finde über suche keine definition. wer weiß weiter? danke.
finde über suche keine definition. wer weiß weiter? danke.
lomoeel
Gesamtkapitalrentabilität (Return on Invested Capital Ratio)
Berechnung: Jahresüberschuß + Gewinnanteile anderer Gesellschafter / materielle Vermögenswerte
Kennzahl ist das breiteste Maß für die Fähigkeit, Vermögenswerte rentabel zu nutzen und setzt sich aus den beiden Komponenten 'Kapitalumschlag' und 'Gewinnquote' (auch Umsatzrendite genannt) zusammen.
Kapitalumschlag (Asset Turnover)
Berechnung: Umsatz / materielle Vermögenswerte
Änderungen geben oftmals den ersten Hinweis auf Veränderungen innerhalb der Gesellschaft.
Gewinnquote (Earnings Margin)
Berechnung: Jahresüberschuß + Gewinnanteile anderer Gesellschafter / Umsatz
Quelle: Benjamin Graham - Security Analysis (Kapitel über Rentabilitätskennziffern)
Schöne Grüße
Borsheim´s
Wieder so eine Kennzahl, für die es keine einheitlichen Definition gibt. Ich kenne es so: (Gewinn+Zinsausgaben)/(Bilanzsumme), oder so: Gewinn/Bilanzsumme oder auch so: (Gewinn+Zinsausgaben)/(Eigenkapital+Langfristschulden), Ben Graham sieht es anders und meine Oma auch, hoffe jetzt is die Verwirrung komplett.
\"Price is what you pay, Value is what you get\"
(Warren Buffett)
Wie heisst es im Englischen so schoen:
ROIC = NOPAT / Operating Capital
wobei NOPAT = Net Operating Profit After Taxes.
Klar ne?
Uebersetzt ist des wohl eher aehnlich mit PoPs Version:
Operativer Gewinn nach Steuern / (Eigenkapital+Schulden)
Aber ich haette da auch noch anzubieten: net income after taxes / (total assets - excess cash - non-interest-bearing liabilities).
Und wieder mal ist jetzt hoffentlich alle Klarheit beseitigt.
Beim ROIC, return on invested capital, oder "Gesamtkapitalrentabilitaet" geht es ja darum zu sehen, ob das Management sinnvolle Entscheidungen fuer investiertes Kapital trifft, und das moeglichst ueber einen laengeren Zeitraum, um auf die Faehigkeiten des Management einen Rueckschluss zu ziehen.
Zum Beispiel: Wenn eine Firma 1 mio in eine neue Produktion investiert und am Jahresende 500.000 zusaetzlichen Profit einfaehrt, ist das ein ROIC von 50% (schoen waers :-)). Ueber laengere Zeitraeume wachsen Unternehmen mit hoeherer ROIC-rate schneller. Macht Sinn, oder?
Ich persoenlich rechne ROIC als NOPAT / Operating Capital.
PoP, mit Gewinn+Zinsausgaben bin ich vorsichtig. Mehr Zinsenausgaben wuerden dann einen hoeheren ROIC bedingen. Ich lasse Zinsausgaben lieber aus, und schaue mir zusaetslich die Current Ratio (Liquiditaetscoeffizienten) an.
Schoenes Wochenende,
Xavier
Hallo Xavier,
mit Gesamtkapitalrendite ist nicht das RoIC gemeint, sondern das RoA. Demnach meinte ich etwas ganz anderes. So wie ich das kenne, muss man die Zinsausgaben hinzuzuzählen, was ja auch Sinn macht. Ich kenne es nur über den NOPLAT, als Net Operating Profit Less Adjusted Taxes. Zum operativen Gewinn werden die Zinsauszahlungen hinzuaddiert und die Steuern um den steuerlichen Abzug der Zinsausgaben korrigiert. Man kriegt dann den operativen Gewinn heraus, den man erhalten würde, wenn das IC nur Eigenkapital wäre. Das Fremdkapital wird dann in der DCf-Rechung zum Verkehrswert bewertet. Dann wäre es doppelt gemoppelt, wenn man die Zinsausgaben von Cashflow abzieht. Ich glaube das heißt Entity-Verfahren oder so.
RoIC ist mir auch sehr wichtig. Ich mache immer einen groben Snapshot, indem ich von der Bilanzsumme, das nicht betriebsnotwendige Cash, den Goodwill und die Verbindlichkeiten aus LuL abziehe, und beim operativen Gewinn + Zinsausgaben die Steuern abziehe.
Grüße
PoP
\"Price is what you pay, Value is what you get\"
(Warren Buffett)
Operativer Gewinn + Zinsausgaben war ein Versehen von mir. Möchte man den operativen Gewinn herleiten, muss man die Zinsausgaben zum Nettogewinn hinzuzählen. Fängt man beim operativen Gewinn an, kann man sich das natürlich sparen, weil die Zinskosten hier noch gar nicht in Abzug gebracht wurden. Mann muss dann nur noch die Steuern abziehen.
\"Price is what you pay, Value is what you get\"
(Warren Buffett)
Hallo Zusammen,
ich denke bei der Anwendung der verschiedenen Kennziffern gibt es kein richtig und kein falsch. Wichtiger erscheint mir, daß man sich darüber im klaren ist, was man eigentlich berechnet. Als Freund von einfachen Dingen habe ich 'Gewinn : Bilanzsumme' als Maß für die Gesamtrentabilität in meinen Datenblättern integriert. Bei Unternehmen mit hohem bilanziellem Goodwill liefert mir die Definition von Graham aber eine bessere Aussage über das RoA. Außerdem muß nur das materielle Anlagevermögen regelmäßig in Form von Sachinvestitionen erneuert werden. Unternehmen mit hohem RoA auf die materiellen Vermögenswerte entziehen sich damit m.E. langfristig den negativen Auswirkungen der Inflation.
Schöne Grüße
Borsheim´s
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