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Thema: Egana Goldpfeil

  1. #121
    Valueist
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    Standard Abwägung von Risiken

    Hallo,

    den Chancen mit einem neuen Investment in Egana stehen aus meiner Sicht enorme Risiken entgegen.
    Die Kommunikation ist mehr als unbefriedigend.

    Wenn Egana tatsächlich solange überlegt hat, weil "nur" Herr Seeberger krank wurde, wäre dies für mich ein absolutes Armutszeugnis. Diese Meldung hätte man schon vor einer Woche bringen können.

    Auch wurden die vorigen Meldungen - zumindest laut den Seiten von Egana- von Herrn Seeberger mitverfasst, trotz der möglichen Erkrankung. Dann hätte die Gesellschaft (vorsätzlich) eine fehlerhafte Information weitergegeben.

    Die zeitliche Nähe vom kritischen Artikel des Mr.Webb und dem Chaos um Egana kann Zufall sein, das Risiko ist jedoch nicht zu unterschätzen, daß es sich um keinen Zufall handelt.

    Zur Bewertung von Egana kann ich überhaupt nichts sagen, da ich mir den Wert noch nie angeschaut habe. Es erscheint mir jedoch eine Anlage mit hohen Chancen aber auch sehr hohen Risiken zu sein.

    Nach den Kursrückgängen der letzten Tage gibt es jedoch einige Werte, die ein hohes Chancenprofil mit niedrigem Risikoprofil aufweisen. Insofern halte ich die Neuanlage bei diesem Datenstand eher für Zockerei als für Value Investing.

    Gruß,

    Stefan Albrecht

  2. #122
    Valueist
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    Standard

    HAllo Thomas,

    ich schließe mich meinem Vorredner an: es erscheint derzeit eher ein Lotteriespiel zu sein, als ein gezieltes Value-Investment.

    Klar, bei mir spielt sicher eine gewisse Emotion rein, die ich aber von Tag zu Tag mehr ausblenden kann...rein den Fakten nach würde ich nicht investieren. Gebranntes Kind scheut das Feuer...

    Mein Problem war lange Zeit, dass ich von dem Unternehmen vollkommen überzeugt war und nicht im Entferntesten mit Problemen dieser Art gerechnet habe - ist ja auch immerhin eine Firma, die seit - ich glaube - 35 Jahren besteht. Also keine "Neuer Markt"-Klitsche. Wäre ich weniger überzeugt gewesen, wäre ich vermutlich ausgestiegen...allerspätestens nach den zweiten Kursrutsch.

    Was mir zunehmend Kopfzerbrechen bereitet, ist aber die Art und Weise, wie sich Egana präsentiert.

    Wenn Hr. Seeberger tatsächlich schon länger erkrankt ist und /oder sich operativ aus dem Unternehmen zurückgezogen hat, verstehe ich als Anleger nicht, warum diese Informationen nur durch Zufall ans Licht kommen, wenn die ganze Bude raucht. Abgesehen davon könnten hier m.E. tatsächlich Klagen auf Egana zurollen - kenn mich juristisch nicht aus, könnte mir aber denken, dass findige Anwälte was daraus machen können. Mag etwas schwarzmalerisch sein, aber ich wäre derzeit vorsichtig.

    Sollte sich der Zustand erst in den letzten Tagen so dramatisch verschlechtert haben, kann ich das Chaos in gewisser Weise verstehen. Allerdings, nach Aussage des Managements war der EInfluß Hr. Seebergers auf das Geschäft im letzten Jahr eher untergeordneter Natur, d.h. die Führungsstrukturen sollten klar geregelt gewesen sein...dies scheint aber nicht der Fall.

    Alles in allem nicht wirklich befriedigend, die Situation und die Erklärungsversuche - mich jedenfalls überzeugen die Aussagen nicht 100%ig.

    Die Bewertung ist natürlich extrem niedrig, wenn man davon ausgeht, dass die Gewinne der letzten Jahre auch nur annähernd in Ordnung waren und man voraussetzt, dass die Zukunft trotz des Imageschadens weiterhin rosig bleibt. Dies kann m.E. aber nur gelingen, wenn man - wie heißt es so schön - "lückenlose Aufklärung" betreibt. Derzeit kann ich dies noch nicht sehen.

    Persönlich würde ich einmal ruhig Luft holen und der Dinge harren, die da kommen...mag sein, dass Du im Falle eines positiven Ausgangs der Geschichte optimale EInstiegskurse verpasst, aber mir wäre die Sache noch zu heiß...

