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Thema: berkshire-jahresbericht '87

  1. #1
    Erfahrener Valueist prince of persia
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    hier ein kleiner auszug aus dem berkshire-hathaway jahresbericht von 1987:

    "....ben Graham, meine freund und lehrer, hat vor langer zeit eine einstellung zu den schwankungen des marktes beschrieben, wie ich sie für den erfolg an der börse als höchst zuträglich erachte.

    er sagte man solle sich börsennotierungen als äußerungen eines bemerkenswert zuvorkommenden gesprächspartners namens mr. börse vorstellen. mr. börse vertitt ein privatunternehmen und macht täglich seine aufwartung, um ihnen einen preis zu nennen, zu dem er ihre anteile kaufen oder ihnen seine anteile verkaufen möchte.

    das unternehmen in ihrem beiderseitigen besitz mag wirtschaftlich stabile merkmale aufweisen, aber die notierungen des mr. börse sind alles andere als stabil. denn der arme kerl, so muss man sagen, leidet unter unheilbaren emotionalen problemen.

    an manchen tagen bricht er in euphorie aus und sieht nur die positiven seiten des geschäfts. in einer solchen stimmung nennt er sehr hohe kaufs/verkaufspreise, weil er angst hat sie wollten seinen anteil und ihn seiner fast schon greifbaren gewinne entrauben.

    an anderen tagen versinkt er in depression und sieht nichts als probleme, die auf das geschäft und die welt zukommen. dann nennt er ihnen einen sehr geringen preis, denn es packt ihn das entsetzen, sie könnten ihren anteil abstoßen und ihm verluste einbringen.

    mr. bsöre hat aber auch einen liebenswerten zug : er nimmt es ihnen nicht übel, wenn sie ihn nicht beachten. wenn ihnen seine preisnotierungen heute nicht zusagen, dann kommt er morgen mit neuen krusen wieder. sie sind in ihren optionen völlig frei. unter dieen bedingungen ist es sogar umso vorteilhafter für sie, desto stärker sein manisch-depressives verhalten ausgeprägt ist.

    doch wie aschenputtel auf dem hoftanz müsen auf eines acht geben : mr. börse ist dazu da, ihnen zu diensten zu sein, nicht aber um ihnen anweisungen zu erteilen. für sie ist nur seine geldbörse von interesse. auf seine anweisungen können sie getrost verzichten. sollte er eines tages besonders launisch auftreten steht es ihnen frei, ihn zu ignorieren oder von ihm zu profitieren; verheerend aber ist es, wenn sie unter seinen einfluss geraten.

    man kann sogar sagen : wenn sie sich nicht sicher sind, dass sie ihr geschäft besser kennen und bewerten können als mr. börse, sollten sie nicht mit von der partie sein...."
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  2. #2
    Erfahrener Valueist Learner6
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    hallo prince

    eine wunderbare geschichte die man sich immer wieder mal vor augen halten sollte...

    liebe grüsse

    rolf

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