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Thema: Hampshire Group

  1. #1
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    Mir gefällt da so ein kleines Unternehmen und auch die Produkte, die es herstellt.

    Hampshire Group LTD (Nasdaq: HAMP)

    www.hamp.com

    HAMP verdient gutes Geld mit der Herstellung und dem Verkauf von Pullovern. Das Segment Hampshire Designers gibt es schon seit 1956 und ist der größte Designer und Hersteller von Pullovern in Nordamerika. Zur Herstellung werden hochwertige Materialien wie Kaschmir- und Merino Wolle verwendet. Die hochwertigen Pullover werden dann im gehobenen Preissegment über den Einzelhandel, in Kaufhäusern und dem Versandhandel angeboten. Durch die in 2000 erworbene Item-Eyes Division wird zusätzlich Damensportbekleidung an die Frau gebracht, im warsten Sinne des Wortes.
    HAMP verfügt auch noch über ein 2. Standbein im Investmentbereich, der überwiegend in nationale und internationale Immobilien investiert.
    Chairman, CEO und President ist Ludwig Kuttner. Bemerkenswert finde ich aber, dass das Unternehmen zu 49% dem Management gehört.

    Ich beobachte HAMP schon eine ganze Weile und saisonbedingt werden in den ersten beiden Quartalen immer Miese eingefahren. Hey, das hat sich jetzt geändert und mich neugierig gemacht. Zum einen ist der Umsatz in 2002 bislang um knapp 18% gestiegen (ohne Akquisitionen) und HAMP hat sich von weniger profitablen Produktlinien getrennt und somit die Bruttomarge von 20,6% auf satte 28,7% gesteigert. Damit konnte im ersten Halbjahr erstmalig ein kleiner Gewinn ausgewiesen werden.

    Was konnte der Investor verdienen?

    3 Monate 22%
    6 Monate 83%
    1 Jahr 129%
    3 Jahre annualisiert 86%
    5 Jahre annualisiert 52%

    HAMP hat ein aktuelles KGV von 6,64, klingt doch nach Value!

    Fortsetzung folgt demnächst

    Dieter

  2. #2
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    Hallo, Dieter!

    Das hört sich ja wirklich gut an. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil!!! Wie du weißt, bin ich noch immer auf der Suche nach Unternehmen, die ich verstehe und die niedrig bewertet sind.

    Befindet sich HAMP denn noch auf deiner Watchlist oder schon im Depot???

    Viele Grüße

    Torsten

    P.S. In der nächsten Woche ist eine BW-Artikel über H&M auch für mich als Nicht-Abonnent frei erhältlich. Hast du Interesse?

  3. #3
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    Hallo, Dieter!

    Ich habe gerade mal auf der Nasdaq-Seite nachgesehen und festgestellt, dass HAMP, was die Marktkapitalisierung betrifft, in etwa so groß ist wie Bijou Brigitte. Gestern wurden nur 200 Aktien gehandelt und eine "Analyst Info" gibt es überhaupt nicht. Die Vergleiche mit den Mitbewerbern bei quicken.com und investor.stockpoint.com sehen ja ganz gut aus. Woher bekommst du sonst noch Infos? "Nur" aus den GB und evtl. noch dem VL-Datenblatt?

    Nochmalige Grüße

    Torsten

  4. #4
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    Hallo Torsten,

    das Angebot mit dem H&M Artikel nehme ich dankend an.

    Infos entnehme ich dem GB, letztendlich bezieht ja auch VL seine Daten daher. Bei Morningstar schaue ich mir immer noch die Peergruppe im Vergleich an, sonst gibt es zu HAMP nicht viel. Möglicherweise wird HAMP bei den Fools diskutiert, aber das ist ja mitlerweile kostenpflichtig.

    Weitere 24% sind im Besitz von Institutionellen, da bleibt für den freien Handel nicht mehr so viel übrig. Sehr positiv ist jedenfalls noch, dass es bei HAMP z. Z. keine Leerverkäufe gibt.

    HAMP ist auf meiner Watchlist und ich denke gerade noch mal über die Bewertung nach, aber davon demnächst mehr in der Fortsetzung.

