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Thema: Esprit Holdings

  1. #31
    Valueist notnormal
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    Hallo PoP

    Es ist richtig, dass derzeit ein Großteil der Umsätze in Europa generiert wird, allerdings lohnt es sich m.E., die Erträge genauer zu betrachten.

    Dabei fällt auf, dass

    (1) Europa innerhalb der letzten Jahren das Kernziel der Expansion von Esprit war. Daher verwundert es nicht, wenn Europa fast 85% des Umsatzes ausmacht. Dennoch herrscht innerhalb Europas eine viel breitere Streuung der Umsätze, als noch vor drei Jahren. Die „neuen“ Märkte innerhalb Europas, sprich Frankreich, Skandinavien, Italien, UK und Spanien haben z.T. deutlich höhere Wachstumsraten als Deutschland. Deutschland dominiert die Bilanzen nach wie vor, die „Vormachstellung“ wird aber allmählich abgebaut, da sich gleichzeitig das Wachstum in Deutschland verlangsamt und das der übrigen neuen Märkte stark ansteigt.

    (2) Asien generiert wieder gesundes Wachstum, was vor zwei bis drei Jahren noch nicht wirklich rosig aussah. Hier hat man sicher noch deutlichen Nachholbedarf, aber ich bin recht zuversichtlich, dass man sich langfristig einen Teil vom Kuchen abschneidet. Insbesondere in China ist der Umsatz zuletzt deutlich gestiegen, nachdem das dortige Joint Venture einer beschleunigten Expansion zugestimmt hat.

    (3) USA/Kanada sind bisher recht unbedeutend, generieren aber auch endlich Wachstum -allerdings von sehr geringem Niveau aus. Mal sehen, was sich dort machen lässt, ist der amerikanische Markt doch traditionell ein schwieriges Pflaster für Unternehmen aus Übersee. Hier haben sich schon einige blaue Flecken geholt…

    Insgesamt sehe ich gute Wachstumsperspektiven von Esprit für die nächsten Jahre, allerdings sollte man sich von Wahnsinnssteigerungen à la 2004/2005 verabschieden. Diese sind zukünftig wohl nur möglich, wenn sich die Wechselkurse entsprechend verändern – und das ist m.E. eher Kaffeesatz-Lesen.

    Im Verhältnis zu den Konkurrenten H&M und Inditex, die ich persönlich noch am ehesten als Vergleichsgruppe ansehe, auch wenn das Konzept unterschiedlich ist, halte ich Esprit angesichts der Finanzstärke und Wachstumsperspektiven für derzeit am attraktivsten bewertet.

    Ich persönlich halte Esprit auf diesem Niveau für attraktiv, sonst hätte ich meinen Bestand zuletzt reduziert.

    gruß, n.n.
    Humor ist wenn man trotzdem lacht

  2. #32
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    Sieht interessant aus. Ich glaub' ich werde mir die Geschäftsberichte mal ganz genau reinziehen. Wäre doch gelacht, wenn mir keine neuen Erkentnisse aufkommen.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  3. #33
    Valueist notnormal
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    Hallo PoP

    glaub ich gerne, dass Du neue Erkenntnisse aus der Lektüre ziehen wirst...

    Ich freu mich drauf ;-)

    BIn weiterhin voll investiert in Esprit (Depotanteil ca. 25%) und bleibe vorerst auch drin...ich erwarte, dass das Jahresergebnis in etwa dass Halbjahresergebnis bestätigen wird - derzeit solides Wachstum im Bereich von 18% (Umsatzwachstum auf Basis lokaler Währungen). Dies sollte zu einer deutlichen Ergebnissteigerung (Jahresüberschuss) gegenüber dem letzten Jahr von 15-17% führen...

    Ich sehe die derzeitige Schwäche wieder als Nachkaufgelegenheit, tue mich aber schwer aufrgund meiner großen Position in dem Wert...

    gruß, n.n.
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  4. #34
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Moin n.n.

    macht ja auch richtig Spaß mit Dir hier. Bist ne echte Bereicherung für das Forum. Mit EganaGoldpfeil hast Du uns auch ein Superinvestment vorgestellt, danke.

    Auf Esprit komme ich zu sprechen.

    Vorab folgendes:

    BIn weiterhin voll investiert in Esprit (Depotanteil ca. 25%)...Ich sehe die derzeitige Schwäche wieder als Nachkaufgelegenheit, tue mich aber schwer aufrgund meiner großen Position in dem Wert...

    Wobei sich die 25% nur auf Dein Aktiendepot beziehen, das rund die Hälfte Deines Gesamtesdepots ausmacht, richtig?

