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Thema: Devisen

  1. #21
    Erfahrener Valueist filippina
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    Dieter, ich setze mich diesen Sommer mit einem Sonnenhut ins Café und warte die weitere Dollarabwertung ab. Verkaufe einen Put mit einem Strikepreis von US$ 45.

    Fällt der Dollar kanns mir nur recht sein, wird die Aktie für mich billiger. Egal ob die Aktie in US$ steigt.

    Fällt der Aktienkurs in US$ unter dem Strikepreis nehme ich die Aktie. Steigt der Kurs, habe ich den Kursanstieg zwar verpasst, aber mir bleibt die Put-Prämie.

    Fällt der Aktienkurs in US$ unter dem Strikepreis und unter der Put-Prämie habe ich die Aktie nicht so billig kaufen können wie der Markt hergibt, aber ich wäre trotzdem zufrieden.

    Also, kann ich ganz ruhig im Café sitzen und warten.

    Grüße
    flippi

  2. #22
    Erfahrener Valueist jo
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    Hallo Filipi

    Schade nur das WWY auch in $ seine Gewinne macht und so aus Euro sicht immer weniger Werd ist. Ist also so nicht Richtig was du schreibst.
    Grüsse
    Johannes ohne Hut aber mit Bier im Garten

  3. #23
    Erfahrener Valueist filippina
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    Hallo Johannes ohne Hut,

    habe nicht genau verstanden, was ich nicht richtig gedacht habe.

    Wenn der Aktienkurs von WWY auch steigt, so scheint doch die Dollarabwertung weitaus stärker auszufallen. Deshalb profitiere ich doch immer noch vom Währungsunterschied.

    Gute Nacht, jetzt gehe ich aber schlafen. Allerdings muss ich noch was wegen Gold posten.

    flippi

  4. #24
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Guten Morgen zusammen,

    nach einem erfolgreich absolvierten Vatertag sitze ich im Büro (liest mein Chef eigentlich dieses Forum? ) und lese Eure Beiträge zum Thema Devisen.

    By the way: Täuscht der Eindruck, oder sieht es nicht so aus, daß die Väter eher vernünftig sind, während die Nicht-Väter ordentlich Gerstensaft und ähnliches tanken?

    Wie dem auch sei - der Euro steigt und steigt. Unsere schönen US-Aktien werden immer weniger wert. Auf der anderen Seite profitieren sie aber auch vom hohen Euro. Denn ihre Gewinne in Europa machen sie nun einmal in Euro. Für die G+V, die sie in US-Dollar erstellen, bedeutet das steigende Gewinne. Was sich wieder in höheren Kursen niederschlagen sollte. Aber das ist wohl zu einfach gedacht.

    In jedem Fall kann ich mit dem steigenden Euro recht gut leben. Meinen Anteil an amerikanischen Aktien habe ich schon vor einiger Zeit zurückgefahren, und meine Euro-Aktien wie Bijou und Fielmann sind nicht so von Exporten in die USA abhängig.

    Und außerdem will ich im nächsten Jahr zur Hauptversammlung von Berkshire. Da kann der Euro nicht hoch genug sein.

    Und noch dazu kommt, daß es morgen für zwei Wochen an die Nordsee geht. Da kann mir der Dollar sowieso gestohlen bleiben.

    Macht's gut,

    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  5. #25
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo JuliaPapa,


    ich wünsche dir einen erholsamen Nordseeurlaub und lass dich nicht von den Geräuschen der Windmühlen nerven.

    Gruß
    Dieter

  6. #26
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo Flippi,

    <Dieter, ich setze mich diesen Sommer mit einem Sonnenhut ins Café und warte die weitere Dollarabwertung ab. Verkaufe einen Put mit einem Strikepreis von US$ 45.>

    Aha, deshalb hast du Zeit Bücher zu lesen und ich nicht. Und was ist, wenn der $ wieder steigt, z. B. pari mit Euro? Davon scheint hier derzeit niemand auszugehen. Hast du das Ganze nicht in einem übersichtlichen Excelsheet zur Verfügung, um alle Varianten durchrechnen zu können. So sehe ich in diesem Konstrukt noch keinen wirklichen Vorteil.
    Über 43% des Umsatzes macht WWY in EMEA, mit entsprechenden Währungsgewinnen.

    Gruß
    Dieter

  7. #27
    Erfahrener Valueist filippina
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    Hallo Dieter,

    im Moment mache ich gerade Analysen und lese kein Buch. * *Aber Lesen ist für mich tatsächlich ganz wichtig. Das ist die beste Art der Weiterbildung und manche Bücher sind auch ein Vergnügen. Außerdem kann man dabei gemütlich im Garten liegen.

    Tja, das Ganze ist eben nicht so einfach. JuliaPapa hat's ja auch schon beschrieben. Und Volker meint, das Ganze ist eine schöngeistige Übung. Mich interessiert es trotzdem. Ich habe halt nun mal diesen Drang, den Dingen auf den Grund zu gehen. Das kann ich nicht ändern.

    Also eine Parität von Dollar und Euro sehe ich nicht. Eher einen weiteren Dollarverfall, auch wenn Herr Bush heute von einer Politik des starken Dollars sprach. Muss er ja, nachdem John Snow den Dollar ja nun heruntergeredet hat und man allgemein aufgefasst hat, dass die USA eine Politik des schwachen Dollars vertreten. Möchten sie auch gerne in Bezug auf den Export. Leider hat ein schwacher Dollar dann auch den Nachteil, dass sich Anleger aus ihren US-Investments zurückziehen. Was meiner Meinung nach dann wirklich äußerst schlecht für die amerikanische Wirtschaft ist. - Würde aber meinen Gold-Investments gut bekommen.

    Wrigley konnte durch den schwachen Dollar - eben wegen seiner Exporte - profitieren:

    "Consolidated net earnings of $97.0 million were up $11.7 million or 14% from the prior year. On a per share basis, earnings for the quarter were $0.43, an increase of $0.05 or 13%. Without the currency translation effect, earnings per share would have been $0.40, up $0.02 or 5%. "

    1. Quartal 2003: Nettogewinn 97,0 Mio $ - *ein Anstieg von 11,7 Mio $ bzw.14% *gegenüber der Vorjahresperiode. GpA 0,43 - ein Anstieg von 0,05 $ bzw. 13%. Ohne dem Währungseffekt - GpA 0,40 - ein Anstieg um 0,02 $ bzw. 5%.

    D.h. der Währungseffekt beim Gewinn macht 8% aus.

    "For the first quarter of 2003, global sales climbed by 12% to $672 million, up $73 million from the same quarter last year. In constant dollars, eliminating the benefit of currency translation, total company sales increased by $33 million or 5%."

    Umsatzplus 73 Mio $ bzw. 12% auf 672 Mio $ gegenüber der Vergleichsperiode des letzten Jahres. Ohne dem Währungseffekt 33 Mio $ bzw. 5%.

    Der Währungseffekt beim Umsatz macht 7% aus.

    Die Zahlen von WWY sind einfach gut auch ohne Währungseffekt. Deshalb möchte ich ja die Aktie. Aber ich möchte sie auch günstig erwerben.

    Der Dollar ist gegenüber dem Euro um rund 29% gefallen. Den Einfluss auf die Aktie in Euro siehst du ja selbst.

    Jetzt sag mir, was dagegen spricht, hier die Aktie mit dem Euro-Vorteil günstiger zu kaufen.

    Sie ist jetzt schon mit 46 Euro günstiger als noch vor ein paar Monaten. Im Gegensatz zur Aktie auf Dollar-Basis. Da ist sie natürlich gestiegen.

    Jetzt kann ich mir überlegen, ob ich noch eine weitere Dollarabwertung abwarten will oder schon Teilkäufe tätige. Ich kann mir auch überlegen, ob die Aktie nicht auch noch auf Dollar-Basis fällt, denn die Aktie ist wirklich trotz Umsatz- und Gewinnsteigerung sehr gut bewertet für meinen Geschmack. Aber da gibt es ja unterschiedliche Meinungen. Ich möchte sie jedoch gerne noch ein bisschen billiger haben.

    Wenn es nicht gelingt, dann warte ich halt weiter.

    Grüße
    flippi

  8. #28
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hi Flippi,

    gegen den $ gehedgte Goldzertifikate, Puts, Calls und weiß der Geier welche unnützen Derivate zukünftig noch offeriert werden. Dieses Sammelsurium an Investmentmöglichkeiten zu beherrschen erscheint mir ausssichtslos - man verzettelt sich unnötig, zumindest ist die Gefahr sehr groß.
    Du beabsichtigst einen Anteilsschein an einem Unternehmen zu erwerben, natürlich zu einem günstigen Preis, von dem du dir vorher ein klares Bild verschafft hast. Wird dieser Kurs dann erreicht, kaufst du. Wozu also dieser doch eher holprige Umweg? Wo ist der Benefit? Sorry, ich sehe das nicht.

    Gruß
    Dieter

  9. #29
    Valueist borsheims
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    Hallo Zusammen,

    ich bin mir nicht sicher, ob man bei der Annahme - ein US-Unternehmen wird durch einen weiter fallenden Dollar günstiger - nicht einer Täuschung unterliegt. Sollte man das amerikanische Unternehmen nicht in Dollar bewerten und daran seine Entscheidung für Kauf oder Nichtkauf ausrichten? Es gibt hier zwei Komponenten, einmal den Unternehmenswert und zum anderen die Devisenspekulation. Beide Dinge vermengen führt m.E. zu einer unscharfen Betrachtung.

    Über dieses Problem habe ich mir auch bereits ziemlich viele Gedanken gemacht, da mein Depot z.Zt. 78% US-Anteil hat. Den Wechselkurseffekt stelle ich beispielsweise regelmäßig bei Eingang der Quartalsdividenden fest. Ein anderes Thema ist der Einfluß auf den Kursverlauf in EUR. Auf Jahressicht macht die Dollarschwäche bei mir eine Negativperformance von etwa 9% aus. Langfristig bin ich dennoch der Meinung, daß sich positive und negative Währungseffekte aufheben, so daß die Länderverteilung bei mir eher eine untergeordnete Rolle spielt.

    Dennoch investiere ich derzeit in Europa und warte die weitere Dollarentwicklung vorerst ab. Gäbe es in Europa aber keine kaufenswerten Unternehmen mehr, würde ich in Dollar weiter investieren, sofern ich Unternehmen unter Wert erwerben kann.

    Wie schwierig die Vorhersage von Wechselkursentwicklungen ist, möchte ich mit folgenden Überlegungen einmal deutlich machen. Zur Zeit ist die allgemeine Einschätzung, daß der Euro/Dollar Trend einer der stabilsten überhaupt ist, da die USA an einem niedrigen Dollar interessiert, ihre Notenpresse auf Hochtouren läuft, Haushalts- und Leistungsbilanzdefizite bestehen etc. Kürzlich habe ich auch die ersten Aussagen von Volkswirten und Banken gelesen, die das Wechselkursverhältnis jetzt als fair betrachten bzw. einen weiteren Dollarverfall vorhersagen. „The Trend is your Friend“ eben. Wo waren die Stimmen denn vor zwei Jahren? Nun laufen wieder alle hinterher. Doch was passiert wenn die derzeitige Wirtschafts- und Fiskalpolitik der USA Früchte tragen? Auf einmal läuft´s in Amerika wieder. Und Europa lahmt, da die deutsche Volkswirtschaft wie ein Klotz am Bein wirkt. Sie hat mit einem BIP von rund 2 Billionen EUR einen deutlichen Anteil am gesamten BIP der EU von rund 7 Billionen EUR. Und wie wirkt sich die Osterweiterung der EU auf die Währungen aus? Die Unterschiede der Wirtschaftsleistung der Beitrittskandidaten zu den Altländern sind doch enorm. Fragen über Fragen, nur Antworten habe ich keine. Ein Schutz vor zukünftigen Devisenveränderungen kann da eigentlich nur die Diversifikation darstellen. Oder man legt die Unternehmensbewertung als einziges Investitionskriterium zugrunde?

    Wie gesagt, alles schwierig. Deswegen würde ich nicht zuviel von der Zukunft interpretieren wollen.

    Grüße
    Borsheim´s

  10. #30
    Erfahrener Valueist filippina
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    Hallo Borsheim's,

    deine Anmerkungen sind wirklich sehr aufschlussreich. Ich bin im großen und ganzen deiner Meinung.

    <Es gibt hier zwei Komponenten, einmal den Unternehmenswert und zum anderen die Devisenspekulation. Beide Dinge vermengen führt m.E. zu einer unscharfen Betrachtung.>

    Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Unternehmenswert ist für mich in jedem Falle das Investitionskriterium.

    Das heißt für mich aber nicht, dass ich deswegen nicht auf günstige Gelegenheiten warte oder im Falle, dass die günstige Gelegenheit sich bietet, ausnutze. Egal ob es dann eine Devisenspekulation war oder nicht. Ich habe doch zuerst meine Investitionsobjekt festgelegt, danach suche ich die günstige Gelegenheit. Ich kaufe z.B. WWY nicht, weil das Euro/Dollar-Verhältnis günstig ist, sondern weil ich in dieses Unternehmen investieren will. Bei einem günstigen Angebot greife ich dann zu. Ist mir der Preis zu hoch, warte ich.

    Im momentanen Währungsdebakel bekomme ich nun mal WWY günstiger als vor Monaten. Warum soll ich das auslassen und nicht beobachten? Warum soll ich keine Überlegungen treffen, ob ich schon Teilkäufe tätige oder noch abwarte? Die Rendite liegt beim Einkaufspreis.

    Grüße
    flippi

    PS: Auf die Gewinne und Verluste spielen die Währungseffekte ebenfalls eine Rolle, was wir durchaus in die Unternehmensanalyse mit einbeziehen sollten.

    Ich habe gerade bei Graham über das Problem gelesen. Ich schreibe später noch was darüber.

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