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Thema: General Elekrtic; GE

  1. #11
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    Hallo zusammen

    Hier ein Interview mit Immelt aus der FAZ vom 7.2.02.

    Gruß Mitch


    Unternehmen *Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2002, Nr. 32, S. 16 *

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    Das F.A.Z.-Gespräch mit Jeffrey Immelt
    "General Electric hat mit Enron nichts gemeinsam"
    Mit dem neuen Chief Executive Officer des größten Konzerns der Welt sprachen Jürgen Dunsch und Christine Scharrenbroch

    Das Enron-Debakel bringt selbst Vorzeigeunternehmen wie General Electric (GE) in Bedrängnis. Die Aktie des nach dem Börsenwert (360 Milliarden Dollar) größten Konzerns der Welt fiel Anfang dieser Woche auf den tiefsten Stand seit September 2001. Der Grund: Das Vertrauen in die Bilanzierungspraktiken der Großkonzerne ist nach der größten Pleite in der amerikanischen Unternehmensgeschichte tief erschüttert. Jeffrey Immelt, seit September als Nachfolger von Jack Welch an der Spitze von GE, weist jegliche Parallelen zu dem insolventen Energiehändler weit von sich. "Wir haben nichts mit Enron gemeinsam", sagte Immelt im Gespräch mit dieser Zeitung. "Wir machen solche Dinge, die die Enron-Manager getan haben, nicht, wir werden sie nie machen und niemals tolerieren." Gegen die frühere Führungsriege von Enron wird ermittelt. Selbst der Kongreß in Washington untersucht die Affäre. Enron hatte offenbar jahrelang mit fragwürdigen Methoden Schulden aus der Bilanz herausgerechnet und die Gewinne künstlich aufgebläht. GE sah sich wegen der Kursverluste am Dienstag sogar zu einer Stellungnahme genötigt. "Wir verfügen über eine enorme Finanzkraft, und unser Kontrollsystem ist beispiellos", hatte Immelt betont.

    "Was mit Enron passiert ist, ist eine Tragödie, weil so viele Menschen betroffen sind", sagte der GE-Chef im Gespräch weiter. Es sei in dieser Situation daher um so wichtiger, nach der Ursache zu forschen. Liegt sie im Geschäftsmodell begründet oder in mangelnder Transparenz und Bilanzverstößen? Immelt hebt vor allem das Scheitern des Geschäftsmodells heraus. "Die Idee des internetbasierten Energiehändlers hat einfach nicht funktioniert", meint er. Vor diesem Risiko könnten keine Regeln der Welt die Anleger schützen. Hinzu seien Verstöße und Lügen des Managements gekommen. Was die Bilanzierung und die Transparenz betreffe, versuche GE aus den Fehlern von Enron zu lernen. "Wir schauen, was wir ändern müssen, was wir noch besser machen können." Schon jetzt halte der Konzern im Jahr mehr als 200 Treffen mit Investoren ab. Hunderte von Institutionen, darunter Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen, schauten auf GE. "Wenn wir noch mehr Transparenz schaffen müssen, werden wir das tun", betont Immelt.

    Um der Verunsicherung der Anleger entgegenzuwirken, bekräftigt der GE- Chef zudem die Prognosen für dieses Jahr: Der Gewinn des Konzerns, der als "altmodischer" Mischkonzern auf so unterschiedlichen Geschäftsfeldern wie Kraftwerksbau, Flugzeugtriebwerke, Medizintechnik, Haushaltsgeräte, Kunststoffe, Finanzdienstleistungen und Fernsehen tätig ist, soll um 17 bis 18 Prozent zulegen. Im ersten Quartal würden die Schätzungen der Analysten mindestens erreicht. Bei seiner Planung hat Immelt zugrunde gelegt, daß die amerikanische Wirtschaft in diesem Jahr nicht wachsen wird. Es gebe zwar Impulse für eine Nachfragebelebung, etwa durch die niedrigen Zinsen. Aber es herrsche immer noch Verunsicherung wegen des Kampfs gegen den Terror, was sich etwa an dem Rückgang der Autoverkäufe im Januar zeige. Sollten die Experten doch recht behalten, die ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,7 Prozent vorhersagen, könnte GE die Prognosen übertreffen, sagt Immelt. Nur rund 35 Prozent des GE-Geschäfts sind seiner Aussage zufolge stark konjunkturabhängig, etwa die Flugzeugtriebwerke, die Kunststoffe, das Fernsehnetzwerk NBC/CNBC und ein kleiner Teil des Finanzdienstleisters GE Capital. Die übrigen Sparten wie Kraftwerke und Medizin seien weniger anfällig für Konjunkturschwankungen. Der kürzlich erhöhte Militäretat der Vereinigten Staaten werde sich bei GE kaum bemerkbar machen.