    Viele Grüße
    Dieter

  5. #5
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    Hampshire Group 2. Teil

    Damit ein Unternehmen überhaupt in die Bewertung kommt, muß es erst mal die Hürde durch die Foolish 8 Kriterien überwunden haben. Ich bin da nicht ganz so penibel und schaue mir auch Unternehmen mit einem „some interest“ Rating an. HAMP erfüllt 3 von 8 Kriterien.

    http://www.quicken.com/investments/s.../?p=HAMP&tag=1


    Die weitere Bewertung von Small Caps erfolgt dann nach 5 Kriterien mit Vergabe einer Einzeleinstufung, wobei dann das Gesamtrating immer dem schlechtesten Einzelergebnis entspricht.

    1. Umsatz (A, C, F)
    2. Bruttomarge (A, B, C, D)
    3. Cash to Dept (A, B, C, F)
    4. Verbindlichkeiten (A, B, C, D, F)
    5. Inventar ( A, B, C, D, F)

    Wie schneidet HAMP dabei ab?

    Mein Betrachtungszeitraum beträgt immer 5 Jahre und die 5 aktuellsten Quartalsergebnisse, wobei ich immer das letzte Quartalsergebnis mit dem des Vorjahres vergleiche.

    1. Beim Umsatz erreicht HAMP ein „A“ und das gibt es wenn das Umsatzwachstum > 25% ist.

    2. Bei der Bruttomarge reicht es nur zu einem „D“, denn sie ist < 45%, ein „A“ würde es bei einer Bruttomarge geben > 60% und steigt, stetig verläuft oder nicht mehr als 5% gegenüber der vorherigen Periode gefallen ist.

    3. Das Cash / Dept Ratio ist für die meisten “Kleinen“ der absolute Killingpoint, leider aber auch für HAMP, die hier aufgrund des magereren Verhältnis von 1,04 ein „F“ zu verbuchen haben, das es gibt, wenn das C/D Ratio < 5 ist. Valuemäßig würde HAMP mit einer Eigenkapitalquote von knapp 63% hervorragend abschneiden und persönlich entscheide ich das von Fall zu Fall.

    4. und 5. Bei den Verbindlichkeiten und den Inventories konnte sich HAMP gegenüber dem Vorjahr stark verbessern und erreicht nun bei beiden ein „A“ (war mal bei beiden ein „F“). Ein „A“ wird vergeben, wenn das Wachstum der Verbindlichkeiten / Inventories < 125% des Umsatzwachstums ist.
    Das Management hat diese beiden Dinge in den letzten 2 Jahren sehr gut in den Griff bekommen und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass das auch so bleibt.

    Mit einem „F“ als Gesamtergebnis würde HAMP als „run away“ von der Watchlist verschwinden.

    Nun, mir genügt eigentlich die hohe Eigenkapitalqote und sehe deshalb das F nicht ganz so kritisch, aber man sollte ein wachsames Auge darauf haben und jede Verschlechterung sofort hinterfragen.

    Die Bruttomarge hat sich zwar erheblich verbessert und das läßt hoffen, aber im Industrievergleich liegt HAMP mit 28,44% auch weit hinter den 40,74% zurück.

    Insgesamt würde ich HAMP mit einem Financial Grade „C“ bewerten, das soviel wie weiter beobachten heißt und mal sehen ob sich nicht doch noch was verbessert.

    Jut, kommen wir zum “Stock Grade“, der entsprechend der Performance des letzten Jahres vergeben wird. HAMP hat eine Steigerung von über 160% hingelegt und erhält damit ein „A“, das es bereits bei 100% gibt.

    Bis jetzt haben wir schon eine ganze Menge an möglichen Risiken eliminieren können und dennoch bleibt immer ein letzter Zweifel was man übersehen haben könnte.

    Im dritten letzten Teil versuche ich mit Hilfe eines 4-stufigen Diskontmodells den fairen Wert zu errechnen.

    Anmerkung: Die Idee der Einstufung kommt von einem Erik, der wiederum hat das von Tom Gardener gelernt, die individuelle Interpretation und Modifikation kommt von mir. Das Diskontmodell habe ich erst letzte Woche von TMF Matt Richey erhalten, der bei den Fools in einer 4-teiligen Serie 16 hoffnungsvolle Small Caps vorgestellt hat. Btw, HAMP war dabei.

    Dieter

  6. #6
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    Der Zwischenbericht klingt ja ganz positiv.

