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Thema: Devisen

  1. #1
    Erfahrener Valueist
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    Hallo zusammen,

    George Soros verkauft US-Dollar zugunsten anderer Währungen:

    ------------------

    09:05 21.05.2003
    *
    Dollar sinkt unter 1,29 Franken

    Der Dollar hat sich zum Franken abgeschwächt und die Marke von 1,29 Franken unterschritten. Die Gründe dafür sind laut Händlern die Anschlag-Warnung in den USA sowie Äusserungen des bekannten Financiers George Soros.
    *
    [sda/sda] - Soros, der mit erfolgreichen Spekulationen gegen das britische Pfund bekannt geworden war, setzt auf eine weitere Abschwächung des Dollars. Der US-Investor verkauft nach eigenen Angaben Dollar-Anlagen zu Gunsten anderer führender Währungen.

    "Ich muss bekannt geben, dass ich nun eine Verkaufsposition gegenüber dem Dollar eingenommen habe, weil ich auf das höre, was der Finanzminister mir sagt," sagte Soros. Er bezog sich auf die jüngsten Äusserungen von US-Finanzminister John Snow, die eine Abweichung von der Politik des starken Dollar andeuteten.

    Soros bezeichnete Snows Politik als Fehler und als verbohrten Versuch, die US-Wirtschaft auf Kosten anderer Ökonomien anzukurbeln.

    Der Dollar notierte am Mittwochmorgen bei 1,2897/02 (Vorabend 1,2957/67) Franken. Der Euro schwächte sich leicht ab auf 1,5106/08 (1,5127/32) Franken.

    ----------------

    Gerade günstig für mich als Konsument, da ich eine Flugticket brauche. Aber für Anleger im US-amerikanischen Markt sehe ich das nicht so positiv.

    Grüße
    flippi

  2. #2
    Valueist
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    Hallo filippina und zusammen,
    laut Burger-Währung sieht es um den US-Amerikanischen Währungsraum nicht so schlecht aus.
    Burger Währung
    Beim BigMac im Euroland haben wir eine 10prozentige Überbewertung zum USD-Burger. Klingt alles wie ein Schwerz, vom Ansatz aber garnicht so dumm.
    Gruß
    Wolfgang

  3. #3
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    hallo zusammen,

    ...diesbezüglich möchte ich mal ganz blöd anfragen, ob jemand ein paar ausführungen zum für und wider von währungsschwankungen euro/dollar parat hat.

    vor allem, was zu beachten ist, wenn wir mit unserem euro in frankfurt aktien amerikanischer firmen kaufen.

    vielleicht gibt es ja im www eine tolle seite, auf der man das mal nachlesen kann...

    grüße aus berlin

    hans.i

  4. #4
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    Hallo Hans,

    es ist letztlich egal wo Du die amerikanischen Werte kaufst. Der Kurs wird in USA "gemacht". Der "europäische" Kurs ergibt sich im Prinzip aus dem umgerechneten amerk. Kurs.

    Ob Du Aktien in $ Währung hältst - sie bei einem Verkauf in Euro umgerechnet werden - oder im Euro Kurs direkt der Wechselkurs eingerechnet ist, macht keinen Unterschied.

    In beiden Fällen hast Du die Wechselkursschwankungen enthalten

    Gruß Volker
    herzliche Grüße

    Volker

  5. #5
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    Hallo Wolfgang,

    diese Burger Währung scheint in den Voraussagen nicht schlecht zu sein.

    The Australian dollar is likely to see the biggest gain. The pound will fall further against the euro. And China will come under increasing pressure to revalue the yuan.

    Das jedenfalls stimmt.

    Besonders interessant ist die Rolle des chinesischen Renmimbi.

    Auszug aus der NZZ vom 20.03.2003:

    ----Auszug

    Aus der Sicht vor allem der USA und Japans bereiten die Daten, die in Wens Sicht positiv sind, allerdings nicht nur eitel Freude. In diesen beiden Ländern, aber auch in anderen asiatischen Staaten und in Europa sind viele der Meinung, dass der Renminbi stark unterbewertet sei und die wahre Stärke der chinesischen Wirtschaft nicht adäquat reflektiere. Im Falle der USA bringt das riesige Defizit im bilateralen Handel mit China die Patrioten auf den Plan, in Japan ist es die Furcht, dass China über die Währung seine bereits durch tiefe Arbeitslöhne geschaffenen Standortvorteile noch zusätzlich verstärke und damit zu einer drohenden globalen Deflationsspirale beitrage.

    Tatsache ist, dass Chinas Wirtschaftswunder ausser den weitreichenden Reformen zwei Faktoren zu verdanken ist, dem präzedenzlosen Wachstum des Aussenhandels sowie einem so stark anschwellenden Zustrom von Auslandkapital, dass Ende letzten Jahres die Volksrepublik China die USA als der Welt wichtigsten Empfänger von ausländischen Direktinvestitionen abgelöst hat. Gäbe es in diesen Bereichen schwere Einbrüche, könnten die Folgen nicht nur für Chinas Wirtschaft, sondern auch für sein System gravierend sein.

