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Thema: Egana Goldpfeil

  1. #141
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    Standard Neues von Egana

    Hallo bin neu hier, und auch geschädigt....

    Man darf gespannt sein, was wieder kommt ...


    (stock code: 048)
    SUSPENSION OF TRADING
    At the request of EganaGoldpfeil (Holdings) Limited (the “Company”), trading in the
    shares of the Company on The Stock Exchange of Hong Kong Limited will be suspended
    with effect from 9:30 a.m. on 12 September 2007 pending the release of an announcement
    which is price-sensitive in nature.
    By Order of the Board
    Peter Ka Yue LEE
    Deputy Chairman
    Hong Kong, 12 September 2007

  2. #142
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    Standard …wieder aus dem Urlaub zurück.

    Oh mann, die Pressemitteilung war übel. Ein Drittel der Vermögenswerte uneinbringlich (müssen abgeschrieben werden) und ein signifikanter Teil der Gewinne kann nicht fortgeführt werden. Jetzt ist es wohl ein klarer Fall von Bilanzfälschung. Schon traurig sowas, denn es hatte den Anschein eines sehr guten Unternehmens. Schützen kann man sich vor so etwas leider nicht :-/

    Den Kommentar von Volker kann ich unterstreichen:

    "Der Fall EganaGoldpfeil zeigt, dass wir Analysten auf die Richtigkeit der veröffentlichten Bilanzen und Geschäftsberichte angewiesen sind. Gegen Betrügereien können wir uns auch durch gründliches Research nicht schützen. Bei einer fundamentalen Aktien-Analyse sind Fälle wie EganaGoldpfeil jedoch sehr seltene Einzelfälle."
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  3. #143
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    Standard

    Moin,

    ja leider entwicklen sich die Dinge doch in die völlig verkehrte Richtung. Ich frage mich aber, wie solche Bilanzfälschungen immer recht lange unentdeckt bleiben. Da muss der Prüfer doch nicht tiefgründig gearbeitet haben...

    Meine kleine Spekulation ist nicht aufgegangen und ich habe mit hohem prozentualem Verlust verkauft. Da die Position klein war, macht es sich kaum bemerkbar.

    Ansonsten sehe ich es auch wie Volker!

    Gruß Thomas

  4. #144
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    Standard Egana :-(

    Hallo liebe Egana-Freunde

    Also der Kurs ist seit 12.09 ausgesetzt, aber eine markante Nachricht gab es nicht.

    Heute wurde lediglich bekannt gegeben, dass am 28.09 ein Board-Treffen stattfindet, wo es um den Jahresabschluss 2007 geht.

    Wie immer wartet man vergebens auf den Grund der Kursaussetzung :-(

    Aber, Herr Seeberger lebt noch (mehr schlecht als Recht) auf Mallorca, ist aber definitiv nicht mehr in der Lage die Geschäfte zu führen. Und wie lange er noch unter uns weilt ist aber fraglich.

    c u & take care
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  5. #145
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    Standard

    Zitat Zitat von thomasboensch Beitrag anzeigen
    Ich frage mich aber, wie solche Bilanzfälschungen immer recht lange unentdeckt bleiben. Da muss der Prüfer doch nicht tiefgründig gearbeitet haben...
    Hallo,

    hast Du schon mal einen Wirtschaftsprüfer live bei der Arbeit gesehen?

    Nichts gegen WPs - aber zumeist stimmt das Klischee vom jungen Yuppie, der mit 1er-Diplom direkt von der Uni auf die Menschen losgelassen wird. Der hat viel Theorie gepaukt, von der Realität aber keine Ahnung.

    Ich dagegen bin bekennender Fachidi ot auf einem Spezialgebiet, das im BWL-Studium - wenn überhaupt - höchstens mal gestreift wird.

    Und so einer kommt nun daher und will meine Akten prüfen. Wie gesagt - vom Fachlichen wenig bis gar keine Ahnung. Deswegen konzentriert er sich zumeist auf das, was er kann - und das sind Formalien. Sind überall die erforderlichen Unterschriften? Sind alle Abfragen dokumentiert? Ist die Akte linksrum statt rechtsrum sortiert und so weiter.

    Wenn ich vor einem WP wirklich etwas verbergen will, dann gelingt mir das locker und ohne Probleme. Und warum soll das bei eganaGoldpfeil, Enron und wie sie alle heißen, anders sein?

