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Thema: China

  1. #1
    Erfahrener Valueist
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    Das folgende liest und hört man immer wieder:

    "... Die Unternehmens-Investitionen sind in China im letzten Jahr um 27 % gestiegen. In den ersten zwei Monaten des Jahres explodierten sie sogar um beeindruckende 53 %. Besucher berichten, dass sie so etwas noch nie gesehen haben. Es gibt so viele Baukräne wie Nadeln in einem Nadelkissen..."

    Mir stellt sich die Frage, ob die Finanzierung dieses Booms solide ist oder ob China auf Sand baut. Hat jemand vertrauenswürdige fundierte Infos darüber oder kann entsprechende Quellen nennen? Wo liegen die Risiken?

    Vielen Dank vorab.

  2. #2
    Erfahrener Valueist
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    Mir stellt sich die Frage, ob die Finanzierung dieses Booms solide ist oder ob China auf Sand baut. Hat jemand vertrauenswürdige fundierte Infos darüber oder kann entsprechende Quellen nennen? Wo liegen die Risiken?

    Die Bedenken sind sehr berechtigt. Der Boom wurde durch eine zu großzügige Kreditvergabe angeheizt, weswegen die Banken auf großen Mengen an faulen Krediten sitzen. Investitionsruinen sind keine Seltenheit.

    Der Economist hatte in den letzten Monaten einige recht interessante Artikel zu dem Thema:

    http://www.economist.com/displaystor...ory_id=2668182

    http://www.economist.com/researc....=478048

    http://www.economist.com/surveys/sho...issue=20040320

  3. #3
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    Ja, Andreas hat Recht. Die Achillesferse sind die faulen Kredite.

    Kürzlich hat sich jemand gewundert, warum die Deutsche Bank hier eingesprungen und in das Geschäft eingestiegen ist. Aber einerseits wittert man ein Geschäft und andererseits fürchtet man sich vor einem Platzen des Wirtschaftsbooms in China. Denn das hätte weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft. China kann die faulen Kredite jedenfalls weitgehend nicht bedienen.

    http://www.manager-magazin.de/unterne....00.html

    Schon vor Monaten haben US-Banken Kapital für die faulen Kredite zur Verfügung gestellt.

    Ich betrachte den China-Boom etwas mit Abstand. Eine ähnliche Situation gab es in Japan. Hier brach aufgrund der faulen Kredite, die nicht mehr bedient werden konnten, der Immobiliensektor ein und riss die gesamte japanische Wirtschaft mit sich. Aber vielleicht sind die Chinesen schlauer. Schau mer omal.

    Grüsse
    flippi

  4. #4
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    Hier noch ein interessanter Beitrag dazu und dass es nicht so einfach ist ein kommunistisches System in ein System mit mehr marktwirtschaftlichen Zügen umzuwandeln. Ich spreche hierbei noch gar nicht von einer freien Marktwirtschaft. Die haben wir eh nirgends. Auch nicht bei uns.

    http://www.manager-magazin.de/geld/g...5739-4,00.html

  5. #5
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    Nachdem ich heute ein bisschen in den Bilanzen der Bank of China gestöbert habe, bin ich auf ein paar kritische Dinge gestossen:

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    18.08.2004

    Bei einer Rede in Shanghai gab erstmals ein führender Kader- Notenbankpräsident Zhou Xiaochuan- zu, daß Chinas Wirtschaft am Rande einer Krise steht.

    Er war erstaunlicherweise froh darüber, daß es viele Experten weltweit gäbe, die dies auch erkannt hätten. Er warf alle bisherigen offiziell gemachten Äußerungen über den Haufen, indem er sagte:

    "Obwohl die Banken hart arbeiten, haben ihre "Non-performing loans" die Marke von 40 % überschritten, deshalb bewegen wir uns am Rande einer Finanzkrise. Es ist nicht so, daß man sie vermeiden oder voraussagen kann, wenn man es nur will."
    Bei dem Treffen in Shanghai unterstrichen andere Teilnehmer seine düsteren Aussagen.

    Wu Jinglian, Vizedirektor des Komites für Wirtschaftsangelegenheiten der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes und Chef des Zentrums für Entwicklung und Forschung beim Staatsrat meinte, China blieben noch zwei Jahre, um die Banken in Ordnung zu bringen.

    Dies war die Kernaussage seiner Rede mit dem Titel
    "Die Dringlichkeit der Finanzreform"

    Die Schaffung der Bankenregulierungskommission 2003 zeigte, daß der Staat dieses Problem nicht länger ignorieren konnte.

