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Thema: Egana Goldpfeil

  1. #11
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    Ein äußerst interessanter Mann und ein ebensolches Unternehmen.

    Was sagt Ihr dazu, daß der Gewinn je Aktie um rund 10 % verwässert wird? An sich finde ich das nicht so toll.
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  2. #12
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    Das liegt übrigens nicht etwa an übermäßigen Aktienoptionen, sondern an Wandelanleihen. Damit hat das Management wohl den Spagat zwischen hohen Investitionen bei gleichzeitiger Beibehaltung einer hohen Ausschüttungsquote und Schonung des Verschuldungsgrades gemacht.
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  3. #13
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    Egana-Goldpfeil poliert Salamander-Schuhe auf

    Filialnetz wird in Deutschland ausgebaut - In München entsteht ein Vorzeigegeschäft

    TANJA KEWES HANDELSBLATT, 1.7.2005 DÜSSELDORF.
    Als Teil des Luxuskonzerns Egana-Goldpfeil geht es für den traditionsreichen Schuhkonzern Salamander nach Jahren des Niedergangs wieder aufwärts. Bis Ende des Geschäftsjahres (31. Mai 2006) soll das Filialnetz in Deutschland von 52 auf 60 Läden ausgebaut werden.

    Die Geschäfte werden zudem neu positioniert. "Salamander wird nach und nach höherpreisige Schuhmarken anbieten, um die Luxusmarken von Egana-Goldpfeil einzubinden", sagte Norbert Breuer, Geschäftsführer von Salamander, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Schon im laufenden Jahr will er wieder schwarze Zahlen schreiben.

    Das Traditionsunternehmen aus Kornwestheim war im Herbst vergangenen Jahres mit dem damaligen Mutterkonzern Konkurs gegangen. Der Düsseldorfer Einkaufsverbund Garant Schuh + Mode hatte sich mit dem Kauf des seit Jahren schwächelnden Unternehmens verhoben. Im März übernahm der deutsch-chinesische Luxusgüterkonzern Egana-Goldpfeil die Salamander GmbH mit 52 Salamander-Filialen in Deutschland, 117 im europäischen Ausland, den Markenrechten an der Schuhmarke Salamander sowie der Lizenz für die Kinderschuhmarke Lurchi. Zum Markenportfolio von Egana-Goldpfeil gehörten bereits seit 2003 die Salamander-Schuhmarken Apollo und Sioux.

    Für Egana-Goldpfeil war die Übernahme von Salamander strategisch wichtig, denn dem an der Hongkonger Börse notierten Konzern mit einem Jahresumsatz von 380 Mill. Euro 2003/2004 fehlte bisher ein eigenes Filialnetz für die rund 50 eigenen oder in Lizenz vertriebenen Luxusmarken der Sparten Lederwaren, Schmuck und Uhren. Schon ab Herbst sollen Taschen von Comtesse und Goldpfeil sowie Accessoires von Joop in ausgewählten Salamander-Läden verkauft werden.

    Salamander kehrt in einen umkämpften deutschen Schuhmarkt zurück. Seit Jahren schrumpfen die Umsätze des Schuheinzelhandels - zuletzt 2004 um zwei Prozent auf 8,5 Mrd. Euro. Die Konsolidierung der Branche ist dabei in vollem Gang. Erst im Juni übernahm Europas größter Schuhhändler Deichmann die Traditionsmarken Elefanten und Gallus. Zudem drängen ausländische Händler auf den Markt. Zuletzt eröffnete die österreichische Schuhkette Humanic ihr neues Vorzeigegeschäft für Europa in Köln. Hinter Humanic steht die Leder & Schuh AG aus Graz mit europaweit 290 Geschäften.

    Doch Branchenexperten geben Salamander gute Chancen. Denn der Facheinzelhandel mit hochpreisigen Schuhen ist stark zersplittert. Lokale und regionale Platzhirsche wie Zum Norde und Juppen konzentrieren sich zudem auf einzelne Marken. "Der breite Markenmix wird Salamander von der Konkurrenz abheben", sagt Michael Fitz von der Beratung Hermann Fuchslocher, "zumal Salamander als Schuhhändler nach wie vor als sehr gute Adresse gilt."

