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Thema: Hugo Boss

  1. #121
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    HUGO BOSS im ersten Halbjahr des Jahres 2004:

    - Konzernumsatz steigt um 9%, waehrungsbereinigt um 11%
    - BOSS Woman waechst um 47%
    - Ergebnis vor Steuern steigt um 18% auf 59 Mio. EUR
    - Positiver Ergebnisbeitrag der neuen Produktgruppen Schuhe und Lederaccessoires
    Viele Grüße

    Dieter

  2. #122
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    Bei den Zahlen kann man nix sagen:

    ----------------

    Ad-hoc Meldung vom 8.9.04

    Der Vorstand der HUGO BOSS AG erwartet für das
    laufende Geschäftsjahr die folgenden Steigerungen maßgebender
    Kennzahlen:


    2003 erwartete Veränderung 2004
    gegenüber 2003


    Konzernumsatz 1.054 Mio. EUR + 8 bis 10%

    Betriebsergebnis 119 Mio. EUR + 12 bis 14%

    Konzernergebnis
    vor Steuern (EBT) 120 Mio. EUR + 8 bis 10%


    Nach heutiger Einschätzung wird die HUGO BOSS AG die Vororder
    für die Frühjahr-/Sommersaison 2005 gegenüber der Vororder der
    Vergleichsperiode 2004 um voraussichtlich 8% steigern können.

    Die Entwicklungen im Einzelnen:

    Nach Marken:

    BOSS Man +5%

    BOSS Woman +35%

    HUGO +9%


    Insgesamt +8%


    Nach Regionen:


    Deutschland +8%

    Europa ohne Deutschland +6%

    Asien +11%

    Nordamerika +10%

    Insgesamt +8%

    Das Vorordergeschäft hatte in der Vergangenheit einen Anteil
    am Konzernumsatz von rund 60%.

    -------------------

    Und das bei einem schwierigen Branchenumfeld!

    Grüsse
    flippi

  3. #123
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    Hallo,

    aus Metzingen gibt es gute neue Nachrichten:

    "Der Modekonzern HUGO BOSS AG will im laufenden Fiskaljahr seinen italienischen Konkurrenten Armani beim Umsatz einholen und stellt Zukäufe in Aussicht.
    Vorstandschef Bruno Sälzer erklärte in einem Interview mit der "WirtschaftsWoche" (Vorabveröffentlichung), dass der im MDAX notierte Konzern in diesem Jahr einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro erreichen wird, womit der Konzern die "Größenordnung von Armani und Prada" erreicht. Bei Anzügen liegt der weltweite Marktanteil von BOSS nach Angaben des Vorstandschefs derzeit bei 13 Prozent, während die Verfolger Armani und Zegna in diesem Segment auf einen Marktanteil von rund 8 Prozent kommen.

    Die derzeitige Aufstellung in Sachen Markenführung, Distribution, Geschäftsentwicklung und Produktion erlaubt BOSS nach Aussagen des Konzernchefs die Übernahme einer Marke: "Natürlich kommt eines Tages der Schritt zum Multibrand-Unternehmen", so Sälzer. Bezüglich der derzeitigen Gerüchte über ein Interesse an der italienischen Modemarke Valentino wollte der Vorstandschef gegenüber der Wirtschaftszeitung keine präzise Aussage treffen: "Generell kommentieren wir Gerüchte nicht, und radikal ausschließen kann ich gar nichts."

    Die Valentino Fashion Group, die derzeit 51 Prozent an BOSS hält, will voraussichtlich auf der Hauptversammlung am 5. Dezember die Voraussetzung für eine Fusion von HUGO BOSS und der Marke Valentino schaffen, berichtet die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Branchenkreise weiter. "Die neue Führung wird den Auftrag erhalten, Möglichkeiten einer Integration von HUGO BOSS und Valentino Fashion Group zu prüfen", sagte ein Konzern-Insider der "WirtschaftsWoche". Die Führung werde HUGO BOSS bekommen.

    Die Aktie von HUGO BOSS notiert aktuell mit einem Plus von 1,42 Prozent bei 30,73 Euro."

