Quartal des laufenden Jahres konnte Fielmann den Umsatz um 10,1 Prozent steigern, das operative Ergebnis sogar um 12,4 Prozent. Der Überschuß legte allerdings im Jahresvergleich lediglich 1,3 Prozent auf 13,514 Millionen Euro oder 64,35 Cents je Aktie zu. Sollte diese Entwicklung sich über den Rest des Jahres fortschreiben lassen, wäre die durchschnittliche Analystenprognose für das Gesamtjahr gut zu erfüllen. Sie erwarten einen Gewinn je Aktie von 2,34 Euro.

    Auf dieser Basis liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 15 relativ hoch. Der Chart zeigt einen seit dem Jahr 2001 anhaltenden, leichten Abwärtstrend, der momentan unüberwindbar erscheint. Denn das Unternehmen befindet sich auf Wachstumskurs, möchte in Europa stark expandieren. Und das erfordert entsprechende Investitionen, die sich erst längerfristig auszahlen dürften. Vor diesem Hintergrund erscheinen zwar der hohe Cashflow des Unternehmens, die ansehnliche Dividendenrendite von 3,6 Prozent und das vergleichsweise stabile Kursverhalten der Aktie positiv. Wirklich interessant dürfte sie allerdings erst dann werden, wenn man sie noch günstiger kaufen kann.



    quelle: faz.net


    die schätzungen sehen folgendermaßen aus:

    umsatz je aktie 2003: 33,42 (+6,8%)
    umsatz je aktie 2004: 35,92 (+7,5%)

    gewinn je aktie 2003: 2,39 euro (+11,6%)
    gewinn je aktie 2004: 2,66 euro (+11,3%)

    quelle: comdirect

    das hieße, dass fielmann heute zum 13fachen des für 2004 geschätzten gewinne bewertet wird. nehmen wir an, fielmann würde 2004 wie jetzt zum 16fachen gehandelt, dann entspricht das einem kurs von rund 43 euro bzw. einer wertsteigerung von 25% beim kaufkurs von 34,5.

    fielmann schüttet rund 60% seines gewinns aus, also würden folgende dividenden anfallen:

    dividende je aktie 2003: 1,43 euro
    dividende je aktie 2004: 1,59 euro

    bezogen auf den kaufkurs von 34,5 folgende dividendenrenditen:

    dividendenrendite 2003: 4,2%
    dividendenrendite 2004: 4,6%

    inklusive dividendenrenditen, also eine wertsteigerung von rund 30%.

    ich kann mir nicht helfen, finde diese prognose aber optimistisch. fielmann müsste bei diesen umsatz- und gewinnprognosen seine gewinnmargen von jetzt 6,8% auf 7,2% in 2003 und 7,4% in 2004 steigern. Ob das wirklich so eintritt kann ich nicht beurteilen. oder aber fielman müsste höhere umsätze machen, was eigentlich nicht unwahrscheinlich ist, da die expansion augenscheinlich funktioniert. ich kann mir deshalb auch nicht vorstellen, dass eine gesundheitsreform zulasten der brillenzuschüsse in den analystenschätzungen enthalten sind.

    meine prognosen sind viel konservativer, aber dafür glaube ich auch erreichbarer. Fielmann hat in den letzten 10 jahren durchschnittlich 10,9% , in den letzten 5 jahren 9,6% umsatzwachstum erzielt. ich denke, dass fielmann mittelfristig rund 8% umsatzwachstum durch expansion und flächenwachstum, gerade mit blick auf eine gesundheitsreform, realisieren kann. zur errechnung der gewinne und der dividenden nehme die durchschnittlichen gewinnmargen der vergangenen 10 jahre; es sind dies rund 6% gewinnmarge, außerdem gehe ich davon aus, daß fielmann weiterhin rund 60% seines gewinns auschüttet. nach dieser methode würden die gewinne und die dividende zunächst einmal sinken, wovon ich nicht ausgehe. aber es geht mir halt nicht darum zu sagen, bei welchem kgv fielmann in mit sicht auf ein oder zwei jahren steht, sondern darum, ein realistisches bild über künftige gewinn und dividendenströme zu prognostizieren. der clou liegt eigentlich darin, daß so eine projektion mögliche umsatz-, gewinn- und dividendeneinbußen mit enthält. das ist in der vergangenheit auch schon geschehen. die projektion, wie gesagt recht konservativ, sieht dann folgendermaßen aus:

    umsatz je aktie 2003: 33,8 (kuv: 1,02)
    umsatz je aktie 2004: 36,5 (kuv: 0,95)
    umsatz je aktie 2005: 39,4 (kuv: 0,88)
    umsatz je aktie 2006: 42,6 (kuv: 0,81)

    gewinn je aktie 2003: 2,03 (kgv: 17,0)
    gewinn je aktie 2004: 2,19 (kgv: 15,8)
    gewinn je aktie 2005: 2,36 (kgv: 14,6)
    gewinn je aktie 2006: 2,55 (kgv: 13,5)

    dividende je aktie 2003: 1,22 (dividendenrendite: 3,5%)
    dividende je aktie 2004: 1,31 (dividendenrendite: 3,8%)
    dividende je aktie 2005: 1,42 (dividendenrendite: 4,1%)
    dividende je aktie 2006: 1,53 (dividendenrendite: 4,4%)


    hiernach würde fielmann rund 5,5 euro dividenden bis 2006 ausschütten und rund 3,6 euro gewinn einbehalten. also kann man sagen, daß der kurs um mindestens 3,6 euro steigt. inklusive dividenden wären dies 26% performance (bei einem kaufkurs von 34,5 euro) bzw. 7% rendite bei einer laufzeit von 3,5 jahren. das wäre eine von mir geschätzte mindestrendite.

    oder ich setze ein kgv zu schätzung des aktienkurses an. das durchschnittliche kgv der letzten 9 jahre liegt bei 25 – das würde natürlich eine starke aufwertung zum jetzigen kgv von 16 bedeuten. nehmen wir also an, das kgv bleibt unverändert bei 16, dann würde fielmann 2006 bei 40,8 euro stehen, inklusive dividenden wären dies 34% wertzuwachs oder 9% rendite.

    eine dritte möglichkeit sehe ich in der wertsteigerung des aktionär-kapitals und im kursbuchwert-verhältnis. zur errechnung des buchwerts habe ich unter berücksichtigung der ausschüttung den mit einer gleichbleibenden eigenkapitalrendite von 15% jährlich verzinst und komme auf folgende werte:

    buchwert je aktie 2003: 13,1 (kbv: 2,63)
    buchwert je aktie 2004: 13,9 (kbv: 2,48)
    buchwert je aktie 2005: 14,7 (kbv: 2,34)
    buchwert je aktie 2006: 15,6 (kbv: 2,21)

    das kbv der vergangenen 9 jahre schwankt zwischen 2,8 und 4,0. da fielmann in der vergangenheit aber viel höher bewertet worden ist (siehe kgv’s), setze ich ein kbv 2,8 an, was auch dem jahr 2002 entspricht. somit komme ich auf einen kurs von 43,7 euro, inklusive dividenden wären dies eine wertentwicklung von insgesamt 43% bzw. eine rendite von 11%. diese methode liegt mir persönlich sehr viel mehr, weil gewinnprognosen und kgv prognosen meiner meinung nach sehr wage sind.

    fazit: das wirft wahrscheinlich niemanden vom hocker, womöglich ist fielmann wirklich eine aktie ohne pfiff. aber ich denke, daß fielmann diese 7 bis 11 % rendite bringen kann, was meiner allgemeinen zielrendite von 9% schon sehr nahe kommt. es gibt sicher alternativen, die höhere renditen versprechen, aber hier spielen für mich eine reihe weiterer faktoren eine rolle, die sich nicht unbedingt zahlen pressen lassen. beispielsweise das management und sein verhältnis zu den arbeitnehmern, die qualität eines unternehmens, seine wettbewerbsposition, die verständlichkeit des geschäftsmodells, die risiken oder die planbarkeit. diese faktoren haben bei mir priorität.

