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Thema: Rohstoffe

  1. #31
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo Flippi-Schatzi,

    ich finde es toll, dass Du Dich mit dem Rohstoffmarkt so auseinandersetzt. Das geht wohl mehr in die volkswirtschaftliche Ecke und ist sehr interessant. Als Wirtschaftschemiker in spe werde ich in ein paar Jahren dann
    kräftig mitreden. Dann können wir uns gut austauschen. Momentan fehlt mir jegliche Kompetenz, da ich erstmal das Chemie-Studium am Hals habe. 'Könnte lediglich die Elektronenkonfiguration von Nickel, ein paar Nachweise und Erklärungen für Korrisionsbeständigkeit bieten, was allerdings nicht unbedingt hilfreich wäre.

    Liebe Grüße *
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  2. #32
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    Hallo Arman,

    das finde ich schön, dass Du den Rohstoffmarkt auch interessant findest. Als Wirtschaftschemiker wirst Du wohl dann einiges damit zu tun bekommen.

    Wie war denn das erste Semester?

    Liebe Grüße
    flippi

  3. #33
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo Flippi *

    puhhh - das erste Semester war nicht einfach. Von morgens bis mittags hast Du Vorlesungen und von mittags bis abends (18:00) Praktikum. Abends musst Du zusehen, dass Du Deine Mathe-Übungen machst, die Du abgeben musst.. Außerdem machst Du noch Sport und arbeitest nebenbei und hast auch noch 'ne Freundin. Ich habe so ziemlich Alles gemacht, außer richtig Chemie lernen, wann auch? Na ja, die Matheklausur ist aber in die Hose gegangen, die mündliche Zwischenprüfung in Chemie hatte ich gerade heute, die war spitze (Ich Chemie habe ich sämtliche Grundlagen auf der Festplatte, in Mathe musste ich bei Nul anfangen). Nächstes Semester muss ich mir die Zeit ganz anders einteilen. Das erste Semester war ein Sprung ins kalte Wasser.

    Klingt nicht gerade spaßig, aber muss halt jeder Chemiker die ersten drei Semester machen.

    P.S. Entschuldige bitte die törichte Frage, aber glaubst Du dass die Kriegsprämie im Goldpreis bereits gänzlich enthalten ist oder nicht?


    Liebe Grüße
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  4. #34
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    Arman,

    ich gratuliere Dir zur Spitzenzwischenprüfung in Chemie. Super

    Ja, das erste Semester ist meistens nicht einfach, weil man die Zeiteinteilung noch nicht heraus hat. Die Studenten haben auch zu wenig Hilfestellung in dieser Hinsicht. Da wäre einiges zu verbessern und es wäre dann leichter für die neuen Studierenden.

    <Entschuldige bitte die törichte Frage, aber glaubst Du dass die Kriegsprämie im Goldpreis bereits gänzlich enthalten ist oder nicht?>

    Was ist denn daran töricht? Die Kriegsprämie ist jetzt im Goldpreis soweit eingepreist, dass der Goldpreis gefallen ist. Diejenigen die Gold nur als Spekulation wegen des Irak-Krieges gekauft haben, sind jetzt wahrscheinlich draußen.

    Da ich von einem weiteren Goldpreisanstieg ausgehe, sehe ich jetzt einen guten Einstiegspreis. Für mich hängt der weitere Goldpreis von der gesamtwirtschaftlichen Situation ab. Ich bin davon überzeugt, dass der Dollar weiter fällt und damit einen Anstieg im Goldpreis mit sich zieht.

    Übrigens kannst Du im Iran mit Euro-Währung physisches Gold sehr gut einkaufen. Im Moment habe ich einen unglaublichen Preis gehört, den ich selbst nicht glauben kann. Ende März weiß ich mehr, dann kann ich Dir darüber berichten.

    <hast auch noch 'ne Freundin>

    Tja, für Frauen braucht man halt Zeit.

    Liebe Grüße

  5. #35
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo Flippi *

    ich sagte nur deshalb töricht, weil es um Leben und Tod geht und ich mir Gedanken über den Goldpreis mache.

    An Gold bin langfristig nicht interessiert, habe lediglich Goldminen im Depot aus Absicherungsgründen. Ich habe jetzt die Hälfte verkauft und habe damit noch ca 7% vom Depotvolumen.