    Faule Kredite wuchsen trotz immer höherer Staatszuschüsse an die Banken und dem Verschieben von faulen Krediten in Höhe von 169 Milliarden USD auf "Asset Management Companies" ( AMCs ) immer mehr an.

    Die Schätzungen über die Höhe der faulen Kredite liegen zwischen 50 und 80 % aller Kredite.
    Ständig berichten die vier Staatsbanken über die steigende Anzahl fauler Kredite, obwohl der Staat immer neue Richtlinien erließ, um dieses Problem in den Griff zu kriegen- die Parole der Regulierungskommission lautete Professionalität und Vorsicht
    ( Im heutigen China halten sich die KP-Kader nicht mehr an irgendwelche Gesetze oder Richtlinien, daß dürfte mittlerweile jedem klar geworden sein. )

    Wu meinte, eine Krise würde nach Umsetzung der WTO-Richtlinien spätestens dann ausbrechen, wenn sich die ausländischen Banken der Einlagen der Sparer bemächtigten und die Staatsbanken nur noch den Rest- nämlich faule Kredite hätten.
    Wu fügte hinzu, daß das Finanzsystem immer noch schwarze Löcher enthielte- und zudem die Mechanismen, die sie ermöglichen, weiter existieren können.
    Er beschimpfte die dahinsiechenden chinesischen Aktienmärkte als Instrumente, die einzig dazu da seien, als staatlich gesponsortes Tischlein-deck-dich für Staatsbetriebe und Regierungskader zu fungieren.[/b]

    Er fügte hinzu, daß der Staat das Nachrichtenmonopol benutze, um die Kurse nach oben zu treiben, er die Anzahl der Investoren beschränke und die Aktien klein stückele, um den Ausgabepreis von Aktiengesellschaften in die Höhe zu treiben, die ja ohnenhin das seltene "Privileg des Verlustes" hätten.[/b] Auf diese Weise könne man von ständig wechselnden Investoren Geld auftreiben.

    "Auf diese Weise machte der Staat aus unseren Aktienmärkten eine Verwaltungseinheit, der ein wirklicher Wert für Investoren fehlt," so sein Statement.

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    Und Manipulationen:

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    02.07.2004

    China manipuliert seine Zahlungsbilanz in erstaunlichem Ausmaß. Bei der 2003 veröffentlichten Statistik der Kapitalzuflüsse wurde ein Viertel unterschlagen. Somit hat die Regierung Zuflüsse in Höhe von 45 Milliarden USD nicht veröffentlicht. Die offiziellen Zahlen wurden mit 162 Milliarden USD angegeben.

    Was steckt dahinter?

    Mit Hilfe der Unterschlagung der Zuflüsse kann die Regierung verschleiern, wie sehr die chinesische Wirtschaft von Zuflüssen aus dem Ausland abhängig ist. Würde sich der gegenwärtige Geld- und Investitionsfluß aus dem Ausland nicht verringern, könnte die sogenannte "Überhitzungsblase" länger am Leben erhalten werden, bis sie zusammenbricht, was durchaus noch ein oder zwei Jahre sein könnte, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die internationale Finanzwelt immer bei ihren Berechnungen bez. Chinas permanent von geschönten Zahlen ausgeht. Wirtschaft ist schließlich auch Psychologie.

    Ein Crash würde zu einer Kapitalflucht auch der ausländischen Anleger führen ( Wie sehr inländisches Kapital bereits zu Fluchtgeld wurde, haben wir in einigen Artikeln schon dargelegt, wenngleich einiges davon als spekulatives Geld wegen der erwarteten Anhebung des Yuan zurückgeflossen ist )

    Zum abgewickelten Coup:

    Am 31. Dez. lud die Zentralbank 45 Milliarden USD ihrer Devisenreserven auf die vier quasi-bankrotten Staatsbanken ab. Das offizielle China präsentierte den Überraschungscoup als wichtiges Großreinemachen bei den Banken. Die internationale Finanzwelt, die großen Ratingagenturen eingeschlossen, lobten China für diese Maßnahme, ohne über den etwas seltsamen Zeitpunkt nachzudenken.

    Nachdem im April die Zahlungsbilanz-Statistik veröffentlicht wurde, wird klar, warum der Zeitpunkt so gewählt wurde. Gemäß der buchhalterischen Definition muß der Zahlungsbilanzüberschuß oder das Defizit eines Landes gleich der Nettoveränderung bei den ausländischen Währungsreserven sein. Das Verschieben von 45 Milliarden USD am Ende des Jahres erlaubt es China, zu behaupten, die Währungsreserven seien von 448 Milliarden USD auf 403 Mrd. USD gefallen, und man kann ebenso behaupten, dass der Zahlungsbilanzüberschuß um den gleichen Betrag gefallen ist.