    Wie seht Ihr eine mögliche Fusion mit Valentino? Boss bekommt die Führung, was schon mal nicht schlecht ist. Dazu wäre Boss die bestimmende Marke im Konzern, so daß die Verwässerung wohl nicht so schlimm wäre. Wie ist Eure Meinung?

    Schönen Tag noch,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  4. #124
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    Hallo Papa von Julia,

    <Wie seht Ihr eine mögliche Fusion mit Valentino? Boss bekommt die Führung, was schon mal nicht schlecht ist. Dazu wäre Boss die bestimmende Marke im Konzern, so daß die Verwässerung wohl nicht so schlimm wäre. Wie ist Eure Meinung?>

    Ich bin gespannt, wie das Ganze aussehen soll. Die Gerüchte von einer Übernahme laufen ja seit Frühjahr. Hoffentlich wird dazu morgen auch was veröffentlicht. Die Transparenz lässt sehr zu wünschen übrig. Valentino ist ein grosses Label. Von daher nicht schlecht. Wenn Boss tatsächlich die Führung bekommt?! Aber Valentino hat dennoch 51%. Da ist mir einiges noch nicht klar.

    Grüsse
    flippi

  5. #125
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    Hallo,

    von Hugo Boss gibt es gute Nachrichten, die die Aktie um über 6 % verteuert haben:


    "MÜNCHEN (Dow Jones)--Besser als von Analysten erwartet ist das Ergebnis 2005 der Hugo Boss AG ausgefallen. Der schwäbische Bekleidungshersteller hat am Mittwoch überraschend Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Während die Umsatzsteigerung im Rahmen der Analystenerwartungen lag, fiel das EBIT und das Nettoergebnis höher aus als zuvor angenommen. Die im MDAX gelistete Aktie stellte sich nach der Veröffentlichung an die Spitze der Gewinner.

    Mit den vorgelegten Kennzahlen für EBIT und Nettoergebnis habe Boss die Erwartungen klar übertroffen, stellte Merck Finck-Analyst Nils Lesser in einer ersten Einschätzung fest. So liege das knapp 23-prozentige Plus beim Nettoergebnis auf 108 Mio EUR um 3% über seinen Erwartungen. Lesser hob auch hervor, dass Boss das EBIT um knapp 21% auf 163 Mio EUR und die EBIT-Marge um 90 Basispunkte auf 12,5% gesteigert hat.

    Thomson Financial ist in seiner letzten Schätzung vor der Veröffentlichung auf Basis von elf Analystenschätzungen von einem EBIT von durchschnittlich 158,53 Mio EUR ausgegangen und hatte das Ergebnis je Aktie mit 1,50 EUR prognostiziert. Tatsächlich hat Hugo Boss aber 1,53 EUR je Aktie verdient.

    Der ausgewiesene Umsatzzuwachs von 12% auf 1,3 Mrd EUR hat sich indes im Rahmen der Analystenschätzungen bewegt. Lesser wies gleichwohl darauf hin, dass Hugo Boss dies in einem schwierigen Marktumfeld gelungen sei.

    Den am Mittwoch kommunizierten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, wonach eine weiterhin positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung erwartet werde, bezeichnete Lesser indes als recht wage. Hier hofft er auf konkretere Angaben, wenn am 23. März auf der Bilanzpressekonferenz der vollständige Geschäftsbericht vorgelegt wird.

    Die Aktie von Hugo Boss hat am Mittwoch in der Spitze um rund 6% zugelegt und notierte um 13.48 Uhr mit 32 EUR immer noch um 6% über dem Schlusskurs vom Dienstag."

    Ich gratuliere jedem, der die Aktie hat.

