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Administrator
Hallo zusammen,
was meint Ihr zu dem Umstand, dass momentan die Insiderverkäufe so drastisch anziehen? Die Unternehmensmanger trauen dem mometanen Bösenaufschwung trotz schlechter fundamentaler Wirtschaftsdaten wohl doch nicht?!
Das Maß der Insider-Verkäufe ist wieder kräftig angestiegen, das deftigste Beispiel lieferte der Microsoft-Boss Steve Ballmer, der in den letzten Wochen Aktien im Gegenwert von 1,4 Mrd. US-$ verkaufte. Auch Michael Dell, CEO und Gründer des PC Herstellers DELL verkaufte seit April 11 Mio. seiner Aktien. Im April und vor allem im Mai waren die US-Insider-Verkäufe so hoch wie in den besten Zeiten der Hausse. Das von den Insidern generierte Verkaufsvolumen erreichte im Mai ein Volumen von $3.3 Mrd. und setzte damit ein Zweijahreshoch. Dieser Umstand ist in der Tat sehr bedenklich, denn wenn die Insider massiv Aktien abgeben, ist der Aktienmarkt erfahrungsgemäß tendenziell oben angelangt.
Gruß
Andreas
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Valueist
ebenfalls hallo,
da die vergangenheit ja nunmal auch gezeigt hat, dass man sich auf zahlen nicht unbedingt verlassen kann und viele manager es nicht die bohne nachvollziehen können, dass gehaltssteigerungen von bis zu mehr als 200% in 3-4 jahren trotz gefallener kurse und gewinne bei ihren "chefs", den aktionären, auf größten unmut stoßen, gelangen wir neben dem indikator insider-verkäufe wieder zu der ansicht, dass ein "ehrliches" management wie bei BRK nicht umsonst eines der hauptkriterien für buffetts auswahl ist und auch für uns sein sollte.
natürlich ist es schwer, ein management ausreichend zu beurteilen, wenn es sich nicht, wie buffett, offensiv und "vernünftig" zu diversen themen gelegentlich mal zu wort meldet.
schönes palaver auf hauptversammlungen, pressekonferenzen oder bei beckmann ( siehe mehdorn ) sagt nicht viel ( oder gerade sogar sehr viel?? ) über die echten qualitäten aus.
sicher erwartet niemand die maga-prognose für ein unternehmen, aber die tatsachen würden ja manchmal schon reichen.
also stellt sich in dem zusammenhang die frage, wann ist wieder ein guter zeitpunkt, in ein gutes management, also in BRK, zu investieren?
beim ganzen thema trotzdem irgendwie ratlos grüßt aus berlin
hans.i
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Erfahrener Valueist
Hallo Andreas,
das habe ich, als du im Urlaub warst, auch schon mal angemerkt. Unter Microsoft kannst du die Diskussion nachlesen.
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Hallo hans.i,
ich habe das am 29. Mai gepostet, hat aber anscheinend auch kaum Beachtung gefunden. Ich habe die Nachricht über Mail erhalten:
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Hallo,
Insider wissen ja bekanntlich mehr. Aus einer Mail aus USA:
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From The King Report:
Michael Dell sold 10m shares of Dell last week. Steve Ballmer sold almost 40m shares of MSFT. Jeff Bezos sold 450k shares of AMZN. Insider selling continues its robust pace. Why sell share now when Mike said Dell might issue dividends after the tax bill is passed? Yep, that’s what we think. PS - Bloomberg reports Dell, NOK and MOT are losing market share in China to locals like TCL Mobile.
Grüße
flippi
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Übersetzung
Michael Dell verkaufte letzte Woche 10 Mio Dell-Aktien. Steve Ballmer rund 40 Mio Microsoft-Aktien. Jeff Bezos 450 Tausend Amazon-Aktien. Insider-Selling ist weiterhin stark. Warum werden jetzt Aktien verkauft, obwohl Mike sagte, dass Dell eventuell Dividende zahlen würde, wenn die Steuererleichterungen erlassen werden? Tja, darüber denken wir nach. PS - Bloomberg berichtet Dell, NOK und MOT verlieren in China Marktanteile an lokale Unternehmen wie TCL Mobile.
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Ja, was soll man davon halten? Insider wissen bekanntlich mehr.
Grüße
flippi
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Whitney Tilson hat über die momentane Bewertung im Aktienmarkt auch seine Bedenken angemeldet. In diesem Artikel vom 6. Juni 03 wies er auch auf die Insiderverkäufe hin:
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Insider selling
Top executives apparently agree with Hickey, as they're selling like mad. For example, Microsoft's CEO, Steve Ballmer, just sold $1.44 billion of stock, nearly 10% of his total holdings and his first stock sales since 1991. Then, in a recent email to all Microsoft employees, he said the company faces "significant challenges in the near and mid term" from freeware software including Linux and OpenOffice, and that Microsoft's customers had "less passion and enthusiasm for technology."
Similarly, Michael Dell, according to The Wall Street Journal, "sold almost $300 million in shares in late May, compared with more than $120 million of shares sold during all of last year... Mr. Dell in the past has bought shares when he thought they were cheap, according to an executive close to him, and sold them when he viewed the shares as expensive. This could suggest that his recent move stems from a belief the company's recent runup may not be warranted."
Overall, according to the same article, "More than $3.1 billion in shares was sold in May by corporate insiders, the most such selling in 24 months." Insider selling has been an excellent indicator of upcoming corporate woes: "On the 14 occasions when there has been as much selling relative to buying as in the past month, the Standard & Poor's 500-stock index has on average fallen 6% in the subsequent six months and 9% in the following year, says Lon Gerber, director of insider research at Thomson Financial."