    Und Du willst Unzen kaufen? Wird man das überhaupt wieder los?

    @Tja, für Frauen braucht man halt Zeit.

    Ja, diesmal hat es sich auch gelohnt *

    Liebe Grüße
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    (Warren Buffett)

  6. #36
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    Arman,

    <weil es um Leben und Tod geht und ich mir Gedanken über den Goldpreis mache>

    Da hast Du Recht! Ich denke auch daran! Ich wünschte mir eine bessere und gerechtere Welt! Dass die Leiden auf die Verursacher zurückfallen sollten und nicht immer das unschuldige Volk erwischen sollten!

    Ich investiere ja auch in Goldminen-Aktien und Zertifikate. So ein paar Unzen Gold sind allerdings auch gut. Ich habe nicht vor, sie gleich wieder zu verkaufen. Es wird einfach das Fundament unseres Familiengoldschatzes.

    Barren und Goldmünzen kann man bei der Bank oder bei Händlern kaufen und verkaufen. Die Preise schwanken halt. Im Iran kannst Du Gold direkt einschmelzen lassen und entsprechend dem Gewicht verkaufen.

    <Ja, diesmal hat es sich auch gelohnt>

    Das freut mich.

  7. #37
    Erfahrener Valueist filippina
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    Hallo,

    bei comdirect habe ich gerade einen Beitrag über den Rohstoffmarkt gelesen. Der Artikel ist zwar lang, aber enthält alles was man über die derzeitige Lage am Rohstoffmarkt wissen muss:

    ---------------
    Finanzen.net-Nachricht *
    Montag, 24.02.2003, 18:41

    ____

    Rohstoffe – Gewinne aus der Erde (EurAmS)
    Über 20 Jahre lang war mit Rohstoffen für Anleger kaum Geld zu verdienen. Jetzt ziehen die Preise für Platin, Öl und Weizen immer mehr an. Experten sehen darin bereits einen neuen Trend.

    EURO sagt, worauf Anleger setzen können und was sie meiden sollten.

    von Joachim Spiering, Euro am Sonntag 08/03

    Denken Sie mal über AluminiumAktien nach“, riet der selige Börsenweise Andre Kostolany in den 90er-Jahren in einem Werbespot. Die Empfehlung stieß auf taube Ohren. Kein Mensch kam auf die Idee, tatsächlich über Aluminium oder Rohstoffe nachzudenken. Warum auch? Silber und Soja waren nicht sexy, die Rohstoffpreise sanken seit Jahren. Und Profis wissen: Rohstoffe bringen dann Geld, wenn die Inflationsangst umgeht.

    Davon kann aber derzeit keine Rede sein. Deflation, das Gegenteil der Inflation, beherrscht die Diskussionen. Deshalb waren auch Experten überrascht, als im vergangenen Jahr die Rohstoffpreise unaufhaltsam anzogen. Seit Ende 2001 hat der wichtigste Rohstoff-Index, der CRB (Commodity Research Bureau), in dem von Gold und Platin über Mais, Kaffee und Weizen bis hin zu Rohöl und Baumwolle 17 Rohstoffe vertreten sind, um über 50 Prozent zugelegt. Und Wolfgang Wilke von der Dresdner Bank, der zu den renommiertesten Rohstoff-Experten Deutschlands zählt, macht den Anlegern weiter Hoffnung. „Es gibt Anzeichen, dass sich dieser Trend fortsetzt.“

