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Thema: Management eines Unternehmens

  1. #31
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    Hallo zusammen,

    nach einer Studie laut CBS.MarketWatch.com
    sind schlechte Informationspolitik der CEOs und Verluste im Aktienwert miteinander verbunden.

    http://www.andbeyondcom.com/CBS_Mar...._03.htm

    Grüße
    flippi

  2. #32
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    Hallo zusammen,

    Buffett targets CEO pay as culprit

    Buffett sprach vor 120 Managern über die zu hohen Gehälter der CEOs und wie schädlich sie für das Anlegervertrauen sind.

    http://www.charlotte.com/mld/observer/news/5398198.htm

    -----

    Warren Buffett, the nation's second-richest person, said American corporations need to reduce executive pay to win back investor confidence.

    "I would say the acid test will be CEO compensation," Buffett said to a roomful of 120 executives from public companies Friday. "What happened with CEO compensation in the last 10 years is clearly what the American investor is upset about. The CEO gets very rich, stays very rich and (investors) get poor, and there has been a lot of that going around."

    -------
    Buffett said directors sitting on companies' compensation committees must go back to the drawing board and rein in executive compensation. American executives earn 180 times as much as their employees, a gap that has more than quadrupled since 1980, according to East West Consulting

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    Grüße
    flippi

  3. #33
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    Hallo zusammen,

    nach der Rede von Warren Buffett in Charlotte findet am 11. April nun ein Treffen in Kalifornien statt:

    http://www.globalff.org/executive-briefing-04-03.htm

    http://www.ascribe.org/cgi-bin....ublic=1

    Hier ist der Link zur Seite des Forum for Corporate Conscience:

    http://www.forumforcorporateconscience.com/

    Grüße
    flippi

  4. #34
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    Hallo zusammen,

    heute morgen stehen in unserer Regionalzeitung zwei Meldungen:

    1) Porsche zahlt 3000 Euro Gewinnbeteiligung an die Mitarbeiter

    2) Karstadt Quelle anscheinend vor der Pleite - massiver Stellenabbau


    Die Pleite des Karstadt-Konzern wurde ja offensichtlich durch Managementfehler verursacht.

    Und da ist Porsche und BMW,

    Ausschnitte aus:

    http://www.manager-magazin.de/unterne....00.html

    die auf Rekordfahrt sind. "Wir werden beim Vorsteuergewinn die Milliardengrenze überspringen", kündigte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking unlängst an. Auch BMW-Vormann Helmut Panke will im Jahresverlauf bei Absatz und Umsatz neue Spitzenwerte erreichen.

    "Ich glaube, es ist nicht übertrieben, zu sagen, dass wir heute vor einer der wichtigsten Herausforderungen der Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes insgesamt stehen", sagte entsprechend VDA-Präsident Bernd Gottschalk kürzlich der "Stuttgarter Zeitung".

    Tatsächlich erwarten Beobachter gerade bei den Volumenherstellern eine Neuausrichtung des Geschäftsmodells. "Autobauer orientieren sich nicht mehr ausschließlich an der Größe Kapital, sondern zunehmend am Cashflow. Das Auto wandelt sich vom Investitionsgut zum Konsumgut", skizziert Christoph Stürmer, Autoexperte beim Prognoseinstitut Global Insight, den Wandel.

    Ausgeschöpfte Spielräume

    Statt die Produktion wie bisher auf Spitzenkapazitäten auszulegen, gilt es, die vorhandenen Anlagen besser auszulasten, um auch in schlechten Zeiten Geld zu verdienen. Die gesamte Wertschöpfungskette kommt auf den Prüfstand.

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    Der Artikel lohnt sich zu lesen.

    Grüße
    flippi

  5. #35
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    Hallo,

    <1) Porsche zahlt 3000 Euro Gewinnbeteiligung an die Mitarbeiter>

    Das ist richtig

    <2) Karstadt Quelle anscheinend vor der Pleite - massiver Stellenabbau>

    Karstadts unfähiger CEO wurde gefeuert und mit 10 Mio Eur abgefunden. Das ist eine Frechheit.

    Gruß
    Dieter

  6. #36
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    Hallo zusammen,

    nur als kurze Anmerkung:

    Porsche stand vor rund 10 Jahren auch kurz vor der Pleite.

    Eine Frage zu Abfindungen:
    Diese Abfindungen sind so weit ich weiß, keine Versüßung des "Vorruhestandes", sondern ist die Summe, die der Vorstand noch bis zum Ende seines Vertrages bekommen hätte.
    Vorstände haben ja normalerweise immer Zeitverträge. Und diese können nicht einfach so gekündigt werden.
    Deshalb wird immer die Summe als Abfindung gezahlt, die er eigentlich noch bis zum Ende seines Vertrages bekommen hätte.
    So sind nun mal die Vorstandsverträge geregelt.