    Kapitalzuflüsse werden hierbei in zwei Kategorien unterteilt:

    Festkonten und laufende Konten. Was ungeklärt ist, wird unter dem Konto "Errors and Omissions" ( E & O ) geführt, was undokumentierte Kapitalzuflüsse beinhaltet, die allgemein als Maßeinheit für die Richtung ( oder sogar der Größe ) der illegalen Kapitalflüsse gilt, welche Chinas Devisenkontrollen umgehen. Ein großes "Errors and Omissions" - Konto würde die Illusion zerstören, dass Chinas Politiker in den letzten 25 Jahren Fachkenntnisse dabei erworben hätten, den Kapitalfluß zu kontrollieren.

    Chinas E & O-Konto wies von 1990 bis 2001 einen Nettoabfluß vom Lande auf, der jedes Jahr ca. 11 Mrd. USD betrug, was auf eine überbewertete Währung hinweist, ebenfalls auf löchrige Devisenkontrollen.

    2002 änderte plötzlich das E & O- Konto seine Richtung und zum ersten Mal in der modernen Geschichte wies es einen , wenn auch moderaten Zufluß auf. Im letzten Jahr paßte es auch in den neuen Trend. Wenn man aber die Zahlungsbilanz um die 45 Mrd USD aus den Devisenreserven, die auf die Banken verteilt wurden, anpaßt, dann würde das "Errors & Omissions"- Konto plötzlich auf augenfällige 63 Mrd. anwachsen. Wenn man öffentlich zugeben würde, dass dieses Konto ein solche Höhe erreicht hat, wäre es wie eine Ohrfeige für die chinesischen Wirtschaftslenker, es bedeutete, dass diese nicht in der Lage seien, die Wirtschaft feinzusteuern.
    Ebenfalls würde die Löchrigkeit der chinesischen Kapitalkontrollen aufgedeckt.

    Angesichts Chinas Reputation als "Wachstumsstory der Welt" wäre es kein Wunder, dass Auslandskapital mit unklarer Herkunft, wie es im E & O-Konto gemessen wird, zurückflösse, nachdem es eine Dekade lang wegsickerte. Überraschend dabei wäre der Umfang der Zuflüsse und die Dauerhaftigkeit derselben, wie es in dem Wachstum der ausländischen Devisenreserven der chinesischen Notenbank widergespiegelt wird.

    In den ersten drei Monaten 2002 wuchsen ausländische Devisenreserven um durchschnittlich sechs Mrd. pro Monat. Im ersten Quartal 2003 wuchsen sie um 10 Mrd. pro Monat. Trotz eines plötzlichen und scharfen Rückgangs bei Chinas Handelsbilanz im ersten Quartal dieses Jahres , was zu einem Defizit von acht Mrd. USD führte, wuchsen die Devisenreserven um unglaubliche 12 Mrd. USD im Monat. Das Muster der Beschleunigung beim Anwachsen von Chinas Devisenreserven fällt mit exakt mit einem Anstieg der Wirtschaftsindikatoren seit Beginn letzten Jahres zusammen.
    Chinas ausufernde Devisenreserven trieben also das exzessive Geldmengenwachstum, die Kreditblase und die damit zusammenhängenden Exzesse bei den Investitionsgütern und im Anlagenbaubereich an, was heute Überhitzung der Wirtschaft genannt wird.

    Wenn das Anwachsen ausländischen Geldes nicht auf ein erträglicheres Maß reduziert wird, etwa zurück auf das Niveau von 2002, werden die jetzigen Blasen in vielen Sektoren sich langfristig weiter aufblähen, egal was die Politiker auch immer machen.

    Die Wirtschaftslenker haben drei verschiedene Optionen, die Luft aus dem Überinvestitionsboom herauszunehmen:
    Sie könnten die strukturellen Reformen beschleunigen, oder die Währung anpassen um die Spekulationsgelder aus dem Ausland auszutrocknen, oder sie hoffen, dass die Zuflüsse von allein versiegen.


    Angesichts politischer und wirtschaftlicher Zwänge gegen schnellere Strukturreformen wählten sie den dritten Weg, durch den sie sich etwas Zeit erkaufen, um die schlimmsten Exzesse der Blase mit administrativen und gesetzlichen Maßnahmen zu deflationieren. Der dritte Weg ist der langfristig gesehen schlechteste Weg.

