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Thema: Stock Options

  1. #1
    Erfahrener Valueist
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    Hallo Fabule, hallo zusammen

    Ich mache gleich mal ein neues Thema auf und setze mal den Link rein zum Geschäftsbericht AMERICREDIT CORP 10-K405 2001-06-30: Footnotes:

    http://edgarscan.pwcglobal.com/servl...dgarscan#35899

    Dann kann man unter 8. Stock Options nachschauen.

    Gute Nacht
    filippina




  2. #2
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    Hier habe ich bei den TMF eine Berechnung über eine Option gefunden. Der Beitrag ist von Ryan:

    --------------

    Here's an example out of a GAAP Guide:

    An option to purchase 10 shares at &#3680 per share is granted when the market price is &#36100 per share.

    Deferred comp. expense * *&#36200 [10 x (&#36100-&#3680)] * *Stock options outstanding * * &#36200

    Compensation is associated with employee sevice in years 1-4. The annual entry is:

    Compensation expense * * *&#3650 * *Deferred comp. expense * * * *&#3650

    Assume a 40% tax rate and &#36400 in income before option expense. The compensation expense is not deductible for tax purposes until the option is exercised.

    Tax Expense * * * * * * * &#36140 (&#36350 x 40%)Deferred tax asset * * * *&#36 20 (&#3650 *x 40%) * *Tax payable * * * * * * * * *&#36160 (&#36400 x 40%)

    In year 5 the options are exercised at &#3680 when the market price is &#36115. Thus, the compensation expense deductible for tax purposes in year 5 is &#36350 [10 shares x (&#36115 - &#3680)]. No additional compensation expense is allowed as a deduction in the determination of net income. The result is a permanent difference of &#36150 (&#36350 - &#36200). The current year tax expense is &#36160 (&#36400 x 40%). The current year taxes payable is &#3620 [(&#36400 - &#36350) x 40%]. The &#36140 difference represents the tax effects of the &#36200 reversing temporary difference (&#3680) and the &#36150 permanent difference (&#3660).

    This was using APB 25 and expense was recognized immediately in year one (&#3650) because the option was issued in-the-money.

    The book says that SFAS 123 would generally be the same.

    Ryan

    -----------------


    Gute Nacht
    filippina

  3. #3
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    Hallo noch einmal

    Unter diesem Link kann man eine Diskussion über Stock Options nachlesen:

    http://boards.fool.com/Message.asp?mid=14643781

    Viel Spass
    filippina

  4. #4
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    Guten Morgen Valuisten,

    Buffett hat natürlich recht mit seiner Aussage über Stock Options und belohnt seine Manager mit "old-fashioned" paychecks, sehr eng verbunden mit deren Leistungen.

    Bei den Fools habe ich einen Artikel (vom 08.08.2001) über Buffetts Bewertung von Stock-Options gelesen, er ist glaube ich von Bill Mann, "The Danger of Stock-Options".

    Auf den Punkt gebracht lautet die Formel so:

    Wert der Options = Anzahl gewährter Options X Ausübungspreis / 3

    Diesen Betrag ziehen wir dann vom Nettoergebnis ab und dann schauen wir mal wie es dann aussieht mit der Performance.

    Da nach GAAP nur eine Fußnote erforderlich, die auf Optionspläne hinweist, sollte man sich die bei den "Notes to Consolidated Financial Statements" genauer anschauen.

    Gruß

    Dieter




  5. #5
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    Hallo Dieter, hallo zusammen

    Leider habe ich den Beitrag von Bill Mann nicht gefunden. Für die Formel auf alle Fälle herzlichen Dank.

    Was ich noch nicht verstanden habe, ist, wo denn die Stock Options rechentechnisch in der Bilanz stecken? Das gleiche betrifft bspw. langfristige Schulden, welche auch oft nur im Anhang erscheinen.

    Soweit ich die Bilanz grob begriffen habe, sind ja auf der Passivaseite die Schulden aufgelistet. Stock Options müssten ja dann ebenfalls auf der Passivaseite aufgelistet sein. Auch wenn sie nur im Anhang genauer definiert sind, müssten sie doch in irgendeinem Posten stecken?!

