Value-Brief anfordern
Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 17 von 17

Thema: China

  1. #11
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    25.02.2003
    Beiträge
    150

    Standard

    Vielen Dank Flippi,

    nachdem ich den größten Teil bisher in "sicheren" Unternehmen angelegt habe, möchte ich im nächsten Jahr etwas spekulativer kaufen. Da kommt mir dein Hinweis gerade recht.

    Diverse Statistiken sprechen bis jetzt durchaus für China. Bei einem Börsenspiel im vergangenen Jahr hatte ich mit einem Depot in der von dir empfohlenen Art und Weise auf China/Hong Kong gesetzt -- und bin ausgesprochen gut damit gefahren.

    Leider konnte ich bis jetzt nur Statistiken (Wirtschaftswachstum, Inflationsrate u.ä) bis zum Jahr 2003 finden. Kennst du oder andere Leser Quellen mit aktuellen Daten (China, Indien oder gar weltweit)?

    Liebe Grüße
    Ben

  2. #12
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    01.06.2001
    Ort
    Scherzingen/Schweiz
    Beiträge
    1.029

    Standard

    Hallo Ben,

    soweit es aktuelle Daten - auch weltweit - gibt, findest du sie unter

    http://www.cia.gov/cia/publications/...s/ch.html#Econ

    ein aktuelles China-Update:

    http://www.worldbank.org.cn/English/...china10-04.pdf


    hier nicht ganz so aktuell:

    http://www.worldinformation.com/woi....try=086

    nur in Französisch, aber mit Schätzdaten bis 2005:

    http://www.missioneco.org/chine/docu...?V=1_PDF_94270

    und hier aus der VR China:

    http://english.mofcom.gov.cn/

    http://english.mofcom.gov.cn/statistic.shtml

    http://www.ccpit.org/vhosts/english/forms1.htm

    Herzliche Grüsse
    flippi

  3. #13
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    01.06.2001
    Ort
    Scherzingen/Schweiz
    Beiträge
    1.029

  4. #14
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    01.06.2001
    Ort
    Scherzingen/Schweiz
    Beiträge
    1.029

    Standard

    Ein Artikel aus der FAZ:

    http://www.faz.net/s....tml#top


    21. Dezember 2004

    Chinas rasch fortschreitende Industrialisierung hat eine bisher nur von Fachleuten beachtete Folge: Die Volksrepublik ist zunehmend auf Importe von Grundnahrungsmitteln angewiesen.


    Das betrifft besonders den Reis: "Er ist von übergeordneter Bedeutung für die angemessene Nahrungsmittelversorgung in China", sagt Hu Peisong vom Nationalen Reisforschungsinstitut. Doch seine Anbaufläche ist von 32 Millionen Hektar 1998 auf nur noch gut 26 Millionen Hektar im vergangenen Jahr gesunken. Zugleich fiel 2003 die Getreideernte nach einem Rückgang über vier Jahre auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren.

    Abhängigkeit von Amerika und Australien wächst

    Dies treibt die Preise hoch und erhöht die Abhängigkeit von Exporteuren wie Amerika und Australien. In den ersten sieben Monaten des Jahres verbuchte China ein Defizit im Agrarhandel von 4,5 Milliarden Dollar. 1995 bis 2003 indes lag der jährliche Handelsüberschuß für landwirtschaftliche Erzeugnisse bei durchschnittlich 4,3 Milliarden Dollar. Der Ökonom Lester Brown erwartet auch deshalb kräftig steigende Preise für Getreide auf dem Weltmarkt. "Diese aber könnten nur die ersten Erschütterungen vor einem großen Erdbeben sein."

    Nur auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint dabei, daß China sich zeitgleich zu einem Exporteur von Weltmaßstab für ausgewählte Gemüse und Früchte entwickelt. Im vergangenen Jahr lag der Wert der Agrarausfuhr nach chinesischen Angaben bei 21,24 Milliarden Dollar. Im Jahr 2010 soll er - vor allem dank ausgewählter Gemüsesorten - bei 30 Milliarden Dollar stehen, nur drei Jahre später dann bei 40 Milliarden Dollar. Diese Vorgaben haben Ministerien und Verwaltungen in Peking vorgelegt. Ihren Angaben zufolge sind die landwirtschaftlichen Exporte in den vergangenen vier Jahren im Durchschnitt jeweils um 13 Prozent gestiegen.

