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Thema: Beiersdorf AG

  1. #11
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    Hallo, Flippi,

    >>Schade, dass ich nicht gefragt werde.<<

    Ja, ich wäre auch gerne gefragt worden. Noch lieber hätte ich natürlich Beiersdorf übernommen, weil mir das Unternehmen gefällt.

    Na ja, bei 150 € pro Aktie kann ich nicht mithalten. Bei 140 € hätte ich noch überlegt.

    Laut Pressemitteilungen will die Allianz 160 bis 190 € erlösen. Das ist ja von P&G's Angebot nicht sehr weit entfernt. Vielleicht geht da ja schon bald was.

    Warten wir es ab. Ansonsten melde ich mich für heute ab, weil heute Nachmittag eine große Party ansteht : Julia wird 6.

    Macht es gut und bis morgen,

    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  2. #12
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    Das muß doch jeden Beiersdorf Aktionär erfreuen.

    Dieter


    Auch im Jahr 2002 setzte die cosmed-Sparte der Beiersdorf AG ihre Erfolgsgeschichte fort.

    Der Umsatz stieg trotz äußerst schwieriger Marktbedingungen
    um 7,2 % auf 3,17 Mrd. ? (i.V. 2,95 Mrd. ?). Zu konstanten
    Wechselkursen war das Plus mit 10,3 % wiederum zweistellig.

    Hier gibt es die vollständige Pressemitteilung:

    http://www.Beiersdorf.de

  3. #13
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    Hallo, allerseits,

    so recht weiß man ja nicht mehr, was man davon halten soll. Nachdem P&G jetzt Wella übernommen hat, scheint für sie das Thema Beiersdorf erledigt zu sein. Die Folge waren relativ hohe Verluste für Beiersdorf.

    Dann ging es aber doch weiter, nun galt Tchibo wieder als Interessant. Jetzt aktuell wieder nicht:

    "Der Hamburger Kaffee- und Handelskonzern Tchibo ist zwar auch nach dem Kauf von Wella durch Procter & Gamble (P&G) weiter an einer Übernahme des Kosmetikkonzerns Beiersdorf interessiert, dementiert aber verstärkte Akquisitionsbemühungen. "Beiersdorf war und ist eine Beteiligung, die uns viel Spaß gemacht hat. Aber an unserer alten Position hat sich nichts geändert", sagte ein Tchibo-Sprecher auf Nachfrage von dpa-AFX am Mittwoch in Hamburg. Das Anlegermagazin "Focus Money" hatte dagegen vorab aus seiner neuesten Ausgabe berichtet, dass Tchibo nach der Wella-Übernahme auf den Abschluss der Beiersdorf-Akquisition dränge.
    Nachdem P&G aus dem Bieterwettstreit um Beiersdorf ausgeschieden sei, habe die Tchibo-Eigentümerfamilie Herz den Beiersdorf-Großaktionär Allianz zu abschließenden Verhandlungen aufgefordert, schreibt das Blatt. Der Allianz-Konzern ist mit insgesamt 43,6 Prozent an Beiersdorf beteiligt, während Tchibo 31 Prozent der Anteile des Konsumgüterherstellers hält."

    Mit einem KGV von etwa 27 ist Beiersdorf nach meiner Meinung sehr hoch bewertet. Ein Teil dieser Bewertung ist Übernahmephantasie, die sich jetzt verflüchtigt - oder auch nicht. Oder was??

    Ich werde wohl weiter an meinen Aktien festhalten, denn immerhin ist Beiersdorf Eigentümer zweier absoluter Top-Marken und macht steigende Gewinne - nicht selbstverständlich in Zeiten wie diesen. Derzeit scheinen die Chancen nach oben begrenzt, aber bei Wella waren auch innerhalb eines Tages 20 % drin...

    Warten wir also weiterhin ab, und kaufen uns eine große Dose Nivea-Creme. Ist gut für die Haut und mein Depot .