    Grüsse
    filippina

  6. #6
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    filippina,

    ausgeübte stockoptions sind im Eigenkapital enthalten. Im Consolidated Statement of Stockholders Equity kommen jedes Jahr die Beträge hinzu, die Mitarbeiter für Optionen bezahlt haben. In der Fußnote sieht man dann, wie es dazu genau gekommen ist und was noch bevorsteht.

    Man kann sich über dieses Thema jahrelang unterhalten. Buffetts Formel (warscheinlich hat MF sie nur nicht richtig wiedergegeben) läßt außer Acht wie hoch der innere Firmenwert ist. Wenn Cola 1 Mio Options zum Ausübungspreis von 1 Cent rausgeben würde, hätten sie m.E. einen sehr hohen Mio-Wert, nach der Formel aber nur 3333 &#36. Meiner Meinung nach ist die einzig wahre Bewertung von Stockoptions die Berücksichtigung der Mitarbeitergewinne daraus in den alten G+Vs (bei Gewährung) als Personalkosten. Der ganze Mechanismus läuft darauf hinaus, daß mir ein Mitarbeiter zu einem lächerlichen Preis meine Anteile an der Firma wegnehmen darf. Er bekommt Anteile am Eigenkapital und künftigen Gewinnen und ich zahle auch noch dafür, weil der innere Wert des Firmenanteils wesentlich höher liegt als der Ausübungspreis. Ich habe mir etwa 300 US-Firmen (meist aus der Konsumgüterbranche) angesehen und habe festgestellt, daß nur ca 5 % der Firmen keine stockoptions vergeben. Aus dem Kopf heraus würde ich schätzen, daß der durchschnittliche Anteil der outstanding options an der gesamten Aktienzahl etwa 7 % beträgt, oft liegt der Anteil bei wild wachsenden Firmen viel höher und bei gesetzteren Firmen niedriger. Meine Konsequenz ist jedenfalls, daß ich nichts mehr kaufe, wo mehr als 5 % der Aktien aus Optionen bestehen.

  7. #7
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    Hallo Dimstar, hallo zusammen

    Danke für die prima Erklärung. Ich habe mir mal die Consolidated Statement of Stockholders' Equity angesehen unter

    http://www.fossil.com/CompanyInfo/An...?id=Financials

    Sehe ich das richtig, dass bei Fossil 2000 ein Aktienrückkaufprogramm stattgefunden hat (Repurchase and retirement of common stocks = (2,026,600 thousand Aktien)..)?

    Ausgeübte Optionen = 56,154 thousand Aktien

    Was bedeutet denn treasury stock?

    Oje, ich dachte, ich hätte die Financial Statements ein wenig im Griff, aber da ist ja wieder soviel, was ich noch nicht kenne.

    Grüsse
    filippina





  8. #8
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    Bei Fossil gab es Rückkäufe, die Aktien wurden vernichtet. Wenn Aktien aus Rückkäufen "in treasury" bleiben, hätte man die zurückgekauften eigenen Aktien behalten, um sie wegen Optionsprogrammen, Akquisitionen, Partnergeschäften oder sonstigem irgendwann weiterzuverkaufen. Wenn es einer Firma möglich ist, daß sie an der Börse eigene Aktien billig kauft, um es an andere zu hohen Preisen weiterzuverkaufen, wird direkt viel Wert durch einen Rückkauf geschaffen. Ansonsten muß man sich das sehr gut überlegen und wissen wieviel die Firma wert ist, da bei Rückkäufen schließlich das EK mit den Rückkaufpreisen aufgezehrt wird.

  9. #9
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    Hallo, zusammen!

    Vielen Dank für eure bisherigen Ausführungen/Erklärungen, die bereits etwas Licht in die Dunkelheit meines Bilanzenwissens gebracht haben.

    Um alles bislang Gesagte aber besser nachvollziehen zu können, muss ich noch einmal einen Schritt zurück gehen und mir genau vergegenwärtigen, wie das alles mit den Aktienoptionen abläuft. Wenn ich irgendeinen Denkfehler machen sollte, bitte ich euch um erklärende Korrekturen.