    Die Lücke zwischen den Luxusartikeln von Egana-Goldpfeil und Schuhmarken wie Esprit, Gabor und Rieker sollen Modelle von Hugo Boss schließen. "Das Markenportfolio wird auf 40 ausgedehnt", sagte Breuer. Die Tendenz nach oben soll sich dabei auch im Ladenbau widerspiegeln. Derzeit entsteht in der Kaufinger Straße in München ein neuer Vorzeigeladen. Anders als bisher sollen Schuhe künftig nicht mehr nach Größen präsentiert werden, sondern in thematischen Inseln.

    Zudem treibt Salamander den Wandel vom Schuhhändler zum Anbieter, der auch Hersteller ist, voran. So sollen die margenstarken Eigenmarken ausgebaut werden. Bisher machten Schuhe der Marken Salamander und Lurchi weniger als zehn Prozent des Umsatzes. "Unser Ziel sind 20 Prozent", sagte Breuer. Um dabei schneller auf Moden reagieren zu können, will Salamander künftig nicht mehr nur zwei Kollektionen pro Jahr, sondern wie etwa Konkurrent Görtz mindestens sechs Serien anbieten.

    Bei der Verknüpfung von Handel und Herstellung profitiert Salamander von den Produktionsstätten der neuen Mutter. Denn die letzten eigenen Produktionen in Ungarn hatte Salamander 2003 noch unter Garant verkauft. Egana-Goldpfeil besitzt weltweit 14 Werke, davon vier für Lederprodukte in China, Deutschland, Portugal und Italien. Erste Früchte trägt die Zusammenarbeit bereits. Eine Salamander-Taschenkollektion für Herbst/Winter 2005/2006 entsteht gerade vom Design bis zur Produktion bei Egana-Goldpfeil.

    Lurchi windet sich weiter.

    Historie: 1937 erscheint das erste Lurchi Heft. Während die Eltern in Ruhe neue Schuhe ausprobieren, versinken die Kinder in den Abenteuern des quirligen Feuersalamanders. Bis zum heutigen Tag gilt Lurchi als Inbegriff für Kinderschuhe.

    Begrenzte Lizenz: Egana-Goldpfeil kann die Kinderschuhmarke Lurchi nur teilweise nutzen. Der Luxusmarkenkonzern verfügt bisher nur über die Schuhlizenz und das Recht, Lurchi-Hefte kostenlos zu verteilen. Laut Salamander-Geschäftsführer Norbert Breuer besteht im Konzern aber "ein vitales Interesse" daran, die Markenrechte zu kaufen. Dann könnte die Nutzung des Maskottchens von Salamander ausgebaut werden.

    Markeneigner: Die Markenrechte für Lurchi liegen beim früheren Eigentümer des Schuhhändlers, der EnBW. Der Energieversorger hatte Salamander im Jahr 2000 übernommen und 2003 an Garant weiter verkauft. Wie mit den Rechten an Lurchi verfahren werde, sei noch nicht entschieden, hieß es bei EnBW.
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  4. #14
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    und hier die 05er Ergebnisse. Sehen auf den ersten Blick nicht schlecht aus...habe aber keine Zeit, sie im Moment näher zu analysieren:

    EGANAGOLDPFEIL<00048> - Results Announcement

    EganaGoldpfeil (Holdings) Limited announced on 14/09/2005:
    (stock code: 00048 )
    Year end date: 31/05/2005
    Currency: HKD
    Auditors' Report: Unqualified

    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *(Audited * )
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * (Audited * ) * * * Last
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * Current * * * * * *Corresponding
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * Period * * * * * * Period
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * from 01/06/2004 * *from 01/06/2003
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * to 31/05/2005 * * *to 31/05/2004
    * * * * * * * * * * * * * * * Note *('000 * * *) * * * ('000 * * *)
    Turnover * * * * * * * * * * * * * : 3,716,706 * * * * *3,513,434 * * * *
    Profit/(Loss) from Operations * * *: 318,611 * * * * * *228,649 * * * * *
    Finance cost * * * * * * * * * * * : (93,507) * * * * * (91,842) * * * * *
    Share of Profit/(Loss) of
    *Associates * * * * * * * * * * * : 9,468 * * * * * * *5,088 * * * * * *
    Share of Profit/(Loss) of
    *Jointly Controlled Entities * * *: N/A * * * * * * * *N/A * * * * * * *
    Profit/(Loss) after Tax & MI * * * : 210,695 * * * * * *141,884 * * * * *
    % Change over Last Period * * * * *: +48 * * * %
    EPS/(LPS)-Basic (in dollars) * * * : 0.1751 * * * * * * 0.1235 * * * * * *
    * * * * -Diluted (in dollars) * * : 0.1639 * * * * * * 0.1148 * * * * * *
    Extraordinary (ETD) Gain/(Loss) * *: N/A * * * * * * * *N/A * * * * * * *
    Profit/(Loss) after ETD Items * * *: 210,695 * * * * * *141,884 * * * * *
    Final Dividend * * * * * * * * * * : 3.5 cents * * * * *2.5 cents
    *per Share * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
    (Specify if with other * * * * * * : N/A * * * * * * * *N/A
    *options) * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
    B/C Dates for
    *Final Dividend * * * * * * * * * : 14/11/2005 * * * * to 16/11/2005 bdi.
    Payable Date * * * * * * * * * * * : 16/12/2005
    B/C Dates for Annual * * * *
    *General Meeting * * * * * * * * *: 14/11/2005 * * * * to 16/11/2005 bdi.
    Other Distribution for * * * * * * : N/A
    *Current Period * * * * * * * * * *
    * * * * * * * * * * * * * * * * * *
    B/C Dates for Other
    *Distribution * * * * * * * * * * : N/A *
    *
    Remarks:

