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Thema: Egana Goldpfeil

  1. #1
    Valueist
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    Ich möchte hier einen neuen Wert zur Diskussion stellen:

    Egana Goldpfeil Holding

    Egana ist eine internationale Holding, die Herstellung, Marketing und Vertrieb von Luxusartikeln (z.B. Uhren, Schmuck, Lederwaren und „Lifestyle“-Kleidung) übernimmt.

    Das Markenportfolio besteht aus 35 eigenen Marken und 14 in Lizenz vertriebenen Marken.

    Eigene Marken sind z.B. Dugena, Junghans, Goldpfeil, JOOP!, Pierre Cardin, Comtesse und Sioux, unter Lizenz vertriebene Marken sind u.a. Esprit, Cerruti 1881, Puma, Mexx, National Geographic....

    Hierzulande ist die Firma in den letzten Wochen ein wenig ins Blicklicht geraten, weil man die Rechte an der Marke Salamander (sowie die direkt betriebenen Verkaufsstellen in Europa). Nicht nur, das Salamander die Nr. 2 bei Verkäufen von Lederschuhen in Deutschland ist, auch im Ausland ist die Marke recht bekannt, was hier wenig Leute wissen, und zwar insbesondere im wachstumsstarken osteuropäischen Raum.

    Der Hauptanteil des Umsatzes wird derzeit in Europa (und hier in Deutschland) erwirtschaftet, aber der asiatische Markt gewinnt aufgrund extrem hoher Wachstumsraten an Bedeutung (vor allem China und Japan). USA derzeit eher unter ferner liefen, der Markt ist wie in anderen Fällen bereits erlebt, nicht leicht zu erobern.

    Die Bewertung von Egana ist niedrig bis moderat (KGV: 13.5 auf Basis der Gewinne des abgelaufenen (!) Jahres). Die Experten erwarten einen deutlichen Gewinnanstieg in den nächsten Jahren, nicht zuletzt aufgrund der Übernahme der Rechte an Salamander, die in Fachkreisen durchaus positiv aufgenommen wurde.

    Die Marke Salamander ist (ich kann nur für Deutschland sprechen) immer noch eine starke Marke, ich selber erinnere mich jedenfalls noch sehr gut an Lurchi, den Feuersalamander, der zum Markenzeichen geworden ist. Die Marke hat m.E. ein recht hohes Potential, wenn sie vernünftig vermarktet und wiederbelebt wird. Bei Egana ist man sicher, dass Salamander schon in dem laufenden Geschäftsjahr zum Gewinn beiträgt.

    Die Gewinnschätzungen der sogenannten "Experten" für die nächsten drei bis vier Jahre sagen Steigerungsraten von 30-35% jährlich im Schnitt voraus, wobei insbesondere mit einem Sprung im Fiskaljahr 2006 gerechnet wird. In diesem Jahr sollten die getätigten Akquisitionen voll zum Gewinn beitragen.

    Ich bin da deutlich vorsichtiger, auch wenn ich die Geschäftsaussichten als sehr positiv empfinde. Egana ist hauptsächlich im mittel– und höherpreisigen Segment positioniert, der gerade in den asiatischen Ländern und in Osteuropa überdurchschnittlich wächst. Der Zukauf von Salamander macht Sinn, wenn die Marke erfolgreich wiederbelebt wird.

    Selbst bei Wachstumsraten von 15% jährlich läge das KGV FY07 bei etwas über 9. Betrachtet man die Peer Group, erscheint dies sehr niedrig. Ein KGV von
    13-15 erscheint eher angemessen, sollten die Wachstumsraten tatsächlich jenseits von 30% liegen, könnte das KGV durchaus auch höher ausfallen.

    Das Net Debt/Equity-Ratio liegt derzeit bei ca. 60%, sollte aber in den nächsten Jahren wieder sinken. Ich liebe eigentlich Werte, die nahezu schuldenfrei sind, sehe hier aber keine Gefahr.

    Auch unter Annahme meiner konservativen Gewinnschätzung von +15% in den nächsten 3-4 Jahren, sehe ich Egana als deutlich unterbewertet im Vergleich zu anderen Werten dieses Bereiches an.