    Ob das gut ist, ist natürlich eine andere Frage.

    Gruß Mitch

  7. #37
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    Hallo,

    in der letzten Ausgabe von VII gab es folgenden Beitrag über Alarmzeichen von Managern:

    "Die Beurteilung, ob das Management einer Gesellschaft im besten Interesse der Aktionäre handelt, ist eine kritische, obschon unpräzise, Aufgabe des Anlegers. In seiner letzten Kolumne für Morningstar’s StockInvestor newsletter nannte Mark Sellers die folgenden Verhaltensweisen, die zu Sorge Anlaß geben sollten:


     Die Gesellschaft gewährt jährlich Aktienoptionen in Höhe von mehr als 2,5 % der ausstehenden Aktien
     Änderung des Optionspreises nach einem Kurssturz der Aktie
     Quartalsberichte mit Schlagzeilen wie „XYZ AG gibt Gewinn im 4.Quartal über den Schätzungen der Analysten bekannt“ - Die Gesellschaft sorgt sich offensichtlich zu sehr über die Meinungen der Analysten und hat deswegen eine „vierteljährliche“ Mentalität statt sich auf langfristige Entwicklungen zu konzentrieren
     Die Bezahlung des Vorstandes liegt weit über den Bezügen in anderen Gesellschaften ähnlicher Größe
     Erhebliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
     Der Vorstand umfaßt mehr als 10 Mitglieder
     Im Aufsichtsrat sitzen Politiker und andere Personen ohne wirtschaftlichen Hintergrund
     Eine unbekannte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
     Aktiensplits, auch wenn die Aktie unter 40 Dollar notiert
     Quartalsweise wiederkehrende „einmalige Aufwendungen“"

    Genießt heute noch die Sonne!
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  8. #38
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    Hallo, zusammen,

    in der Ausgabe vom 9. August der regionalen amerikanischen Zeitung "The Herald-Palladium" bin ich auf die folgende Kolumne gestoßen, die ich sehr interessant fand und die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