    Mir stellt sich die Frage von Dir gar nicht. Meine Konsequenz aus dieser Aktion (aus der ich ja letztlich, im Gegensatz zu vielen von Euch, erfolgreich rausgekommen bin) lautet daher, doch breiter zu diversifizieren. Mein Ziel war ja, unter 10 Werte zu kommen. Nun werde ich wohl doch 15 etwa gleich gewichtete Aktien anstreben, um im Falle eines derartigen Betruges den Verlust für das Gesamtdepot in Grenzen zu halten.

    Viele Grüße,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  6. #146
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    Standard weitere erkenntnis daraus könnte lauten:

    ist der kapitalgeber hier nicht zu gierig, schielt auf max. rendite, auf das schneller geld?

    wenn ich mir die performance einer basf, eon oder ähnliche der letzten 10 oder 20 jahre ansehe, so erreichen diese werte eine respektable rendite durch wertzuwachs und dividende (basf etwa "verzwanzigfacht"). und das sicher!

    wozu also immer us- werte mit währungsrisiko oder kleine werte?

    meine erfahrung hieraus: mehr diversifizieren und nicht so sehr auf zahlen vertrauen.

    übrigens bin auch ich bei egana mit dabei - leider habe ich zu 0,14 gekauft.
    lomoeel

  7. #147
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    Böse Egana vor dem Aus

    Egana vor dem Aus

    Der Luxusgüterkonzern Egana Goldpfeil steht unmittelbar vor der Insolvenz. Nach Informationen aus Gläubigerkreisen haben Kreditversicherer den Versicherungsschutz für das Unternehmen aufgehoben. Für die Lieferanten bedeutet dies, dass Egana nur noch auf eigenes Risiko oder gegen Vorkasse beliefert werden kann.


    DÜSSELDORF. Nach Angaben aus Versicherungskreisen haben die meisten Lieferanten die Zusammenarbeit gestoppt. Zu Egana Goldpfeil gehören unter anderem so bekannte Marken wie Salamander, Sioux, Junghans und Joop.

    Hintergrund des Misstrauens ist die unklare finanzielle Situation. Die in Hongkong notierte Aktie wurde am 12. September vom Handel ausgenommen. Auf seiner Internetseite begründet Egana den Schritt mit einer „bevorstehenden Meldung, die den Kurs beeinflussen könnte.“ Diese Meldung ist aber bis heute nicht erfolgt. Der Kurs der Egana-Aktie ist derzeit bei sechs Cent eingefroren – er hat in wenigen Wochen mehr als 90 Prozent seines Wertes verloren.

    Egana geriet ins Rutschen, nachdem der Aktionärsschützer David Webb Unklarheiten in den Bilanzen des Unternehmens aufgedeckt hatte. Am 7. August wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit einer Untersuchung beauftragt. Nach einem Zwischenbericht sind Forderungen in Höhe von 215 Mill. Euro zweifelhaft. Der Jahresumsatz von Egana lag zuletzt bei 560 Mill. Euro. Insider gehen davon aus, dass diese Zahl erheblich berichtigt werden muss. Noch im August traten zwei Vorstände von Egana zurück.

    Sowohl Analysten als auch Gläubiger bemängeln, dass trotz des extremen Informationsbedarfs keine Auskünfte von Egana zu erhalten sind. Die Bank of China hat nun die Geduld verloren und eine Forderung von 3,8 Mill. Euro bei Gericht eingeklagt. Egana Goldpfeil war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

    Beobachter werten den Schritt der Bank of China als ersten kippenden Dominostein. Nach Informationen des Handelsblattes sind die Gläubiger in den vergangen Wochen mehrfach mit dem Versprechen vertröstet worden, eine Einigung mit den rund 40 Gläubigerbanken stehe kurz bevor. Auch eine Frist am vergangenen Freitag verstrich ergebnislos. Gestern soll es eine Krisensitzung in der Egana-Europazentrale in Offenbach gegeben haben, zu der Unternehmensvertreter aus China anreisten. Auch hierzu war Einzelheiten nicht zu erfahren.