    Die Frage nach der rechten Depotgröße entscheidet sich für mich an der Sicherheitsmarge und ich kann das nur dreimal unterstreichen!

    Bei einem KGVe von 16 für Esprit würde ich keine allzugroße Sicherheitsmarge erwarten.

    Der Gedanke bei der Sicherheitsmarge als Orientierungsgröße ist einfach folgender:

    There are two Rules of Investing:

    Rule No 1: Never loose money!
    Rule No 2: Never forget rule No 1!!

    Man muss glaube ich gar nicht so viele Gewinne machen, wenn sich die Gewinne in der Schlussbilanz nicht wieder gegen Verluste aufwiegen, was Zocker am besten oder wenigsten wissen.

    Je höher der Depotanteil ist, desto höher muss die Sicherheitsmarge sein. Das geile daran ist ja, dass eine höhere Sicherheitsmarge mit besseren Renditeperspektiven nicht negativ korreliert, sondern positiv.

    Nehmen wir mal ein paar Beispiele.

    Zuletzt *investierte ich z.B. in PC-Spezialist. Mein Kalkül war: 50% Sicherheitsmarge. Depotanteil 25%. Die fundamentale Entwicklung war seither miserabel, was nicht zuletzt am Manament lag. Wie dem auch sei, ich konnte mit -7% verkaufen. Auswirkung aufs Gesamtdepot also < - 2%. Was wäre geschehen, wenn ich sie für 14 Eur gekauft hätte? Sie wären sie früher oder später bei 7 Eur gewesen, wo sie jetzt auch sind. Verlust des Gesamtdepots also 0,25*50%= - 12,5%.

    Nehmen wir mal Hugo Boss als anderes Beispiel. Die kaufte ich damals für roundabout 9 Euro. Ich ging damals auch von einer Sicherheitsmarge von 40-50% aus. Die Aktie habe ich mit + 73% verkauft. Leider hatte ich damals aber nur geringe Depotanteile, vermutlich weil ich noch etwas unsicher war und nicht fokussiert investieren wollte. Dadurch sind mir natürlich einige %-te durch die Lappen gegangen. Aber was wäre passiert, wenn Boss Woman gefloppt wäre? Ich bin sicher, dass sie jetzt nicht bei unter 9 Eur liegen würde, zumal Boss Woman ja Verluste schrieb. Das Verlustrisiko hielt sich doch ziemlich in Grenzen. By the way: Die Aktie steht jetzt bei 36 Eur.

    Deswegen macht es für mich einen Riesenunterschied, ob ich Esprit für ein KGVe von 16 oder 10 kaufen kann, weil dann die Depotanteile entsprechend größer wären. Bei einem 10-er KGV hätte ich viel bessere Renditeperspektiven bei viel geringeren Verlustrisiken und würde entsprechend auch viel mehr investieren wollen.

    Grüße
    PoP ;-)
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  5. #35
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    Zu Esprit:

    Zunächst einmal muss man doch festhalten, dass Esprit ein tolles Unternehmen ist. Sie haben ein Supergeschäftsmodell und ein hervorragendes Management, das es versteht Kapital daraus zu schlagen. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 50%. Schulden? Fremdwort. Das Management konzentriert sich auf den Ausbau des Kerngeschäfts und alles, was dafür nicht benötigt wird, wird auch ausgeschüttet - das sieht man doch gerne. Esprit wächst sehr dynamisch und hat viel Potenzial, wenn man bedenkt, dass 85% der Umsätze aus Europa und fast die Hälfte aus Deutschland stammen. Ich habe einen sehr guten Eindruck von dem Unternehmen.