    Gruß,
    JuliaPapa
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  4. #14
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    Heute war ein interessanter Artikel in Yahoo zu lesen. Demnach scheint uns noch eine längere Hängepartie bevorzustehen:

    "Man mag sie nicht mehr hören, die immer wieder aufkommenden Spekulationen um eine neue Beiersdorf-Aktionärin. Denn der Neuigkeitsgehalt der Gerüchte ist gleich null. Weder Namen, noch Kaufsummen überraschen. Und auch die Reaktion der Märkte ist vorauszusehen: erst steigende, dann fallende Kurse. So what! Jüngstes Beispiel Unilever, die der Allianz AG ein Gebot für das 44prozentige Beiersdorf-Paket unterbreitet haben soll. Das Szenario ist bekannt: Unilever, Allianz und Tchibo sagen nichts, Beiersdorf weiß nichts. Same procedure as last year, Henning?

    Der Allianz wird nachgesagt, dass sie selbst die Gerüchte schüren soll, um den Preis der Aktien nach oben zu treiben. Ist ein genannter Kandidat nicht mehr aktuell, wird ein neuer genannt. Procter & Gamble, L'Oreal und Henkel können ein Lied davon singen.

    Dabei könnte alles so einfach sein: Allianz verkauft ihre Anteile an die Beiersdorf-Aktionärin Tchibo und investiert den Erlös ins Kerngeschäft. Tchibo hätte ihrerseits einen großen Teil des Geldes investiert, das sie aus dem Verkauf von Reemtsma eingenommen hat, und Beiersdorf könnte ihr Geschäft weiterhin eigenständig entwickeln. Außerdem könnte Tchibo überzählige Beiersdorf-Anteile Stück für Stück in den Markt geben und so den Freefloat erhöhen, während sich Beiersdorf auf die Aufnahme in den DAX vorbereitet.

    Warum aber, so fragt sich der Beobachter, sind wir noch nicht bei diesem Szenario? Weil die Partner keine Einigkeit über den Preis erzielen! Der Hamburger Kaffeekonzern will keine Fantasiepreise für die Konsumgüteraktie zahlen - Allianz will so viel Geld wie möglich einstreichen. Geldnot wird den Konzern dabei nicht zum schnellen Handeln zwingen, da die Kapitalerhöhung fast unter Dach und Fach ist. Da wird das Gepokere um den Preis länger als vom Markt erwartet anhalten. Es sei denn, die beiden Großaktionäre einigen sich, damit endlich wieder Ruhe einkehrt in das Hamburger Unternehmen.

    Kauft jemand anderes als Tchibo die Beiersdorf-Anteile, wird die Story nicht sexy. Denn Tchibo will Aktionärin von Beiersdorf bleiben und hat damit bei allen Entscheidungen ein Mitspracherecht. Ein neuer Investor hätte erst das Sagen, wenn sich der Kaffeekonzern von seinen Anteilen trennt, was er aber gegenwärtig nicht will. Es sei denn, er erhält ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann. Aber wer nimmt gegenwärtig so viel Geld in die Hand?

    Unilever wohl kaum, sie will ihre Verschuldung zurückführen. Außerdem hat der Konzern mit der Marke Dove ein Konkurrenzprodukt zu Beiersdorfs Nivea - was wenig synergetisch klingt. Für Henkel und L'Oreal gelten schlichtweg die gleichen Rahmenbedingungen."

    Also gilt es weiter zu warten...

    Gruß,
    JuliaPapa
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  5. #15
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    Es ist vollbracht:

    Der Allfinanzkonzern Allianz verkauft für 4,4 Milliarden Euro fast seinen gesamten Anteil am Kosmetikkonzern Beiersdorf an ein Konsortium unter Führung des Kaffee- und Handelsunternehmens Tchibo. Mit der Veräußerung von 40 Prozent an Beiersdorf für nach Allianz-Angaben durchschnittlich 130 Euro je Aktie beendeten die Münchener am Donnerstag monatelange Spekulationen über die Zukunft des hochprofitablen Hamburger Traditionsunternehmens. Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble, der ebenso Interesse an Beiersdorf bekundet hatte, kommt damit nicht zum Zuge.

