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Thema: Johnson & Johnson

  1. #21
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  2. #22
    Erfahrener Valueist lomoeel
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    juliapapa,

    magst du den s&p report über jnj nochmals einstellen? angegebener link führt mich auf exxon mobil.

    womit begründet sich eigentlich die schlechte performance? die zahlen sind doch klasse.

    danke und schönes we
    lomoeel

  3. #23
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Hallo, Lomoeel,

    diese kostenlosen Reports gibt es immer nur einen Tag. Am nächsten Tag ist dann eine andere Gesellschaft dran. Dabei ist der Link immer der gleiche.

    Ansonsten kann ich zu J&J nicht viel sagen, da ich den Wert aktuell nicht mehr verfolge.

    Gruß,
    JuliaPapa
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  4. #24
    Valueist stefan_albrecht2000 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard J&J

    Hallo allerseits,

    bei Johnson&Johnson bekommt man das Unternehmen zu einem- aus meiner Sicht- sehr verheissungsvollen Preis.

    Was spricht für diese Behauptung?

    1. Hervorragende Kontinuität in den Zahlen:

    -- seit 20 Jahren wird der Gewinn je Aktie um ca. 14% gesteigert.
    -- seit 20 Jahren wird die Dividende je Aktie um ebenfalls annähernd 14% gesteigert( seit 1962 wird die Dividende jedes Jahr angehoben)
    -- Der Buchwert wurde in den letzten 20 Jahren durchschnittlich um 13% gesteigert
    -- die Umsatzrenditen sind in den letzten 20 Jahren kontinuierlich angestiegen.

    2. Immense dauerhafte Eigenkapitalrenditen

    -- die Eigenkapitalrenditen lagen in den letzten 20 Jahren- mit Ausnahme von 1998- immer über 25%!! 1998 wurde "lediglich" ein Wert von knapp über 20% erreicht

    3. Gute Bilanzstruktur

    -- Eigenkapitalquote liegt über 50%
    -- die Schulden können aus dem Cashflow locker getilgt werden

    4. Niedrige aktuelle Bewertung

    Auf Basis der Zahlen von 2007 ergibt sich ein KGV von 16,7 und ein KBV von 4,7. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 2,5%.

    Historisch gesehen waren KBV von unter 5 bei J&J in den letzten 20 Jahren nicht oft anzutreffen.

    5. Warren Buffett

    Mr. Buffett hat in der Zeit von 31.3.2006 bis 31.3.2007 fast 50 Millionen Anteile zu einem Durchschnittskurs von ca. 61,50$ erworben.


    => Die Punkte 1-4 sprechen dafür, dass es sich um ein sehr interessantes Investment handelt.
    Punkt 5 stellt sogar sicher, dass das Investment eine sehr hohe Margin of safety aufweist.

  5. #25
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo Stefan,

    JNJ hat mehrere Patentabläufe zu verkraften. Da die betroffenen Medikamente absolut betrachtet keine überaus hohen Verkaufsvolumen generieren, "nur" etwa 12% des Konzernumsatzes ausmachen und JNJ ansonsten sowohl organisch als auch per Zukäufe auf Wachstumskurs ist, und zudem eifrig eigene Aktien zurückkauft, wird dies lediglich zu einer zwei bis dreijährigen Verlangsamung des Wachstumstrends beim Gewinn je Aktie führen. Die springende Frage scheint mir die zu sein, wie JNJ nach dieser Phase weiterwachsen wird. Grundsätzlich ist JNJ in Wachstumsmärkten aktiv, genießt hohe Wettbewerbsvorteile, generiert einen hohen freien Cashflow und ist zudem noch schuldenfrei. Damit ist die Aktie mit einem KGVe von 15 wirklich moderat bewertet. Ob man von einer hohen Sicherheitsmarge ausgehen kann, weiß ich nicht. Buffett hat hohe Summen, die er investieren muss, und achtet zudem stark auf die Opportunitätskosten. Ich glaube da wird mal nicht mal eben leicht die Überflieger finden, kann aber mit guten Investment trotzdem eine gute Rendite machen und damit die Opportunitäskosten für die BRK-Aktionäre senken. Dabei muss man sicherlich auch sehen, dass man bei der Sicherheitsmarge nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Es kommt auch immer auf das operative Risiko an, das bei JNJ sicherlich gering ist. Max Otte hat in seinem Börsenbrief geschrieben, dass er JNJ für sinen sehr guten Festgeldersatz hält, mit dem man langfristig nichts falsch machen kann. Unter diesem Blickwinkel hat die Aktie auch eine hohe Sicherheitsmarge. Nehme ich dagegen die Aktienrendite als Maßstab, erscheint mir das Investment erst zu Kursen um 50-55 $ so richtig ***y zu sein. Es kann aber auch sein, dass ich die Perspektiven zu pessimistisch einschätze. Manche Aktien sind auch mit einem KGVe von 15 signifikant unterbewertet.