    Dividendenrendite sollte etwas unterhalb von 3% liegen.

    Für mich ein klarer Kauf.

    P.S.: Schaue ich mir die globale Aufstellung von Egana an, fühle ich mich irgendwie an Esprit erinnert. Hauptmarkt Europa (dort vor allem Deutschland) mit zunehmendem Wachstum in Asien und in anderen Ländern Europas. USA spielt eine geringe Rolle, da der Markteintritt recht schwer ist.

    Die Wachstumsstrategie beruht allerdings stärker auf Akquisitionen als bei Esprit und ist somit nur bedingt vergleichbar.

    Sollte der Aktienkurs sich in Zukunft so entwickeln, wie der Esprit-Kurs, so kann man aus dieser Sicht jedenfalls nicht meckern ;-)

    Über Meinungen und Anmerkungen würde ich mich wie immer freuen...

    Gruß, n.n
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

  2. #2
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    Hallo notnormal,

    ich habe Egana auch einmal durchgecheckt. Rechne ich mit den Schätzungen für 2005 komme ich ebenfalls auf eine deutliche Unterbewertung. Die Langzeitverschuldung sehe ich nicht so tragisch. Nach dem letzten Zwischenbericht wurde die Verschuldung um rund 18% reduziert. Das sieht gut aus. Ausserdem liegt das 2005er KBV bei 1,42. Da kann man nix sagen.

    Allerdings sind die Umsatz- und Eigenkapitalrenditen niedrig. Da sie jedoch kontinuierlich steigen, kann man das erst einmal vernachlässigen.

    Wie Du schon sagst, kann man das Unternehmen nicht ganz mit Esprit vergleichen. Vielleicht eher mit Richemont und LVMH. Wenn man Egana hierzu vergleicht, ist die Unterbewertung ganz deutlich.

    Ich habe trotzdem mal Esprit und Egana im Chart angesehen. Ob Egana sich auch so glanzvoll entwickeln wird, da bin ich mir nicht sicher. Jedenfalls ist die Aktie unterbewertet und sollte noch einiges Potenzial haben. Wenn sich dann noch die Renditen verbessern, dürfte noch wesentlich mehr drin sein.

    http://bigcharts.marketwatch.com/intchar....&freq=1

    Grüsse
    flippi

  3. #3
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    Ist Egana ein Produzent, Vermarkter oder Entwickler?

    Wenn sie nur Produkte produzieren, handelt es sich um ein commoditybusiness und wir werden wohl kaum RoIC > KK sehen.

    Wenn sie NICHT NUR EIN HERSTELLER SIND, stelle ich mir die Frage, wo die denn genau ihr Geld verdienen.
    Ist Egana so etwas wie ein grosshaendler fuer Mode?
    Was ist der Unterschied zwischen Egana und z.B. Esprit?

    Danke fuer Antworten!

    Schoene Woche,

    janhendrik

  4. #4
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    hab leider viel stress, daher im Moment nur Folgendes:

    Corporate Profile
    EganaGoldpfeil (Holdings) Limited ("EganaGoldpfeil") is one of the leading worldwide timepiece, jewellery, leather and lifestyle products distributors backed with manufacturer support in several main locations. With its integrated brandname establishment, design, product development and assembly support, EganaGoldpfeil and its group companies (the "EganaGoldpfeil Group") has operating presence in twelve countries (at where some of which includes production facilities) and distribution coverage in over 90 countries.
    EganaGoldpfeil's famous timepiece products are sold under trademarks owned by the EganaGoldpfeil Group (Dugena, Goldpfeil, Carrera, Pierre Cardin, Prätina, Junghans and Comtesse) and exclusive licenced brandnames (Cerruti 1881, Esprit, Paolo designed by Paolo Gucci, Field & Stream , MEXX Time and JOOP&#33.