    Gruß,
    JuliaPapa
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  6. #126
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    Hallo, zusammen,

    der Chef von Hugo Boss gab am Wochenende ein Interview in der Euro am Sonntag:

    "Manchmal sind es die unangenehmen Dinge, die zeigen, daß man Erfolg hat. Bei Modekonzernen wie Hugo Boss ist es das Ausmaß der Raubkopien, das die Begehrtheit der Marke widerspiegelt. "In China", erzählt Vorstands-Chef Bruno Sälzer, "haben wir einen Boss-Shop entdeckt, von dem wir gar nicht wußten, daß es ihn gibt. Es war eine komplette Fälschung - bis hin zur Visitenkarte." In der Konzernzentrale in Metzingen kann man über den Fund inzwischen schmunzeln. Denn auch das legale Geschäft mit Boss-Produkten läuft prächtig: Im vergangenen Jahr steigerte das MDAX-Unternehmen seinen Gewinn um 23 Prozent.

    Euro am Sonntag: Herr Sälzer, mit Ihrer Frauenkollektion Boss Woman haben Sie erneut ein Rekordergebnis erzielt. Wie viel Potential hat die Linie noch?

    Bruno E. Sälzer: Die 38 Prozent Zuwachs im vergangenen Jahr waren nicht schlecht. Dieses Jahr glaube ich, daß wir sogar 40 Prozent schaffen können. Dann wären wir bei 135 Millionen Euro Umsatz.

    Euro am Sonntag: Wie wollen Sie das erreichen?

    Sälzer: Wenn wir bislang über unsere Frauen-Kollektion gesprochen haben, war das vor allem die klassische Linie Boss Black. In diesem Frühjahr kommt unter unserem Label Boss Orange erstmals eine Frauen-Kollektion mit Freizeitmode in die Geschäfte. Die Resonanz der Händler war riesengroß. Das wird beim Endkunden nicht anders sein.

    Euro am Sonntag: Bei der ersten Damenkollektion hatte Boss seinerzeit 50 Millionen Euro Anfangsverlust verbuchen müssen. Kann sich das bei Orange wiederholen?

    Sälzer: Nein, Orange Womenswear ist von Beginn an ein Erfolg. Wir haben aus den Fehlern gelernt

    Euro am Sonntag: Die Frauen-Sparte hat 2005 rund 7,5 Prozent des Gesamtumsatzes beigesteuert, aber nur zwei Prozent vom Gewinn. Machen Sie da etwas falsch?

    Sälzer: Nein. Wenn man ein Geschäft in der Mode weltweit aufzieht, ist es sehr schwer, unter 100 Millionen Euro Umsatz eine Profitabilität zu erreichen, die unserem hohen Niveau entspricht. Mit Boss Woman überschreiten wir jetzt diese Umsatzschwelle. Die Profitabilität wird also in den kommenden Jahren erheblich steigen.

    Euro am Sonntag: Sie haben für 2006 ein Gewinnplus von sieben bis neun Prozent angekündigt. Das hat einige Börsianer enttäuscht. Sind da die Ansprüche übertrieben oder ist Ihre Prognose bewußt defensiv?

    Sälzer: Bei einem erwarteten Wachstum des weltweiten Modemarktes von etwa drei Prozent würden wir damit wieder deutlich Anteile gewinnen. Das ist doch was!

    Euro am Sonntag: Boss hat auch eine Sportkollektion, zu der sogar Fußbälle gehören. Sehen Sie sich womöglich als Profiteur der Fußball-Weltmeisterschaft?

    Sälzer: Ein Ereignis wie die WM ist ein Thema, das in unseren Kollektionen aufgegriffen wird. Sei es, daß auf einem Shirt in verfremdeter Form ein Ball oder Spieler abgebildet ist. Von einem WM-Effekt bei Boss zu sprechen, wäre aber übertrieben. Wir haben auch nicht die Absicht, mit unseren Fußbällen Adidas Konkurrenz zu machen. Das ist nur ein spielerisches Accessoire.

    Euro am Sonntag: In Ihrer Sparte Lizenzen bringen Sie jetzt auch eine Hautpflege-Serie auf den Markt. Was haben Sie noch für Pläne in diesem Bereich?

    Sälzer: Das große Bild ist komplett, auch wenn theoretisch noch viele Dinge denkbar wären. Armani richtet Hotels ein, andere machen Haushaltswaren. Das sehe ich für uns nicht als Ziel, weil das nicht zur Kernkompetenz von Boss paßt.

    Euro am Sonntag: Ist Boss kompetent für eine Kinder-Kollektion?

    Sälzer: Das ja. Wir haben schon in einigen Shops Produkte wie eine Kinder-Jeans angeboten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß wir das Thema Kids ernsthaft angehen werden, auch wenn wir heute noch keine konkreten Pläne dazu haben.

    Euro am Sonntag: Zweiter großer Umsatztreiber neben der Frauen-Linie ist der Ausbau eigener Boss-Shops. Wie geht es da weiter?

    Sälzer: Wir haben uns vorgenommen, daß wir jedes Jahr 25 bis 30 Millionen Euro in den Ausbau investieren wollen. Das wären etwa 20 freistehende Stores und 30 Shop-in-Shops. In eigenen Läden können wir besser erproben, wie man die Ware für den Kunden optimal präsentiert. Mit dieser Kompetenz können wir auch unsere Partner im Handel zielgenauer beraten.

    Euro am Sonntag: Der Modekonzern Valentino, Ihr Großaktionär, hat erklärt, daß es eine prima Idee wäre, mit Hugo Boss zu fusionieren. Gibt es konkrete Pläne?

    Sälzer: Dieses Thema kommt seit zehn Jahren regelmäßig auf den Tisch. Bislang ist nichts passiert.

    Euro am Sonntag: Aber eine Fusion würde Sinn machen. Sie hätten etwa beim Einkauf gemeinsam eine stärkere Verhandlungsposition.

    Sälzer: Die Sinnhaftigkeit einer Fusion ist nicht so offensichtlich, wie es sich zunächst anhören mag. Aus unserer Sicht kann ich sagen, daß Hugo Boss nicht unbedingt Valentino braucht. Wir sind ja vom Umsatz ungefähr drei Mal so groß.

    Euro am Sonntag: Haben Sie Pläne für eine eigene Übernahme? Eine Kapitalerhöhung haben Sie sich ja bereits genehmigen lassen.

    Sälzer: Wir haben keinen aktuellen Plan für eine Akquisition. Mit unseren neuen Aktivitäten sind wir derzeit vollauf beschäftigt.

    Euro am Sonntag: Warum legt Hugo Boss die Vorstandsbezüge nicht für jedes Mitglied einzeln offen, wie es bei den meisten Unternehmen inzwischen üblich ist?

    Sälzer: Wenn Sie die Gehälter individualisiert ausweisen, führt das dazu, daß sich die Gehälter auf höherem Niveau angleichen. Das wollen wir nicht. Die Gesamtsumme wird ausgewiesen und sie ist nicht so hoch, daß der Aktionär besorgt sein muß.

    Euro am Sonntag: Ab dem nächsten Jahr ist eine individualisierte Aufschlüsselung per Gesetz Pflicht. Werden Sie sich dem beugen?

    Sälzer: Die Hauptversammlung hat die Möglichkeit, die Pflicht zur individualisierten Offenlegung aufzuheben. Wir werden einen entsprechenden Antrag auf die Tagesordnung setzen.

    Euro am Sonntag: Durch ihren Großaktionär Valentino, der über 75 Prozent des Stimmkapitals hält, hätten Sie die nötige Mehrheit. Andere Aktionäre dürften nicht sonderlich glücklich sein.

    Sälzer: Ich glaube nicht, daß das Thema so emotional gesehen wird. Nach meiner Einschätzung wird es da keine große Diskussion geben.

    Euro am Sonntag: Sie wollten James Bond von Brioni abwerben. Warum hat das nicht geklappt?

    Sälzer: Da gab es viele Faktoren, nicht nur das Geld. Wir sind letztlich zu dem Entschluß gekommen, daß wir Bond nicht unbedingt brauchen. Wir haben bespielsweise zur Oscar-Verleihung Philip Seymour Hoffman ausgestattet, der als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, und sind bei der Neuverfilmung von Miami Vice dabei. Boss ist in Hollywood also gut vertreten."

    Schönen Tag noch,
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