    1. Basis of preparation and accounting policies

    The accounts have been prepared in accordance with accounting principles
    generally accepted in Hong Kong and comply with accounting standards
    issued by the Hong Kong Institute of Certified Public Accountants ("
    HKICPA"). They have been prepared under the historical cost convention as
    modified by the revaluation of certain leasehold land and buildings and
    investments in non-trading and trading securities.

    The HKICPA has issued a number of new or revised Hong Kong Financial
    Reporting Standards ("HKFRS") and Hong Kong Accounting Standards ("HKAS")
    (collectively referred to as "new HKFRSs") which are effective for
    accounting periods beginning on or after 1st January, 2005.

    In the year, the Group has adopted the following new HKFRSs:

    HKAS 36 Impairment of Assets
    HKAS 38 Intangible Assets
    HKFRS 3 Business Combinations

    The effect of adopting these new HKFRSs is set out below:

    (a) * * Trademarks

    * * * *On the first time adoption of the new HKFRSs, the Group reassessed
    the useful lives of previously recognised intangible assets. As a result
    of this assessment, the acquired trademarks of the Group were classified
    as indefinite-lived intangible assets in accordance with HKAS 38. This
    conclusion is supported by the fact that the trademarks legal rights are
    capable of being renewed indefinitely at insignificant cost and therefore
    are perpetual in duration. In addition, as the trademarks are related to
    well known and long established luxury and fashion consumer brands, based
    on the expected future financial performance of the Group, they are
    expected to generate positive cash flows indefinitely. This view is
    supported by LCH (Asia-Pacific) Surveyors Limited, an independent
    professional valuer, who has been appointed by the Group to perform an
    assessment of the useful lives of the trademarks in accordance with the
    requirements set out in HKAS 38. Having considered the factors specific to
    the Group, the valuer considered that the trademarks should be regarded as
    an intangible asset with an indefinite useful life. Since 1st June, 2004,
    the amortisation of trademarks has been discontinued and accordingly, the
    Group's profit for the year ended 31st May, 2005 was increased by
    approximately HK$20,006,000. Such change was accounted for as a change in
    accounting estimate which was reflected in the accounts prospectively.
    Under HKAS 38, the Group re-evaluates the useful lives of the trademarks
    each year to determine whether events or circumstances continue to support
    the view of indefinite useful life for the assets.

    b) * * *Goodwill

    * * * *Since 1st June, 2004, amortisation of positive goodwill has been
    discontinued and the related accumulated amortisation brought forward was
    transferred and eliminated against the cost of the goodwill. As a result,
    the Group's profit for the year ended 31st May, 2005 was increased by
    approximately HK$13,523,000.

    c) * * *Negative Goodwill

    * * * *The carrying amount of negative goodwill previously recognised
    prior to 1st June, 2004, including that credited to the intangible assets
    and interests in associated companies, has been credited to the opening
    balance of retained profits. As a result, the Group's opening retained
    profits as at 1st June, 2004 was increased by approximately HK$42,199,000
    with the corresponding increase in the intangible assets and interests in
    associated companies of approximately HK$40,813,000 and HK$1,386,000,
    respectively and the Group's profit for the year ended was decreased by
    approximately HK$4,929,000.