    Immelt hat sich für die Zukunft vor allem ein Ziel gesetzt: GE soll stärker wachsen als bisher. Dafür sollen der technische Vorsprung ausgebaut, die Dienstleistungen gestärkt, der Auslandsanteil von 41 Prozent erhöht und das Portfolio stetig überprüft werden. Für Akquisitionen stehen 100 Milliarden Dollar bereit. Im vergangenen Jahr war der Umsatz wegen der Konjunkturflaute um 3 Prozent auf 125 Milliarden Dollar gesunken. Der Reingewinn stieg dennoch um 11 Prozent auf den Rekordwert von 14 Milliarden Dollar, unter anderem wegen Kostensenkungen und hoher Margen im ausgeweiteten Dienstleistungsgeschäft.

    Einen Großteil des Wachstums will Immelt aus der Medizintechnik generieren. GE stellt beispielsweise Röntgensysteme, Computertomographen und Ultraschallsysteme her. Aber auch das Energie- und das Flugzeugturbinengeschäft versprächen Impulse, sagte Immelt, ebenso NBC/CNBC. Weiter ausbauen will er auch das Servicegeschäft, das derzeit knapp 19 Milliarden Dollar Umsatz bringt. Dies soll aber nicht zu Lasten der Produktionssparten gehen. Beides sei untrennbar miteinander verknüpft. Ein gutes Servicegeschäft beruhe auf einem guten Produktgeschäft. Die Finanzdienstleistungssparte GE Capital, die bereits heute für 40 Prozent des Ertrags steht, sollte seiner Ansicht nach nicht noch mehr Gewicht innerhalb des Konzerns bekommen. "Bei einem Anteil von 40 bis 45 Prozent bleibt die Balance noch erhalten."

    Sein besonderes Augenmerk bei den Wachstumsplänen gelte - neben China - Europa, sagte Immelt weiter. GE sei hier in den vergangenen zehn Jahren schon stark gewachsen und erreiche mit 70 000 Beschäftigten einen Umsatz von 26 Milliarden Dollar. "Vor allem bei den Finanzdienstleistungen, der Medizintechnik und der Energie können wir aber noch sehr viel stärker werden", kündigte er an. Bei den geplanten Akquisitionen werde Europa stärker als bisher berücksichtigt. Gerade in Deutschland gebe es viele - potentielle Kunden für GE: Hier lebten einige der besten Ärzte der Welt, hätten große Finanzinstitutionen ihren Sitz - und so fortschrittliche Unternehmen wie RWE. "Hier muß GE seine Präsenz erhöhen." Nicht zuletzt, weil einige der größten Wettbewerber hier ihren Sitz hätten.

    Die Kampfansage von Siemens-Chef Heinrich von Pierer nimmt er sportlich: "Ich liebe guten Wettbewerb, der macht einen stärker." Pierer hatte seinen Aktionären auf der Hauptversammlung im Januar "Beat GE, beat General Electric" zugerufen und das Ziel ausgegeben, auf den konkurrierenden Gebieten - Kraftwerks- und Medizintechnik sowie Licht - die Profitabilität des amerikanischen Konkurrenten zu übertreffen. Er habe das Zitat von Pierers aus der Zeitung ausgeschnitten und auf seinen Schreibtisch gestellt, sagte Immelt schmunzelnd. "Dann habe ich mit meinen Bereichsleitern gesprochen und gesagt: ,Er glaubt, er ist besser als du, laß es uns besser machen.'" Und mit einem ironischen Unterton fügt er an: "Während Heinrich auf dem World Economic Forum in New York war, habe ich hier in Europa unsere Kunden besucht." Das sei guter Wettbewerb und mache Spaß.

    Die Nachfolge von Jack Welch anzutreten empfindet Immelt keineswegs als Last. "Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, Jack zu ersetzen, sondern General Electric zu leiten und eine gute Leistung zu erbringen", sagte er. Jack Welch habe sich sein hohes Ansehen durch außerordentliche Leistungen und seine 20jährige Zeit als Vorstandschef erarbeitet. "Falls ich eine gute Leistung erbringe und lange lebe, kommt der Rest von selbst", meint er scherzhaft angesichts des legendären Rufs seines Vorgängers.