    Zu den Halbjahreszahlen. Der Umsatz stieg in Hj1 um 13% (18% vor Währungseffekten) und der operative Gewinn um 14%. Der Währungseffekt trifft Esprit gleich doppelt. Einmal werden die Umsätze in HK$ umgerechnet, wodurch sich ein schwächer werdender Euro in weniger HK$ umrechnet. Und zudem fallen ja auch die Kosten größtenteils in Euro an, weil die europäischen Tochtergesellschaften von Zulieferern aus hauptsächlich Asien ordern. Ein schwächelnder Euro erhöht so die Beschaffungskosten. Auf der anderen Seite war der Euro die letzten zwei Geschäftsjahr stark. Die positven Effekte auf der Beschaffungsseite wurden dabei sogar teilweise durch Preissenkungen an die Endverbaucher weitergegeben, um die Wettbewerbsposition als Anbieter hochwertiger mid-to-high-end-Mode mit Preisen, die man sich leisten kann, zu festigen. Das hat mir sehr gefallen, weil es zeigt wie das Management denkt. Die langfristige Wettbewerbsposition hat Priorität vor kurzfristigem Profitstreben. Auf der anderen Seite kann man das ja ganz flexibel angehen lassen. Notfalls, so das Management, werde man die Preise eben an die Währungssituation anpassen, wenn man die Gefahren nicht genügend abfedern kann. Letztendlich denke ich, dass die Währungsfrage sowieso nur untergeordneter Rolle ist. Viel wichtiger ist die Frage, ob die Investmentstory noch stimmt und die hat weiter Gültigkeit: „the right strategic platform and a sclalable busines modell are now in place to accomodate sustainable growth for years to come“. Die Multiplizierbarkeit und Skalierbarkeit des Geschäftsmodells überwiegen die Währungseffekte doch bei weitem. Weitere negative Effekte in Hj1 waren z.B. die erstmalige Verbuchung von Aktienoptionen als Kosten. Schaut man sich die Entwicklung nach Sparten an, kommen einem zusätzliche Erkenntnisse. So hat der Einzelhandelsbereich ertragsseitig enttäuscht, während der Wholesalebereich weiter sehr stark ist. Das verwundert mich nicht besonders. So wurde die Verkaufsfläche um 14% erhöht, also jeweils so viel wie in den vergangenen zwei vollen Geschäftsjahren, und darunter waren auch viele Regionen, in denen Esprit noch keine so gute Marktposition erlangt hat. Außerdem handelt es sich noch um recht große Stores, die Anzahl der Stores selbst ist nur moderat gewachsen. Das erinnert mich ein wenig an die Entwicklung bei Monsoon. Da ist aber noch heftiger. Bei Monsoon hat die Verkaufsfläche im Heimatmarkt in Hj1 um 49% zugenommen, ebenfalls durch vergleichsweise große neue Stores. Es versteht sich von selbst, dass die erst einmal Verluste schreiben. Die operativen Kosten sind dort viel höher und bis sich da ein vernünftiger Aberverkauf einstellt dauert das seine Zeit. Bei Esprit hat sowieso der Wholesalebereich viel mehr Bedeutung. Der Retailbereich steuert nur 24% zum Gewinn bei, was auch einleuchtet, da die Shop-in-Shop-Stores einfach profitabler "betrieben" werden können. In Gj 2001/2002 und 2003/2004 hat der Retailbereich so gut wie gar nichts zum Gewinn beigetragen. Ich denke er hat zunächst auch strategischen Charakter um die Wahrnehmung der Marke zu stärken. Dann werden die Märkte stärker durch den Wholesalebereich erschlossen und erst wenn die Marktakzeptanz gestiegen ist und ein besserer Abverkauf stattfindet, auch durch eine Optimierung des Produktmixes, werden die Stores profitabel. So konnten die SameStoreSales in Europa im Gj 2003/2004 um 11% gesteigert werden und in 2004/2005 dann konzernweit nochmal um 8,5%, was die Marge des Retailbereichs nach oben gepusht hat. Derzeit scheint mir insbesondere Australasien ein Problemkind zu sein (SSSales - 11% in Hj1).

    Aber fest steht natürlich auch, dass die anderen neuen Märkte nichts zum Gewinn beitragen, wenn überhaupt. Das gilt selbst für Asien, die für 10% des Umsatzes stehen. Der Break Even wurde hier gerade erst erreicht. Die hohen Margensteigerungen, die Esprit in den vergangenen Jahren erzielt hat, sind auf eine konsequente Erschließung der Kernmärkte zurückzuführen. Das Management erntet jetzt die Früchte seiner Arbeit in Form von Skaleneffekten. Davon sind die neuen Märkte aber noch weit entfernt. Langfristig bleibt das Geschäftsmodell aber intakt: „the right strategic platform and a sclalable busines modell are now in place to accomodate sustainable growth for years to come“.

    Die Auslandsexpansion ist natürlich eine Riesenwachstumsoption. Asien/Pazifik und Nordamerika werden sicher etwas schwerer. Naja, notfalls zieht man sich eben ganz aus den Märkten zurück. Selbst wenn sich Esprit nur auf Europa konzentriert, haben sie noch genügend Wachstumsraum, um ein KGVe von 16 zu rechtfertigen. Die Entwicklung ist sehr ermutigend und selbst der Hauptmarkt Deutschland entwickelt sich sehr gut und scheint noch Potenzial haben. Insofern denke ich, dass 60 HK$ ein guter Preis sind für ein GARP-Investment a la Esprit. Ein wenig Geduld dürfte sich hier früher oder später auszahlen.
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  6. #36
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    Hallo PoP

    die "Blumen" kann ich nur zurück geben...was ich hier von Euch lerne, könnte ich mir so schnell nicht selber beibringen.

    Die Analyse von Bilanzen fällt mir im Gegensatz zu einigen Leuten hier immer noch etwas schwer, aber ich lerne auch in diesem Bereich. Sollte aber meine Erkenntnisse in diesem bereich vielleicht noch mal vertiefen.

    Meine besten Investments entstehen nach wie vor oft durch Zufälle - man liest einen Artikel, der einen interessiert, guckt sich mal auf der Internetseite um und hat auf einmal Feuer gefangen...wenn dann noch Geschäftsmodell, Management und Perspektiven stimmen (z.B. Egana) kann man sich glücklich schätzen.

    >>>>Man muss glaube ich gar nicht so viele Gewinne machen, wenn sich die Gewinne in der Schlussbilanz nicht wieder gegen Verluste aufwiegen, was Zocker am besten oder wenigsten wissen.<<<<<

    Stimme Dir zu. Solange ich mit meinem Gesamtdepot recht stetigen Gewinn mache und Fehlinvestitionen immer schnell eliminiere, reichen mir eigentlich eine handvoll hervorragende Unternehmen im Leben, um richtigen Mehrwert zu schaffen...mir ist allerdings auch klar geworden, wie wenig Sinn es macht, an Aktienpositionen auf jeden Fall festhalten zu wollen...zumindest bei Wachstumsunternehmen, die relativ hoch bewertet sind, setze ich mir im kopf SL-Limits um die Verluste zu begrenzen. Totalabstürze wie noch vor ein paar Jahren würde es somit jedenfalls nicht mehr geben.

    Im Zweifelsfall würde ich einen Wert ausstoppen, den ich besser gehalten hätte - Pech.

    Deine Analyse trifft den Nagel mal wieder so ziemlich auf den Kopf. ZU der Schwäche in Australasien kann ich nur Folgendes sagen: dies waren die einzigen Esprit-Läden (allerdings sind diese Erfahrungen auch schon 6 Jahre alt&#33 die ich gesehen habe, die richtig ramschig aussahen. Kein Vergleich mit den Läden von Esprit in Europa von heute - vielleicht liegt hier der Hund begraben. Man konnte dadurch nicht ein so gutes Image aufbauen wie bei uns...dies zu korrigieren ist im nachhinein immer schwierig - mal sehen, ob man auch dort die Kurve kriegt.

    Würd mich freune, Dich demnächst "an Bord" begrüßen zu können!

    Gruß, n.n.
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  7. #37
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    Hallo,

    @Die Analyse von Bilanzen fällt mir im Gegensatz zu einigen Leuten hier immer noch etwas schwer, aber ich lerne auch in diesem Bereich. Sollte aber meine Erkenntnisse in diesem bereich vielleicht noch mal vertiefen.

    Meinst Du hier wirklich nur die Bilanzen, also die Rechnungslegung, oder meinst Du das Analysieren von Geschäftsberichten?

    @ZU der Schwäche in Australasien kann ich nur Folgendes sagen: dies waren die einzigen Esprit-Läden (allerdings sind diese Erfahrungen auch schon 6 Jahre alt&#33 die ich gesehen habe, die richtig ramschig aussahen. Kein Vergleich mit den Läden von Esprit in Europa von heute - vielleicht liegt hier der Hund begraben.

    Interessant. Das hätte bestimmt einen ganz wesentlichen Faktor, keine Frage.
    Warst Du nich erst kürzlich in Australien?

    @Würd mich freune, Dich demnächst "an Bord" begrüßen zu können!

    Ich fürchte, ich verstehe nicht ganz.

    Beste Grüße
    PoP
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  8. #38
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    Hallo PoP

    ich tue mich immer noch etwas schwer bzw. es dauert bei mir recht lange, bis ich das reine Zahlenwerk studiert und analysiert habe…überlege daher, mir mal ein vernünftiges Buch über die Bilanzanalyse anzuschaffen, welches mir den „trockenen Teil“ der Analyse vielleicht etwas erleichtert.

    @Warst Du nich erst kürzlich in Australien?

    Ja. Ich war Ende letzten Jahres in Australien, allerdings hatte ich da andere Sachen im Kopf. Hochzeit am Strand…war das schön ;-). Nur mit einer Hand voll Freunden. Traumhaft. Danach haben wir Campervan-Flitterwochen in Neuseeland gemacht.

    Ich habe also keinen Esprit-Laden von innen gesehen und kann Dir nicht sagen, inwiefern sie diese an das hohe Niveau hier angepasst haben.