    -------------------------------------

    Grüsse
    flippi

  6. #6
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    Nochmals vielen Dank für die Infos. Meine Intution/Befürchtung diesbezüglich wird damit bestätigt.

    Bisher habe ich die Finanzwirtschaft bei meinen Betrachtungen ausgeschlossen, da ich Schwierigkeiten mit der Beurteilung habe. Dementsprechend sind mir manche Begriffe nicht geläufig.

    Immer wieder stolpere ich über "faule Kredite". Was ist darunter zu verstehen? Kredite, deren Rückzahlung relativ unwahrscheinlich ist oder Kredite ohne ausreichende Sicherheiten oder ... ?

  7. #7
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    Kredite, deren Rückzahlung relativ unwahrscheinlich

    Ja, genau.

  8. #8
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    Hallo zusammen,

    interessanter als China sind für mich zurzeit Russland und die ehemaligen GUS-Staaten. Russland besitzt Rohstoffe, die China braucht. WER verdient nun hier? Russland ist mit der Umwandlung vom Staatssozialismus schon weiter vorangeschritten als China. Die russische Wirtschaft wächst mit rund 7%.

    Aus der NZZ:

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    Gute Haushaltdisziplin

    Seit der Krise von 1998 hat das Wirtschaftswachstum Russlands die Erwartungen übertroffen. Zwischen 1999 und 2003 hat das reale Bruttoinlandprodukt um durchschnittlich 6,7% pro Jahr zugenommen. Die Erholung ist relativ breit abgestützt, da alle wichtigen Industriesektoren und der Dienstleistungssektor teilgenommen haben. Die Realeinkommen liegen deutlich über dem vor der Krise erzielten Niveau, und die Arbeitslosigkeit ist von 13% auf rund 8% gefallen, was etwas besser als der gegenwärtige Durchschnitt der europäischen OECD-Länder ist. Als einen der wichtigsten Gründe für das kräftige Wirtschaftswachstum hat die OECD, der Russland (noch) nicht angehört, die Finanzpolitik identifiziert. Seit 1990 ist der Staatshaushalt im Überschuss, wozu nicht nur die gestiegenen Erdölpreise, sondern auch eine zurückhaltende Ausgabenpolitik beigetragen haben. Eine fortgesetzte hohe Finanzdisziplin sei angesichts der Abhängigkeit Russlands von Rohstoffzyklen von nicht zu überschätzender Bedeutung. Entsprechend willkommen ist in der Sicht der OECD die Bildung eines Finanzstabilisierungsfonds. Allerdings müsse der Fonds grösser sein, als gegenwärtig geplant ist, damit der Haushalt ausreichend gegen Schwankungen der Erdölpreise abgesichert ist.
    ---------------


    Statt Yukos liefert nun Kasachstan China das erforderliche Erdöl:

    http://www.russland-online.ru/mainmor....tem=991

    Der Bau der etwa 1.000 km langen Pipeline war im Mai beschlossen worden. Er soll von der zentralkasachischen Stadt Atasu (knapp 300 km südlich der Hauptstadt Astana) bis ins nordwestchinesische Alaschan führen und umgerechnet 530 Mio. Euro (nach ursprünglichen Berechnungen 650 Mio. Euro) kosten.

    Der Chef der größten russischen Petroleumgesellschaft Lukoil Wagit Alekperow hat schon sein Interesse bekundet, über diese Trasse russisches Öl nach China zu exportieren. Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew, der den Russen selbst angeboten hatte, die Leitung zu nutzen, will im Gegenzug dafür russische Gaspipelines für den Transit kasachischen Gases nach Europa nutzen dürfen.

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    http://www.aktuell.ru/ruwir0010/morenews.php?iditem=892

    Gute Investmentchancen in Russland und Kasachstan


    Hamburg/Moskau. Die Conrad Hinrich Donner Bank in Hamburg und die russische ATON Capital bilanzierten nach einer Investoren-Konferenz in der Hansestadt gute Gewinnchancen für Kapitalanleger in Russland und Kasachstan. Chefvolkswirt Pjotr Westin von der ATON Capital, dem größten unabhängigen Finanzdienstleister am Russischen Kapitalmarkt, begründete das mit „sehr positiven“ wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

    Dies seien zum einen der steigende Ölpreis auf den Weltmärkten, zum anderen die aktuellen russischen Strukturreformengesetze. Die Wiederwahl Präsident Putins habe sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung Russlands ausgewirkt.

