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Thema: Infineon

  1. #1
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    Hallo alle zusammen.....

    Diesen Artikel hab ich unter *"das-Wertpapier.de" gefunden
    Auch wenn Infineon kein Value wert ist , vieleicht nicht uninteressant was dort versucht wird.... ist die verzweiflung wirklich schon so groß dort?

    Swami Kriyananda *
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    INFINEON

    "Erzwungene Nibelungentreue"

    Mit einer Satzungsänderung soll Infineon-Aktionären jetzt das Klagen ausgetrieben werden.Doch der Vorschlag sorgt bei den Betroffenen für wenig Begeisterung.


    Auf wenig Gegenliebe bei den Aktionären trifft eine geplante Satzungsänderung des Chipherstellers Infineon. Wenn die Hauptversammlung am 25. Januar 2005 zustimmt, werden die Anteilseigner dazu verpflichtet, eine „willkürliche oder unverhältnismäßige Rechtsausübung zu unterlassen“. Damit wäre Infineon die erste deutsche Aktiengesellschaft, die die so genannte Treuepflicht der Aktionäre gegenüber dem Unternehmen in dieser Form festschreibt. „Wir wollen, dass unsere Aktionäre nachdenken, bevor sie lästige Gerichtsverfahren beginnen“, erläutert Infineon-Justiziar Markus Kamm das Vorhaben.

    Hintergrund für das ungewöhnliche Vorhaben ist der Fall Karstadt-Quelle. Bei dem Kaufhausriesen drohte eine Handvoll Anteilseigner, die für das Unternehmen lebensnotwendige Kapitalerhöhung auf dem Klageweg zu blockieren. Für KarstadtQuelle wäre das eine Katastrophe gewesen, schließlich war das frische Geld die wichtigste Voraussetzung für weitere Bankkredite und da mit die einzige Rettung vor der möglichen Insolvenz. Nach wenigen Tagen quälender Verhandlungen, wurde eine Einigung erzielt. Die Aktionäre nahmen ihre Klageandrohung gegen die Zusage von mehr Transparenz zurück.



    Geld, so betonten beide Seiten, sei nicht geflossen. „Falls es tatsächlich zur Insolvenz gekommen wäre, hätte ein Gericht klären müssen, ob die potenziellen Kläger sich schadenersatzpflichtig gemacht haben“, sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. Die Rechtslage ist eindeutig. Schon 1995 hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass Privataktionäre eine Treuepflicht gegenüber ihrem Unternehmen haben. Anteilseigner, die etwa die Existenz einer Aktiengesellschaft aus eigennützigen Motiven bedrohen, machen sich schadenersatzpflichtig.

    Die Fondsgesellschaft Union Investment hält den Vorstoß von Infineon trotzdem für „deplatziert“. „Es gibt kein sinnvolles Motiv für solch eine Klausel, da die Aktionäre ohnehin daran interessiert sind, dass der Wert des Unternehmens steigt“, stellt Union-Sprecher Rolf Drees klar. Als „Zeichen der Schwäche“ wertet Claus Gruber, Sprecher der Fonds-tochter der Deutschen Bank, DWS, die Absicht des Chipherstellers. „Hier entsteht der Eindruck als wollte Infineon angesichts der schlechten Kursentwicklung einen Schutzmechanismus entwickeln“, sagt Gruber. Für DSW-Geschäftsführer Carsten Heise ist die geplante Satzungsänderung überflüssig: „Zusätzliche Klarheit wird durch diese Änderung nicht geschaffen. Eine materielle Haftungsgrundlage gibt der Passus auch nicht her.“



    WAS IST DAS TREUEVERHÄLTNIS?
    In einem Urteil von 1995 bejahte der Bundesgerichtshof (BGH) eine Treuepflicht der Minderheitsaktionäre gegenüber der Mehrheit. Damals ging es um die Sanierung des Textilunternehmens Girmes. Der Sanierungsplan sah unter anderem eine Kapitalherabsetzung vor. Für fünf alte, sollte es zwei neue Aktien geben. Der Plan scheiterte am Widerstand eines Aktionärs, der die Ansicht vertrat, eine Herabsetzung von fünf zu drei Aktien reiche aus. Diese Alternative wurde von den Gläubigern nicht akzeptiert. In der Folge musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Daraufhin klagten Mitaktionäre auf Schadenersatz. Der BGH urteilte, dass es aufgrund der zwischen den Aktionären bestehenden Treuepflicht einem einzelnen Aktionär nicht erlaubt sei, eine sinnvolle und mehrheitlich angestrebte Sanierung der Gesellschaft aus eigennützigen Gründen zu verhindern.

    Von Jürgen Kurz
    \"Du lebst vom Tod so, wie vom Menschen er,
    und wenn der Tod stirbt gibt`s kein sterben mehr\"

    Shakespeare: Sonett

  2. #2
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    Der Umsatz übertrifft die Prognosen. Sie erreichten ein Plus von 4 Prozent gegenüber Vorquartal auf 986 Millionen Euro
    Das Segmentergebniss war höher als erwartet und lag bei 14,6 Prozent
    Der zukünftige Ausblick für das Geschäftsjahr: So wie es aussieht war ein Umsatzrückgang um niedrigen einstelligen Prozentsatz erwartet.

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