    Also, am besten fange ich ganz von vorne an:
    Aktienoptionen stellen das Recht dar, Aktien des entsprechenden Unternehmens zu einem vorher festgelegten Preis nach einer festgelegten Zeitdauer zu erwerben. Sie werden normalerweise als Bestandteil eines Mitarbeiter/innengehalts gewährt und müssen nicht direkt in der GuV-Rechnung aufgeführt werden.
    Beispiel: Die Mitarbeiter/innen des Unternehmens XY, das zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionen mit einem Preis von 100 Euro an der Börse notiert ist, erhalten Optionen zum Erwerb von Aktien des Unternehmens zum Preis von 80 Euro im Jahr 2006 (Können sie diese überhaupt verweigern und sich ihr Gehalt zu 100% in Geld auszahlen lassen?). Falls das Unternehmen zum Zeitpunkt der möglichen Ausübung über 80 Euro notiert, haben die Mitarbeiter/innen einen Gewinn gemacht (Geldentwertung und mögliche Zinsen auf andere Anlagen außer acht lassend). Sie kaufen Aktien zu dem vorher festgelegten Preis, wobei das Geld dem Eigenkapital des Unternehmens zufließt (Was ist aber, wenn der Preis zum Zeitpunkt der Ausübungsmöglichkeit unter dem vereinbarten Preis liegt - müssen die Mitarbeiter/innen dann warten, um Gewinn zu machen oder gibt es für sie andere Möglichkeiten, um an ihr Geld zu kommen?). Dafür erhält der/die Mitarbeiter/in Aktien, die er/sie dann an der Börse veräußern kann. Die vom Unternehmen herausgegebenen Aktien sind oftmals zusätzliche Aktien, die dann zu einer Erhöhung der Aktienanzahl und damit zu einer Verwässerung des Eigenkapitals, des Buchwertes und der Gewinne führt.

    Ein paar Fragen:
    Wonach bestimmt das Unternehmen den Preis der Aktienoptionen?
    Werden die Aktienoptionen bei der Ausgabe oder erst bei der Ausübung in der Aktienanzahl und dem Eigenkapital aufgeführt?
    Hat das Unternehmen, gesetzt den Fall es hält den momentanen Marktpreis für drastisch überhöht, nicht einen Gewinn gemacht, wenn es Aktienoptionen als Teil des Gehaltes ausgibt?
    Wenn Aktienoptionen diese negativen Auswirkungen auf Gewinn und Eigenkapital haben, warum machen dann so viele Unternehmen davon Gebrauch (nur um der kurzfristig positiven Veränderung der GuV willen?)?

    So, nun hoffe ich, dass meine Fragen nicht allzu dumm waren und bin gespannt auf eure Antworten.

    Viele Grüße

    Fabule

  10. #10
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    Hallo, Fabule,

    zu Deinen Fragen fällt mir folgendes ein:

    >>Wonach bestimmt das Unternehmen den Preis der Aktienoptionen?

    Den kann das Unternehmen selbst festlegen. Meistens ist die Ausübung an bestimmte Bedingungen geknüpft, z.B. eine bestimmte Performance der Aktie o.ä.


    >>Werden die Aktienoptionen bei der Ausgabe oder erst bei der Ausübung in der Aktienanzahl und dem Eigenkapital aufgeführt?

    Die Bilanzierung erfolgt erst bei Ausübung, denn erst dann entsteht ja Eigenkapital (zumindest in Deutschland; die USA-Regeln sind mehr nicht geläufig).


    >>Hat das Unternehmen, gesetzt den Fall es hält den momentanen Marktpreis für drastisch überhöht, nicht einen Gewinn gemacht, wenn es Aktienoptionen als Teil des Gehaltes ausgibt?

    Eigentlich ja. Aber in der Regel gibt es Aktienoptionen ja nicht statt eines Gehaltes, sondern zusätzlich.


    >>Wenn Aktienoptionen diese negativen Auswirkungen auf Gewinn und Eigenkapital haben, warum machen dann so viele Unternehmen davon Gebrauch (nur um der kurzfristig positiven Veränderung der GuV willen?)?

    Wer ist denn "das Unternehmen"? Doch die Vorstände, und das ist ja auch der Kreis, der am meisten davon profitiert. In den USA gibt es Manager, die annähernd 100 Millionen &#36 jährlich aus diesen Optionen verdienen. Was interessiert es diese Herren dann, daß der Gewinn von 4,5 auf 4,4 Mrd. &#36 schrumpft?


    Ich hoffe, daß alles soweit stimmt; wenn nicht, berichtigt mich.


    Viele Grüße,

    JuliaPapa

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