    Grüße
    PoP
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  6. #26
    Valueist stefan_albrecht2000 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Hallo allerseits,

    hallo prince of persia,

    danke für Deine Rückmeldung. Wie Du schon geschrieben hast, muss J&J bei einigen Medikamenten mit Patentabläufen kämpfen.
    Dies ist aber generell das Los eines Pharmaunternehmens und wird durch 6 aktuelle Neuzulassungen sowie 15 aussichtsreichen Phase-III-Medikamenten möglicherweise mehr als kompensiert.

    Ob der Wachstumstrend nun für 2-3 Jahre verlangsamt wird, halte ich persönlich für die Bewertung eines Unternehmens nicht für entscheidend (die Analysten von Valueline haben zuerst von einer Wachstumseintrübung für ca. 3 Jahre gesprochen und sind mit ihrer Studie vom Juni 2007 schon ein wenig zurückgerudert, da die aktuellen Zahlen nicht unbedingt die These einer Wachstumseintrübung belegen). So soll sich nach den Schätzungen von Valueline die Eigenkapitalrendite dieses Jahres wieder bei 30% bewegen.

    Wie ich in meinem ersten Posting geschrieben habe, hat J&J extrem zufriedenstellende Eigenkapitalrenditen erzielt. Ich bin nicht so vermessen, diese für die nächsten 10 Jahre hochzurechnen, denke aber, daß es nicht sehr plausibel ist- aufgrund der starken Marktstelllung-, dass sich die Eigenkapitalrenditen auf die Hälfte reduzieren sollten.

    Selbst wenn ich von - für J&J- niedrigen Eigenkapitalrenditen von 20-25% über die nächsten 10 Jahre ausgehen würde, so hätte ich- um eine durchschnittliche Rendite von 15% auf mein Kapital zu erreichen- eine nette Sicherheitsmarge.

    Wenn ich von Sicherheitsmarge spreche, so meine ich dies bezogen auf die Rendite.

    Im Gegensatz zu Dir- Prince of persia- denke ich, dass die Aktie bei Kursen von 60$ unverschämt günstig [zumindest für meinen Geschmack] ist.

    Ich gebe Dir aber sicherlich recht: Bei 50-55$ erscheint sie ***y( oder um Mr.Buffett zu zitieren "Man muss sich vorkommen wie ein ***süchtiger im Harem).

    Auch stimme ich nicht ganz mit Dir überein was das Investment von Berkshire Hathaway anbetrifft. Sicherlich sind die flüssigen Mittel schon so gewaltig, dass eine Investition in Aktien eigentlich vonnöten wäre, um eine kurzfristig gute Rendite zu erzielen. Ich glaube jedoch nicht, dass Mr. Buffett seinen Prinzipien (hohe Sicherheitsmarge, d.h. ein Dollar wird am besten für 50 Cents gekauft) aufgrund der hohen Bargeldbestände untreu wird. Zumindest wird er nicht 3 Mrd.$ investieren, ohne eine große Marge zu haben.

    Ansonsten vermute ich, dass er ähnlich wie bei Walmart mit einem- für seine Verhältnisse- "Kleckerbetrag" eingestiegen wäre.

    Gruss

    Stefan Albrecht

  7. #27
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Wenn JNJ ein Doll*****ein für 50 Cent sein soll, nimmt man an, dass die Aktie bei einem KGVe von 30 fair bewertet wäre. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass Buffett so denkt, sondern mir selbst überlegen, ob das realistisch ist. Als Referenzaktie kann man sich z.B. Google anschauen: Google wird vom Aktienmarkt ein KGVe von 33 zugestanden.
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    (Warren Buffett)

  8. #28
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    Hallo Prince of persia,

    ich verlasse mich sicherlich nicht darauf, dass Herr Buffett so denkt. Nach den Ausführung in Buffettology bzw. Buffettology Workbook liegt die Vermutung jedoch nahe, dass er auch bei den Käufen einem Wert, der über sichere und hohe Eigenkapitalrenditen verfügt, ein höheres KGV zuordnet.