    Lesen Sie weiter auf Seite 2: Insolvenzverwalter bereits angesprochen

    Egana Goldpfeil steckt in einer schweren Liquiditätskrise, weil das Unternehmen Kredite von mehr als 100 Mill. Euro aufgenommen hat, die direkt an den Unternehmensgründer Hans-Jörg Seeberger gebunden sind. Sollte Seeberger das Tagesgeschäft nicht mehr führen, würden diese Kredite sofort fällig, heißt es im Geschäftsbericht. Im Juli aber teilten Egana-Manager den Investoren in einer Telefonkonferenz nebenbei mit, dass Seeberger schon seit April krankheitsbedingt eine Auszeit genommen habe. Er sei derzeit nur für seine Familie ansprechbar.

    Streng genommen ist Egana damit seit Monaten überschuldet. In dieser Situation müssen auch die Tochterfirmen prüfen, ob ein Gang zum Insolvenzrichter noch zu vermeiden ist. Mehrere Töchter sind mit Egana Goldpfeil in Finanzverflechtungen, die sie über ein Cash-Pooling-System komplett von der Liquidität des Mutterkonzerns abhängig machen.

    Bei einer festgestellten Überschuldung haben die Geschäftsführer drei Wochen Zeit, um Insolvenz anzumelden, andernfalls machen sie sich wegen Insolvenzverschleppung haftbar. Nach Informationen des Handelsblatts ist mindestens ein Insolvenzverwalter in Süddeutschland bereits angesprochen worden, ob er bereit wäre, ein Mandat für eine Egana-Tochter zu übernehmen.

    (Quelle: Das Handelsblatt)

  8. #148
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    Standard wartet mal ab.....

    um egana steht es sicherlich nicht so gut, aber ganz aufgeben würde ich die nicht. diese woche wird sicherlich was an infos kommen.

  9. #149
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    Standard

    Hallo Egana-Freunde,

    angeblich soll letztes Wochenende ein neuer Investor bei Egana eingetreten sein. Wer es ist, ist noch unklar. mir wurde irgendwas von einer japanischen Kaufhauskette übermittelt.

    Ebenso soll in den nächstn Tagen dazu eine Veröffentlichung stattfinden. Es wurde wohl auch gesagt, dass jetzt alles wieder "gesichert" ist und es weitergeht.

    Lassen wir uns mal überraschen.

    c u & take care
    trainee

  10. #150
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    @EganaGoldpfeil: „Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, welche Lehren er aus dem Vorfall zieht.“

    Einige fordern, man müsse sein Portfolio viel stärker diversifizieren. Das ist natürlich eine Möglichkeit, das Risiko zu senken. Ich werde aber genau so weiter machen, wie bisher, also 5 bis max. 10 Werte anstreben. Denn aus meiner Sicht sprechen einfach zu viele Faktoren hierfür:

    - Zunächst einmal bleib festzuhalten, dass man als Valueinvestor dazu verdammt ist, sich durch gründliche Recherchen einen Informationsvorsprung ggü. dem Groß der Anleger zu verschaffen. Erst wenn man das Unternehmen gut genug versteht und zwar besser als der Durchschnitt der Anleger, kann eine Aktie überhaupt unterbewertet sein. Irgendetwas ist da, was andere noch nicht sehen. Würden alle den gleichen Informationsstand haben, würden also alle davon ausgehen, dass die Aktie unterbewertet ist, dann wäre sie es ja nicht mehr, weil der Preis schnell hochgetrieben werden würde. Für mich ist es zeitlich praktisch unmöglich, das für 20 Werte zu tun, und diese dann auch weiter zu beobachten.

    - Dann besteht natürlich das Problem, ersteinmal 20 Werte zu finden, die die Kriterien an ein gutes Unternehmen erfüllen und eine hohe Sicherheitsmarge aufweisen. Es wäre schon, wenn das klappen würde, aber wann ist das schond er Fall? Wahrscheinlich wird es so sein, dass man einige sehr gute Investments findet, und viele mittelmäßige. So hat man das Risiko zwar minimiert, aber gleichzeitig auch die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite.

    - Drittens ist es einfach unlogisch in eine Aktie mit hoher Sicherheitsmarge das gleiche zu investieren wie in eine Aktie ohne hohe Sicherheitsmarge. Oder würde einer bei einem Straight Flush das gleiche setzen wie bei einem Ass-Paar? Mann kann das Risiko zwar nicht ganz ausschalten (vielleicht hat der Gegenspieler ein Royal Flush), aber es gibt eben nichts ohne Risiko. Deswegen muss ich risikobewusst (nicht risikoscheu) vorgehen, d.h. versuchen das Risiko zu minimieren und die Chance zu maximieren.