    Die Beiersdorf-Aktie, lange Spielball von Spekulanten an der Börse, brach nach Bekanntgabe der Transaktion um rund zehn Prozent auf 99 Euro ein. Tchibo ist bereits mit 30,3 Prozent an dem Hamburger Traditionsunternehmen beteiligt und muss den übrigen Aktionären damit kein gesetzliches Übernahmeangebot unterbreiten. Dies sahen Börsianer auch als Grund dafür, dass der Kurs so deutlich in den Keller rutschte. Die Allianz-Papiere verloren hingegen nur rund ein Prozent auf 81,60 Euro und lagen damit im Negativtrend des Deutschen Aktienindex.

    Wie die Allianz mitteilte, übernimmt die Tchibo Holding im Zuge einer über mehrere Stufen vereinbarten Transaktion 19,6 Prozent des Beiersdorf-Kapitals, die damit ihren Anteil auf knapp 50 Prozent aufstocken kann. Weitere zehn Prozent werden bei der Hamburger Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung HGV geparkt. Diese will Teile davon nach Angaben des Senats an andere Unternehmen und Investoren weiterreichen. Verhandlungen darüber würden bereits geführt. Die Beiersdorf AG soll den Angaben zufolge im Rahmen eines von der Hauptversammlung bereits genehmigten Aktienrückkaufs 7,4 Prozent der Papiere erwerben, ihre Anteilseigner dabei auch eine Prämie erhalten. Einzelheiten dazu seien aber noch nicht entschieden. Drei Prozent erwirbt zudem die Pensionskasse von Beiersdorf. Nur ein kleines Restpaket von 3,6 Prozent behält die Allianz im eigenen Besitz.

    Tchibo-Chef Dieter Ammer würdigte die Vereinbarung mit der Allianz als gute Lösung. "Die Beiersdorf AG kann jetzt langfristig mit einer klaren Aktionärsstruktur ihre starke Position am Markt ausbauen." Für das Unternehmen und dessen Beschäftigte gehe eine Phase der Unsicherheit zu Ende. Diese hatte wiederholt auch Beiersdorf-Chef Rolf Kunisch öffentlich beklagt und bereits von schädlichen Auswirkungen auf das operative Geschäft gesprochen.

    Allianz-Finanzchef Paul Achleitner erklärte, mit dem Mehrheitsaktionär Tchibo an der Seite könne Beiersdorf mit einer stabilen Aktionärsstruktur weiterhin seine Wachstumschancen wahrnehmen. Der Verkauf der Beiersdorf-Beteiligung sei Teil des aktiven Portfoliomanagements der Allianz. Der Konzern habe sich in den zurückliegenden Jahren bereits von Finanzbeteiligungen in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro getrennt habe und seine Aktienquote damit auf 16,5 Prozent gesenkt habe, erläuterte Achleitner.

    Das Konsortium unter Vermittlung des Hamburger Senats hatte sich gebildet, um Beiersdorf bei einer drohenden Übernahme durch einen ausländischen Konzern vor der Zerschlagung zu retten. Der weltweit aktive Nivea-Hersteller mit einem Jahresumsatz von fast fünf Milliarden Euro und einem Reingewinn von zuletzt knapp 300 Millionen Euro galt seit längerem als Übernahmekandidat, da die Allianz ihr Paket auf die Verkaufsliste gesetzt hatte.

    Analysten zeigten sich überrascht über den ihrer Ansicht nach hohen Preis für den Beiersdorf-Anteil. Isabell Friedrichs VON KBC Peel Hunt in London verwies darauf, dass Tchibo seine gesamten Barreserven benötige und gleichzeitig keiner Synergien nutzen könne, um den Kauf zu finanzieren. Tchibo verfügte nach der Abfindung des früheren Miteigners Günter Herz mit vier Milliarden Euro in bar nach eigenen Angaben zuletzt nur noch über Reserven in Höhe von zwei bis drei Milliarden Euro.