    Bei Coca-Cola soll er beim ersten großen Nachkauf bei einem KGV von über 20 eingestiegen sein.

    Die Eigenkapitalrenditen von J&J waren zumindest in der Vergangenheit sehr gleichmäßig und stetig.

    Zum Thema Google:

    Möglicherweise wird Google in 10 Jahren eine wesentlich höhere Rendite aufgewiesen haben. Die erwarteten Eigenkapitalrenditen scheinen mir bei Pharmawerten zumindest leichter zu schätzen.

    Ich weiß zwar, dass Google ein tolles Unternehmen sein soll, das vermutlich irgendeine Form von riesigem Burggraben aufweist.

    Investieren würde ich PERSÖNLICH nicht, da es für mich nicht klar absehbar ist, ob sich die Marktmacht von Google oder die Finanzkraft von Microsoft oder die Innovationskraft eines vielleicht heute unbekannten Unternehmens langfristig durchsetzen wird. Dies ist jedoch nur meine bescheidene Meinung, risikofreudigere Investoren werden sich möglicherweise lieber mit Google befassen als mit einem Wert wie J&J.

    Viele Grüße,

    Stefan Albrecht

  9. #29
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Zitat Zitat von prince of persia Beitrag anzeigen
    Wenn JNJ ein Doll*****ein für 50 Cent sein soll
    Hallo, zusammen,

    schön, daß hier wieder etwas Leben einkehrt.

    Zum Beitrag vom Prinzen eine Anmerkung. Es wäre schon, die Forumssoftware so zu ändern, daß wir hier keine amerikanischen Verhältnisse bekommen und jedes dritte Wort ge*******t wird. Wäre das möglich?


    Vielen Dank und ein schönes Wochenende.

    Gruß,
    JuliaPapa
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  10. #30
    Administrator Value Analyse ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    J&J wächst langsamer. Im 1. Quartal stieg der Umsatz um 4% und der Gewinn pro Aktie um 28,6%. Dabei profitierte J&J von einer Zahlung von 910 Mio $, die der Konzern im Zuge einer Einigung in einem Patentstreit über Stents für Herzkranzgefäße von Boston Scientific erhalten hatte. Ohne diesen Sondereffekt betrug der Gewinnanstieg nur 3,1%. Während der Konzern im Ausland um 14,4% wuchs, schrumpfte das Geschäft auf dem Heimatmarkt um 5%. Gut liefen die Geschäfte mit Medizintechnikund Diagnostik-Produkten, die sinkende Erlöse mit verschreibungspflichtigen Medikamenten mehr als wettmachen konnten. In der Pharma- Sparte belasteten eine Rückrufaktion sowie ausgelaufene Patente. Hinzu kommt, dass in den USA seit einiger Zeit versucht wird, die Gesundheitsausgaben zu begrenzen. Statt teurer Originalpräparate verschreiben die Ärzte verstärkt Generika. Bei den Konsumgütern lief es ebenfalls nur mäßig. Wegen der Wechselkursschwankungen und der Auswirkungen der US-Gesundheitsreform reduzierte J&J seine Jahresprognose leicht von 4,85 bis 4,95 auf 4,80 bis 4,90 $ pro Aktie. Zusätzlich drücken Übernahmekosten auf das Ergebnis. Der Konzern hatte sich Anfang des Jahres durch die 785 Mio $ teure Übernahme des Medizintechnikunternehmens Acclarent im Bereich Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen verstärkt. Die Forschungspipeline in der Pharma-Sparte ist im Branchenvergleich schwach. Insofern muss J&J Einbußen durch Patentausläufe durch Zukäufe kompensieren. Dennoch wird der Konzern in Zukunft an die Wachstumsraten früherer Jahre nicht mehr anknüpfen können.

    Wir reduzieren das Timing auf 4 Sterne. Analyse im Juni 2010

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