Reibungsverluste hat man natuerlich bei jedem Wertpapiergeschaeft. Bei Optionen sind sie ggü. Aktien sogar relativ gering, da Gebuehr, die der Broker fuer den Kauf oder den Verkauf nimmt geringer ist, da man weniger Volumen bewegt.

"Generell frage ich mich allerdings, was der Kauf (oder Verkauf) von Optionen oder Futures mit Value-Investing zu tun hat. "

Wie jedes andere Wertpapier koennen Optionen unterbewertet sein, z. B. wenn bei Unternehmen "alles oder nichts" Entscheidungen anstehen, d. h. wenn man abschaetzen kann, dass ein Unternehmen entweder in zwei Jahren pleite ist oder sich verdreifacht. Unter Umstaenden sind solch extreme Volatilitaeten im Optionspreis nicht beruecksichtigt, weil zur Optionspreisfindung die vergangene Volatilitaet herangezogen wird. Ausserdem koennen Derivate zu Hedgingzwecken, wie z. B. zur Waehrungsabsicherung durchaus sinnvoll sein. Der Valueanalyst kann sich dadurch auf seine Staerken konzentrieren, naemlich die Qualitaet eines Unternehmens zu beurteilen und muss nicht zusaetzlich die Qualitaet der Waehrung beurteilen. Ebenso kann man mit Hilfe von Derivaten gewisse Arbitragen z. B. bei Uebernahmen oder Spin-Offs besser nutzen, da man gezielt die Risiken, die man nicht fundamental-analytisch fassen kann, ausblenden kann.

Andreas