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Thema: Renten & Bonds

  1. #11
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo diwi-Dieter,


    <Aber es gibt bei Unternehmen mit hohen Dividenden nicht das System wie bei Bonds mit Zwischengewinnen.>

    Wie ist das zu verstehen?

    ANH und IMH zahlen die Dividende quartalsweise, ist das dann in etwa nicht so etwas wie ein Zwischengewinn?

    Dividenausfälle kommen eigentlich nicht überraschend, denn über jede anstehende Dividenausschüttung wird im Vorfeld berichtet.

    http://biz.yahoo.com/p/a/anh.html

    Gruß
    Dieter

  2. #12
    Erfahrener Valueist diwi
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    Hallo Dieter,

    stimmt das mit der Quartalsdividende habe ich nicht bedacht.
    Ich habe einfach noch zu viele Deutsche/Europäische Aktien, die ja nur einmal pro Jahr Dividende zahlen.

    Mein Fazit aus der bisherigen Diskussion:
    Ich denke, ich muß mich wohl mal weltweit auf der Suche nach Unternehmen mit hohen Dividenden machen. Es kann sich ggf. genauso lohnen, wie ein Investment in Bonds&Renten. Ein weiterer Vorteil den ich sehe ist der, dass ich mich weiter auf der Unternehmensanalyse fokussieren kann und mein Know-How nicht noch im Rentenbereich vertiefen muss.

    Bis denn
    Dieter

  3. #13
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    Hallo diwi-Dieter,

    In zahlreichen Publikationen wird von durchschnittlichen historischen Renditen am Aktienmarkt von 9% berichtet. Wusstest Du, dass ca. 3% davon auf Dividenden zurückzuführen sind?

    Ich erwäge auch Investitionen in Aktien aus Dividenden-Gesichtspunkten als kurz bis mittelfristige Geldanlage. Einfach, weil es keine besseren Alternativen gibt. Geldmarkt und Rentenmärkte sind zur Zeit nicht gerade rentabel. Dabei spielt der Aktienkurs aber auch eine entscheidende Rolle. Philipp Morris z.B ist günstig zu haben. Ich rechne mit moderaten Kursgewinnen auf Sicht von ca. 5 Jahren. Inklusive Dividenden kann man glaube ich eine ordentliche Rendite herausholen. Eine weitere Investitionsgelegenheit bietet in diesem Zusammenhang wohl auch Hugo Boss. Also, günstig bewertete Value-Titel, die sichere Gewinne einfahren und seit Jahrzehnten ihre Dividenden erhöhen - wieso eigentlich nicht? Mit dem richtigen Gespür kann man bestimmt Renditen im hohen einstelligen Bereich erreiche, was meinen Ansprüchen genügt.

    Beziehst Du eigentlich die Aktien-Analyse? Dort werden Unternehmen nach bestimmten Kennzahlen u.a. auch nach Dividendenrenditen in einer Rangliste aufbereitet - ist ganz aufschlussreich.

    Ein interessantes Dividendenpapier ist auch Rodamco (WKN:921426). Dazu die Aktien-Analyse:

    "Wie gewohnt hat Rodamco seinen Ruf als renditestarken Substanzwert verteidigen können. Miot einem 8%igen Gewinnanstieg und einem Umsatzzuwachs von 13% konnte Rodamco der konjunkturellen Schwäche eindrucksvoll trotzen. Mit einem Gewinn von 3,58 je Aktie ergibt sich eine attraktive Gewinnrendite von 9% bzw ein KGV von 12. Als eines der wenigen Unternehmen, die sich auf die Beteiligung an Einzelhandelsunternehmen konzentrieren bietet Rodamco gute Wachstumschancen im zuge eienr konunturellen Erholung bei zugleich stark defensiven Eigenschaften. *Dank seins "BI-Status" hat das Unternehmen den grßen Vorteil, keine Steuern auf Einnahmen und Kapitalerträge zahlen zu müssen. Als BI muss der konzern etwa 80% seines vorsteuerlichen Buchgewinns, als Dividenden ausschütten, was eine attraktive Dividendenrendite ermöglicht. Die DIvidende konnte verganenes Jahr erneut erhöht werden - die Dividendenrendite beläuft sich damit auf 7%. In Zeiten getrübter Gewinnaussichten und unsicherer Aktienmärkte dürften Immoblienaktien mit konstanten Erträgen wieder in den Blickpunkt der Anleger geraten. Wir meinen, dass sich Rodamo bestens als defensive Anlage eignet......