    Petra Meyer von Sal. Oppenheim sagte: "Für Beiersdorf ist das auf jeden Fall positiv. Der Vorstand kann jetzt endlich in Ruhe seine Strategie weiterführen." Einige Börsianer äußerten sich überrascht, dass die Einigung so schnell zu Stande kam. Das vom Senat unterstützte Konsortium hatte erst am Dienstag vergangener Woche unter Führung von Tchibo Gespräche mit der Allianz aufgenommen.

    Mit dem vereinbarten Verkauf geht ein seit zwei Jahre dauernder Poker um den Beiersdorf-Anteil der Allianz zu Ende, in dessen Verlauf alle großen Branchenkonkurrenten als mögliche Käufer gehandelt wurden. Darunter war neben Procter & Gamble auch der französische Marktführer L'Oreal. Procter & Gamble hatte sein Interesse kürzlich noch bekräftigt, hielt sich mit einem Angebot aber zurück, als Tchibo in aussichtsreiche Verhandlungen mit der Allianz trat. Ein feindliches Angebot hatte der Konzern aus Cincinnati zudem ausgeschlossen."

    Jetzt, um kurz vor fünf, ist der Kurs weiter gefallen, auf rund 97 Euro.

    Ich hatte mich trotz meiner Verliebtheit in die Marke Nivea und meiner positiven Einschätzung von Beiersdorf vor einiger Zeit von den Aktien getrennt. Die Überlegung war einfach die, daß die Aktie zu teuer war und nur durch die Übernahmefantasie auf dem Niveau um 110 Euro gehalten wurde.

    Interessant ist jetzt die Frage, wann der Kurssturz zum Ende kommt. Eventuell ergibt sich ja eine günstige Gelegenheit. Warten wir es ab...

    Viele Grüße,
    JuliaPapa
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  6. #16
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    Frage

    Hi,

    Ich bin neu hier im Forum, kenne mich aber schon einigermaßen aus in Sachen Value Investing. Ich war heute dabei Beiersdorf zu analysieren. Dann fiel mir auf, dass der operative Cashflow in den letzten Jahren ziemlich auf der Stelle getrampelt ist. Wenn ich jetzt das Discounted-Cash-Flow Modell anwende, kommen miserable Ergebnisse heraus.
    Wie beurteilt ihr das? Ist es schlimm, dass der operative Cash-Flow nicht steigt?

    Viele Grüße
    Ansgar

  7. #17
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    Hallo Ansgar,

    wie ich sehe, ist das EBIT in den vergangenen Jahren gestiegen, aber beim Cashflow drücken doch zahlreiche Faktoren auf den Vergleich. Das ist eben das Problem. Was da hin und wieder vom Cashflow verlangt wird, ist gar nicht möglich. Zum einen werden Dinge rausgrechnet, die Aufwendungen darstellen wie z.B. Abschreibungen. Auf der anderen Seite finden erfolgsneutrale Faktoren wie Änderungen in Forderungen und Verbindlichkeiten aus LuL Eingang. Als Erfolgsindikator ist der Cashflow im Grunde nicht geeignet.

    Abgesehen davon denke ich nicht, dass Beiersdorf wirklich günstig ist. Höchstwahrscheinlich werden hier - wie bei anderen gestandenen Unternehmen - niedrige Risikoaufschläge eingepreist. Damit könnte man aus meiner Sicht eine faire Bewertung rechtfertigen.

    Grüße
    PoP
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  8. #18
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    Lächeln

    Hi,

    vielen Dank für deine Antwort. Ich bin auch nicht der Meinung, dass Beiersdorf günstig ist. Ich suche mir nur schon einmal ein paar Unternehmen heraus die mir gefallen. Gefällt mir ein Unternehmen dann analysiere ich es. Gefällt es mir dann immernoch, warte ich auf einen Kurs der mir in der Zukunft hoffentlich eine gute Rendite beschert.

    Beste Grüße
    Ansgar

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