    Nach 20 Jahren sind Rohstoffe wieder interessant. Warum? Normalerweise steigen die Rohstoffpreise vor allem dann, wenn die weltweite Konjunktur gut läuft. Doch vom Wirtschaftsboom der späten 90er sind die USA und Co weit entfernt. Warum also legt der CRB-Index dennoch zu? Experte Wilke nennt zwei Gründe. Punkt eins: „Es ist gut möglich, dass der Markt momentan ein Inflationsszenario vorwegnimmt.“ In den 80er- und 90er- Jahren, als weltweit nur eine geringe Inflation herrschte, konnten die Aktienmärkte die Rohstoffpreise deutlich abhängen. Anders in den inflationsreichen 70er-Jahren. Damals konsolidierten die Aktienmärkte, während die Rohstoffpreise, angeführt von Rohöl und Gold, kräftig zulegten. „Investitionen in Warenwerte, insbesondere in Edelmetalle und Rohöl, liefern dann die bessere Performance“, sagt Wilke. Was derzeit am Rohstoffmarkt passiert, sei nun Folgendes: Da in den USA und in Europa nach wie vor die Angst vor japanischen Deflations-Verhältnissen mit stetig sinkenden Preisen und entsprechend rückläufigen Unternehmensgewinnen herrscht, täten Regierungen und Notenbanken alles, um inflationäre Tendenzen zu erhalten. Und das sei gut für Rohstoffpreise. „Der Markt versucht hier etwas vorwegzunehmen, was noch nicht sichtbar ist“, sagt Wilke.


    Und der zweite Grund für die Rohstoff-Hausse? „Offenbar ist die weltweite Konjunktur nicht ganz so schlecht, wie wir sie wahrnehmen“, meint der Experte, „vor allem, wenn man auf Asien blickt.“ Denn völlig losgelöst von der Weltwirtschaft könnten sich die Rohstoffpreise nun doch nicht entwickeln – Inflationsszeanrio hin, Inflationsszenario her. Inzwischen sieht es sogar so aus, als würde sich aus der bisherigen Rohstoff-Rally ein langfristiger Trend entwickeln. „Hier deutet sich eine Turnaround-Story an“, meint Wilke. 20 Jahre lang war er eher skeptisch, was die Entwicklung der Rohstoffmärkte angeht. Das habe sich in den vergangenen Monaten geändert. Denn nach der dreijährigen Aktienbaisse seien viele Anleger so verunsichert, dass der Wunsch, das Geld in „sicheren Häfen“ anzulegen, weiter zunehmen dürfte. Zudem ist es für Firmen auf Grund der aktuell niedrigen Zinsen billig, Rohstoffe auf Pump zu kaufen. Und: Viele Rohstoffproduzenten haben in den vergangenen beiden Jahrzehnten relativ wenig getan, um neue Abbaugebiete oder Förderquellen zu erschließen. Das heißt: Steigt die Nachfrage, kann das Angebot nicht in gleichem Maße erhöht werden.


    Allerdings: Jedes Gut unterliegt speziellen Marktmechanismen, zudem beeinflussen politische Entwicklungen oder auch das Wetter den Preis. Nicht umsonst hängt in der Rohstoffbörse von Chicago, der CBOT (Chicago Board of Trade), ein riesiger Bildschirm in der Saalecke, wo rund um die Uhr die aktuellen Wetternachrichten gesendet werden. Je nachdem, ob gerade ein Sturm heraufzieht oder Sonnenschein herrscht, sinken oder steigen am Terminmarkt die Preise für Weizen oder Mais. „Gerade Nahrungsmittel sind extrem risikoreich“, sagt Johann Fürstenberger, Fondsmanager des Activest Geotech-Fonds.


    Er rät deshalb zu speziellen Rohstoff-Fonds. Allerdings: Bislang ist die Performance dieser Fonds nicht sonderlich berauschend. Fast alle Fonds liegen seit Anfang 2002 deutlich im Minus. Doch es gibt Ausnahmen: Der World Mining-Fonds von Merrill Lynch (WKN 986932) ist auf 52-Wochen-Sicht gut neun Prozent im Plus. Doch auch hier lässt die Kursentwicklung seit 1. Januar 2003 zu wünschen übrig.


    Die Rally des CRB-Index hat dagegen kein einziger Fonds mitgemacht. Die Ursache: In den Portfolios der Fondsmanager liegen viele Minen-Aktien, und deren Kurse hinken zum Teil den Rohstoffpreisen deutlich hinterher. Das liegt mit daran, dass die Minen erst mit Zeitverzögerung von gestiegenen Preisen profitieren. Denn sie verkaufen ihre Produktion am Terminmarkt Monate im Voraus zu Festpreisen. Dennoch: Als Depotbeimischung sollte ein Rohstoff-Fonds nicht fehlen.