    Negative goodwill arising from acquisition after 1st June, 2004 was
    recognised in the profit and loss account immediately. As a result, the
    Group's profit for the year ended 31st May, 2005 was increased by
    approximately HK$36,154,000.

    The Group has not early adopted other new HKFRSs except for those
    mentioned above in the accounts for the year ended 31st May, 2005.

    The Group has already commenced an assessment of the impact of other new
    HKFRSs but is not yet in a position to state whether these new HKFRSs
    would have a significant impact on its results of operations and financial
    position.

    2. Earnings per share

    Basic earnings per share

    The basic earnings per share was calculated based on the consolidated
    profit attributable to shareholders for the year of approximately
    HK$210,695,000 (2004: HK$141,884,000) and the weighted average number of
    ordinary shares of approximately 1,203,081,000 (2004: 1,149,288,000) in
    issue during the year.

    Diluted earnings per share

    The diluted earnings per share was calculated based on the adjusted
    consolidated profit attributable to shareholders for the year of
    approximately HK$211,034,000 (2004: HK$140,341,000) and the weighted
    average number of ordinary shares of approximately 1,287,629,000 (2004:
    1,222,494,000) that would be in issue having been adjusted for the effect
    of all dilutive potential ordinary shares issuable during the year.

    Reconciliation

    i) * * *A reconciliation of profit attributable to shareholders used in
    calculating the basic and diluted earnings per share was as follows:

    * * * * * * * * * * * *For the year ended * * *For the year ended
    * * * * * * * * * * * *31st May, 2005 * * * * *31st May, 2004
    * * * * * * * * * * * *HK$'000 * * * * * * * * HK$'000
    * * * * * * * * * * * *
    Profit attributable to shareholders used in calculating basic earnings per
    shares * * * * * * * * *210,695 * * * * * * * * 141,884
    Dilutive potential effect in the earnings of a subsidiary in respect of
    convertible bonds of a subsidiary * * *
    * * * * * * * * * * * *- * * * * * * * * * * * (2,135)

    Interest savings in respect of convertible bonds * * * *
    * * * * * * * * * * * *339 * * * * * * * * * * 592
    * * * * * * * * * * * *--------------------------------------
    Profit attributable to shareholders used in calculating diluted earnings
    per share * * * * * * * 211,034 * * * * * * * * 140,341
    * * * * * * * * * * * *=====================================

    ii) * * A reconciliation of the number of ordinary shares for calculation
    of basic and diluted earnings per share was as follows:

    * * * * * * * * * * * *For the year ended * * *For the year ended
    * * * * * * * * * * * *31st May, 2005 * * * * *31st May, 2004
    * * * * * * * *
    Weighted average number of ordinary shares used in calculating basic
    earnings per share * * *1,203,081,000 * * * * * 1,149,288,000
    Dilutive potential effect in respect of * * * * * * * * * * * *
    - convertible bonds * * 84,530,000 * * * * * * *73,175,000
    - share options of the Company *
    * * * * * * * * * * * *18,000 * * * * * * * * *31,000
    * * * * * * * * * * * *-------------------------------------
    Weighted average number of ordinary shares used in calculating diluted
    earnings per share * * *1,287,629,000 * * * * * 1,222,494,000
    * * * * * * * * * * * *========================================
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

  5. #15
    Erfahrener Valueist
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    Hallo n.n.,

    hast Du Dir die Zahlen inzwischen näher angesehen?

    Was mir als erstes auffällt ist, dass das KGV des abgelaufenen Geschäftsjahres i.H.v. rund 11 mit Vorsicht zu genießen ist. Zunächst stoßen mir Sondererträge ins Auge, die das Ergebnis positiv beeinflussen. Klammere ich diese aus, erhöht sich das KGV auf rund 15. Außerdem zahlt Egana Goldpfeil derzeit keine Steuern! Aber soweit ich das richtig verstanden habe, bestehen hier u.a. noch umfangreiche Verlustvorträge.
    Wichtiger ist mir auch der Gewinn je Aktie des laufenden Geschäftsjahres f. und da scheint noch Musik drin zu sein, da die Salamander-Story erst am Anfang steht und Salamander selbst nur für zwei Monate in der Bilanz 04/05 konsolidiert wurde. Ich weiß halt nur noch nicht, was mich in 05/06 f. erwartet; 'fühle mich voerst zu keinen Käufen hingerissen.