Kurzübersetzung:
Insiderverkäufe
Top Executive verkaufen wie verrückt. Z.B. hat Steve Ballmer gerade für 1,44 Mrd $ Aktien verkauft – fast 10% seines Bestandes und der erste Verkauf seit 1991. In einer Email an alle Microsoft-Mitarbeiter wies er darauf hin, dass das Unternehmen in der nahen und mittelfristige Zukunft Problemen mit Linux und OpenOffice gegenüberstehen würde.
Michael Dell verkaufte fast für 300 Mio $ Ende Mai verglichen mit mehr als 120 Mio $ im letzten Jahr. Herr Dell hat früher Aktien gekauft, wenn er gesehen hat, dass sie billig sind.
Mehr als 3,1 Mrd. $ in Aktien wurden im Mai verkauft. Seit 24 Monaten das höchste Aufkommen. Insiderverkäufe waren immer ein exzellenter Indikator dafür, dass das Unternehmen Probleme hat. *
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Und wenn man sich die Bewertungen verschiedener Tech-Aktien anschaut, dann frage ich mich schon, was denn die Anleger aus der letzten Baisse gelernt haben.
Hier von Whitney ein paar KGVs von bekannten Tech-Aktien (6.6.03). Inzwischen dürfte das KGV noch höher liegen.
Stock * * * * * * * * *P/E
Altera * * * * * * * * *53
Applied Materials * * *130
Cisco * * * * * * * * * 28
Dell * * * * * * * * * *32
eBay * * * * * * * * * *69
Intel * * * * * * * * * 36
KLA-Tencor * * * * * * *57
Linear Technology * * * 44
Maxim Integ Products * *37
Microsoft * * * * * * * 23
Oracle * * * * * * * * *30
Qualcomm * * * * * * * *25
Texas Instruments * * * 52 * * * * *
Xilinx * * * * * * * * *46
Yahoo * * * * * * * * * 84
Average * * * * * * * * 50
Meine These ist ja, dass hier die Fed und IWF ganz massiv eingegriffen haben und praktisch mit der Rallye die Anleger, wie Index-Fonds usw., in den Markt zwingt.
Die Fed kauft auch massiv Staatsanleihen. Deshalb findet hier ja interessanterweise eine Rallye im Aktienmarkt und im Bondmarkt statt.
Der Goldpreis ist auf hohem Niveau (heute 364 $ je Unze). Der Ölpreis liegt bei 28 $.
Alles steigt. Sehr seltsam ist das.
Grüße
flippi
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Erfahrener Valueist
Hallo Flippi,
der Weg der AA in dein Exil dauert eben etwas länger. Ein Tag bis zur Grenze und dann mit der Schneckenpost (vermutlich ein Berner) bis zu dir.
BRK - immer noch 4 Sterne. Daran wird sich vermutlich so schnell auch nichts ändern. Als Schnäppchen würde BRK jedoch nicht bezeichnen. Kauf bis 62.590 $.
Gruß
Dieter
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Erfahrener Valueist
Hi Dieter,
danke!
Nein, BRK ist kein Schnäppchen. Aber ich rechne damit, dass WEB aus der Anlage des Floats soviel Rendite erzielen wird, dass sich das wiederum in den Gewinnen von BRK widerspiegelt.
Grüße
flippi
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Erfahrener Valueist
Hi Flippi,
<dass WEB aus der Anlage des Floats soviel Rendite erzielen wird>
Wie legt WEB den Float an?
PAYX und ADP verfügen auch über einen hohen Float, aber aufgrund der niedrigen Zinsen ist der Gewinn kleiner geworden. Es kann natürlich sein, dass beiden Unternehmen eine eher spekulative Anlageform nicht zulässig ist.
Gruß
Dieter
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Erfahrener Valueist
Wie spannend der Energiemarkt wird, kann man aus diesen Artikeln erkennen:
Natural Gas Outlook Troubling Greenspan
http://www.nytimes.com/2003/06/11/bu...NER.html?fta=y
Short Supply of Natural Gas Raises Economic Worries
"Nonetheless, the United States is facing its most severe shortage of natural gas in a quarter-century."
http://www.nytimes.com/2003/06/17/business/17GAS.html
Grüße
flippi
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Valueist
filippina: dein posting vom 29.5. war mir nicht entgangen!
tjaaa, die geschichte mit dem währungsrisiko... ich bin da auch marios meinung, dass der $-kurs ausschlaggebend sein sollte.
jetzt, wo bewegung im eurokurs ist, sehen wir, dass ein kurs halt ein kurs ist: der momentane preis für eine aktie oder eine währung. mr. market handelt auch mit währungen.
es reicht nicht, sich ausschließlich mit ihm über den preis der aktie zu unterhalten, auch der preis des dollar/euro muss mindestens "fair" sein. kaufe ich eine ( in $ preiswerte )aktie "unvernünftig" bei 1,30 und pendelt sich der kurs bei angenommenen fairen 1,10 wieder ein, sind meine überlegungen zur sicherheitsmarge bei der gekauften aktie wieder hin.
also haben wir es doppelt schwer: den wert von BRK zu bestimmen und dann noch den wert des $.
dieter: die frage ist ja nicht, wann brk ein schnäppchen ist, sondern wann brk zu einem vernünftigen und akzeptablen preis zu haben ist ;-)
gruss aus berlin von
hans.i
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