    Zudem gibt es Teilmärkte wie Gold, die sich auch durch Zertifikate oder Optionsscheine abdecken lassen. Beim Gold erwarten Experten dauerhaft steigende Preisen. „Ich rechne für dieses Jahr mit einem Höchstkurs von 420 Dollar pro Unze“, sagt Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Edelmatall-Experte bei der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein. Steigende Preise, wenn auch aus anderen Gründen, erwarten Branchenkenner auch für Platin und verschiedene andere Metalle. Am Ende dürfte Kostolany Recht behalten: „An der Börse ist zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins“. Denken Sie mal drüber nach.


    ---


    Auf dem Weg zu alten Höchstständen


    Es ist erstaunlich: Obwohl die weltweite Konjunktur sich in keiner allzu guten Verfassung befindet, legen die Preise der Basismetalle kontinuierlich zu: Aluminium hat sich seit Ende 2001 um knapp 40 Prozent verteuert, Nickel sogar um 60 und Kupfer um gut 20 Prozent. In der Regel deuten solche Kurssteigerungen auf eine wirtschaftliche Belebung hin. Denn Alu und Co gelten als absolute Frühzykliker.


    Egal ob in der Autoindustrie, in der Chip-Produktion oder im Flugzeugbau, überall werden die Basismetalle gebraucht. Doch die Weltwirtschaft lahmt. Warum also ziehen die Preise dennoch an? Ulf Moritzen, der bei der Fondsgesellschaft Nordinvest den Rohstoff-Fonds managt, sieht dafür drei Gründe: Zum einen würden viele Anleger wegen der Krise an den Aktienmärkten verstärkt in Sachanlagen investieren. Zum anderen gleiche die steigende Nachfrage in China die schwache Konjunktur in Europa und den USA aus. Und denkbar sei schließlich auch, dass die wenigen großen Minengesellschaften das Angebot an Basismetallen ganz bewusst knapp halten. Fondsmanager Moritzen glaubt, dass die jüngsten Preissteigerungen anhalten werden. „Kommt die Konjunktur erst wieder in Schwung, wird dies den Preisen weiter Auftrieb geben“, sagt er. Zumal die Lagerbestände so gut wie leer sind.


    Trotz der jüngsten Preisanstiege liegen die Kurse von Alu und Co zum Teil noch 50 Prozent unter dem Niveau früherer Jahre. Anlegern empfiehlt Moritzen die großen Minengesellschaften wie BHP Billiton oder Rio Tinto, die Kupfer, Nickel und andere Metalle schürfen. „Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren, als die Preise im Keller waren, so extrem ihre Kosten gesenkt, dass sie selbst bei niedrigen Preisen Gewinne machen.“ Problematischer sieht es dagegen bei Konzernen wie Alcoa aus, die sich auf die Förderung und Verarbeitung von Aluminium konzentriert haben. Grund: China will ab diesem Jahr das Leichtmetall im großen Stil exportieren – und das dürfte den Preis drücken. Auch für den deutschen Konzern Norddeutsche Affinerie ist Moritzen eher skeptisch. Zwar sei Europas größter Kupferproduzent technologisch sehr stark, im internationalen Vergleich allerdings zu klein, um große Investoren anzuziehen.


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    Nicht nur als Schmuck begehrt


    Alles spricht zurzeit von Gold. Doch auch der Platin-Kurs feiert eine Hausse. Anfang Februar wurden 705 Dollar pro Feinunze bezahlt, so viel wie seit 23 Jahren nicht mehr. Und die meisten Rohstoffexperten sind sich sicher: Die Jahreshöchstkurse wurden noch nicht gesehen. „Ich rechne damit, dass der Platin-Preis in der Spitze auf 750 Dollar steigen wird“, sagt Wolfgang Wrzesniok-Roßbach. Anleger, die auf einen steigenden Platin-Preis setzen wollen, sind am besten mit einem Zertifikat der Dresdner Bank bedient (WKN 684651), das die Notierung des Edelmetalls im Verhältnis 10:1 widerspiegelt.