    Gruß
    Dieter

    Hampshire Group, Limited Announces Third Quarter Net Income Rose 38.9 Percent
    Friday November 8, 11:39 am ET


    ANDERSON, S.C.--(BUSINESS WIRE)--Nov. 8, 2002--Hampshire Group, Limited (Nasdaq: HAMP - News) today announced results for the quarter ended September 28, 2002.
    Net sales were $109,134,000 compared with $100,451,000 for the same period last year, an increase of $8,683,000 or 8.6 percent. Net income of $9,033,000, or $1.86 per fully diluted share, was 38.9 percent higher than net income of $6,505,000, or $1.39 per fully diluted share, in the same period in 2001.

    For the nine months ended September 28, 2002, net sales were $183,529,000 compared with $163,574,000 for the same period last year, an increase of $19,955,000 or 12.2 percent. Net income was $9,606,000, or $1.99 per fully diluted share, compared with net income of $3,228,000, or $0.69 per fully diluted share, in the same period in 2001.

    Hampshire Group said results for the third quarter and year-to-date have exceeded its expectations.

    Ludwig Kuttner, Chairman and Chief Executive Officer, said, "We are very proud of the hard work of our team throughout the Company, which resulted in an outstanding performance in the first nine months of the current year. Even though the fourth quarter appears on track, the uncertain flow of goods related to the replacement of a supplier and the 10-day West Coast port shutdown may not allow us to achieve the same results as we did for the fourth quarter last year."

  7. #7
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    Nun folgt doch noch Teil 3.

    DFCF mit dem 4 Stufen Modell

    Dazu folgende Annahmen:

    Kurs: 20,50 $
    Anzahl Aktien (verwässert): 4,8 Mio $
    Cash: 26,9 Mio $
    Schulden: 25,8 Mio $
    Netto Cash: 1,1 Mio $
    Marktkapitalisierung: 98,8 Mio $
    Enterprise Value: 97,7 Mio $
    Durchschnittlicher Free Cash Flow der vergangenen 3 Jahre abzüglich der Zinszahlungen: rund 20 Mio $ p.a.

    Daraus lässt sich schon mal der EV / FCF errechnen, der mit 4,9 unter dem KGV von 6 liegt. Der EV hat gegenüber der Marktkapitalisierung den Vorteil, dass sowohl die Verschuldung als auch die Cashbestände berücksichtigt werden.

    Der innere Wert wird berechnet, in dem die Ergebnisse der 4 einzelnen Berechnungsstufen addiert werden plus dem Cash pro Aktie, der hier aber nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

    Stufe 1 (sehr starkes Wachstum) 1. bis 5. Jahr

    Wachstumsrate FCF 7,5%
    Verwässerungsrate der Aktien: 1%
    Diskontzins: 11%

    Ergebnis: 18,33 $


    Stufe 2 (starkes Wachstum) 6. bis 10. Jahr

    Wachstumsrate FCF 6 %
    Verwässerungsrate der Aktien: 2%
    Diskontzins: 11%

    Ergebnis: 13,86 $


    Stufe 3 (mittleres Wachstum) 11. bis 20. Jahr

    Wachstumsrate FCF 5 %
    Verwässerungsrate der Aktien: 2%
    Diskontzins: 11%

    Ergebnis: 16,36 $


    Stufe 4 ( stabiles Wachstum) ab 20. Jahr

    Wachstumsrate FCF 3 %
    Diskontzins: 11%

    Ergebnis: 14,66 $


    Summe Stufe 1 bis 4: 63,22 $
    Cash /Aktie : 0,23 $

    Innerer Wert: 63,45 $


    Gruß
    Dieter
    Viele Grüße

    Dieter

  8. #8
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    Hallo Dieter,

    woran liegt es, daß der FCF in den letzten drei Jahren höher lag als der Gewinn? Und warum wird das auch in den kommenden Jahren so sein? Worauf ich hinaus will, ist, daß Hampshire doch auch mal investieren muß, insbesondere dann, wenn das Geschäft expandiert wird. Es kann durchaus sein, daß mal über ein paar Jahre hinweg der FCF über dem GAAP net income (exkl. Goodwillabschreibung) liegt. Dazu muß man nur weniger investieren als man abschreibt und darf das Warenlager und die Forderungen nicht ausweiten. Man kann das aber nicht über einen längeren Zeitraum machen, ohne das Geschäft zu beschädigen. Hinzu kommt, daß Wachstum nur mit Investitionen möglich ist, somit widerspricht das von Dir angenommene Wachstum des FCF der Tatsache daß der FCF - auch künftig - über dem Gewinn liegen soll.