    Kiwis und Äpfel statt Reis

    So zynisch es klingen mag, die Landflucht trägt zur steigenden Produktivität im Anbau ausgewählter Früchte bei: Da viele Bauern in die Städte ziehen, um sich dort als Wanderarbeiter auf Baustellen zu verdingen, können die kleinen Parzellen zu ertragreicheren Äckern zusammengefaßt werden. Statt aber großflächig Reis anzubauen, züchten die verbleibenden Landwirte Kiwis oder Äpfel, mit denen sich deutlich höhere Renditen erzielen lassen. Die Misere wird durch den Wandel der chinesischen Landwirtschaftspolitik vorangetrieben. Früher galt die Prämisse, zuerst die Volksversorgung mit Reis sicherzustellen. Heute setzt China mehr und mehr auf den ertragreichen Export von Obst und Feldfrüchten.

    Allein der Rückgang in China entspricht etwa der Jahresernte Kanadas

    Das verschärft den Versorgungengpaß bei Getreide. Denn trotz höherer Ausbeute der Ernten läßt sich die steigende Nachfrage einer wachsenden und immer wohlhabenderen Bevölkerung nicht decken. Die staatliche Zeitung "China Daily" spricht von einer "ernsten Situation". In diesem Jahr fehlen nach Schätzung des Staatlichen Informationszentrums rund 25 Millionen Kubiktonnen Getreide. Im kommenden Jahr könnten es abermals zwischen 10 und 20 Millionen Tonnen sein - obwohl die Ernte 2005 auf 490 Millionen Tonnen vorangetrieben werden soll. In diesem Jahr dürfte sie bei rund 450 Millionen Tonnen liegen, 2003 waren es 430 Millionen Tonnen. Allein der Rückgang vom Rekordertrag von 512 Tonnen 1998 auf den derzeitigen Stand entspräche der Jahresernte Kanadas, warnt Wirtschaftswissenschaftler Brown.

    Im Mittelpunkt des Interesses steht der Reis, Grundnahrungsmittel Nummer eins. Zwar liegt seine Anbaufläche nur bei 27 Prozent der gesamten Feldfläche, aber er steht für 37 Prozent der gesamten Getreideproduktion. Mit 160,7 Millionen Tonnen hat der größte Reisanbauer der Erde aber 2003 den schlechtesten Ertrag seit 1993 eingefahren. Dabei gilt der Umfang der Reserven immer noch als Staatsgeheimnis.

    Die Gefahr der sozialen Unruhen wächst

    Spekulationen über einen Verbrauch dieser Getreiderücklagen treiben die Preise. Die Regierung will nun gegensteuern: 138 Millionen Bauernhaushalte haben nach Angabe der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in den ersten neun Monaten des Jahres durchschnittlich 74 Yuan (6,7 Euro) an direkter Subvention erhalten. Insgesamt fließen Unterstützungszahlungen von umgerechnet 1,2 Milliarden Dollar in den Reisanbau. Die Landwirtschaftssteuer wurde von 4 auf 2 Prozent gesenkt. Es besteht Nachholbedarf: Während das Einkommen der Landbevölkerung zwischen 1990 und 2002 um durchschnittlich 4,5 Prozent jährlich stieg, zog das Einkommen der städtischen Bevölkerung um 7,5 Prozent im Jahr an.

    Damit wächst die Gefahr der sozialen Unruhen. Zu besseren Ernten soll der "Superreis" beitragen. Die 1996 eingeführte Neuzüchtung ist ein Projekt nationalen Ausmaßes. In den ersten fünf Jahren sollte der Ertrag bei durchschnittlich 10,5 Tonnen Reis je Hektar liegen. In der zweiten Phase bis 2005 soll er auf 12 Tonnen gesteigert werden. Die dritte Phase bis 2010 soll zu einem Durchschnittsertrag von 13,5 Tonnen führen. Der Durchschnittsertrag auf Chinas Reisfeldern liegt derzeit bei 6,5 Tonnen je Hektar. [b]Die bessere Ausbeute wird helfen, aber China nicht mehr zum Selbstversorger machen. Peking wird sich daran gewöhnen müssen, auf den Weltmärkten einzukaufen. Und diese müssen sich wohl auf eine deutlich steigende Nachfrage aus Fernost einrichten - und damit auf steigende Preise.[/]

  5. #15
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    01.06.2001
    Ort
    Scherzingen/Schweiz
    Beiträge
    1.029

    Standard

    Da China in meinem Fokus liegt, finde ich natürlich immer wieder interessante Artikel. Die folgende Einschätzung kann ich durchaus teilen:


    Wirtschaftsboom:
    "China ist so groß wie Italien und Frankreich"

    (Die Presse) 26.01.2005

    Die Entwicklung des asiatischen Wirtschaftsriesen geht rasant weiter, vor allem wegen der Nachfrage nach Investitionsgütern.