    Doch Vorsicht: Die Wette auf Platin ist spekulativ, starke Kursrückschläge sind möglich. So wird der Preis aktuell von Nachrichten aus Russland getrieben, wo in der fünftgrößten Platinmine der Welt ein Streik droht. „Befürchtungen wegen Lieferengpässen stehen derzeit im Mittelpunkt“, erklärt Experte Wrzesniok-Roßbach. Anfang März wollen sich die Arbeitgeber mit den Arbeitnehmern zusammensetzen. Entspannt sich dort die Lage, könnte dies den Platin-Kurs schnell unter Druck bringen. Auf der anderen Seite gibt es im Markt Gerüchte, dass Fonds den Preis um weitere 100 bis 200 Dollar nach oben treiben wollen.


    Trotz der aktuellen Unsicherheit dürfte langfristig die Nachfrage steigen. Denn anders als Gold ist Platin ein Industriemetall, das beispielsweise für Diesel-Katalysatoren benötigt wird. Und der Anteil an Dieselfahrzeugen nimmt ständig zu. Auch bei Brennstoffzellen kommt Platin zum Einsatz. Zudem ist das edle Metall in der Schmuckindustrie immer mehr gefragt – besonders in China. Der steigenden Nachfrage steht ein begrenztes Angebot gegenüber. Erst in vier bis fünf Jahren, so Schätzungen, dürften neue Schürfstätten erschlossen sein.


    ---


    Die Gold-Hausse ist noch nicht vorbei


    Bis auf 388 Dollar war der Preis für die Feinunze Gold geklettert, inzwischen notiert sie nur noch bei 352 Dollar. Viele Anleger fragen sich: War’s das? Wohl kaum. Denn der Rückgang war nicht mehr als eine „zu erwartende Korrektur“, wie Edelmetall-Experte Wolfgang Wrzesniok-Roßbach sagt. In der Tat: Nach dem 20-prozentigen Anstieg seit November haben viele Anleger erste Gewinne eingesackt.


    Zudem ist die Nachfrage in Indien, dessen Schmuckindustrie einer der größten Gold-Käufer ist, wegen des hohen Preises um 30 Prozent zurückgegangen. Die Korrektur könnte jedoch von kurzer Dauer sein. Gold-Experte Manfred Siegel sieht den fairen Preis bei 600 Dollar. Das wichtigste Argument: Gold wird als Anlagemöglichkeit erst wieder entdeckt. „Die alte Regel, dass jedes Portfolio zu mindestens fünf Prozent aus Gold-Investments bestehen sollte, gilt wieder“, sagt Wrzesniok-Roßbach. Dabei reichen in dem relativ engen Markt Bruchteile aller Anlagegelder, um den Preis nach oben zu treiben. Würden beispielsweise alle Kunden der vier großen deutschen Banken ihr Geld in Gold anlegen, würden sie die gesamte Jahresproduktion von 2500 Tonnen aufkaufen.


    Der lange Zeit unberechenbare Markt ist überschaubarer geworden, seit die wichtigsten Notenbanken 1999 beschlossen haben, nicht mehr als 400 Tonnen pro Jahr zu verkaufen. „Die Verkäufe lasten zwar auf dem Markt, aber sie sind transparent“, erklärt Wrzesniok-Roßbach. Er geht deshalb davon aus, dass der Goldkurs noch in der ersten Jahreshälfte auf 420 Dollar zulegen wird. Für Anleger, die sich das krisensichere Investment ins Depot legen wollen, bieten sich Zertifikate auf den Goldpreis an. Risikoreicher, aber mit einem Hebel ausgestattet, sind Turbo-Optionsscheine wie der Gold-Call der DZ Bank (WKN 758558). Unter den Minen-Aktien ist die besonders effektiv arbeitende Gesellschaft Goldcorp (WKN 890493) aus Kanada interessant.



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    Also, so ganz allein stehe ich jetzt wenigstens nimmer da.

    Und sehr interessant finde ich den Punkt, dass wir, insbesondere die USA auf eine Inflationsszenario zugehen.

    Grüße
    flippi

  8. #38
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    Hallo,

    Jens Erhardts Meinung über Gold sehe ich genauso.