    Ein weiterer Punkt, bei dem ich nicht übereinstimme, ist Deine Behandlung der Verwässerung. Zunächst ist zu klären, wie die Verwässerung zustande kommt. Da Free Cash Flows vorliegen, nehme ich an, es handelt sich um ein Aktienoptionsprogramm und nicht um Verwässerung durch Akquisitionen, die mit Aktien bezahlt wurden. Die einzige mir bekannte Weise, ein Optionsprogramm in die Bewertung einfließen zu lassen, ist es, sich zu überlegen, wieviele Optionen werden pro Jahr gewärt und wieviel ist jede einzelne Option voraussichtlich wert. Die Annahme einer jährlichen Verwässerung halte ich aus zwei Gründen nicht für sinnvoll:

    1. Das Unternehmen bekommt durch die Ausübung der Optionen Geld in die Kasse, das bei dieser Methode unberücksichtigt bleibt.

    2. Du setzt das Optionsprogramm nur bis zum Jahr 20 fort. Was passiert danach? Verzichten da alle Mitarbeiter großzügig auf ihre Optionen? Oder werden sie durch Cash Gehalt ersetzt? Ersteres ist unwahrscheinlich und das zweite müßte man durch niedrigere Gewinne (und FCFs) berücksichtigen.

    Falls die Verwässerung wider Erwarten doch durch Akquisitionen zustande kommt, stellt sich die Frage, warum die Akquisitionen nicht mit Cash bezahlt werden. Auch sollte man nicht annehmen, daß in der Zukunft ebenfalls Wachstum durch Akquisitionen möglich ist, sondern sollte das Unternehmen im derzeitigen Zustand bewerten.

    Was passiert übrigens mit den FCFs? Werden sie als Dividenden ausgeschüttet? Derzeit ja offenbar nicht, aber irgendwann sollte das schon passieren. Und dann muß man berücksichtigen, daß wir als pflichtbewußte Staatsbürger Dividenden versteuern müssen. Wenn das Halbeinkünfteverfahren dann noch gilt, also mit etwa 25%. Zur Systematik: Es ist nötig, die Nachsteuer-Dividendenerträge zu diskontieren, nicht die Dividendenerträge vor Steuern, denn die Aktien kaufst Du ja auch von bereits versteuertem Geld und kannst die Aufwendungen für den Aktienkauf nicht vom zu versteuernden Einkommen absetzen. Nehmen wir an, Du kaufst eine Aktie für, sagen wir, 50 EUR und bekommst in den nächsten 1000 Jahren exakt einen Barwert von 50 EUR in Form von Dividenden zurück. Wenn Du diese Dividenden aber mit 25% versteuern mußt, bleiben Dir nach Steuern nur 37,50 EUR vom Barwert und damit hast Du einen Verlust gemacht, obwohl Du zum Barwert gekauft hast.

    Warum ist Hampshire Group Ltd. eine Limited und keine Incorporated? Was hat das für Auswirkungen auf die Rechte der Aktionäre? Ich kenne die Antwort nicht.

    Du schreibst: Chairman, CEO und President ist Ludwig Kuttner. Bemerkenswert finde ich aber, dass das Unternehmen zu 49% dem Management gehört.

    Sicherlich ist es wichtig, daß das Management am Unternehmen beteiligt ist. Bei sehr hohen Beteiligungsquoten, und 49% ist eine solche, bedeutet das aber auch, daß das Management mit den freien Aktionären tun und lassen kann, was es will. Es wird nie eine wirksame Opposition auf der HV geben, wenn Maßnahmen beschlossen werden, die extrem aktionärsunfreundlich sind. Ein besonders abschreckendes Beispiel ist hier MLP, die zu aberwitzigen Preisen einige Firmen übernommen hat, deren bisherige Eigentümer das Management und MLP-Mitarbeiter waren. Dadurch wurde eine Verwässerung um etwa 25% bewirkt (soweit ich mich erinnern kann), ohne daß die übernommenen Firmen auch nur annähernd ähnliche Ergebnisbeiträge geliefert hätten. Diese Aktion wurde gegen den erbitterten Widerstand einiger Aktionäre durchgezogen, die aber letztlich gegen die 38% (!), die das Management hielt machtlos waren. Als ideal würde ich Beteiligungsquoten von 10-15% ansehen, noch wichtiger als die absolute Höhe der Beteiligung sollte aber sein, wieviel Prozent des Privatvermögens das Management in dieser Beteiligung stecken hat.