    umsatz der deutschen augenoptiker-branche (mit fielmann) in mrd:

    1995: 2,97
    1996: 3,02 (+1,7 %)
    1997: 2,56 (-15,2 %) - gesundheitsreform
    1998: 2,66 (+3,9 %)
    1999: 2,86 (+7,5%)
    2000: 2,97 (+3,8 %)
    2001: 3,0 (+ 1 %)
    2002: 2,9 (-2 %)

    umsatz fielmann in mrd:

    1995: 0, 40 (+13,4 %)
    1996: 0,44 (+11,8 %)
    1997: 0,42 (-5,8 %) - gesundheitsreform
    1998: 0,46 (+10,1 %)
    1999: 0,52 (+13,6%)
    2000: 0,58 (+ 11,1 %)
    2001: 0,62 (+ 7,3 %)
    2002: 0,66 (+ 6,0 %)

    diese outperformance ist jedenfalls kein zufall!


    wie seht ihr das? auf eure meinung würde ich mich sehr freuen.
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    (Warren Buffett)

  2. #32
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo Arman,

    zum Thema Index ist dies mein letzter Wissensstand.

    18.06.2003 20:43 (DPA-AFX)
    ROUNDUP 2: Buderus bleibt doch im MDAX und Fielmann im SDAX

    Gruß
    Dieter

  3. #33
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Hallo, Arman,

    >>Die anhaltend schleppende Wirtschaftsentwicklung und die Bemühungen der Regierung, endlich Maßnahmen anzuleiern, die im Gesundheitssektor die Kosten drücken könnten, dürfte auch Fielmann nicht ganz unberührt lassen<<

    In meiner Analyse von Fielmann hatte ich über diesen Punkt geschrieben. Eine ähnliche Frage hatte ich damals auch der IR-Abteilung gestellt.

    Tatsache ist, daß für Gestelle bereits heute sehr wenig von den Krankenkassen gezahlt wird. Sollte es hier zu weiteren Kürzungen kommen, dann sind das für Fielmann nur unbedeutende Einbußen. Gläser dagegen sind medizinisch notwendig, hier dürfte es keine Kürzungen geben.

    >>Mit dieser Kursbewegung wird wieder einmal deutlich, daß die Zugehörigkeit einer Aktie zu einem Index nicht ganz unerheblich ist.<<

    Für mich spielt es keine Rolle, ob eine Aktie in einem Index vertreten ist. Wichtig ist, daß das Unternehmen gut und die Aktie preiswert ist. Eine Aktie wird nicht dadurch besser oder schlechter, daß sie in einen Index aufgenommen bzw. daraus gestrichen wird.


    Gruß,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  4. #34
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo Fielmänner,

    zur Erinnerung aus meinem Posting vom Januar 2002.

    Kurs: 37 Euro
    Gewinn: 41'
    Diskontzins: 11% (geschätzte Kapitalkosten)
    Wachstum Gewinn: 7% (Wert aus Aktien Analyse)

    Mit diesen Werten liegt der innere Wert bei 34 Euro.
    Dieses Diskontmodell weicht von Volker's ab, falls Du es nachrechnen willst. Ab dem Jahr 11 beträgt das Wachstum 3%. Ohne Wachstum ab Jahr 11 liegt der innere Wert bei 29 Euro.

    Gruß
    Dieter

  5. #35
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo,

    stimmt, Fielmann bleibt im SDax, deswegen hatte ich den ersten Absatz im Klammern gesetzt.

    Nach der DCF-Methode komme ich auf einen doppelt so hohen Wert. Rechnest Du immer mit dem GpA, Dieter? Wenn ja, wieso? Ich finde den CF eigentlich relevanter.

    Um meine Gegenrechnung etwas vergleichbarer zu machen:

    GpA: 2,14 Euro

    Verbindlichkeiten je Aktie: 0,4 Euro

    Wachstum 1-6 Jahre: 8%
    Wachstum 6-12 Jahre: 4%
    Wachstum Fortlaufender Wert: 2%

    Diskont: 9%

    Innerer Wert abzüglich Verbindlichkeiten: rund 45 Euro!


    @JuliaPapa

    Ganz so unerheblich würde eine Kürzung wohl doch nicht sein. Hierzu ein Interview mit Günther: *


    "Interview mit Günther Fielmann: Wachstumsstory geht weiter (EurAmS)
    27.04.2003 12:16:00

    Geiz ist geil. Fielmann liegt in Deutschland mit günstigen Brillen voll in diesem Trend. Jetzt wollen die Hanseaten verstärkt im Ausland wachsen. Euro sprach mit Firmengründer Günther Fielmann.
    EURO: Fielmann hat in Deutschland 43 Prozent Marktanteil. Ist die Wachstums-Story damit am Ende?

    Fielmann: Noch lange nicht. Wie Sie an unserem hervorragenden ersten Quartal sehen, können wir durchaus mehr verkaufen als 2002.

    EURO: Woran liegt das?

    Fielmann: Weitere Faktoren dürften neben unserer ansprechenden Werbung die anstehenden Einschnitte im Gesundheitswesen sein. Wenn öffentlich über Streichung von Kassenzuschüssen diskutiert wird, dann werden aus Angst vor höheren Kosten mehr Brillen gekauft. Am Ende eines Quartals gibt es dann wieder weniger Geschäft, weil die Ärzte ihre Budgets überschritten haben.

    EURO: Wird Fielmann von der geplanten Gesundheitsreform profitieren?

    Fielmann:

    Durch die Streichungen werden erst einmal weniger Brillen gekauft, da sie für den Einzelnen um etwa 25 bis 30 Prozent teurer werden. *

    Das haben wir in der Vergangenheit schon zwei Mal erlebt. Da der Kunde ohnehin immer preisbewusster wird, können wir davon ausgehen, dass er dort seine Brille kauft, wo sie am günstigsten ist – also bei Fielmann.

    EURO: In welchen Ländern wollen Sie in Zukunft wachsen?

    Fielmann: Unsere Zielmärkte werden die Niederlande und Spanien sein. In den Niederlanden haben wir bereits einige Filialen eröffnet. Dort boomt das Geschäft richtig. Allein dort wollen wir 400000 Brillen im Jahr verkaufen.

    EURO: Und werden damit zum interessanten Übernahme-Kandidaten.

    Fielmann: Das Unternehmen ist mein Lebenswerk. So etwas verkauft man nicht mal eben so. Gehen Sie davon aus, dass ich eher den einen oder anderen übernehme, als das ich übernommen werde.

    EURO: Sie wollen also zukaufen?

    Fielmann: Wir schauen schon, wo es Möglichkeiten gibt. Allerdings waren Übernahmen in unserer Branchen in der Vergangenheit alle zu teuer. Das hat sich gerächt. Wir haben keine Eile, weil wir auch ohne Übernahmen kontinuierlich wachsen. "
    *

    Kurzfristig würde es wohl zu Umsatz- und Gewinneinbußen kommen. Aber ich bin überzeugt, dass Fielmann als Nutznießer aus einer Gesundheitsreform herausgehen wird. *

    Gruß
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    (Warren Buffett)

  6. #36
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    Hallo Arman,

    normalerweise rechne ich mit dem CF - aber schau dir den unstetigen Verlauf bei Fielmann an. Mit welchem Wert und welcher Wachstumsrate hättest du im Januar 2002 gerechnet? Wenn der CF nicht geht, nehme ich die Gewinne.

    Die Abweichung kommt hauptsächlich durch den unterschiedlichen Diskontsatz. Für mich persönlich sind 11% das Minimum. So verkehrt kann das aber nicht sein, denn von Januar 2002 (Kurs 37) bis jetzt (Kurs 34) passt es ganz gut.

    Fielmann wird weiter wachsen, davon bin ich überzeugt, aber Luxottica auch, nur eben mit mehr Dampf.

    Du solltest diese beiden Unternehmen einfach mal vergleichen.

    Gruß
    Dieter

  7. #37
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo Dieter,

    ich hätte die durchschnittliche CashFlow Marge zugrundegelegt. Das wären dann immer noch rund 4 Euro CashFlow je Aktie. Ich glaube, dass Fielmann mehr wert ist, als Mr. Market es vermuten lässt. Mag sein, dass ich mich irre, aber von Januar 2002 bis jetzt wird Fielmann mehr oder weniger ignoriert. Vielleicht liegt dies auch am geringen Streubesitz und der Index-Zugehörigkeit, die nicht gerade eine Einladung für Institutionelle darstellen. Für mich eigentlich nicht weiter schlimm, denn was Institutionelle alles an Geld vernichten könne, sieht man ja an den DAX-Werten. Vielleicht ist Fielmann auch, wie Du schreibst, fair bewertet. Wir werden sehen. Geben wir der Aktie zunächst mal drei Jahre!

    Einen Vergleich mit Luxottica drängt sich bei mir nicht auf, weil Luxottica kein Aldi-Optiker ist. Aber an sich kann ein Vergleich ja nie schaden, Amgen lässt grüßen *

    Hier noch ein Bericht aus dem Manager-Magazin:

    09.04.2003



    F I E L M A N N

    "Man spricht miteinander"
    * *
    Der italienische Luxottica-Konzern hat ein Auge auf Deutschlands größte Brillen-Kette geworfen. Noch will der Mehrheitseigner nicht mitspielen - eine Preisfrage?

    Hamburg / Mailand - Mit 519 Niederlassungen ist Fielmann *der größte Optiker Europas und der drittgrößte weltweit. Offenbar ein reizvolles Übernahme-Objekt für den italienischen Brillenmulti Luxottica . Die Marktkapitalisierung des Mailänder Konzern liegt bei etwa 4,7 Milliarden Euro, Fielmann wird lediglich mit etwa 800 Millionen Euro bewertet.

    *
    © DPA


    Ist angeblich hoch zufrieden mit der Eigenständigkeit seiner Optikerkette: Mehrheitseigner Günther Fielmann


    Günther Fielmann lehnt einen möglichen Verkauf des Unternehmens, bei dem er Mehrheitsaktionör ist, ab. Das Handelsblatt zitiert den Vorstandschef: "Uns würden viele gern kaufen. Ich mache das nicht. Ich würde einen Teil meiner Identität aufgeben. Da bin ich ein konservativer Mittelständler."

    Es gebe Gespräche mit Luxottica "wie mit anderen Lieferanten auch". Dass Luxottica versuche, in den Direktvertrieb einzusteigen, ist aus Sicht von Fielmann allerdings "keine Frage".

    Für Klaus Kränzle, Analyst bei der Bremer Sparkasse, ist damit eine Übernahme durch den italienischen Konzern keineswegs ausgeschlossen: "Es geht Günther Fielmann sicher nicht ums Geld. Aber er könnte einen Deal so gestalten kann, dass er nach dem Verkauf weiterhin maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen behält", sagte Kränzle gegenüber manager-magazin.de.

    Fielmanns italienische Expansionspläne

    Möglich ist, dass Luxottica sich durch die Einverleibung von Fielmann eines unliebsamen Konkurrenten auf dem Heimatmarkt entledigen möchte. Nachdem die Expansion der Hamburger Optikerkette in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz positiv verläuft, stehen jetzt Großbritannien, Spanien und eben Luxotticas stärkste Region Norditalien auf der Markteintritts-Liste.

    Unabhängig von dieser strategischen Überlegung bietet sich Fielmann auch schlicht aufgrund seiner guten Geschäftsentwicklung zum Kauf an.

    'Geiz-ist-geil'-Effekt wirkt sich aus

    Fielmann wächst seit Jahren (2001: +7,3 Prozent) schneller als die insgesamt eher stagnierende Branche (+0,5 Prozent). Mit fünf Prozent der bundesdeutschen Optik-Geschäfte hat das Unternehmen nach jüngsten Zahlen einen Anteil von 22 Prozent am gesamten Branchenumsatz und einen Stückzahlanteil von 42 Prozent erreicht.

    Der Durchschnittsumsatz einer Fielmann-Filiale liegt mit 1,5 Millionen Euro fünfmal höher als der eines normalen Optikers. "Das Unternehmen profitiert besonders von dem 'Geiz-ist-geil'-Effekt. Dieser Slogan, der bereits zu einer Art Terminus Technicus geworden ist, passt auf Fielmann bestens", sagt Kränzle, der zudem die hohe Kundenzufriedenheit bei den "Brille-Fielmann-Trägern" hervorhebt.

    Eigene Produktion im brandenburgischen Rathenow

    Neben Kostenvorteilen durch hohe Stückzahlen im Einkauf profitiere Fielmann insbesondere bei anspruchsvolleren Gläsern auch durch die eigene Produktion im brandenburgischen Rathenow. Die Preisführerschaft sei im derzeitigen Konsumklima die Hauptstärke von Fielmann.

    Das zuletzt gemeldete Rekordergebnis habe kaum einen Branchenkenner verwundert: Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 657 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis wird voraussichtlich um 13,5 Prozent auf 63 Millionen Euro zulegen.

    Premium nicht ausgeschlossen

    Die positive Geschäftsentwicklung und die guten Fundamentaldaten weisen für Kränzle die Fielmann-Aktie als "klaren Kauf" aus. "Übernahmespekulationen sind kein guter Grund, in einen Wert einzusteigen", warnt Kränzle. Wenn es dazu komme, erwarte den Anleger aber höchstwahrscheinlich ein stattliches Premium.

    Günther Fielmann verfügt zusammen mit seiner Familie und der Stiftung über 70 Prozent der Anteile. An der Börse zieht die Notierung der Hamburger Optikerkette bereits seit Wochen an.




    Viele Grüße
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    (Warren Buffett)

  8. #38
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    <ich hätte die durchschnittliche CashFlow Marge zugrundegelegt. Das wären dann immer noch rund 4 Euro CashFlow je Aktie.>

    Wieso Cash Flow Marge?

    Der operative Cash Flow Ende 2001 betrug 78 Mio Eur, minus Sachinvestitionen in Höhe von 42 Mio Eur macht 36 Mio Eur, geteilt durch 21 Mio Aktien sind 1,71 Eur Free Cash Flow je Aktie. Deine 4 Eur kann ich nicht nachvollziehen.

    <weil Luxottica kein Aldi-Optiker ist>

    Das verstehe ich nicht. Innerhalb einer Branche würde ich in jedem Fall das beste Unternehmen bevorzugen, unabhängig vom Konzept. In diesem Fall gehören beide für mich zu den Einzelhändlern und kämen nicht Frage, weil es genau in diesem Segment bessere Unternehmen gibt.

    <Geben wir der Aktie zunächst mal drei Jahre!>

    Und dann? Was erwartest du dir in diesen 3 Jahren?

    Gruß
    Dieter

  9. #39
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    Hallo Dieter,

    @Der operative Cash Flow Ende 2001 betrug 78 Mio Eur, minus Sachinvestitionen in Höhe von 42 Mio Eur macht 36 Mio Eur, geteilt durch 21 Mio Aktien sind 1,71 Eur Free Cash Flow je Aktie. *Deine 4 Eur kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich rechne mit dem Cash-Flow. Bei den Investitionen würde es doch Sinn machen, wenn man zwischen Ersatzinvestitionen und Wachstumsinvestitionen unterscheidet, oder? Mit Blick auf die zunehmende Expansion würde ich die Investionen nicht als Ersatzinvestition bezeichnen. Nehmen wir als gutes Beispiel BB. Wenn Du bei BB mit dem Free Cash Flow rechnest, dann kommst Du auf einen Wert, der bestenfalls ein Drittel von dem aktuellen Börsenwert ausmacht. Aber BB ist wohl mehr wert. Ein Free Cash Flow ist immer was feines. Aber die VA ist finde ich nicht auf alle Unternehmen anwendbar. Ein gutes Beispiel wäre hier z.B. auch Stada. *