    Aus dem Artikel „Irak-Krieg kein Kurs-Katalysator“ in der FAZ von heute (leider keine ausführliche Darstellung seiner Gesamtmeinung):

    http://www.faz.net/s....nt.html

    Zuversichtlich für Gold

    Positiv ist Ehrhardt auch für die Entwicklung des Goldpreises gestimmt, auch wenn er kurzfristig von einer Konsolidierung ausgeht. Einerseits dürften Anleger wegen der schwächelnden Aktienmärkte verstärkt in das Edelmetall investieren. Bislang seien weltweit lediglich 0,4 Prozent des Asset-Vermögens in Gold angelegt. Hier gebe es noch reichlich Nachholpotenzial. Andererseits dürfte auch die Schwäche des Dollars verstärkt Umschichtungen in Gold-Anlagen zur Folge haben.

    Keinen Druck auf den Goldpreis sieht Ehrhardt durch mögliche Verkäufe der Notenbanken. Weltweit hielten diese lediglich Goldreserven von 300 Milliarden Dollar - eine viel zu geringe Summe, um den Markt nachhaltig zu beeinflussen.

    -------

    Grüße
    flippi

  9. #39
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    Hallo,

    nur Stunden nachdem Buffett vor einer Derivate-Katastrophe gewarnt hat, gibt es Gerüchte darüber, dass Buffett eventuell Gold kauft.

    Man glaubt, dass Buffett gerade das Derivate-Desaster, das das Gold-Kartell verursacht, meint.

    --------
    Several organizations, among them the Gold Antitrust Action Committee, are warning that years of bank gold-leasing and derivative-linked hedging of the metal will lead to short-circuited financial markets and a monstrous bullion rally.
    ------------


    Zitat von Bill Murphy, the GATA-Man:

    -----
    "I have never received so many e-mails and phone calls as on Buffett's warning of a potential derivatives catastrophe," Bill Murphy, chairman of the Gold Antitrust Action Committee, told me. "My guess is there will be a gold derivatives banking crisis some time this year. If Buffett thinks like the GATA camp, he certainly would be long gold."
    -----

    GATA ist die Organisation, die seit ein paar Jahren die Machenschaften des Gold-Kartells aufzudecken versucht. Bill Murphy ist der Initiator. GATA ist inzwischen weitreichend in der Fachwelt bekannt.

    Blanchard & Cie hat ja gegen Barrick und J.P. Morgan, eine der Hauptakteure im Gold-Kartell, Klage wegen jahrzehntelanger Manipulation des Goldpreises eingereicht.

    Tatsächlich wird es, wenn diese Machenschaften stimmen, zu einer Katastrophe kommen. Denn der Wert der Shortpositionen auf Gold übersteigt um ein Vielfaches die tatsächlich vorhandene Goldmenge.

    Hier ist der Artikel über die Spekulation, dass Buffett eventuell Gold kaufen könne und bereits dabei ist.

    http://cbs.marketwatch.com/news....id=mktw

    Sollte es wahr sein, dass Buffett Gold kauft oder kaufen wird, bin ich ja gespannt, was Ihr sagt. Wäre dann ja nicht flippi, die halt keine Ahnung hat. * *

    Grüße
    flippi

  10. #40
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    Ich habe den Link zu Buffetts Artikel vergessen:

    http://www.fortune.com/fortune....00.html

    Hier ist eine interessante Passage:

    -----

    Indeed, in 1998, the leveraged and derivatives-heavy activities of a single hedge fund, Long-Term Capital Management, caused the Federal Reserve anxieties so severe that it hastily orchestrated a rescue effort. In later congressional testimony, Fed officials acknowledged that, had they not intervened, the outstanding trades of LTCM--a firm unknown to the general public and employing only a few hundred people--could well have posed a serious threat to the stability of American markets. In other words, the Fed acted because its leaders were fearful of what might have happened to other financial institutions had the LTCM domino toppled. And this affair, though it paralyzed many parts of the fixed-income market for weeks, was far from a worst-case scenario.

    One of the derivatives instruments that LTCM used was total-return swaps, contracts that facilitate 100% leverage in various markets, including stocks. For example, Party A to a contract, usually a bank, puts up all of the money for the purchase of a stock, while Party B, without putting up any capital, agrees that at a future date it will receive any gain or pay any loss that the bank realizes.

    ---------

    Genau das praktiziert das Gold-Kartell (Barrick und JP Morgan).

    Grüße
    flippi

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