    Bei allem Respekt für Welch - die Situation und damit die Anforderungen an den GE-Chef hätten sich geändert, gibt Immelt zu bedenken. Als Welch vor zwanzig Jahren an die Spitze kam, seien die japanischen Unternehmen drauf und dran gewesen, den Weltmarkt zu beherrschen. Heute stellten sich ganz andere Probleme, wie sich an den Terroranschlägen zeige. "Es ist deshalb Zeit für eine neue Generation bei GE." Das Unternehmen könne noch viel besser werden, als Welch es hinterlassen habe, gibt sich der neue Chef selbstbewußt.

    Kastentext:

    Der Neue bei General Electric

    Vor einigen Jahren drohte Jeffrey Immelt noch der Rausschmiß bei General Electric. Vorstandschef Jack Welch war unzufrieden mit den Ergebnissen der Kunststoffsparte, die Immelt damals leitete, und hätte ihn deswegen fast entlassen. Doch dem Nachwuchsmanager gelang mittels Kostensenkungen die Wende: Er brachte die Sparte wieder auf Vordermann. Anschließend übernahm er die Leitung des wichtigen Bereichs Medizintechnik und verdoppelte dort den Gewinn. Ende 2000 wurde Immelt zum Nachfolger von Jack Welch auserkoren, im September des vergangenen Jahres rückte er dann an die Spitze des Mischkonzerns. Der 45 Jahre alte Immelt, der Mathematik studiert und einen MBA-Abschluß in Harvard erlangt hat, hat nahezu sein gesamtes Berufsleben bei GE verbracht. Nach einem kurzem Aufenthalt bei Procter & Gamble fing er 1982 bei GE an. Welch erkannte schon früh das Potential des ehemaligen Basketball- und Footballspielers. 1989 wurde Immelt Vize-Präsident der Haushaltsgerätesparte und war dort mit einer großen Rückrufaktion bei Kühlschränken konfrontiert. 1992 wechselte er zurück in den Kunststoffbereich, wo er auch seine Anfangsjahre bei GE verbracht hatte. Immelt gilt als humorvoll und wesentlich umgänglicher als sein Vorgänger.

    "Wenn wir noch mehr Transparenz schaffen müssen, werden wir das tun."

    "Während Heinrich von Pierer auf dem World Economic Forum in New York war, habe ich in Europa unsere Kunden besucht."


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  2. #12
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    Wilmington (vwd)

    "Die General Electric Co (GE), Fairfield, übernimmt das Wasseraufbereitungsgeschäft BetzDearborn vom Spezialitätenchemiehersteller Hercules Inc Wilmington, für 1,8 Mrd USD. Nach Angaben des US-Mischkonzerns vom Dienstag stellt die Übernahme den Einstieg in ein ganz neues Geschäftsfeld mit einem potenziellen Jahresumsatz von einer Mrd USD dar. GE rechnet bei Zustimmung der Wettbewerbsbehörden damit, die Transaktion in diesem Frühjahr abzuschließen. BetzDearborn stellt Verfahrenstechnik für Industrieanwendungen sowie technisch-chemische Verfahren zur Wasseraufbereitung her. Hercules bezifferte das Ergebnis aus dem Verkauf nach Steuern für sich auf 1,67 Mrd USD. Das US-Chemieunternehmen steht unter dem Druck hoher Verschuldung. BetzDearborn wird in der GE-Sparte Specialty Materials als fünfte Division integriert - neben GE Silicones, GE Specialty Chemicals, GE Superabrasives und GE Quartz. Laut GE passt das neue Geschäft sehr gut zu den Expansionsbestrebungen des Konzerns. "vwd/DJ/12.2.2002/rio/sa
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  3. #13
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    "Fairfield (vwd) - Die General Electric Co, Fairfield, erwartet im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wegen der Bilanzänderung einen unbaren Aufwand von einer Mrd USD bzw 0,10 USD je Aktie. Dies teilte die Gesellschaft am Freitag im Rahmen des erweiterten Jahresberichts mit. Der am 7. September 2001 in den Ruhestand gegangene Chairman und CEO John F. Welch habe 2001 ingesamt 16,247 Mio USD Zahlungen von GE erhalten, sein Nachfolger Jeffrey Immelt 6,389 Mio USD, geht aus einer Pflichtveröffentlichung an die Securities and Exchange Commission hervor. vwd/DJ/8.3.2002/mi "
    herzliche Grüße

    Volker

  4. #14
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    hallo dieter,

    du kannst mir bestimmt zu ge (als kleinem störenfried im siemensbusiness) weiterhelfen.

    welchen inneren wert hat ge eigentlich gemäss durchgeführter letzter value-analyse? valuepro.net weist nur rund 23 $ aus. in quicken finde ich einen intrinsic value von gar nur etwa 13 $

    in welchem valuebrief wurde diese behandelt? habe alle valuebriefe aus versehen entfernt.

    schönes wochenende aus dem frischen norden
    lomoeel
    lomoeel

  5. #15
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    Moin lomoeel,


    GE wurde in der 7. Ausgabe, Dez. 2001 behandelt und hatte dort eine Range von $40 bis $70.

    Mit den geschätzten 2002er Zahlen und einem eher konservativen Wachstum (Jahr 1-4 10%, Jahr 5-7 8%, Jahr 8-10 6%) liegt die Range nun bei mir zwischen $38 und $62.
    Damit wäre GE in 12/00 noch kein Kauf gewesen, aber nun sieht es doch günstiger aus.

    Signal 1 hat einen historisch hohen Wert und war nur noch '94 geringfügig höher.

    Die Renditeerwartung, ausgedrückt durch die Signale 2 und 3, liegt zwischen 13% und 16%, beide Signale weisen damit Höchststände auf (Betrachtung seit 1990).

    Um GE Paroli bieten zu können, werden wir vermutlich noch ein paar Henrys verschleissen.

    Übrigens sind die Qualitätskriterien auch alle erfüllt.

    Viele Grüße aus dem sonnigen Süden

    Dieter

  6. #16
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    moin moin dieter,

    besten dank für deine prompte antwort.

    kannst du mir einzelne daten für die intrinsic value-ermittlung geben (gewrn per mail), damit ich diskrepanzen zu valuepro.net und quicken feststellen kann?
    lomoeel

    ps. bei dem riesenpool spitzenleute dürfte die verschleissfrage kein problem in deinem hause sein.
    lomoeel

  7. #17
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    Hallo lomoeel,

    welche Daten genau meinst Du denn?

    Manche rechnen mit den Gewinnen (Quicken) andere mit dem Free-Cash-Flow und wir hier mit dem Netto-Cash-Flow. Wir bestimmen ob eine Sicherheitsmarge da ist oder nicht.

    Aber zum Thema Sicherheitsmarge (intrinsic value) wäre vielleicht in diesem Thread etwas für Dich dabei und dann kannst Du Dich ja wieder melden.

    http://www.value-analyse.de/cgi-bin....l=mitch

    Gruß

    Dieter

  8. #18
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    moin dieter und danke für den thread tipp.

    deine vermutung ist korrekt, valuepro.net verwendet discounted free cf und das erklärt die doch beträchtliche diskrepanz.

    schönes wochenende
    lomoeel
    lomoeel

  9. #19
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    Ich suchte schon eine Zeit lang moegliche Gruende/Stimmungen, die zum momentanen Sinkflug von GE fuehren.
    Hier ein "alter" Artikel, der zumindest einige Aspekte durchleuchtet.
    Gruss,
    feelp

    --
    Aus der FTD vom 12.4.2002
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *www.ftd.de/kapital

    * * * * * * * * * * Das Kapital: Für General Electric wird die Luft
    * * * * * * * * * * allmählich dünn

    * * * * * * * * * * Es wird langsam bunt. Letztes Jahr schon konnte man sich nur
    * * * * * * * * * * verdutzt die Augen reiben, wie General Electric (GE) es fertig
    * * * * * * * * * * bringen kann, in jedem einzelnen Quartal fette Gewinnsteigerungen
    * * * * * * * * * * hinzulegen, obwohl der Umsatz zuerst stagniert, dann sogar gefallen
    * * * * * * * * * * ist. Jetzt kommt zum ersten Mal ein Basiseffekt zum Tragen.

    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *Wie im ersten Quartal 2001, ist der Umsatz auch
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *im abgelaufenen Vierteljahr quasi stagniert.
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *Kumuliert ergibt sich seit 2000 gerade mal ein Plus
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *von knapp zwei Prozent. Und was macht der
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *Gewinn? Kumuliert soll er seit dem ersten Quartal
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *2000 bereinigt um knapp 35 Prozent zugelegt
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *haben. Schon intuitiv fällt das schwer zu glauben,
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *erst recht bei einer operativen Marge von 18,2
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *Prozent.

    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *Sicher: Irgendwo kann das Konglomerat immer ein
    * * * * * * * * * * paar Gewinne rausquetschen - schon weil man die Bilanzen immer noch nicht
    * * * * * * * * * * versteht, trotz der etwas größeren Mühe, die sich GE nun gibt. Das
    * * * * * * * * * * abgelaufene Quartal haben das Turbinengeschäft und GE Capital mit
    * * * * * * * * * * Gewinnzuwächsen von 81 und 8 Prozent gerettet, letztere bei weiter
    * * * * * * * * * * purzelnden Einnahmen. Aber nach dem stürmischen Wachstum in den
    * * * * * * * * * * Vorjahren wird die Luft für die Turbinen langsam dünn. Das Umsatzwachstum
    * * * * * * * * * * ist von 88 Prozent 2000 über 33 Prozent 2001 auf nunmehr 24 Prozent
    * * * * * * * * * * gesunken. Sofern GE die operative Gewinnspanne in diesem Geschäft nicht
    * * * * * * * * * * von knapp 30 in Richtung 100 Prozent steigert, wird die Sparte spätestens ab
    * * * * * * * * * * nächstem Jahr als Gewinntreiber ausfallen. Schon im abgelaufenen Quartal
    * * * * * * * * * * haben Stornogebühren Sondergewinne von 326 Mio. $ gebracht. Ohne sie
    * * * * * * * * * * wäre der operative Gewinn mit den Turbinen nur um 43 Prozent gestiegen.

    * * * * * * * * * * GE Capital unterdessen hat von der steilen Zinsstrukturkurve profitiert, die
    * * * * * * * * * * nicht ewig bestehen bleibt. Sowieso wäre der Konzerngewinn ohne die
    * * * * * * * * * * Neubehandlung des Goodwill nur um 8 statt um 17 Prozent gewachsen. Dazu
    * * * * * * * * * * kommen Extraerlöse beim TV-Kanal NBC auf Grund der Winterspiele. Alle
    * * * * * * * * * * Sondereffekte zusammengerechnet, ist nicht nur der nach US-GAAP
    * * * * * * * * * * ausgewiesene, sondern auch der bereinigte Gewinn gefallen.

    * * * * * * * * * * Geschäftsmischung hin oder her: Wie jedes andere Unternehmen, braucht GE
    * * * * * * * * * * letztlich eine gut laufende Wirtschaft, um organisch zu wachsen. Aber auch
    * * * * * * * * * * dann sind die Gewinnschätzungen nicht zu halten, die über die nächsten fünf
    * * * * * * * * * * Jahre Zuwächse von im Schnitt 15 Prozent unterstellen. Mit Akquisitionen im
    * * * * * * * * * * Wert von 2,3 Mrd. $, wie im ersten Quartal, ist es jedenfalls nicht getan. Und
    * * * * * * * * * * wenn Jeffrey Immelt wirklich Umsätze von bis zu 100 Mrd. $ einkaufen will,
    * * * * * * * * * * muss er damit erst mal die Kapitalkosten verdienen.

    * * * * * * * * * * Mit einem geschätzten KGV von jetzt noch gut 20 sieht die Aktie nicht mehr
    * * * * * * * * * * unbedingt teuer aus. Aber bei einem Preis-Umsatz-Verhältnis von 2,7 ist sie
    * * * * * * * * * * es, ohne jeden Zweifel. Während der Umsatz seit Anfang der 80er Jahre im
    * * * * * * * * * * Schnitt um knapp 8 zugelegt hat, ist der Kurs um knapp 17 Prozent jährlich
    * * * * * * * * * * gestiegen. Nur bunte Vögel können das ignorieren.

  10. #20
    Erfahrener Valueist
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    Guten Morgen,

    alle, die "zwischen den Jahren" (blöde Formulierung) arbeiten müssen, können sich jetzt unter
    http://research.businessweek.com/sprepor....mbol=GE

    einen kostenloseren Report über GE ansehen.

    Alle anderen können es später machen...


    Viele Grüße,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

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