    Beste Grüße, n.n
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

  3. #123
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    Standard haben inhabergeführte unternehmen generell das problem?

    sollte die Krankheit des herrn seeberger ein hauptgrund sein? dann stellt sich doch die frage, was mit fielmann zb geschieht, sollte g. fielmann ausfallen. oder bijou oder andere.

    ich mag nicht glauben (und hoffe es auch nicht), dass vor solidität strotzende unternehmen derart geführt werden, dass selbst ein längerer ausfall des spiritus rectors das unternehmen dermaßen ins trudeln bringt.

    doch für egana wäre es in dieser krise wünschenswert, dass sich die finanzwelt nur erschrocken hat ob der seeberger- abwesenheit.

    herrn seeberger wünsche ich, dass er sein lebenswerk wieder strahlen sieht.
    lomoeel

  4. #124
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    Standard

    Weiss jemand wie es zu dem Anstieg von heute gekommen ist?
    Wie ist dieser zu erklären? Konnte nicht viel darüber finden ausser eine Stellungnahme von Egana zu diesen Preissprüngen.

    Gruß
    Michael

  5. #125
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    Hallo allerseits,

    ich möchte auf eine (inzwischen ältere) Quelle vom 06.08.2007 verweisen:

    webb-site.com/articles/egana2.htm

    Ich befürchte für alle Investierten, daß die Achterbahnfahrt wohl noch anhalten wird.

  6. #126
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    Zitat Zitat von lomoeel Beitrag anzeigen
    für mich ist es die erste erfahrung, eine aktie im depot zu haben, die vom handel ausgesetzt ist.

    ist es immer so, dass bei aussetzung vom handel der zugehörige depotposten auf null gesetzt wird?
    Hallo, lomoeel und alle anderen Egana-Aktionäre,

    zunächst einmal zu Deiner Frage: Es ist natürlich nicht so, daß in den Banken jemand sitzt, der jeden Tag die Aktienkurse einklimpert. Die Banken beziehen ihre Kurse von Dienstleistern, etwa Reuters, Bloomberg oder WM-Datenservice. Je nachdem, wie dieser Dienstleister Kursaussetzungen behandelt, erfolgt dann die Depotbewertung: Mit 0, da kein aktueller Kurs vorhanden, oder mit dem letzten Kurs vor Aussetzung.

    Ansonsten scheine ich ja interessante egana-Tage verpaßt zu haben. Meine Meinung, wenn ich Eure Postings so verfolge, ist die, daß egana zur Zeit ein heißer Zock ist, aber nichts, was mit Value zu tun hat. Wäre ich nicht schon ausgestiegen, so wäre für mich spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen.

    Dabei könnte die zu erwartende Volatilität in den nächsten Tagen eine Chance sein. Einfach mal eine Verkaufsorder mit einem Abstauberlimit reinlegen - vielleicht habt Ihr ja Glück, und das Limit wird erreicht.

    Ich wünsche Euch jedenfalls viel Glück dabei.

    Gruß,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  7. #127
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    @ alle

    So Leute,

    Teilverkauf meiner Position nach gestrigem Rebound…ist mir schwer gefallen, aber ich fühle mich damit wohler.

    Was mir bisher immer sehr gut gefallen hat – das ausgezeichnete Management unter Hr. Seeberger – ist doch in allen Grundfesten erschüttert worden in den letzten beiden Wochen. Dazu noch die Unsicherheit, was in den Bilanzen schlummert und wie das Unternehmen ohne Herr Seeberger funktioniert.

    Die Kommunikation von Egana empfinde ich – milde ausgedrückt – „verbesserungswürdig“. Mit so einer Außendarstellung kann ich mich schwer anfreunden – hab das Gefühl, dass wichtige Änderungen und Entscheidungen nur nach Lust und Laune kommuniziert werden. Gehe ich als Unternehmen an die Börse, kann ich mich so nicht verhalten.

    Ich denke, dass die Krankheit von Hr. Seeberger seinen Teil dazu beigetragen hat, aber das alleine erklärt auch nicht die Kommunikationsschwäche. In einem funktionierenden Unternehmen sollten Vertretungen klar definiert sein und ein fähiges Management sollte auch in entsprechenden Situationen handlungsfähig bleiben.

    Hab Egana nicht abgeschrieben und denke, dass sich das Unternehmen langfristig erholen kann (aber nicht muss) – bleibt aber sehr, sehr spekulativ. Ein solch spekulatives Investment soll in meinem Depot keinen Anteil von mehr als ~3 % haben, daher der Teilverkauf. Selbst nach dem Absturz war mir die Position noch zu groß….da ich bereits sehr früh in Egana engagiert war, habe ich mit dem ersten Teilverkauf gut 60 % meines ursprünglich investierten Kapitals gesichert.