    Viele Grüße

    Andreas

  9. #9
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    Hallo

    Soweit ich sehe ist dies nur noch eine Agentur. Sie stellen keine Produkte her und haben keine Markenrechte, sondern zahlen Linzenzgebühren an Markenhersteller oder lassen Handelsmarken herstellen. Wenn das Geschäft damit gut läuft ließen sich die Lizenzgebühren problemlos nach 3 Jahren erhöhen oder es könnte an andere Agenturen vergeben werden. Ich könnte keine Zukunftsannahmen treffen, wenn kein substanzieller Wettbewerbsvorteil besteht. Der CEO mußte Sicherheiten für die Schulden hinterlegen, der Gewinn wird durch Verlustvortrag geliftet, mit „langfristigen Aktienengagements“ wurde einiges in den Sand gesetzt. Über 8 % der Aktien sind Optionen, die nach spätestens 5 Jahren bei gestiegenem Kurs ausgeübt werden können. Wenn man 8/5=1,6 % vom langfristigen Wachstum wegnimmt, sinkt auch der Barwert um etwa 16 %.

    Grüße

  10. #10
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    Hallo Andreas,

    erstmal noch ein frohes Neues Jahr.

    Mit dem dritten Teil hatte ich auch so meine Probleme und wollte ihn erst auch gar nicht hier reinstellen. Der FCF ist auch erst in den letzten 3 Jahren überproportional gestiegen und bestimmt noch nicht aussagekräftig genug. Aber genau in diesen 3 Jahren wurde ein Return von rund 86% p. a. erzielt. Der GB 2002 kommt ja noch und dann sehen wir, wie es weitergeht. Die Investitionen sind wirklich sehr niedrig, weil HAMP nicht mehr selber produziert (siehe unten). Ich habe auch andere Modelle durchgerechnet, mit Volker’s Methode und mit den Gewinnen. HAMP ist eben kein leicht zu prognostizierendes Unternehmen, wenn überhaupt. Nehme ich in den ersten 5 Jahren eine Verwässerung von 6% an und rechne mit dem durchschnittlichen NCF der letzten 3 Jahre, dann kommt ein fairer Wert von rund 28 $ raus. Außerdem finde ich das angenommene FCF-Wachstum eher konservativ.

    <Hinzu kommt, dass Wachstum nur mit Investitionen möglich ist>

    Bei HAMP sehe ich aber durchaus die Möglichkeit, dass höhere Preise durchzusetzen sind oder wie Dimstar meint, die Lizenzgebühren erhöht werden können. *
    <We will soon mark our ten-year anniversary as a public company. Since April 1992, our product line has expanded greatly, and we are no longer manufacturing our own products. A consistent theme throughout the ten years, and the basis for our success, has been our commitment to product quality, customer service and the delivery of products of value.>

    Die letzte Akquisition war Item Eye’s in 2000, die mit Cash bezahlt wurde, die genaue Finanzierung steht im GB.

    Aus Sicherheitsgründen habe ich in die Berechnung eine Verwässerung einfließen lassen und wenn *diese sich im laufe der Quartale oder Jahre verändert, dann würde ich das als Aktionär mitbekommen und müsste entsprechende Neuberechnungen anstellen. Im GB 2001 wird sehr ausführlich zu den Optionen Stellung genommen (Seite F-21 und F-22, falls es jemand nachlesen will). Über Aktienrückkäufe erfährt man dann zusätzlich auch noch so einiges.

    HAMP zahlt keine Dividende und wird es vermutlich auch zukünftig nicht tun.
    Warum sollte ich mir dann also jetzt schon darüber Gedanken machen, wenn vielleicht mal eine Dividendenzahlung in Aussicht gestellt wird? *Es reicht sicherlich aus,
    zu gegebener Zeit, mit den dann gültigen Steuergesetzen, sich darüber Gedanken zu machen.

    49% im Besitz vom Management ist vielleicht ein bisschen zu viel und man könnte die Frage aufwerfen, warum HAMP überhaupt an die Börse gebracht wurde. Ich weiß nicht wie es zu dieser IPO gekommen ist und auch nicht warum HAMP eine Limiteted und keine Incorporated ist.

    Was MLP da gemacht hat, ist für mich nicht unbedingt mehr legal, zumal aus meiner Sicht Finanzdienstleister sowieso äußerst suspekt und wahrscheinlich auch überflüssig sind.

    Gruß
    Dieter

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