    EganaGoldpfeil's shares were admitted as one of 200-stock Hang Seng Composite Index Series listed on the Stock Exchange of Hong Kong Limited since 3rd October, 2001. In July, 1998, EganaGoldpfeil completed "Rights Issue, Bonus Issue and separate listing" whereas Egana Jewellery & Pearls Limited was successfully listed on the Stock Exchange of Hong Kong Limited. EganaGoldpfeil currently holds approximatlely 74% stake of Egana Jewellery & Pearls Limited.

    Mehr dann demnächst mal

    n.n.
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

  5. #5
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    Die Experten vom Börsenbrief "Hanseatischer Börsendienst" halten die Aktie von EganaGoldpfeil (WKN 88792) für empfehlenswert.

    Der in Hongkong ansässige Luxusgüter-Konzern habe Marken wie Goldpfeil, Junghans, Cerruti 1881, Joop, Pierre Cardin, Mexx, Esprit und PUMA im Programm. Der Bekanntheitsgrad von EganaGoldpfeil habe auch hierzulande deutlich zugenommen. Hierfür habe die Übernahme der Markenrechte an der Schuhmarke Salamander und die Lizenz für die Kinderschuhmarke Lurchi gesorgt.

    Die meisten der im Portfolio beinhalteten 51 Marken würden schwarze Zahlen schreiben. Insgesamt habe die Gesellschaft im letzten Jahr den Nettogewinn von 88 Mio. auf 142 Mio. Hongkong-Dollar erhöhen können. Der Umsatz sei von 2.578 Mio. auf 3.513 Mio. Hongkong-Dollar verbessert worden.

    Analysten würden in den kommenden Jahren mit steigenden Ergebnissen rechnen. Insbesondere im Jahr 2006 werde den Unternehmen ein spürbarer Gewinnsprung zugetraut. Das KGV dürfte sich dann auf einen einstelligen Wert belaufen. Dies sei nicht nur für sich alleine, sondern auch im Branchenvergleich betrachtet sehr günstig.

    Die Experten von "Hanseatischer Börsendienst" erwarten bei EganaGoldpfeil somit einen Neubewertungsprozess, den Anleger mitspielen sollten.
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

  6. #6
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    Guten Abend,

    der folgende Artikel stand heute in der Hannoverschen Allgemeinen:

    "In Polen so bekannt wie Coca-Cola

    Neuer Salamander-Eigner will die Traditionsmarke beleben

    Hans-Jörg Seeberger läuft hin und her. Immer wieder breitet der hagere Manager die Arme aus – und redet, redet, redet über Salamander, seine jüngste Neuerwerbung. So viel Potenzial stecke in der Marke, schwärmt er. Leider habe man das in Deutschland fast völlig vergessen. Aber nur hier: Schon beim ersten Treffen mit den Führungskräften aus den ausländischen Salamander-Gesellschaften habe er gespürt, dass in anderen Ländern noch viel Musik drin ist. In Polen etwa sei Salamander die Nummer eins im Markt „und so bekannt wie Coca-Cola“.
    Seinen Schwung will Seeberger nutzen, um das Unternehmen wieder nach vorne zu bringen. Die 1300 Mitarbeiter von Salamander, davon rund die Hälfte in Deutschland, sollen wissen, wo es langgeht; sie sollen endlich wieder eine Perspektive haben. Der gebürtige Rheinhesse schüttelt mit dem Kopf, wenn er daran denkt, was das Unternehmen Salamander in den vergangenen Jahren durchgemacht hat. Vor sechs oder sieben Jahren habe man ihm Salamander schon einmal angeboten. Doch nach einigen Blicken in die Bilanz habe ihm sein Wirtschaftsprüfer damals gesagt, dass er die Finger davon lassen solle.
    Inzwischen ist der Konzern, der einst rund eine Milliarde Euro umsetzte, auf 170 Millionen Euro Umsatz zusammengeschrumpft. „Wir werden die schnellste und beste Sanierung durchziehen, die ich je gemacht habe“, verspricht Seeberger. In nur zwölf Monaten soll Salamander einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 6 bis 9 Millionen Euro erreichen.
    Salamander sei verschlafen, man habe in den Zeiten, als das Unternehmen noch selbst Schuhe fertigte, mehr auf die Produktion geachtet als auf die Kunden. Das ging sogar so weit, dass man bestimmte Marken nicht in den Salamander-Filialen habe verkaufen dürfen, erzählt der heutige Salamander-Chef Norbert Breuer.
    Seeberger aber möchte Salamander einspannen in sein weltweites Netz aus 36 Marken, darunter so namhafte wie Dugena, Junghans, Joop, Sioux, Comtesse oder eben Goldpfeil. Die Filialen sollen modernisiert werden, und vielleicht werde man sogar noch fünf bis sechs Geschäfte mehr behalten als bisher geplant. Der Insolvenzverwalter Hendrick Hefermehl hatte im Rahmen seiner Sanierung beschlossen, die Zahl der Filialen in Deutschland von 99 auf 52 zu verringern. „Das schauen wir uns noch einmal genau an“, sagt Seeberger.
    Offen ist, ob die Marke Salamander in allen Geschäften im neuen Glanz erstrahlen soll oder ob auch andere Marken von EganaGoldpfeil mehr ins Blickfeld rücken werden. Keine Antwort gibt der neue Eigentümer auch auf die Frage, warum er die Markenrechte für Lurchi – die Kinderschuhmarke von Salamander – vom Voreigentümer, dem Energiekonzern EnBW, nicht übernommen hat. Die hätten die Karlsruher behalten wollen, sagt Seeberger knapp.
    Erfahrung mit Sanierungen und Übernahmen hat der Manager. Dabei ist der ehemalige Judokämpfer der deutschen Nationalmannschaft kein Absolvent irgendeiner Business-Schule oder einer Eliteuniversität. Unternehmer wurde er eher zufällig – durch einen tragischen Unfall. Als 22-Jähriger war er nach Japan ausgewandert, um dort sein Judo zu vervollkommnen. Er lernte die Sprache und schlug sich als Deutschlehrer, Modell und Gelegenheitsschauspieler durch. Beim Training landete er jedoch eines Tages auf dem Rückgrat – seine sportliche Karriere war mit nicht einmal 30 Jahren vorbei.
    Doch mit dem gleichen Ehrgeiz, mit der er seinen Sport betrieben hatte, widmete er sich von da an seinem zweiten Hobby, dem Unternehmertum. Schon damals gab es erste Kontakte zu Salamander – er organisierte aus Hongkong einen Teil des Ledereinkaufs für die Kornwestheimer. Außerdem handelte Seeberger mit Uhren, Perlen und Diamanten.
    Anfang der achtziger Jahre kaufte er den kleinen schweizerischen Uhrenbauer Egana. Als der deutsche Uhrenhersteller Dugena, für den er in Asien arbeitete, 1982 vor dem Konkurs stand, kam Seeberger nach Darmstadt, übernahm die Leitung, fusionierte Dugena mit Zentra und kaufte vier Jahre später das Unternehmen. 1993 ging er mit seinem Unternehmen an die Börse in Hongkong, behielt selbst einen Anteil von rund 40 Prozent.
    Mit einer gut gefüllten Kriegskasse ging es fortan auf Einkaufstour: Goldpfeil, Junghans, Comtesse, Sioux oder die Porzellanmanufaktur Ludwigsburg finden sich inzwischen unter dem Dach der EganaGoldpfeil Holding. In der Riege der Luxusgüterkonzerne stand EganaGoldpfeil bisher weltweit auf Platz neun. Nach der Übernahme von Salamander setzen seine Unternehmen rund 550 Millionen Euro um und beschäftigen 7300 Mitarbeiter in aller Welt."

    Viele Grüße,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  7. #7
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    Hallo, zusammen

    @notnormal

    Interessante Aktie, die Du uns da vorgestell hast!