    WIEN (mm). China ist noch bei weitem nicht der große Markt für Konsumgüter, wie es der Größe des Landes entspräche: "Der Markt ist derzeit so groß wie jener von Italien und Frankreich zusammen", erklärte Waltraud Urban, China-Referentin am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW), am Dienstag beim Wirtschaftsforum "Investieren in China". Italien und Frankreich verfügen zusammen über knapp 118 Mill. Einwohner, China über 1,3 Milliarden.



    Laut Urban leben derzeit 400 Millionen Chinesen in Großstädten, wovon etwa die Hälfte sehr reich ist oder zumindest über mittleres Einkommen verfügt. 260 Millionen Chinesen zählen zum Mittelstand und verfügen über ein Jahreseinkommen von 15.000 bis 30.000 Euro. "Die sind jung, erfolgreich und optimistisch. Und wollen nicht sparen und warten, bis sie sich etwas leisten können. Sie nehmen Kredite auf, um Reisen, Autos oder Bildung zu finanzieren", erklärt Urban. Und das gebe der Regierung die Möglichkeit, zumindest den Konsum über Kredite zu steuern.


    Doch die aktuellen Wachstumszahlen zeigen, dass die Anstrengungen der Regierung, die Investitionen und Schuldenaufnahme zu bremsen, bisher wenig effektiv gewesen sind. Entgegen den Hoffnungen, die Gefahr einer Überhitzung der chinesischen Wirtschaft zu bannen, ist die Konjunktur im Vorjahr um 9,5 Prozent gewachsen. Damit fiel der Anstieg stärker aus als erwartet (8,6 Prozent).

    Und die Wachstumsdaten könnten zudem den Druck auf die chinesische Zentralbank steigern, die Zinsen weiter zu erhöhen, um die Inflation zu bremsen, glauben Analysten. Im Oktober hatte China die Zinsen erstmals seit neun Jahren wieder angehoben, und zwar um 0,27 Prozentpunkte auf 5,58 Prozent.


    China hat laut Urban seine Entwicklung bislang über den Export von Industrieprodukten gesteuert. Sie bezeichnet China als "Transformationsland". Das zeige sich in dem immer noch sehr großen Agrarsektor und dem sehr rückständigen Dienstleistungssektor, der nur einen geringen Anteil am BIP habe. 50 Prozent der chinesischen Wirtschaftsleistung macht die Industrieproduktion aus. In Indien liege dieser Wert bei 26,6 Prozent, in Österreich bei 17 Prozent.


    Neben dem rosigen Bild vom Wirtschaftswunder gibt es aber auch zahlreiche Risiken, wie Gerd Kaminski, Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für China- und Südostasienforschung, aufzeigte: "Die Rechtsunsicherheit ist nach wie vor gegeben, obwohl die Dinge besser werden." Die Politik habe immer noch einen sehr starken Einfluss auf das, was dann rechtlich passiert.

    Hinzu käme die fehlende Bereitschaft zur Demokratisierung. So sind ausgerechnet im kommunistischen China in den Betrieben bis heute noch keine Betriebsräte zugelassen.

    ---------

    Grüße
    flippi

  6. #16
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    13.04.2012
    Beiträge
    29

    Standard China

    Die nächsten wird die Wirtschaft in China nicht mehr ganz so schnell wachsen wie sie es anfangs getan hat. Sie müssen sich trotzdem keine Sorgen machen. Um die U.S.A als Wirtschaftsmacht abzulösen wird es allemal reichen. In fünf Jahren ist es soweit.

  7. #17
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    19.04.2012
    Beiträge
    17

    Standard

    China hat immer noch einen erstaunlichen Wachstum. Ich bin echt gespannt wie sie das die nächsten Jahre entwickeln wird. Auch wie darauf reagieren wenn der Boomerang zurückkommt. So wie die politische Struktur ist können sie eigentlich sehr schnell reagieren wenn es nicht mehr so läuft wie bis jetzt.

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •