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Thema: Spekulationssteuer kommt ab 2007

  1. #1
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    Guten Morgen,

    gemunkelt wurde es schon lange, aber heute war es schwarz auf weiß in der Zeitung zu lesen:

    Spekulationsgewinne: Ab 2007 müssen Gewinne aus Aktienspekulationen, aber auch aus dem Verkauf von Häusern und anderen Immobilien einheitlich mit 20 Prozent versteuert werden. Dafür entfällt die bisherige Spekulationsfrist für Veräußerungen.

    Nun hat die neue Reagierung also ernst gemacht. Ich finde es zwar nicht besonders toll, nehme das aber ohne großes Gejammer hin, weil ich ja auch immer ein deutlich schärferes Vorgehen gegen Arbeitslose usw. fordere. Da ist eine solche Steuer ja letztendlich nur gerecht...

    Laßt Euch die Woche trotzdem nicht vermiesen.

    Gruß,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  2. #2
    Erfahrener Valueist
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    Hallo JuliaPapa

    in welcher Zeitung hast Du das denn gelesen?

    Gilt die neue "Spekusteuer" generell auf alle Kursgewinne unabhängig von der Haltedauer?

    Wie wird bei Käufen vor 2007 und Verkäufen nach 2007 verfahren ?

    Ich wäre über einige zusätzliche Infos oder weiterführende Links im Internet dankbar

    Gruß
    Diwi

  3. #3
    Erfahrener Valueist
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    Ich bin jetzt im Internet fündig geworden

    Steuerpläne der Grossen Koalition
    Viele Spekulationen um die Speku-Steuer
    [15:30, 15.11.05]

    Von Renate Daum, Brigitte Watermann

    Der alles entscheidende Satz für Kapitalanleger findet sich auf Seite 69 des Koalitionsvertrags: "In dieser Legislaturperiode werden wir eine Neuregelung der Besteuerung von Kapitalerträgen und privaten Veräußerungsgewinnen realisieren." Punkt, Aus, Ende. Doch was darunter konkret zu verstehen ist, dringt nur ganz allmählich zu den Anlegern durch. Und vieles davon ist noch pure Spekulation.


    Soviel wird bis dato kolportiert: Der Sparerfreibetrag soll wohl ab 2007 von derzeit 1370 auf 750 Euro sinken. Bei Gewinnen auf Aktien soll die Spekufrist von derzeit einem Jahr entfallen, bei Immobilienverkäufen die Frist von zehn Jahren. Statt dessen sollen Verkaufsgewinne künftig einheitlich mit 20 Prozent besteuert werden. "Einzelheiten sind im Gesetzgebungsverfahren zu klären", heißt es lediglich aus Verhandlungskreisen.

    "Es gibt viele offene Fragen, die rasch geklärt werden sollten, um den Bürgern die Unsicherheit zu nehmen", meint dagegen der Münchener Steuerstrafanwalt Rainer Patscheck. Offen ist: Fällt die Freigrenze von derzeit 512 Euro? Wird die 20-prozentige Besteuerung von Kursgewinnen als Abgeltungssteuer erhoben, wie es die Finanzwirtschaft seit Jahren fordert? Oder werden Kursgewinne womöglich auf die Berechnung der Bemessungsgrundlage zur Einkommensteuer angerechnet? Topverdienern mit Einkommen oberhalb von 250.000 / 500.000 Euro (Ledige/Verheiratete), auf die die geplante "Reichensteuer" zukommt, dürfte das nicht gefallen. "Je erdrückender die Steuerlast, desto höher ist die Bereitschaft, Steuern zu hinterziehen", weiß Spatscheck aus Erfahrung. "Wichtig ist, dass eine Abgeltungssteuer nicht für langfristiges Vorsorgesparen eingeführt wird, denn das würde die Bemühungen, die Bürger zu mehr Vorsorge zu bewegen, konterkarieren", gibt der Bundesverband Investment und Asset Management zu bedenken.

    Offen ist auch, wie die Kursgewinnbesteuerung ausgestaltet wird. Immerhin soll ein Bestandsschutz für Altfälle, also Käufe vor 2007, geplant sein. Denkbar sind zwei Varianten: Das neue Recht gilt erst für Käufe und anschließende Verkäufe ab 2007. Oder aber es wird bei Papieren, die vor 2007 gekauft wurden, nur die Wertsteigerung besteuert, die ab 2007 anfällt. Anlegerschützer befürchten womöglich großen Druck auf den Aktienmarkt, bevor die neuen Regeln in Kraft träten. Denn Anleger, die Gewinnpositionen außerhalb der Speku-Frist halten, könnten geneigt sein, diese Gewinne lieber noch 2006 steuerfrei zu realisieren. Außerdem werden Anleger sicherheitshalber auch Verlustbringer innerhalb der Speku-Frist noch 2006 verkaufen. Denn bis dato ist ebenfalls ungeklärt, ob es in Zukunft noch eine Anrechnung von Verlusten geben wird und wie diese ausfallen könnte.

    Für Verwirrung sorgten zudem die verschiedenen Aussagen, wann das Ende der Steuersparmodelle unter den Geschlossenen Fonds droht. Nach Auffassung der alten und neuen Bundesregierung ist der 11. November 2005 der Stichtag. Wer also jetzt noch einen solchen Fonds zeichnet, muss damit rechnen, dass die Verluste nicht mehr steuerlich anerkannt werden, wenn sie nicht mit positiven Einkünften aus der gleichen Einkunftsart verrechnet werden können.

    © 2005 boerse-online.de

  4. #4
    Erfahrener Valueist
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    Guten Morgen,

    ich habe die Info, die ich genannt hbe, wortwörtlich aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung abgeschrieben. Aber "Dein" Bericht zeigt wohl, daß noch längst nicht alles klar ist.

    Interessant finde ich die Forderung des Bundesverbandes, daß Vorsorgesparen steuerfrei bleiben sollte. Wenn das so wäre, dann würde das wohl darauf hinauslaufen, daß nur langfristige Fonds (teure Verwaltungskosten) mit Kapitalgarantie (kostet Rendite) steuerfrei wären. Das gezielte Investieren in ausgesuchte Aktien, was ich betreibe, würde wohl nicht darunter fallen. Denn trotz des langfristigen Ansatzes, den ich verfolge, möchte ich natürlich schon die Möglichkeit haben, Aktien vor der Rente zu verkaufen...

    Na ja, lassen wir uns überraschen, was sich auf diesem Feld noch alles tut...

    Schönen Tag noch,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

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