    Bemerkenswert finde ich den Gründer, Manager und Großaktionär Hans-Joerg Seeberger. Der Mann scheint ein echtes Phänomen zu sein, interessanter Typ. Seit 40 Jahren zieht er erfolgreich die Fäden. Die Wachstumstrategie ist ebenso einleuchtend. Teure Käufe und Synergiegeschwafel sucht man hier vergebens. Luxusmarken zu Ausverkaufspreisen zu kaufen, erfolgreich zu integrieren, sie zu dehnen, echte Synergien zu schaffen und gleichzeitig zu restrukturieren ist schon eine Kunst für sich. Der Vergleich mit Esprit ist gar nicht so unpassend, das Unternehmen ist von der Idee bis zum Handel vertikal integriert, mit dem Unterschied dass es weniger auf den Handel setzt. Flippis Vergleich mit LVMH passt finde ich auch ganz gut.

    Das war's für erste von meinen Eindrücken.

    Grüße
    PoP
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  8. #8
    Erfahrener Valueist
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    EganaGoldpfeil ist wirklich ein interessantes Unternehmen. Meine Behauptung, dass EG weniger stark im Einzelhandel agiert stimmt so nicht, dass hatte ich in den falschen Hals gekriegt. EG ist sehr stark im Handel tätig. Das Geschäftsmodell ist: Viele Marken, eine Plattform. Dadurch können sich steigende Verkaufserlöse auf eine vergleichsweise immer niedrigere Kostenbasis verteilen, was die Ertragslage hebelt. Mit Salamander z.B. hat Herr Seeberger wieder mal einen guten Fang gemacht. Produktion und Logistik werden schonmal in die bestehenden Strukturen integriert, wodurch einige Prozentpunkte Gewinnmarge gut gemacht werden können. (Abgesehen davon war Salamander auch so ein Schnäppchen.) Gleichzeitig wird die Marke auf weitere Lederprodukte gedehnt. Die Expertise in Lederwaren hat EG ja allemal. Mit der Übernahme hat sich das Unternehmen ein sehr gutes Standbein im osteuropäischen Handel verschafft und möchte die Läden sukzessive in Multi-Marken-Läden umwandeln, so dass neue Absatzkanäle für alle weiteren Markenprodukte in diesem Wachstumsraum geschaffen wurden. In Asien hat EG auch starke Wachstumsperspektiven, Mode- und Luxusmarken liegen dort mit steigendem Wohlstand voll im Trend. In USA hat sich EG zu 15% in ein Unternehmen eingekauft, dass stark mit sog. Points of Sales im Handel vertreten ist. EG hat einen Vertrag mit diesem Händler ausgehandelt, der ihm dazu verpflichtet für einen Zeitraum von mindestens 18 Monaten EG-Produkte in keinem geringem Umfang zu ordern. Das nenne ich einen eleganten weil umsichtigen Markteinstieg. Übrigens ist dieser auch an der Einführung von Salamander-Produkten in den USA interessiert. Die Wachstumsstrategie von EG ist einleuchtend. Ich bin auch sehr angetan von Hans-Jörg Seeberger. EG ohne Hans-Jörg Seeberger müsst ihr euch vorstellen wie BRK ohne Warren Buffett.

    Leider lässt sich keine vernünftige DCF-Prognose zu diesem Unternehmen machen. Je nach Wachstumsrate sind die Unterschiede einfach zu hoch. In so einem Fall, also wenn ich nicht begründen kann warum 20% anstatt 10%, würde ich immer das niedrigere nehmen, um nicht später vor der Erkenntnis zu stehen, dass meine Prognose und damit eine mögliche Kaufentscheidung zu optimistisch war. Und in diesem Fall, müsste der Kurs noch etwas runterkommen, um mich anzumachen.

    Prinzipiell bin ich jedoch sehr positiv zu EG bestimmt, sehe also keinen fundamentalen Grund für einen weiteren Kursverfall (im Gegenteil), aber manchmal braucht es nicht mal das.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  9. #9
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    Hallo,

    unter http://www.manager-magazin.de/magazi...305483,00.html gibt es ein ausführliches Portrait von Hans-Jörg Seeberger.

    Gruß,
    JuliaPapa
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  10. #10
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    Genau!
    Dazu ein Interview aus dem Handelsblatt:Link
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    (Warren Buffett)

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