    "Grundlegende Geschäftsprinzipien haben sich im Laufe der Jahre verändert

    Von Robert Dolsen, 9. August 2005


    Vor ungefähr 60 Jahren fuhr unser Nachbar Mr. Layton in seiner Auffahrt mit einem großen schicken rot-weißen viertürigen Fraser vor, für die meisten von uns ein Luxusauto. Das seltsamste am seinem neuen Auto war jedoch, daß er es während einem der gelegentlichen Streiks bei Continental Motors, wo er in der Abteilung für Motortests arbeitete, gekauft hatte.
    Ich fragte ihn, ob er nicht - da er nicht arbeitete - besorgt sei, seine Raten nicht bezahlen zu können. Er sagte: „Nicht wirklich. Wir werden uns einigen. Wir einigen uns immer. Das Management braucht uns, und wir brauchen sie.“
    Der Kauf war in unserer schönen, von der Arbeiterklasse bestimmten Nachbarschaft ein beruhigendes Kennzeichen dafür, daß die amerikanische Wirtschaft vorankam.
    Wir wußten, daß der Sinn der Wirtschaft der war, allen ihren Bürgern ein anständiges Leben zu bieten. Und wir wußten daß eine sichere nationale Arbeitskraft das Rückgrat der Produktion war, abhängig vom Management und den Aktionären, die umgekehrt abhängig von den Arbeitskräften waren. Das war der Mechanismus, der die große amerikanische Mittelschicht schuf - die grundlegende Basis für solide Familien, gute Nachbarschaften und eine gedeihende Demokratie.
    Wie sich die Zeiten geändert haben. Mit dem Zugang zu billigeren Arbeitskräften im Ausland und dem technologischen Fortschritt ist der Bedarf der Unternehmen an amerikanischen Arbeitskräften erheblich zurückgegangen. In den 40er Jahren betrug der Anteil der Löhne an den Produktionskosten 60 %. Heute sind es etwa 40 %, und die Haltung derjenigen, die den Reichtum der Nation managen, gegenüber Arbeit reicht von Gleichgültigkeit bis hin zu Feindschaft; es interessiert sie anscheinend wenig, was das für uns als Nation bedeutet.
    Oh, es gibt schon ein paar Stimmen, die voller Bedenken in die Zukunft blicken. Ein Grundsatz des lokalen Rates für Stadtentwicklung lautet „Laßt keinen zurück“; damit ist gemeint, daß in einer wirklich funktionierenden Kommune jeder, der arbeiten möchte, in der Lage sein muß, sich ein anständiges Auskommen und ein anständiges Leben zu sichern.
    In einer kürzlich erschienenen Kolumne im Herald-Palladium appellierte Robert Becker an die Öffentlichkeit, die lokale Sprizgußindustrie und den Stanzformenbau zu retten. Er betonte, daß diese hier ausgebildeten Arbeiter mit ihren Löhnen „Ihre Städte, Ihre Schulen und Ihre Unternehmen vor Ort unterstützen werden, die für vitale Kommunen und jeden von uns, der hier lebt, unerläßlich sind.“
    Aber die größeren Zwänge sind kraftvoll. Betrachten Sie etwa den Wettbewerb zwischen Costco und Wal-Mart, den zwei großen Discountern mit sehr unterschiedlichen Philosophien. Wal-Mart ist bei weitem besser bekannt und hat den größeren Einfluß auf die Neugestaltung unserer Wirtschaft gehabt. Trotzdem ist die durchschnittliche Bezahlung des Verkaufspersonals bei Costco doppelt so hoch wie bei Wal-Mart. Costco trägt 92 % der Krankenversicherungsbeiträge seiner Angestellten, während Wal-Mart seine Mitarbeiter dazu drängt, Medicaid, das öffentlich subventinierte Programm für mittellose Bedürftige, zu nutzen.
    Und der Vorstandschef von Costco, James Sinegal, begrenzt sein Einkommen auf nicht mehr als das zehnfache des durchschnittlichen Costco-Angestellten.
    Die Analysten an der Wall Street schimpfen darüber, daß Costco zu gut zu seinen Angestellten sei. Bill Dreher von der Deutschen Bank beklagte sich, bei Costco „ist es besser, Angestellter oder Kunde zu sein als Aktionär.“ Emme Kozloff, Analyst bei Sanford C. Bernstein & Co., sagt, daß Sinegal zu „großzügig“ zu seinen Mitarbeitern gewesen sei. „Er (Sinegal) hat recht, daß ein glücklicher Mitarbeiter langfristig produktiv ist, aber er könnte seine Angestellten stärker dazu bringen, ein Teil der Last zu tragen.“
    Interessanterweise liegt der jährliche Ertrag pro Mitarbeiter bei Costco mehr als 2.000 Dollar über dem bei Wal-Mart, dazu kommt eine weniger als halb so große Mitarbeiterfluktuation. Costcos Kunden, Angestellte - und Investoren - sind extrem loyal, und das bringt einen hübschen Profit.
    Aber offensichtlich nicht genug für einige Wall-Street-Analysten, die Sinegal unter Druck setzen, sein Unternehmen zu „Wal-Martisieren“.
    Sinegal antwortet: „Ich könnte einen Teil unserer Arbeit in Bangladesch erledigen lassen, aber was für ein Signal wäre das?“
    Er fährt fort: „Costco-Mitarbeiter sind in der Lage, schöne Häuser zu kaufen, in angenehmen Nachbarschaften zu wohnen und ihre Kinder zur Schule zu schicken. Seine Angestellten gut zu bezahlen, ist nicht nur das einzig Richtige, sondern es führt zu guten Geschäften.“
    Vor sechzig Jahren, gehörten diese Gedanken zu den grundlegenden amerikanischen Werten. Heute klingen sie fast drollig, oder?"

    Ich finde es sehr interessant, daß es in den USA, wo doch angeblich solch ein gnadenloser Kapitalismus herrscht, auch solche Stimmen gibt.

    Und das in einer Zeit, in der auch immer mehr gutverdienende deutsche Unternehmen dazu übergehen, ihre Belegschaften zu Lohnkürzungen zu "zwingen" und Leute rauszuschmeißen. Die Continental AG tut sich damit zur Zeit besonders hervor.

    Und das sind dann die gleichen Unternehmen, die sich wundern, daß in Deutschland der Konsum nicht anspringt...