    @Würd mich freuen, Dich demnächst "an Bord" begrüßen zu können! >>Ich fürchte, ich verstehe nicht ganz.<<

    Mit „an Bord“ meinte ich, dass Du vielleicht doch noch dem illustren Kreis der Esprit-Aktionäre beitreten könntest. Das würde mich freuen.

    Gruß, Jochen
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  9. #39
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    @Mit „an Bord“ meinte ich, dass Du vielleicht doch noch dem illustren Kreis der Esprit-Aktionäre beitreten könntest. Das würde mich freuen.

    Achso, schon geschehen ;-) Allerdings muss man sehen, dass Esprit ein GARP-Investment ist. Ein geschätztes KGV von 16 gibt keine besonders große Sicherheitsmarge her, deswegen habe ich mit Depotanteilen eher gegeizt, als dass ich hier im großen Stil rein bin.

    @ich tue mich immer noch etwas schwer bzw. es dauert bei mir recht lange, bis ich das reine Zahlenwerk studiert und analysiert habe…überlege daher, mir mal ein vernünftiges Buch über die Bilanzanalyse anzuschaffen, welches mir den „trockenen Teil“ der Analyse vielleicht etwas erleichtert.

    Ich würde mich grundsätzlich nicht so lange mit Zahlen aufhalten. Ich beschränke es auf das Nötigste, indem ich einmal die GuV überfliege, um zu schauen ob die Ertragslage bereinigt werden sollte, schaue noch einen Blick auf die Bilanz wie hoch die Veschuldung ist und die Kapitalrendite und dann schaue ich mir in Cf-Rechung noch an wie das Unternehmen sein Geld einnimmt und ausgibt. Die endlosen Exceltabellen mache ich schon lange nicht mehr, weil ich nicht glaube, dass der Zeitwaufand in einem vernünftigen Verhältnis zum Erkentnissgewinn steht. Vielmehr sollte man Zeit ung Mühe aufwenden, das Geschäftsmodell und die langfristige Stellung des Unternehmens im Wettbewerb richtig zu verstehen und zu beurteilen. Allerdings gehört zu einem echten Verständnis des Geschäftsmodell auch ein Verständnis der Rechnungslegung, was z.B. bei Banken und Versicherungen sehr eigen ist.
    Zum richtigen Verständnis von Bilanzen würde ich auf die gängige Literatur a la "Einführung in die Bilanzen" etc. verichten und mir stattdessen gleich etwas umfassendes und vernünftiges anschauen. Ich habe bereits die deutsche Rechnungslegung nach HGB studiert. Zwar bilanzieren die meisten Aktiengesellschaften heute nach internationalem Rechnungslegungsstandard, aber als Einstieg ist es doch sehr gut. Als Lehrbuch ist "Bilanzen" von Baetge/Kirsch/Thiele Link ein hervorragendes Lehrbuch, hat allerdings mehr als 900 Seiten. Zu Deiner Beruhigung kann ich aber sagen, dass ich das Wichtigste auf 25 Seiten zusammengefasst habe. Wenn Du Interesse hast, dann stelle ich es hier ins Netz. Du kannst es dann durcharbeiten und Fragen stellen, wenn Du was nicht verstehst. Vielleicht interessieren sich auch andere User dafür. Dann machen wir einen kleinen Online-Workshop.

    @Ja. Ich war Ende letzten Jahres in Australien, allerdings hatte ich da andere Sachen im Kopf. Hochzeit am Strand…war das schön ;-). Nur mit einer Hand voll Freunden. Traumhaft. Danach haben wir Campervan-Flitterwochen in Neuseeland gemacht.

    Geil.

    Gratuliere!
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  10. #40
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    Hallo

    na denn, kann ich uns ja nur beiden viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung von Esprit wünschen…ich bleibe voll investiert und lasse die Gewinne laufen (weil’s so schön ist).

    Wäre nett, wenn Du mir die 25-seitige Zusammenfassung hier reinstellen oder an mich schicken könntest (hast Du meine e-Mail Adresse noch?!?).

    Australien war toll, da hast Du Recht. Vor allem sieht man seine Freunde dort unten nicht allzu oft – dementsprechend entzückt waren sie von unserem Vorschlag unsere Hochzeit dort zu feiern…kann ich nur jedem empfehlen. Auch die Organisation war kein Problem und der Verwaltungsaufwand war recht gering. Ein Standesamt braucht man nicht, man kann sich genauso gut einen beliebigen Ort selber wählen, sofern man einen „Friedensrichter“ für die Zeremonie organisiert. Falls Du Interesse hast, helfe ich Dir gerne weiter


    Gruß, Jochen
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