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Thema: Danone macht's vor

  1. #1
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    Danone macht's vor, wie man es verhindern kann, in die Margenfalle zu tappen:

    Probiotische Joghurt-Drinks halten auch Danone fit
    Gesundheitlicher Zusatznutzen verhilft Molkereiprodukten zu stabiler Marge

    HANDELSBLATT, 21.3.2005 ire HAAR b. MÜNCHEN.
    Probiotische Trinkjoghurts bleiben der Renner auf dem deutschen Markt für Milchprodukte. Die Joghurt-Drinks, die den Verbrauchern eine Stärkung ihrer Abwehrkräfte versprechen, legten im vergangenen Jahr beim Umsatz 44 Prozent zu. Nach Angaben des Marktforschungsinstitutes AC Nielsen erreichte der Markt der "Probioten" ohne den Discounter Aldi im Jahr 2004 einen Wert von insgesamt 280 Mill. Euro.

    Marktführer "Actimel" aus dem Hause des französischen Nahrungsmittelproduzenten Danone dominierte nach Unternehmensangaben das Geschehen mit einem Marktanteil von 60 Prozent. "Die Marke Actimel hat aber noch viel mehr Potenzial", sagte Danones Nordeuropa-Chef Christian Neu im Gespräch mit dem Handelsblatt. Neu rechnet in naher Zukunft mit einer weltweiten Verdopplung des Actimel-Umsatzes auf zwei Mrd. Euro. "Dabei könnten wir den Deutschland-Umsatz auf der Basis der Endverbraucher-Preise ohne Probleme bis auf 500 Mill. Euro steigern", ist sich der Danone-Manager sicher.

    Neu gründet seine Zuversicht auf einen Vergleich mit anderen europäischen Märkten. In Irland beispielsweise betrage der durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bereits 20 Actimel-Fläschchen, während in Deutschland nur durchschnittlich sechs Fläschchen getrunken werden.

    Trotz des Engagements von Discountern wie Aldi und Lidl im Markt für probiotische Milchprodukte, ist in diesem Segment die Marge für die meisten Hersteller weiter zufrieden stellend. Lidl-Lieferant Danone ist überzeugt, dass der Discounter auch künftig kein Interesse daran hat, die Marge kaputt zu machen. "Die Discounter stellen kein Problem dar. Wir haben nachweisen können , dass der Verkaufspreis von Actimel sich nach dem Markteintritt von Lidl nicht verändert hat", sagt auch Danones Deutschland-Geschäftsführer Thomas Reuther.

    Auf Grund des außerordentlichen Erfolges mit "Actimel", ist der französische Nahrungsmittel-Multi seit Oktober 2004 mit einem weiteren Produkt mit gesundheitlichem Zusatznutzen auf dem deutschen Markt: "Activia". Durch Verwendung einer speziellen Bakterien-Kultur soll der Joghurt helfen, die Verdauung natürlich zu regulieren. Wenige Monate nach der Ersteinführung in Deutschland liegt auch die Wachstumsrate von "Activia" nach Danones Angaben "über den Planzahlen". Insgesamt stieg der Danone-Umsatz in Deutschland 2004 um 14 Prozent auf 514 Mill. Euro und trug damit einiges zum hohen organischen Wachstum von fast acht Prozent der Danone Group bei.

    Die Hersteller von Milchprodukten wissen schon seit Jahren, dass allein mit Frischmilch wegen des stagnierenden Pro-Kopf-Verbrauchs und des harten Preiswettbewerbes kein Geschäft mehr zu machen ist.

    So nimmt auch die Schweizer Emmi AG mit ihren funktionellen Joghurtdrinks zunehmend Auslandsmärkte ins Visier. Gestartet ist Emmi im Jahr 1996 mit dem probiotischen Drink "Aktifit", dem der cholesterinsenkende "Benecol"-Joghurt folgte. Kurz vor der Einführung in Portugal steht Emmi mit einer vollkommen neuen Variante: "Evolus", ebenfalls ein Joghurt-Drink, soll sogar eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Nestlé hingegen konnte in Deutschland mit seinen probiotischen Produkten unter der Marke "LC1" nicht im gewünschten Umfang punkten und überließ inzwischen die Lizenz der bayerischen Molkerei Alois Müller (Müller-Milch).

    Der Erfolg im Kühlregal hat Auswirkungen auf die ganze Ernährungsindustrie. Erich Kienle, Marketing-Chef bei Emmi schätzt, dass bis 2010 25 Prozent aller Nahrungsmittel mit einem gesundheitlichen Zusatznutzen beworben werden.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  2. #2
    Valueist
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    Auch wenn es nur darum geht die Verkaufszahlen zu fördern ist es eine sehr gute Entwicklung. Ich bin froh, dass die Menschheit auf diesen Trend mit der gesunden Ernährung gekommen ist. Es hat zuerst den Fitness Wahn gebraucht damit wir erkennen, dass eine ausgewogene und gesunde Ernährung wirklich das ist auf das es ankommt.

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