Hallo lekcin,
Zwack Unicum ist noch einer der wenigen Werte, bei dem ich enie DCf-Prognose wagen würde. Das Wachstum, die Investitionen, die Preismacht und Nachhaltigkeit des Wettbewerbsvorteils sind noch recht überschaubar. Ich hatte den Wert schon länger beobachtet. Damals stagnierten die Gewinne noch und für mich war nicht recht abzusehen, dass sich das auch ändern wird. Ich ging dann von einer ewigen Rente ohne Wachstum aus. Die Aktie war auf Basis dieser Annahme schon recht attraktiv. Meine Rendite hätte dann in etwa 9% betragen. Da ich die Opportunitätskosten mit 9% ansetze, erschien mir die Aktie zu diesem Zeitpunkt zwar nicht deutlich unterbewertet. Aber man muss aufpassen, bei der Sicherheitsmarge nicht Äpfeln mit Birnen zu vergleichen. Was man hat, ist immer eine Annahme unter Risiko. Wenn ich z.B. eine DCf-Prognose mache für ein Unternehmen, dass keine Wettbewerbsvorteile hat und wenn ich mutige Wachstumsnnahmen treffen muss, ist die Prognose mit einer sehr großen Unsicherheit behaftet. Die Sicherheitsmarge muss entsprechend hoch sein, falls die Aktie überhaupt noch in Frage kommt. Wenn ich aber relativ sicher annehmen kann, dass ich 9% mache, (das war die Dividendenrendite ohne Wachstumsannahme) ist mir das vielleicht lieber als eine sehr unsichere Aussicht auf 15% oder 20%. Die Frage lautet für mich also immer, welche Rendite ich unter welchem Risiko erwarte. Bei Zwack musste ich keine Wachstumsannahmen treffen und ich ging davon aus, dass die Dividende nachhaltig ist. Damals hatte ich eine erste Position aufgebaut. Dann hatte sich etwas bei Zwack verändert. Die Marktöffnung Ungarns durch den EU-Beitritt wurde verdaut, die Kosten sanken, der Umsatz mit Premiumprodukten zog etwas an, und ich ging davon aus, dass das Unternehmen künftig moderat wachsen kann. Ich ging dann dazu über, das Wertpapier mehr wie eine Aktie denn eine Anleihe zu bewerten. Ich nahm an, dass der Preis, den ich zahlte, gut war. Ich wusste nur nicht wie gut, denn das hing v.a. vom Wachstum ab. Ich stockte meinen Anteil aber auf, da ich folgende einfache Überlegung machte. Die Gewinne würden im mittleren einstelligen Bereich wachsen und die Aktie war günstig. Demnach wäre es realistisch, dass der Kurs im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wächst. Und hinzu kommt noch eine Dividendenrendite im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Demnach müsste die erzielbare Rendite im deutlich zweistelligen Bereich liegen, was eien deutliche Sicherheitsmarge ggü. meinen gefordetren 9% entsprricht.
Wie das obige Beispiel zeigt, habe ich im Grunde keine einheitliche Vorgehensweise. Es könnte auch sein, dass ich einen ganz anderen Weg wähle. Ich habe mir aber dennoch einen Weg überlegt, auf den ich das ganze vereinfache, und so gehe ich heute i.d.R. vor. Es ist der Weg über das KGV bzw. die Gewinnrendite. Diese Kennzahl habe ich für mich wiederentdeckt, sie ist für mich die vielleicht wichigste Kennzahl überhaupt. Man darf nur nicht den Fehler machen, das KGV isoliert zu betrachten. Isoliert betrachtet sagt diese Kennzahl kaum etwas aus, aber im richtigen Zusammenhang sehr viel. Ich bin darauf bei wausführlicher eingeangen. Du findest es unter folgendem Link, in Posting Nr. 704 (21.04.06, 22:05 Uhr): w
Grüße
PoP




ausführlicher eingeangen. Du findest es unter folgendem Link, in Posting Nr. 704 (21.04.06, 22:05 Uhr):
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