    -----Ende

    Der gesamte Artikel:

    http://www.nzz.ch/2003/03/20/bm/page-article8QWD1.html


    Die asiatischen Länder, insbesondere Japan, fürchten einen schwachen Dollar. Sie stützen - und da besonders wiederum Japan - ihre Währungen gegen den Dollar. Solange China nicht aufwertet, wird kein asiatisches Land seine Währung aufwerten.

    Also ein schwacher Dollar scheint auf alle Fälle Gift für die asiatischen Länder zu sein, denn damit werden ihre Exporte teuerer. Nicht umsonst schaut die Fed ohne Interventionen zu, wie der Dollar abwertet.



    @hans.i

    Ein schwacher Dollar und ein starker Euro (der zwar auch schwach ist, aber zum Dollar aufwertet) spielt für die Konjunktur eine Rolle und hat auch Einfluss auf die Unternehmensgewinne.

    Die exportierenden amerikanischen Unternehmen, wie KO, MO, McDonald, usw. profitieren von einem schwachen Dollar. Während die exportierenden europäischen Unternehmen dagegen einem härteren Wettbewerb ausgesetzt sind.

    Ich habe gerade ein paar südafrikanische Goldminen untersucht. Da kann man den Einfluss von Wechselkursen extrem sehen. Durch die Abschwächung des Dollars gegenüber dem südafrikanischen Rand von rund 40% brachen trotz des steigenden Goldpreises die Gewinne der Goldminen stark ein.

    Währungsschwankungen haben ebenfalls einen Einfluss auf die Unternehmen.

    Grüße
    flippi

  6. #6
    Erfahrener Valueist
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    Tja, was wird nun mit dem Dollar?

    Für WEB ist das Defizit für die Dollarschwäche verantwortlich:

    http://story.news.yahoo.com/news?tm....et_dc_1

    ------Auszug:

    "I think what is happening with the dollar is not a product of administration policy. It is a product of what has been happening with our balance of payments," Buffet said, when asked by reporters about his opinion of the Bush administration's apparent abandonment of the strong dollar policy.

    "Ich glaube, dass die Dollarschwäche nicht das Resultat einer Strategie der US-Verwaltung ist, sondern vielmehr das Resultat unserer Handelsbilanz," antwortet Buffett auf Fragen von Reportern bezüglich seiner Meinung über die Abkehr von Politik des starken Dollars.

    -----------

    Das heißt, dass die Äußerungen von Finanzminister Snow eigentlich statt: "Wir greifen nicht ein." heißen müsste: "Wir sind machtlos."



    George Soros verkauft nicht nur US-Dollars. Er kritisiert auch die US-Politik bezüglich des Iraks:

    http://story.news.yahoo.com/news?tm....0201351

    -----Auszug


    Soros told a news conference that his Open Society Institute would set up a unit called Iraqi Revenue Watch to monitor the use of Iraq's oil exports to finance reconstruction projects approved by the US-led occupying forces.


    "There is a widespread belief that the war was fought for oil and that it was fought to benefit the Halliburtons and the Bechtels of this world," he said.

    Soros erklärte bei einer Nachrichtenkonferenz, dass sein Institut Open Society eine Organisation, genannt Iraqi Revenue Watch, aufbauen wird, um die Verwendung der irakischen Ölexporte zur Finanzierung des Wiederaufbaus zu überwachen.

    Er sagte weiter: "Es herrscht die weitverbreitete Meinung, dass der Krieg wegen des Öls geführt wurde und dass er geführt wurde, damit die Halliburtons und die Bechtels dieser Welt profitieren."

    -----------

    Hui, das ist aber eine Botschaft.

    Grüße
    flippi

  7. #7
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    Hallo Flippi,

    Du weisst ja das Andreas und ich seit 1:1,05 den Dollar shorten. Aber Ihr habt ja nur über uns gelacht!

    Die Zeit von 1,05 bis 1,17 hat Andreas benötigt Sorros zu überzeugen, hat zwar etwas lange gedauert, aber immerhin...

    Gruss Volker
    herzliche Grüße

    Volker

  8. #8
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    Hallo Volker

    Sorros habt ihr bezüglich des Dollars überzeugt.

    Und von was habt ihr Warren bei eurem Geheimtreffen kürzlich in den USA überzeugt? Ich hoffe, er hat zumindest nun ein Abo der Aktien-Analyse, oder?

    Gruß Mitch *

  9. #9
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    Hallo Volker,

    also ich habe nicht gelacht. Ich bin doch schon lange der Überzeugung, dass der Dollar fällt. Deswegen habe ich auch ein gegen den Dollar gehedgtes Gold-Zertifikat.

    Der Dollar wird sogar noch weiter fallen. Hoffen wir bloß, dass die Fed das noch in den Griff bekommt und hier keine Eigenentwicklung in Gang kommt. Was ich aber doch befürchte.

    Grüße
    flippi

  10. #10
    Erfahrener Valueist
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    Und ich hab seit August Doller Schulden.

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