    Vor allem durch die Gesetze zur Vereinfachung des Steuerwesens und die breit angelegte Privatisierung des Strommarktes hätten Anleger im Jahr 2003 Wertzuwächse bei russischen Versorger-Aktien von durchschnittlich 120 Prozent erzielt, wie der anwesende Vorstand des russischen Energieversorgers UES, David Herne, resümierte.

    Hohe Goldreserven der russischen Minen und langfristig vereinbarte Goldförderlizenzen zwischen Russland und der britischen Highland Gold Mining Ltd. böten weitere profitable Anlagemöglichkeiten, so Christine Coignard, die Investor-Relations-Managerin.

    Der Highland Gold Mining Ltd., die aus steuerlichen Gründen auf der britischen Insel Jersey registriert ist, gehört Russlands viertgrößte Goldmine Mnogowerschinnoje (MNV) im Gebiet Chabarowsk, über die Übernahme der Minen Darasun im Gebiet Tschita und Mnogoschirokinskoje wird verhandelt.

    Das Gesamtpotenzial einschließlich der in Entwicklung befindlichen Projekte gibt das Unternehmen mit 8 Millionen Unzen Gold bzw. Goldäquivalenzen an. „Brining Russia´s Gold to Market!“ lautet das Motto. Das Unternehmen beabsichtigt, ein Portfolio russischer Goldminen mit hohem Wachstumspotenzial zu akquirieren, zu konsolidieren und für den internationalen Investmentmarkt zu entwickeln.

    Schließlich präsentierte der Vizepräsident und Finanzvorstand von Petro Kazakhstan, Nicholas Gay, den kasachischen Ölkonzern. Der Konzern profitiere gegenwärtig vom hohen Ölpreis auf den Weltmärkten und seiner günstigen geographischen Lage zu China.

    Die im Bau befindliche Pipeline von Kasachstan nach China werde die Umsätze und Gewinne von Petro Kazakhstan weiter ansteigen lassen, prognostizierte Gay vor 50 institutionellen und zahlungskräftigen privaten Anlegern.

    --------------------

    Grüsse
    flippi

  9. #9
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    China kauft weiter ein:

    Wie gesagt - eine schlaue Taktik!

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    Yanzhou Coal Mining: Erste Akquisition in Übersee

    Montag 11. Oktober 2004, 11:59 Uhr

    Aktienkurse
    Yanzhou Coal Mining ...

    Der größte chinesische Kohleproduzent Yanzhou Coal Mining Co. Ltd. wird für 23 Mio. Dollar eine Mine in Australien übernehmen. Dies ist die erste Übersee-Akquisition des Unternehmens.
    Chinesische Unternehmen versuchen derzeit, sich Ressourcen im Ausland zu sichern, um der enormen Nachfrage im Heimatmarkt begegnen zu können. Zu diesem Zweck wird Yanzhou Coal Mining die Southland Coal Mine in New Wales kaufen. Diese Mine produziert hauptsächlich feste und halbweiche Kokskohle. Ferner erklärte das Unternehmen, dass die Mine über eine geschätzte Reserve von 42 Mio. Tonnen verfügt.

    Die Mine sollte jährlich zwischen zwei und drei Millionen Tonnen Kohle fördern. Dies entspricht einem Anteil an der für 2004 erwarteten Gesamtproduktion des Unternehmens von 5 bis 7 Prozent.

    Die Aktie von Yanzhou Coal Mining gewann in Hongkong heute 3,38 Prozent auf 10,70 Yuan hinzu

  10. #10
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    Hallo zusammen,

    ich habe in den letzten Wochen intensiv chinesische Unternehmen und die chinesische Volkswirtschaft recherchiert.

    Soweit ich das nun einschätzen kann, könnte es durchaus sein, dass China - über die Jahre - es schaffen kann, seine Probleme in den Griff zu bekommen.

    Problem 1: die Privatisierung der Staatsbetriebe

    Problem 2: die faulen Kredite

    Problem 3: die Sozialversicherung

    @Ben

    geht man davon aus, dass die chinesischen Wachstumsraten hoch bleiben, dann dürfte sich ein Engagement in solide Unternehmen lohnen. Dabei sind die H-Aktien und der Hongkonger Aktienmarkt zu empfehlen. Aktien, die in Shanghai und Shenzhen gehandelt werden, sind überbewertet. Auch Unternehmen, die noch zum größten Teil in Staatshänden sind, würde ich meiden.

    Grüße
    flippi

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