    Zu dem drittgenannten war mir immer klar, dass dieser beim Valueinvesting zwei Schönheitsfehler hat. 1) Die Wahrscheinlichkeiten für Erfolg oder Misserfolg sind hier nicht objektiv gegeben, sondern hängen von subjektiven Annahmen ab, mit denen die Investitionsentscheidung steht und fällt. 2) Es könnte immer etwas geben, womit man nicht gerechnet hat und was man vorher nicht wissen konnte. Irgendwas völlig unerwartetes könnte passieren und die Investitionsentscheidung zu nichte machen. Mit 1) und vor allem 2) habe ich bisher nach der Maxime gehalten: „Fortis fortuna adjuvat!“ Vielleicht sollte ich dieses mal einfach nur Pech haben.

    @notnormal

    Zu deinen Anmerkungen bei Value-Analyse:

    01.08. 2007: „Meine Performance ist ziemlich verhagelt worden - unter Berücksichtigung des Wertes vor der Aussetzung vom Handel bin ich fast zurück auf das Niveau von tagesgeld in diesem Jahr zurückgefallen - bei ABschreibung des Restwertes steht inzwischen ein gutes Minus da. Das alleine läßt sich verschmerzen - wäre es nicht eine (für mich zumindest) ordentliche Stange Geld. Absolut gesehen. Größere Risikostreuung in Zukunft!“

    Das ist natürlich gehörige scheiße. Ich hatte vor dem Vorfall ca. 36% meines Depots in EganaGoldpfeil investiert und absolut betrrachtet war das auch ne ganz schöne Stange Geld, jedenfalls für meine Verhältnisse (und auch allegemein). Nur: Wenn du von anfang an eine größere Risikostreuung betrieben hättest, hättest du zwar weniger verloren. Aber doch nur weil du vorher weniger gewonnen hast! Was macht es dann für einen Unterschied? Leider ist es jetzt ja nicht mehr nur der Gewinn der dahin ist, sondern auch der Einstand. Außerdem könntest du jetzt argumentieren, dass du den Gewinn hättest sichern sollen bzw. den Depotanteil zurechtstutzen.

    „Und das allerschlimmste: ich wollte die Position sowieso auf die Hälfte reduzieren in den nächsten Tagen/Wochen...Hab mich jetzt 3 Tage am Stück richtig über mich selber geärgert - jetzt ist gut. In Gedanken habe ich alles abgeschrieben, da kann ich nur noch positiv überrascht werden. That's Life.“

    OK, in diesem Fall wäre es natürlich besser gewesen. Aber im Normalfall, also wenn bei EganaGoldpfeil alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, wäre es m.E. ein Fehler gewesen. Wenn es diese Scheiße nicht gegeben hätte, wollte ich die nächsten 10 bis 20 Jahre nicht verkaufen und ich glaube ich hätte ziemlich gut daran getan! Ich meine: Wie oft passiert so etwas? Es könnte ja auch sein, dass ich mir beim Fußball das Bein breche. Soll ich deswegen kein Fußball mehr spielen? Soll ich nicht mehr auf die Straße gehen, weil ich überfahren werden könnte?

    Allerdings: Eine Lehre kann man daraus doch ziehen. Und zwar, dass man aufpassen muss mit Unternehmen in China und Umgebung. Korruption scheint dort an der Tagesordnung zu sein. Und der Kommentar eines Banker lässt mich aufhorchen. In einem Artikel über EganaGoldpfeil hieß es kürzlich: Banks were also hit by the collapse of Moulin Global Eyecare Holdings and Ocean Grand Holdings in recent years. "That's where you always get hit," said one banker yesterday. "You just don't really ever know what's really going on with these kinds of firms." Sollte ich also in Zukunft in ein Unternehmen in dieser Region investieren wollen, werde ich auf jeden Fall auf eine größere Risikostreuung achten. Die Wahrscheinlichkeit, das noch viel mehr solcher Fälle dort im verborgenen liegen ist m.E. nicht gerade gering!
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

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