    Gruß

    Arman
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  4. #14
    Erfahrener Valueist lomoeel
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    so hab eich mit basf zb binnen der letzten 12 jahre eine dividende von durchschnittlich 3,5 - 5,5 % vereinnahmt. ganz nebenbei stieg der kurs dieses substanzwertes auf rund 300 % - trotz kursrückgänge der jüngeren zeit.

    also, weshalb immer nur us-amerikanische werte betrachten?

    diese frage lenkt für mich immer wieder auf eine schattenseite dieses forums: hier scheint es ja ausschließlich us- comp. (egal, ob groß-/kleinunternehmen) zu geben, die zu betrachten es sinn macht. weshalb?

    übrigens diwi -dieter, eine unilever zahlt ebenso quartalsdividenden.

    lomoeel
    lomoeel

  5. #15
    Erfahrener Valueist Dieter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Hallo lomoeel,

    <also, weshalb immer nur us-amerikanische werte betrachten?

    diese frage lenkt für mich immer wieder auf eine schattenseite dieses forums>

    Warum ist das eine Schattenseite?

    Ich bin der Meinung, dass es ziemlich gemischt hier zugeht. Außerdem kann ja jeder User Unternehmen seiner Wahl vorstellen. Sie müssen es eben nur tun.

    Gruß
    Dieter

  6. #16
    Erfahrener Valueist Fabule
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    Hallo, diwi-Dieter!

    Eines meiner Lieblingsunternehmen kann ebenfalls mit einer ansehnlichen Dividendenrendite aufwarten: Bijou Brigitte.

    In diesem und im letzten Jahr wurden 2,20 Euro (vor Steuern) ausgezahlt, was beim momentanen Kurs von 38,75 Euro (entspricht einem geschätzten KGV 2002 von ca. 7-8) einer Rendite von 5,67% entspricht. Da das Umsatzwachstum im letzten Jahr ca. 7,5% betrug bzw. in diesem voraussichtlich 25% betragen wird, liegt für das nächste Jahr meines Erachtens zudem eine Dividendenerhöhung im Bereich des Möglichen.

    Gruß,

    Torsten

  7. #17
    Erfahrener Valueist filippina
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    Hallo,

    zum Thema "sichere Staatsanleihen" empfehle ich diesen Artikel aus der Welt:

    http://www.welt.de/data/2002/12/11/24153.html

    Ein paar Auszüge:

    Den Rentenmärkten droht heftiges Ungemach“, sagt Adolf Rosenstock von Nomura. „Die Gefahr steigender Staatsdefizite ist noch nicht erkannt. Schon bald könnte eine Diskussion über die weltweit mangelnde Haushaltsdisziplin die Kurse ins Wanken bringen“, so der Volkswirt.

    Vorreiter im Schuldenmachen ist dabei nicht der viel gescholtene deutsche Finanzminister Hans Eichel, sondern die USA. Erst zu Wochenbeginn verkündete der amerikanische Präsident George W. Bush mit der Ernennung des neuen Finanzministers John W. Snow zur Ankurbelung der Konjunktur ein weiteres umfassendes Steuersenkungs- und Ausgabensteigerungsprogramm. Das dürfte verheerende Auswirkungen auf das US-Haushaltsdefizit haben. Schon jetzt rechnen Experten für dieses Jahr mit einem Fehlbetrag von 300 Mrd. Dollar. „Die ausufernde Ausgabenpolitik und steigende Defizite vieler Regierungen werden den Anleihe-Anlegern zunehmend Kopfzerbrechen bereiten“, meint Rosenstock.

    Für die Besitzer von Staatsanleihen dürften damit die goldenen Jahre erst einmal vorbei sein. So hat Andy Bevan, Bondsstratege bei Goldman Sachs, in einer Studie einen engen Zusammenhang zwischen Haushaltsverschuldung und Anleihekursen festgestellt. Für jeweils 240 Mrd. Euro, die der Schuldenberg in den wichtigen Industrieländern steigt, klettern die Renditen von Staatsanleihen um 62 Basispunkte. Dies kommt bei zehnjährigen Titeln einem Kursverlust von immerhin fünf Prozent gleich.

    Doch eine Unbekannte gibt es weiterhin. Sollte die Weltwirtschaft nämlich in einer kollektiven Rezession oder Deflation versinken, könnten die Bondsrenditen sogar noch weiter fallen. Dies zeigt das Beispiel Japan.

    ----------------------

    Die Überschuldung der USA ist einfach enorm. Wenn Finanzminister John W. Snow jetzt zwar mit Steuersenkungs- und Ausgabensteigerungsprogrammen die Konjunktur anzukurbeln versucht, wächst die Verschuldung noch immer weiter.

    Also Staatsanleihen wären mir im Moment wirklich zu unsicher.

    Grüße
    flippi

  8. #18
    Erfahrener Valueist JuliaPapa
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    Hallo,

    also mal ganz ehrlich - ich wundere mich schon lange, warum Staatsanleihen immer noch als so sicher gelten. Ein Unternehmen mit den Zahlen der Bundesrepublik Deutschland wäre schon längst pleite. Nun hat der Staat zwar die Möglichkeit, unbegrenzt Geld zu machen; aber diese Möglichkeit ist doch wohl eher theoretischer Natur, oder?

    Tatsache ist: Die großen Staaten können Anleihen nur deshalb zurückzahlen, weil sie immer neue Anleihen auflegen und aus diesen Erlösen Zins- und Tilgungszahlungen bestreiten.

    Daraus zu schließen, daß Unternehmensanleihen besser wären, halte ich für falsch. Wenn der Staat erst einmal pleite ist, dann wird das andere Anleihen und natürlich auch Aktien nicht unbeeindruckt lassen.

    Nach meiner Meinung sind nur Sachinvestitionen wirklich sicher. Und hier fallen mir nur die selbstgenutzte Immobilie und gute Aktien ein. Denn selbst bei einem Bankrott von Staaten muß weiter gegessen, rasiert, Coke getrunken und BigMacs gefuttert werden. Das heißt nicht, daß bei einer Zahlungsunfähigkeit der USA diese Aktien nicht fallen werden. Aber dahinter steckt doch irgendwo mehr Substanz als hinter einer kaputten Währung.

    Trotzdem: Genießt das schöne Winterwetter!

    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  9. #19
    Neuer Benutzer klaus
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    Hallo JuliaPapa,
    Dein Optimismus in Ehren, aber was nutzt Dir eine Aktie oder eine selbstgenutzte Immobilie, wenn Du sie nicht mehr verkaufen kannst ?
    Bei einem Crash an den Finanzmärkten wird zwar kein Sachwert vernichtet, aber es geht eine Menge ein Kaufkraft verloren. Dann hast Du zwar Sachwerte, aber kannst sie nicht loswerden.

    Ich hab zwar eine selbstgenutzte Immobilie und ein paar Aktien, aber ich überlege immer wieder, was passiert, wenn ich das Geld im Alter benötige.
    Finde ich einen Käufer für die Immoblie, bei rückläufiger Bevölkerungszahl und einem Überangebot ?
    Kann ich Aktien verkaufen, selbst wenn sie Substanz haben, wenn die Finanzmärkte und damit die Börsen runter sind ?

    So sicher sehe ich eine Aktien- und Immobilienanlage mitterweile auch nicht mehr.

    Aber mit Deinen Ausführungen zu den Staatsanleihen liegst Du vollkommen richtig.
    Es wird in Berlin schon über die Möglichkeit einer Bundesländerinsolvenz nachgedacht Ein Gutachten liegt vor. Daran sollen dann auch die Gläubiger - sprich Käufer der Anleihen - beteiligt werden.
    Ob das aber realisiert wird ?

    Aber wie heißt es so schön zur Aufmunterung:
    Denk positiv
    oder auch wenn der Aktienkurs im Keller ist:
    Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer.

    Bis dann
    Klaus

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