    @Das verstehe ich nicht. Innerhalb einer Branche würde ich in jedem Fall das beste Unternehmen bevorzugen, unabhängig vom Konzept. In diesem Fall gehören beide für mich zu den Einzelhändlern und kämen nicht Frage, weil es genau in diesem Segment bessere Unternehmen gibt.

    Hm, das sehe ich anders. Prinzipiell möchte ich natürlich auch am *besten Unternehmen beteiligt sein. Also, wenn es ein besseres Unternehmen im Einzelhandel gibt, diese Unternehmen jedoch nicht den gleichen Kundenkreis bedienen, dann ist ein Branchenvergleich für mich nicht mehr relevant. In diesem Fall mag das Unternehmen vielleicht besser sein, aber dann ist es das Unternehmen für sich. Face to Face, nicht mehr im Branchenvergleich. Ich verstehe Deine Meinung, sehe das aber anders. Hoffe Du verstehst auch, was ich meine.

    @Und dann? Was erwartest du dir in diesen 3 Jahren?

    Was ich mir erwarte, habe ich doch konkret dargelegt - also wirklich, Dieter *

    Viele Grüße
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  10. #40
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo Arman,

    ich sagte doch, dass man bei Fielmann nicht mit dem CF rechnen kann, deshalb habe ich doch die Gewinne diskontiert.
    Gleiches gilt für Wal-Mart und McDonalds - da ist es eigentlich noch krasser.

    Mit meinem konservativen Ansatz liege ich mehr auf der sicheren Seite. Am Anfang der VA war ich oft zu optimistisch, aber die Realität hat mich dann doch eines besseren belehrt.

    Du kannst natürlich mit 4 Euro CF je Aktie rechnen und auch einen Unterschied zwischen Ersatz-und Wachstumsinvestitionen machen. Für mich macht das keinen erkennbaren Sinn, denn das Geld ist ausgegeben und steht nicht mehr zur Verfügung. Darüberhinaus können Ersatzinvestitionen auch Wachstumsinvestitionen sein, nämlich dann wenn ein Laden vergrößert oder modernisiert wird und dadurch mehr Kunden anzieht. Eine wunderbare Meßgröße sind die Same-Store-Sales, die für amerikanische Retailer zur Verfügung stehen. Hier ist das leider noch ein großes Geheimnis. Die Unternehmen müssen sich also nicht wundern, wenn sich kein Analyst für sie interessiert.

    <VA ist nicht auf alle Unternehmen anzuwenden>

    Fielmann und BB betrachte ich als Small Caps und die bewerte ich zuerst nach einer anderen Methode und schaue dann, was bei einer VA rauskommt.

    <Was ich mir erwarte, habe ich doch konkret dargelegt - also wirklich, Dieter>

    Stimmt, ich verstehe die 3 Jahre nicht.

    <Der Chart zeigt einen seit dem Jahr 2001 anhaltenden, leichten Abwärtstrend, der momentan unüberwindbar erscheint. Denn das Unternehmen befindet sich auf Wachstumskurs, möchte in Europa stark expandieren.>

    Fielmann kann in Europa nur da expandieren, wo Brillengestelle ähnlich überzogen teuer sind wie in Deutschland. In Ungarn oder Tschechien wäre sogar Fielmann noch viel zu teuer. Demnach ist das Geschäftsmodell nicht beliebig multiplizierbar.

    Gruß
    Dieter

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