    Viele Grüße,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  9. #39
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    Guten Morgen,

    in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erschien Anfang der Woche folgender Artikel:

    "Von Detlef Rudel
    Berlin. Der Unions-Mittelstandspolitiker Josef Schlarmann hat Managern von Großkonzernen vorgeworfen, das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft zu gefährden und dem Ansehen der deutschen Unternehmer zu schaden. Schlarmann wies am Montag darauf hin, dass Vorstände solcher Großunternehmen nichts zu tun hätten mit klassischen Unternehmern. Sie seien leitende Angestellte, die den optimalen Gewinn des Konzerns im Auge hätten und bei eklatanten Fehlern mit großzügigen Abfindungen verabschiedet würden. Der meist mittelständische Unternehmer dürfe mit solchen Managern nicht gleichgesetzt werden.
    „Viele Manager sind moderne Spesenritter“, sagte Schlarmann, der Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung von CDU und CSU (MIT) ist. Sie führten ihre Konzerne nach dem Prinzip des „Shareholder-Value“, der kurzfristigen Gewinnmaximierung zur Steigerung des Aktienkurses. Dazu würden die Kosten minimiert, etwa durch Rationalisierungsmaßnahmen oder Betriebsschließungen. Die Folgen habe meist die Allgemeinheit zu tragen: Die entlassenen Arbeitnehmer landeten letztlich bei der Bundesagentur für Arbeit. Für ihre in diesem Sinne „erfolgreiche“ Arbeit ohne jedes persönliche Risiko erhielten die Manager dann Gewinnbeteiligungen und Aktienoptionen, bei Misserfolg würden sie mit großzügigen Abfindungen verabschiedet.
    „Für diese Leute ist es völlig normal, auf Hauptversammlungen über Milliardengewinne zu berichten und gleichzeitig die Entlassung tausender Mitarbeiter anzukündigen“, sagte Schlarmann. Solches Verhalten habe in der jüngsten Vergangenheit leider das Image des deutschen Unternehmertums geprägt.
    „Wer so vorgeht wie beispielsweise der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, gefährdet die Akzeptanz der sozialen Marktwirtschaft. Jeder muss doch denken: Die bereichern sich auf meine Kosten. Das kann kein Fundament für eine stabile Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung sein“, kritisierte der MIT-Vorsitzende. Ackermann hatte eine Gewinnsteigerung seiner Bank um 87 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro nach Steuern mitgeteilt und gleichzeitig die Streichung von 6400 Arbeitsplätzen angekündigt.
    Die Offenlegung der Managergehälter bezeichnete Schlarmann als „ein Stück Ethik“, das den Konzernen per Gesetz verordnet werden müsse. „Dann kann jeder beurteilen: Passen die Gehälter zur Leistung, oder bereichern die sich einfach.“ „Ein Unternehmen ist nicht nur eine betriebswirtschaftliche Einrichtung, sondern auch eine soziale.“
    Das zeige sich vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die 99,5 Prozent aller Firmen ausmachten. Dort sei der Unternehmer Eigentümer und Manager zugleich. Da er die Risiken zu tragen habe, denke er in der Regel längerfristig, denn betroffen von den Folgen seiner Entscheidungen seien auch seine Familie und die nachfolgenden Generationen. Im Gegensatz zu den Konzernen, die die Verbindung zum Kunden Call-Centern überließen, habe ein mittelständischer Unternehmer in der Regel persönliche Kontakte zum Kunden."

    Sehr interessant und treffend, wie ich finde.

    Gruß,
    JuliaPapa
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  10. #40
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    Leider herrscht nach wie vor ein Missverständnis, über was Shareholder-Value-Politik ist. Viele Menschen denken, dass es kontraproduktiv ist, weil die Antwort darauf nur heißen kann, Stellen zu entlassen. Das stützte den Aktienkurs und darum ginge es ja. Nur: Vom Stellen streichen ist noch kein Unternehmen auf der Welt groß geworden und kein Aktienkurs langfristig gestiegen. Echten Shareholder-Value schafft man doch, indem man investiert und so die langfristige Ertragskraft verbessert und damit den inneren Wert, oder ggfs. die Erträge ausschüttet, wenn man keine guten Investitionsmöglichkeiten hat. Außerdem wurde nicht bedacht, was es langfristig heißt, wenn deutsche Unternehmen in puncto Effizenz zurückfallen. Die Marktanteile holen sich dann die Anderen.

    Die anderen Kritikpunkte kann ich gut nachvollziehen. Ein eigentümerorientiertes Management, welches das Unternehmen durch harte und hervorragende Arbeit groß gemacht hat, ist das A&O - da weiß man doch, woran man ist. Auch viele erfolgreiche Aktiengesellschaften weisen so etwas auf, z.B. EganaGoldpfeil, Esprit, Monsoon etc. Ein krasses Gegenbeispiel ist z.B. PC-Spezialist, dessen Antwort auf ein Missmanagement und schwachen Aktienkurs ein neues Aktienoptionsprogramm, die Finanzierung von Aktienanalysen für die eigenen Aktien und das Streben eineer Listung in einem teureren Aktienindex zur Steigerung des "Shareholdervalue" ist. Die Entwicklung der Aktienkurse sprechen für sich.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

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