    Grüße
    PoP
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    (Warren Buffett)

  6. #16
    Erfahrener Valueist
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    Die Gewinnschätzungen für das laufende Geschäftsjahr halte ich für realisierbar, wenn auch nicht für konservativ. Zieht man die Sondereinnahmen vom operativen Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres ab und geht man davon aus, dass ein organisches operatives Gewinnwachstum i.H.v. 10% erreicht wird, und zählt man 4% Ebit-Marge von Salamander sowie 2% der anvisierten Margenexpansion Slaamanders (i.H.v. 5%) hinzu, kommt man auf einen Ebit von rund 400 Mio HK$. Das ist etwas weniger als die meisten Analysten vorrechnen, aber bei der geringen Steurquote würde es für ein einstelliges KGV ausreichen. Damit sieht die Aktie wirklich nicht teuer aus. Einige Analysten fordern ein KGV von 14 und leiten daraus 80% Kurspotenzial ab, andere sind etwas konservativer und setzen erstmal ein KGV von 10 an und 40% kurzfristiges Kurspotenzial. Ich denke dass ein KGV von 10 - 14 für Egana Goldpfeil durchaus fair ist. In diesem Jahr dürfte die Kapitalrendite deutlich zunehmen, ebenso dürfte sie in den kommenden Jahren mit steigenden Margen weiter zunehmen. Damit dürfte einer Aufwertung nichts mehr im Wege stehen, denn ich sehe die relativ schwache Kapitalrendite der Vergangenheit als Hauptgrund für die im Vergleich zur Peer-Group deutlich niedrigeren Bewertungskennziffern. Letztendlich scheint mir das Chance-Risiko-Verhältnis nicht überragend, aber doch gut zu sein. Nicht überragend, weil ein Teil der Wachstumsstory eben noch Story ist, aber sie ist schlüssig und ich traue dem Manager einiges zu. Sollten die anvisierten Gewinne annährend erreicht werden, sehe ich keine Gründe, warum die Aktie weiter so niedrig gehandelt werden sollte, ich sehe keine Schwäche im Geschäftsmodell oder fehlendes Wachstum, oder gar operative Probleme, keine übermäßge Verschuldung, keine schwachen Marken, kein schlechtes Management, keine verhaltenen Wachstumsperspektiven, außer eben eine bislang schwache Kapitalrendite und etwas Zukunftsmusik die noch de facto sein will.
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    (Warren Buffett)

  7. #17
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    PoP,

    ich hatte Eganas Kaptialrenditen als relativ hoch in Erinnerung! Hast du zufaellig RoIC- Daten der letzten Jahre?

    Produziert Egana die Produkte selbst, oder werden sie nur auf den Markt gebracht? Sollte selbst produziert werde, dann duerften die Kapitalrenditen natuerlich niedriger ausfallen (da Anlagen und Maschinen existieren muessen...)

    Wuerde mich um eine Antwort freuen,

    Jan

  8. #18
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    Hallo Jan,

    Deine Erinnerung muss Dich täuschen. In 03/04 betrug die Eigenkapitalrendite 10% und in 04/05 rund 12%, die Rendite auf das betrieblich investierte Kapital lag 03/04 bei rund 7% und in 04/05 ebenso rund 7%. Allerdings muss man bedenken, dass die Zahlen durch Zukäufe verzerrt sind. So wurde z.B. Salamander am Ende des GJ 04/05 in der Bilanz konsolidiert, aber dem stehen noch kaum Gewinne gegenüber. Im laufenden Geschöftsjahr 05/06 dürfte die Eigenkapitalrendite schon bei 15% liegen und die Kapitalrendite bei 10%. Tendenz steigend, denn das Geschäftsmodell ist sehr auf steigende Margen ausgelegt. Der Grund für die schwache Kapitalrendite liegt auf der Hand. Wie Du bereits befürchtet hast, produziert Egana Goldpfeil selbst, wogegen eine Puma z.B. das Gegenbeispiel und als virtuelles Unternehmens Alles von Zulieferern fertigen lässt. Egana Goldpfeil produziert sogar einen deutlichen Anteil in Hochlohnländern wie Deutschland, um die Luxusmarken nicht zu verwässern (Qualität, Image). Und Egana Goldpfeil entwickelt und produziert ja auch in Lizenz, also nicht nur Eigenmarken und beim Lizenzgeschäft geht ein Großteil der Marge an den Lizenzgeber. Zu guter letzt ist Egana auch stark im Handel vertreten und der Handel ist ebenfalls kapitalintensiv bzw. nicht besonders margenstark.