    Es gibt sicher einige Gründe, die für Egana sprechen, leider aber auch einige, die mir gar nicht gefallen.

    Den Rest der Aktien halte ich zunächst(!) weiter. Der Anteil an meinem Aktiendepot (inkl. Cash) nach Teilverkauf beträgt noch etwas mehr als 3 %. Diesen Verlust könnte ich im schlimmsten Falle verschmerzen. Sollte es weiter nach oben gehen, bin ich dennoch dabei, wenn auch mit deutlich minimiertem Einsatz. Wie lange noch, kann ich nicht sagen.

    Ich weiß nicht, wie Ihr Euch verhaltet bzw. verhalten habt – vermute mal Arman, Du bist noch voll investiert, Hartmut evtl. auch?!? Wenn ja, viel Erfolg und gute Nerven…darauf, dass es demnächst wieder aufwärts geht mit Egana. Würde mich wirklich freuen – aber ich bereue auch dann nicht, einen Teil der Aktien verkauft zu haben.

    Nur der Zeitpunkt schmerzt ein wenig


    @ Julia Papa

    Persönlich stehe ich mit meiner Meinung irgendwo zwischen Dir und P.o.P. Das Unternehmen ist m.E. nicht wertlos und viele sind in Panik ausgestiegen. Alleine der Anblick des Threads in W-O zeigt aber schon, dass hier inzwischen eine ordentliche Anzahl von „Tradern“ unterwegs sind. Belegt den derzeit spekulativen Charakter und liegt mir nicht.

    Ich gebe Dir somit Recht, dass es sich derzeit nicht um ein vernünftiges Value-Investment handelt. Eher um ein Glücksspiel, wie stark man wirklich in Bilanzierungsschwierigkeiten bzw. -fälschung verwickelt ist.

    Definitiv halte ich aber den Wert des Unternehmens auch nicht für null und ich denke, dass haben auch andere erkannt, die anscheinend massiv eingestiegen sind. Diese haben dann aber entweder eiserne Nerven, zuviel Geld oder mal wieder bessere Informationen als der Rest.

    Derzeit halte ich noch meine Restposition, wie lange kann ich nicht sagen.

    Bei vernünftigen Kursen würde ich sicherlich auch mit dem Rest aussteigen…habe es aber auch nicht eilig, sofern der Kurs rumdümpelt.

    Die Idee mit dem Limit hatte ich auch schon – einzig: die Kurse in Hongkong sind leider morgens immer deutlich höher als nachmittags, wenn bei uns gehandelt wird

    Beste Grüße,

    Jochen
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

  8. #128
    Erfahrener Valueist
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    Standard

    Ja, bin ich, wobei sich der Anteil von 35% auf 15% reduziert hat. Von Bilanzfälschung (frei erfundene Wert etc.) ist immerhin nicht die Rede und wenn EganaGoldpfeil Geschäftsbeziehungen zu Upbest hat, ist das auch noch kein Verbrechen. Fraglich ist aber inwieweit bestimmte Transaktionen, die auch kommuniziert wurden (z.B. die Sondergewinne), oder Transaktionen mit Unternehmen wie Upbest einer korrekten wirtschaftlichen Grundlage entsprechen. Tun sie das nicht, was in einigen Fällen so sein könnte, war nicht alles legal. Aber das würde immerhin nicht die aktuelle Ertragslage betreffen. Wichtig ist es aus meiner Sicht, eventuellen Schmutz umfassend aufzudecken und diesen samt Verantwortlichen zu entfernen. Die operativen Risiken halte ich derzeit für überschaubar. Bei 40 Cent würde ich vielleicht ans Verkaufen denken, aber bei 20? Bezüglich Kaufen, Verkaufen oder nicht sehe ich EganaGoldpfeil als Halteposition.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  9. #129
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    Standard mr. wang has resigned

    es gibt ein weiteres annoucement. ob und welche leichen im keller liegen, wird wohl erst durch kpmg zu tage gefördert.
    lomoeel

  10. #130
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    Standard

    Zitat Zitat von lomoeel Beitrag anzeigen
    es gibt ein weiteres annoucement. ob und welche leichen im keller liegen, wird wohl erst durch kpmg zu tage gefördert.
    Na dann fülle ich die Info mal ein bisschen auf:

    Mr. Wong, der durch die Korruptionsvorwürfe belastet wurde, musste gehen. Sein Nachfolger wird Jürgen Holzschuh, der bislang die Konzerntochter
    Salamander führte und Finanzchef bei der europäischen Tochter der Egana-Gruppe ist.
    Viele Grüße
    Andreas Dröge

    www.value-analyse.de

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