    Grüße
    PoP
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  9. #19
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    Hallo, zusammen

    der Luxusmarkt scheint ja echt zu brummen. Die Branche erwartet dieses jahr ein Plus von 10%, das ist mehr als in den Boomjahren 1999 und 2000! Weniger gut laufen Textilien, sehr gut laufen dagegen Uhren, Schmuck und Taschen. Wachstumstreiber sind v.a. die neuen Märkte China, Indien und Russland. China macht bereits 12% des weltweiten Luxusgütermarktes i.H.v rund 150 Mrd $ aus. Bis 2008 sollen es bereits 20% sein. Aber auch die entwickelten Märkte Japan, Europa, USA scheinen gut zu laufen. Insgesamt ist das Marktumfeld derzeit sehr gut.

    Grüße
    PoP
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  10. #20
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    Aus dem tagesspiegel:

    Luxus ist gefragt – auch bei Egana Goldpfeil

    Nach der Sanierung geht die Tochter Salamander wieder auf Expansionskurs

    Frankfurt am Main - Die Übernahme des traditionsreichen Schuhkonzerns Salamander beginnt sich für den deutsch-chinesischen Luxusgüterkonzern Egana-Goldpfeil auszuzahlen. Für das laufende Geschäftsjahr 2005/2006 prognostiziert Hauptaktionär und Vorstandschef Hans-Jörg Seeberger ein zweistelliges Umsatzplus. „Die Synergien aus der Übernahme von Salamander und die konzernweit eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung greifen“, sagte Seeberger am Dienstag in Frankfurt.

    Im März 2005 hatte Egana-Goldpfeil 52 Salamander-Filialen in Deutschland, 117 im europäischen Ausland, die Rechte an der Marke Salamander sowie die Lizenz für die Kinderschuhmarke Lurchi vom Einkaufsverbund Garant Schuh + Mode übernommen. Bis dahin fehlte dem Konzern mit Europazentrale in Offenbach ein eigenes Filialnetz für seine 36 eigenen Luxusmarken wie Comtesse, Goldpfeil und Joop sowie seine 15 Lizenzmarken wie Cerruti, Esprit und Puma. Weltweit verfügt Egana-Goldpfeil über 15 Fertigungsstätten für Lederwaren, Uhren und Schmuck.

    Auch das Ende Mai abgeschlossene Geschäftsjahr 2004/2005 war schon stark von Salamander geprägt. Der Umsatz legte allein aufgrund dieser Akquisition um sechs Prozent auf 402 Mill. Euro zu. Ohne das Kornwestheimer Traditionsunternehmen im Portfolio hätte der Umsatz nur marginal zugelegt, sagte Seeberger.

    Rund 74 Prozent des Umsatzes kommen aus Europa, mehr als die Hälfte davon aus Deutschland. Überdurchschnittlich entwickelten sich die Erträge. Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg um 50 Prozent auf 22,8 Mill. Euro. „Unsere 36 Eigenmarken sind alle profitabel“, sagte Seeberger. Auch die deutschen Schmuckmarken Speidel, Guthmann & Wittnauer sowie Abel & Zimmermann arbeiteten nach der Zusammenlegung der Produktionsstätten wieder gewinnbringend.

    Wieder auf Kurs gebracht wurde auch Salamander. Von April bis September erwirtschaftete die Marke bei einem Umsatz von 82,6 Millionen Euro einen Gewinn nach Steuern von 3,7 Millionen Euro. Anfang September öffnete bereits in einem Karlsruher Einkaufszentrum ein Salamander-Geschäft mit neuem Konzept seine Pforten, weitere Läden sowie ein Flaggschiff mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche in München sollen folgen. tak/HB
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    Ein ähnlicher Artikel ist heute in der FAZ erschienen - es wurde dort noch etwas stärker auf die STrategie - Synergie-Effekte will man u.a. erzielen, indem die Schuhläden edler gestaltte werden und ausser Schuhen auch z.b. Handtaschen von Goldpfeil angeboten werden...

    Laut Hr. Seeberger scheinen sich erste Erfolge einzustellen, der Preis pro Paar Schuhe soll sich um 10€ gesteigert haben und wie obigem Artikel entnommen werden kann, wurde mit Salamander immerhin im ersten halben jahr bereits ein 3.7 Mio € Gewinn erwirtschaftet...

    hört sich alles in allem recht vielvesprechend an...

    gruß, n.n.
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

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